Rennbericht-Archiv
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24.06.2007: Viper-GP/ Grafenstein (UCI-Kat. 1.2.)
Die Bahneinsätze von voriger Woche dürften mir doch mehr zugesetzt haben als vermutet.
Eigentlich war ich recht zuversichtlich das Rennen bis etwa 2-3 Runden vor Schluss zu beenden, doch schon nach nur wenigen Kilometer, die vom Feld sehr ruhig angegangen wurden, kamen erste Zweifel bei mir auf. Die Beine waren einfach nicht so locker wie ich es mir gewünscht hatte. Bei der Überquerung des 1. Anstieges dann aber doch die Ernüchterung!
Auf der Ebene ging es halbwegs, doch bergauf war es die reinste Quälerei!
Vereinzelte Vorstöße, die aber nicht von langer Dauer waren, prägten den ganzen Verlauf des Rennens. Man spürte förmlich bei jedem Athleten den Respekt den er vor der anspruchsvollen Strecke, der Distanz, der Hitze und der int. Konkurrenz ausstrahlte. Keiner wollte zu früh seine Körner verpulvern, daher fuhr jeder eher abwartend auf die entscheidende Situation.
Mein Rennverlauf auf den rund 20 km langen Runden(9) war recht eintönig. Vor dem Berg eine vordere Position im Feld sichern, am Anstieg versuchen im Feld zu bleiben und je nach Position bei der Bergwertung, auf der Abfahrt/ der Ebenen wieder Positionen gutmachen, um sich wieder bis zum Berg eine gute Ausgangsposition sichern zu können!
Dies ging leider nur 5 Runden lang. Danach war von meiner Seite aus Sense und kein retur kommen ins Feld mehr möglich.
Etwas besser erging es meinen Teamkollegen, wobei ich am meisten von Alfred Schabauer, einem erstjährigen U23-Fahrer, überrascht war. Erst am Anstieg in der vorletzten Runde musste der junge Krumbacher(NÖ) das Feld ziehen lassen. Eine eindeutige Leistungssteigerung gegenüber den letzten Wochen!
Petr Lechner hatte recht gute Beine, sodass er sich einiges im Zielspurt ausrechnete. Leider war er bei der 500m Marke in einer Kollision verwickelt, wo ihm ein anderer Fahrer in´s Hinterrad fuhr und ihm seine Schaltung verbog. Mit einer zu geringen Übersetzung war es dem IVP-Fahrer nicht mehr möglich ganz vorne mit zu spurten - Platz 11. Jan Barta kam als 26. ins Ziel und Robert Nagy ging zwecks Schonung für die Zeitfahr-Staatsmeisterschaft wegen Krämpfe in der letzten Runde nicht mehr ans Limit und rollte aus.
Patrick Gelosky(U23) musste im Prinzip nur wegen dem 6. Mann(UCI-Reglement) im Team an den Start gehen, hatte aber von mir einen Freibrief bekommen, an diesem Tag, zwecks Erholung, nur eine lockere Ausfahrt tätigen zu müssen und später uns in der Buffetzone zu verpflegen.
Swiag-Fahrer Martin Riska(SVK) konnte sich am Anstieg in der vorletzten Runde gemeinsam mit Werner Faltheiner(Team Sava Kranj)
vom Feld absetzen und einen Vorsprung von über 45 Sek. rausfahren. Während hinten im Feld das Team Elk-Haus Tempo machte und Zeit gut fuhr, löste sich Riska am letzten Anstieg von seinem Fluchtgefährten und fuhr einen knappen Solosieg Heim.
Mit nur 4 Sekunden Rückstand brauste das Feld ins Ziel, wobei sich Riskas Teamkollege Petr Herman(CZE) vor Peter Pichler, Jochen Summer(beide Elk) und Christian Isak(Resch&Frisch) den 2. Platz sicherte.
So Leid es mir auch tut, aber aufgrund der Wichtigkeit meiner Bahneinsätze übernächster Woche, werde ich die Österr. Staatsmeisterschaften(Zeitf. u. Straße) auslassen, um nochmals große Straßenumfänge trainieren zu können.
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13. - 18.06.2007: 6-Day in Fiorenzuola,ITA
Beim 6-Day in Fiorenzuola kam ich mir wie ein Lehrer od. Ausbilder vor, der jeden seiner Partner erstmal das Madisonfahren beibringen musste.
Mein Ursprungspartner war der Grieche Ioannis Tamouridis gewesen. Eigentlich ein erfolgreicher Fahrer der schon 2 WM-Medaillen(Scratch, Punkte) bei Welttitelkämpfen gewann, aber keine Praxis im Madisonbewerb aufwies!
Genau so sicher wie wir alle "alten Hasen" in dieser Disziplin wussten, dass alle Griechen(mein Partner und noch ein Pärchen) im Fahrerfeld nur sehr wenig Übung in dieser Disziplin hatten und nur mit Vorsicht zu genießen waren, genau so schnell passierte auch das Unglück.
Genau 5 Ablösungen lang dauerte die Begegnung mit meinem Partner, der sich bei seinem Sturz(wurde von seinem Landsmann, der unmittelbar vor ihm stürzte, zu Fall gebracht) sein Schlüsselbein brach und das Rennen aufgeben musste.
An diesem Tag fuhr ich erstmal neutral weiter und hoffte irgendwie in der Wertung zu bleiben.
Da der gestürzte Athlet des rein griechischen Paares am nächsten Tag ebenfalls nicht mehr das Rennen fortsetzen konnte, wurde mir sein Landsmann Passadakis als neuer Partner zugeteilt.
Doch dieser war ein noch viel größerer Rookie als Tamouridis!
Da ich mit ihm ohnehin keine Chance auf einen guten Gesamtplatz hatte, war mir der Rundenverlust, den wir laut Reglement von den UCI-Komissären durch unsere neue Zusammenstellung aufgebrummt bekamen, auch mehr als egal! Mein Ziel hieß nur, nicht zu stürzen und sich für das UCI-Bahnmeeting "Giro della Pista" in Turin, im Anschluss an dieses 6-Day, so gut als möglich zu schonen!
Somit bewegten wir uns hauptsächlich im hinteren Teil des Feldes, um die anderen Paare nicht all zu sehr zu gefährden.
Von Tag zu Tag bekam aber mein Partner immer mehr Routine in den Ablösungen,
sodass wir uns auch immer öfters vorne zeigten und am Ende sogar auch fähig waren auf Rundengewinne zu gehen!
Für die Gesamtwertung nutzte dies allerdings nichts mehr! Mit 11 Runden Rückstand auf die Gesamtsieger Franco Marvulli/Bruno Risi(CH) 205 Pkt.,
beendeten wir das 6-Day, Gott sei Dank ohne Sturz, auf dem 19. und vorletzten Platz.
Die Platzierungen meiner Landsleute, Lexmüller/Gelosky
und Graf/Tazreiter fielen auch nicht gerade ruhmreich ab. Lexmüller/Gelosky platzierten sich auf Rang 18 und Graf/Tazreiter auf Rang 20.
Rang 2 und 3 gingen an Juan Esteban Curuchet/Walter Ferndando Perez(ARG) 185
Pkt. und Marco Villa/Juan Llaneras(ITA/SPA) 126 Pkt.
Sehr erfreulich auch das Resultat in der Juniorenklasse, wo IVP-Fahrer Lukas Gelosky, 75 Pkt., die Omnium-Gesamtwertung seines auf 3 Tagen laufenden Rennens vor Romeo Di Bari(Ita) 68 Pkt. und Jiri Bares(CZE) 51 Pkt..gewann.
mehr davon hier:
19.06.2007: UCI-Bahnmeeting "Giro della Pista" in Turin
Dieses Rennen war eigentlich das Hauptziel meiner Reise nach Italien. Hier im Madisonbewerb mit Partner Andreas Graf gut zu fahren und wichtige UCI-Weltranglistenpunkte für die Qualifikation für die Olymp. Spiele 2008 zu sammeln.
15 Paare aus 8 Nationen nahmen an diesem Madison teil.
Graf und ich konnten von Anfang an stets fleißig punkten und sich in der Gesamt-Zwischenwertung unter den ersten Vieren halten. Als wir zu Halbzeit auch noch mit 3 weiteren Pärchen einen Rundengewinn vollzogen und immer Tuchfühlung mit den Punktebesten hatten, war mir klar, dass heute ein gutes Resultat drinnen wäre.
Und so war es auch! Mit nur 3 Punkten Rückstand
auf die Hausherren Ciccone/Masotti(ITA) 22 Pkt., belegten wir den sehr zufriedenstellenden 2 Platz. Rang 3 ging an das slowak. Team Liska/Zabka,16 Pkt., die WM-Bronzemedaillengewinner von 2007, Kankovsky/Lazar(CZE) 16 Pkt. auf den 4. Rang verwiesen. Weltmeister Franco Marvulli/Bruno Risi(CH) belegten mit 1 Runde Rückstand und 10 Punkte Rang 5!
In der Paradedisziplin Grafs(62 Pkt.), dem Punkterennen, konnte sich der 23 jährige ebenfalls weitere UCI-Punkte einheimsen. Dem Niederösterreicher gelang es das Feld 3 Mal zu überrunden und als starker Fünfter das Rennen zu beenden. Den Sieg holte sich Matteo Montaguti(ITA) 78 Pkt. vor
Müller Andreas(GER) 70
Pkt. und Martin Blaha(CZE) 68 Pkt.
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Keine Frage, dass ich vergangenen Sonntag gerne bei der Kriterium-Staatsmeisterschaft in Neunkirchen, dass übrigens Rupert Probst(Resch&Frisch) 60 Pkt., vor Franz Grassmann(RadUnion NÖ) 29 Pkt. und dem Vorjahres-Zweiten Mario Lexmüller(Resch&Frisch) 24 Pkt. gewann, an den Start gegangen wäre. Doch auf Hinsicht auf Olympia 2008, was mein letztes großes Ziel in meiner doch schon so langen sportlichen Karriere ist, musste ich Prioritäten setzen und mich entscheiden!
8. - 10.06.2007: 3-Bahnen-Tournee, GER (Oberhausen, Dudenhofen, Mannheim)
Die 3-Bahnen-Tournee zählt neben der WM, EM u. den Weltcuprennen zu jenen vom Österr. Radsportverband eingeplanten Veranstaltungen, wo es wichtige UCI-Weltranglistenpunkte für die Qualifikation für die Olympischen Spielen in Peking 2008 zu sammeln gibt.
An diesen 3 Tagen galt mein Augenmerk hauptsächlich dem Madisonbewerb. Im Punkterennen versuchte ich, genau so wie meine beiden Landsleute, Patrick Gelosky u. Georg Tazreiter, die übrigens die 2. österr. Paarung bildete, meinen Partner, Andreas Graf, so gut es ging zu unterstützen, um ihn in seiner Paradedisziplin zu vielen UCI-Punkten zu verhelfen.
1.Tag: Oberhausen
Jeden Tag stand ein kleineres Punkterennen und ein 50 km Madisonrennen am Programm. Im Punkterennen erwischten Andi, Patrick und ich eine rund
10 Mann starke Ausreißergruppe, wobei wir Andi tatkräftig unterstützten und ihm hinter dem Deutschen Andreas Müller zum sehr guten 2. Platz verhalfen. Patrick kam auf Rang 5 und ich auf Platz 7. Georg spurtete im Feld und belegte dabei den 11. Rang.
Im Madisonbewerb hatte ich noch eine Spur bessere Beine,
sodass wir mit den Paarungen Müller/Grassmann(GER) und den aktuellen WM-Bronzemedaillengewinnern von 2007, Kankovsky(selbst aktueller Weltmeister im Omnium -Bild re.) /Lazar(CZE), um den Sieg fuhren.
Bei Halbzeit der Distanz dann eine Schrecksekunde mit Folgen. Im Kampf um die Wertungspunkte, kam Ex-Madison-Weltmeister Stefan Steinweg(GER) unmittelbar vor mir zu Sturz, sodass ich keine Chance mehr hatte auszuweichen und mit einem 3-fachen Überschlag ebenfalls unsanft zu Boden musste. Die ersten Dinge die mir in diesem Moment durch den Kopf schossen waren witziger Weise, ma mei schene Foab(Hautfarbe), wie geht´s dem Rad, aua, und i hob gnua, i mog nimma!
Ich konnte mich kaum Bewegen. Schmerzhafte Prellungen am Handballen, Rücken und am rechten Wadenmuskel machten mir sehr zu schaffen.
Spätestens als mir kurz vor Ende der Neutralisierung mein etwas in Mitleidenschaft gekommenes, aber fahrtaugliches Bahnrad, von Bundestrainer Jiri Miksik wieder förmlich vor die Nase geschoben wurde, wusste ich, dass ich noch einen Job zu erledigen hatte, meinen Partner nicht hängen lassen konnte und weiterfahren musste! Somit hievte ich mich trotz großer Schmerzen wieder auf mein Rad und setzte bei lautstarken Beifall des Publikums das Rennen wieder fort.
Es dauerte einige Runden bis ich mich halbwegs wieder bewegen und um die Wertungspunkte mitspurten konnte. Das größte Handicap, dass wir nun fort an hatten, bis einschließlich dem letzten Tag, waren die Ablösungen! Neben der Tatsache, dass ich durch die Erschütterung der "unebenen" Radrennbahnen vor Schmerzen kaum ordentlich den Lenker halten konnte, konnten wir keine optimalen Ablösungen tätigen. Zu viel Kraft und Schwung gingen bei jeder unserer Ablösungen verloren.
Trotzdem gelang es uns, mit tatkräftiger Unterstützung unserer
Kollegen Georg u. Patrick, hinter dem Deutschen Paar Müller/Grassmann den hervorragenden 2. Platz einzufahren. Rang 3 ging an die WM-Dritten Kankovsky/Lazar. Gelosky/Tazreiter belegten trotz ihrer Arbeit für uns immerhin noch Rang 9!
Im Hotel angekommen hieß es für unseren Masseur u. Pfleger Richi Bücsek erstmal tief in seinen Arzneikoffer greifen und mich wieder so gut wie möglich für die nächsten Tage fit zu bekommen.
2.Tag: Dudenhofen
An diesem Tag ging nicht viel. Bei Keinem! Beim Punkterennen verpassten wir die richtige Partie(nur Tazreiter belegte mit seinem Feld-Endspurt Rang 10), sodass wir sich bis ins Ziel nur noch im Feld bewegten, um unsere Kräfte für das Madison-Rennen zu sparen.
Bewegen ist gut ausgedrückt. Ich konnte bei diesem Rennen nicht einmal das Tempo des Feldes halten, schoss durch und stieg bei etwa Halbzeit der Distanz frühzeitig vom Rad.
Beim Madison ging´s wieder erwartet besser. Doch durch die Hilfestellungen der Weltmeister, Marvulli/Risi,CH(Sie fuhren an diesem Tag außer Konkurrenz mit), mit einigen 6-Day-Fahrer/Paarungen im Feld, schafften einige Pärchen Rundengewinne, die Sie vielleicht selber nicht hätten fahren können! Aber so ist es nun mal im Sport! Trotz starker Waden- und Handballen-Schmerzen gelang es uns auf Platz 5 zu fahren. Der Sieg ging an die Schweizer Weltmeister vor Müller/Grassmann und Dörich/Löffler(GER). Gelosky/Tazreiter wurden Achte!
Und wieder lies ich mir von Richi die Prellungen und Hautabschürfungen behandeln und selbstverständlich auch massieren!
3.Tag: Mannheim
Am letzten Tag wollten wir uns nicht noch einmal so
abspeisen lassen wie am Vortag. Recht motiviert und stets gut aufgewärmt, gingen wir in das flott gefahrene Punkterennen und unterstützten unseren Kollegen, Andreas Graf, so gut es ging. Nachdem er wenige Runden vor Ende des Rennens mit einigen Fluchtgefährten einen
Rundengewinn vollzog und dabei einige Punkte sammeln konnte,
zogen wir ihn auch noch den letzten Wertungssprint an, dass ihm schlussendlich auch zu seinem Sieg führte. Während ich zu keinen Punkten kam, belegten noch Tazreiter und Gelosky die Plätze 9 und 10! Das gab natürlich Motivation für uns Alle!
Vor dem Madison lagen Andi und ich in der Gesamtwertung der 3-Bahnen-Tournee gemeinsam punktegleich mit den Tschechen auf Rang 2, was bedeutete, dass wir uns auf einen harten Kampf mit ihnen einstellen mussten.
Und so war es auch! Meine Schmerzen ließen schon spürbar nach(Dank, Richi), jedoch leider noch zu gering, um schon mit optimalen Schleudergriffen ablösen zu können!
Wir kamen Anfangs auch nicht so richtig in Schwung, konnten sich aber so weit von Wertung zu Wertung steigern, bis wir uns nach oftmaligen Führungswechsel um Platz 2(gegen Müller/Grassmann war kein Kraut gewachsen!) erfolgreich(wieder mit tatkräftiger Unterstützung unserer jungen Landsleute) gegen unsere unmittelbaren Konkurrenten durchsetzen konnten.
So
wie die Tagesplatzierung ausfiel, sah es auch in
der Gesamtwertung aus.
1. Müller/Grassmann(GER), 2. Garber/Graf und auf Rang 3 Kankovsky/Lazar(CZE). Tazreiter/Gelosky belegten am 3. Tag Rang 8 und landeten in der Gesamtwertung auf dem 9. Platz!
Somit war es ein recht erfolgreicher Ausflug des Österreicher-Quartetts, indem nicht nur diverses Kleingeld für die eigene Kassa eingefahren wurde, sondern auch wichtige Weltranglistenpunkte für Olympia 2008!
Am Mittwoch, den 13.06., geht´s in Italien weiter mit dem Einsatz beim 6-Day in Fiorenzuola. Dort, wie auch beim anschließenden UCI-Rennen, Giro del la Pista in San Francisco al Campo,ITA(liegt bei Turin), werden wir Vier um weitere Weltranglistenpunkte kämpfen!
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3.06.2007: GP-Südkärnten/ Völkermarkt, 170 km
#5
Den Grund für meine schon wochenlang andauernde Formkrise kenne ich nicht zu 100 Prozent, jedoch vermute ich, dass tage-, wie auch wochenlanger Stress, der Hauptgrund meines plötzlich auftretenden Leistungsabfalles ist, oder soll ich sagen war?
Da "Völkermarkt" bekanntlich kein leichtes Rennen ist, immerhin standen 3 Anstiege pro Runde(a 24,3 km) am Programm, und meine Form auch noch zu wünschen über lässt, steckte ich mir das Ziel, das Rennen dazu zu verwenden, so viele Rennkilometer zu sammeln wie nur möglich!
Ich rechnete in etwa mich 3 Runden(von 7) im Feld halten zu können und danach trainingshalber weiter zu fahren. Doch überraschender Weise kam es anders!
Vom Start an weg ging es schon recht flott aus Völkermarkt raus, wobei ich mich erstmal aus den Attacken und Führungsarbeiten dezent raus hielt! Wollte ja nicht gleich meine ganze Kraft verschießen, sondern so lange wie möglich dabei bleiben!
Nach etwa eineinhalb Runden ging ich doch mal mit einer Attacke mit, wobei zu meinem "Pech" diese auch noch draußen blieb! Na super, dachte ich, 1 bis max. 2 Runden und dann werde ich mich wohl aus der 6 Mann starken Spitzengruppe, indem sich z.B. auch Elk-Fahrer Harald Starzengruber, Martin Riska,SVK(Swiag), Mario Lexmüller(Resch&Frisch) und Franz Grassmann(RadUnion NÖ) befanden, verabschieden. Tja, was soll ich sagen? Ich hielt mich weit länger als die 1-2 Runden!
Ok ich gebe zu, dass ich in meiner 1. Fluchtrunde
keinen einzigen Meter an Führungsarbeit leistete, doch dies nur deswegen, weil ich nicht gleich wieder abreißen wollte und außerdem meine 3 stärksten Teamkollegen(Nagy, Lechner u. Barta) noch hinten im Feld saßen. Da wäre meine Führungsarbeit ohnehin kontra produktiv zu unserer vereinbarten Taktik gewesen, eine gute Teamwertung ins Ziel zu bringen!
Anfangs der 4. Runde schaffte ein Trio den Anschluss zu uns her zu stellen, die aus einer Verfolgergruppe entfliehen konnten. Es waren der Tchibo-Cup-Führende Markus Eibegger(Elk), Andreas Graf(RadUnion NÖ) und mein IVP-Teamkollege Robert Nagy! Da nun diese Situation aus unserer Sicht jetzt wesentlich besser aussah als noch wenige Kilometer zuvor, beteiligte nun auch ich mich an der Führungsarbeit, schon alleine um keine Unruhe in die Gruppe zu bringen!
1 Runde später, als wir schon über 3 Min. Vorsprung rausfahren konnten, überlegte ich, dass meine Kräfte, die langsam immer weniger wurden, mit etwas weniger Aufwand doch noch reichen würden, um bis ins Ziel zu gelangen. Gesagt, getan!
Ich lies also locker und reihte mich in die letzte Position unserer Gruppe ein. Natürlich dauerte es nicht lange und es fingen einige andere Fahrer ebenfalls an zu spekulieren und dumm zu spielen, indem Sie ebenfalls keine Führungsarbeit mehr leisteten, absichtlich ein Loch aufgehen ließen, um somit nervöse "Schlafwagenfahrer" wieder zur Führungsarbeit zu zwingen.
Klar, betraf es auch mich!
Als schon ein rund 100m Loch zu unseren Mitstreiter aufgegangen war(wir waren hinten zu Dritt), benötigte ich rund 2 km, bis es mir mit allerletzter Kraft gelang noch mal zur Spitze ran zu fahren. Lexmüller und noch ein Viper-Fahrer mussten bei dieser Aktion gleich daran glauben - Sie schafften den Anschluss nicht mehr und wurden wenig später vom Feld geschluckt!
Nach dieser Aktion war mir klar, dass am nächsten Anstieg(vorletzte Runde zum Ziel hinauf) meine letzte Stunde in der Spitzengruppe geschlagen hatte! Und so war es auch!
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich wie schon gesagt 3 Minuten Vorsprung auf das Feld, was aber bei diesen Wind- und bei meinen Kräfteverhältnissen
soviel wie Nichts war! Ich fuhr also gleichmäßig weiter und versuchte noch 1 Mal vor dem Feld über den Buffetanstieg zu kommen, um anschließend noch einige Kilometer mit zu fahren, was auch gut ging!
Nun war ich mir sicher das Rennen beenden zu können, in die Wertung zu rutschen und sich mit 1 Cup-Punkt vom heutigen Tag zu verabschieden!
Bei der Glocke gelang es meinem Teamkollegen Jan Barta, gemeinsam mit J.Kugler(KTM-Junkers) und R.Probst(Resch&Frisch), sich vom Feld abzusetzen und sich bis ins Ziel nicht mehr einholen zu lassen. Im Sprint um Platz 7 setzte sich Jan gegen Kugler und Probst erfolgreich durch und schaffte somit eine gute Ausgangsposition für die Mannschaftswertung!
Ich konnte auf den 1 km langen Zielanstieg nicht mehr mit dem Feld mitspurten, sodass ich meinen Zug rauf fuhr und Platz 69 belegte. Teamkollege Alfred Schabauer, der ebenfalls einen großen Fortschritt in seiner Leistung machte, fuhr als 70. über die Linie.
An der Spitze des Rennens setzte sich wieder einmal mehr der Dominator der letzten Wochen durch. Markus Eibegger gewann den Sprint gegen M.Riska und baute somit seine Gesamtführung im Cup weiter aus. H.Starzengruber, der wertvolle Arbeit für seinen Teamkollegen Eibegger leistete, kam mit 30 Sek. Rückstand ins Ziel und wurde Dritter.
IVP-Fahrer Robert Nagy setzte sich gegen seine übrigen Konkurrenten durch und belegte den ausgezeichneten 4. Platz, vor den beiden RadunionNÖ-Fahrer Grassmann und Graf.
Lechner rundete mit seinem guten 14. Rang wieder das hervorragende Abschneiden des gesamten IVP-Teams ab, womit wir abermals hinter den Profi-Teams, Elk-Haus und Swiag-Teka, Rang 3 in der Tages-Teamwertung belegten!
Damit konnten wir in der Gesamt-Team-Zwischenwertung unseren 4. Platz weiter absichern und sogar auf die Drittplatzierten, dem Profi-Continental-Team Arbö Resch&Frisch, Boden gut machen.
So wie ich das Rennen fuhr und ich mich mom. im Training fühle, denke ich, dass ich nun wieder auf dem besten Wege nach oben bin. Auf jeden Fall gab ich wieder ein kräftiges Lebenszeichen von mir!
Ergebnisliste:
-Zwischenwertung:
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26. - 28.05.2007:
Giro di Festina - St.Georgen UCI 1.2. u. Thalgau
#4 u. Schwanenstadt
Da sich die ersten beiden Rennen in der Streckenführung, als auch im Endresultat nicht viel unterschieden, berichte ich nun im Allgemeinen!
Vor dem Start war wieder einmal recht viel zu erledigen. Mir lief wie schon in den vergangenen Wochen auch die Zeit davon, sodass ich etwas zu spät zum Start kam und erstmal dem Peloton hinterher fahren musste!
Es dauerte nicht lange, rund 3 - 4 Kilometer, bis ich den Tross erreichte und mich dort einreihte wo ich hin gehörte.
Von St.Georgen/A. weg, ging es erst einmal relativ flach am See entlang, wodurch ich auch noch etwas
Zeit fand die schöne Gegend wahr zu nehmen, bevor es den 7 km langen Anstieg hinauf zum Gaisberg ging. Dort allerdings trennte sich schon recht bald die Spreu vom Weizen.
Mir ging es soweit recht gut, sodass ich Position um Position gut machen konnte und so manch guten "Bergfahrer" stehen lies.
Teamkollege Patrick Gelosky hatte große Mühe,
verspürte er noch die Anstrengungen der beiden Bahneinsätze in Italien. Von Alfred Schabauers Leistung war ich angenehm überrascht. Der Niederösterreicher konnte zwar nicht mit den Besten mithalten, kletterte aber zusammen an der Seite von schon manch gestandenen Rennfahrer!
In der schmalen und engen Abfahrt musste ich Einiges riskieren um den Anschluss am Hauptfeld wieder herzustellen. Dort angekommen, orientierte ich mich wieder an meine Vordermänner, die genauso bestrebt waren ins Ziel zu kommen wie ich!
Auf den Finalrunden, die alles Andere als leicht waren,
konnte das Elk-Team stets die Ausreißergruppe einholen, um für ihren momentanen Überdrüberflieger, Markus Eibegger, die richtigen Voraussetzungen für eine Soloattacke zu schaffen. Und genau so war es auch!
An beiden Renntagen konnte sich der Seriensieger des Elk-Teams erfolgreich von seinen Konkurrenten absetzen und mit mehreren Sekunden Vorsprung gewinnen.
Beim UCI-Rennen der Kat. 1.2. am Samstag, von Weyregg nach St.Georgen/A.,
siegte Eibegger vor Koren Kristjan,SLO(Sava), Höller Mario(Resch&Frisch), IVP-Fahrer Barta Jan,CZE und Pauritsch Jürgen(Swiag). IVP-Fahrer Lechner Petr,CZE, rundete das hervorragende Ergebnis mit einem guten 10. Platz noch auf.
Beim Tchibo Top.Rad.Liga Rennen in Thalgau, konnte wie schon zuvor von mir erwähnt, der Steirer ebenfalls einen Solosieg feiern. Im Spurt des Verfolgertrios,
in dem erfreulicher Weise auch IVP-Fahrer Jan Barta,CZE vertreten war, setzte sich der Slowake Martin Riska(Swiag) vor Barta und Andreas Ortner,GER(Resch&Frisch) durch.
Ebenfalls sehr erfreulich ist die Tatsache, dass wir mit den weiteren Plätzen 13 und 19, durch R.Nagy u. P.Lechner(beide Team IVP), hinter den Teams von Elk-Haus und Swiag-Teka 3. in der Tages-Teamwertung wurden und sich somit in der Tchibo Top.Rad.Liga-Mannschafts-Zwischenwertung auf den sensationellen 4. Platz nach vor schieben konnten! Herzliche Gratulation dafür an meine Jungs!
Ergebnisliste:
-Zwischenwertung:
.....wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, konnte ich nach dem Bericht nach an keinem der beiden Renntagen als Radrennfahrer unterwegs gewesen sein. Zu sehr lässt noch meine Form auf sich warten, sodass aufgrund dem schon wöchentlich auftretenden Betreuermangel in unserem Verein ich mich wieder verpflichtet fühlte mit 90 PS unter´m Hintern hinter her zu fahren und meine Jungs zu betreuen!
Am 3. Tag(28.05.) stand um Schwanenstadt ein 93 km langes Rundstreckenrennen am Programm.
Da ich an diesem Wochenende auch etwas fahren wollte(Rennkilometer sammeln) und dieses Rennen für uns keine all zu hohe Priorität hatte, waren wir uns einig, diesen Renntag ohne Betreuung zu riskieren.
Auf den ersten eineinhalb Runden hatte ich sehr große Mühe das hohe Tempo des Feldes zu halten, sodass ich knapp davor war abzureißen. Als sich aber eine rund 28 Mann starke Spitzengruppe aus dem Staub machte, beruhigte sich das rege Treiben im Feld. Da es anscheinend jedem Team nur Recht war die Gruppe ziehen zu lassen(Teamkollege Lechner war dabei!), ich aber auf jeden Fall diesen Tag als Training nutzen wollte, entschied ich gemeinsam mit meinen Jungs sich vorne im Feld ein zu reihen und ein zügiges Trainingstempo zu fahren.
Dabei vergrößerte sich der Abstand zur Spitze kontinuierlich, was uns auch Recht war, da wir mit einem Spitzenplatz von Petr Lechner rechneten.
Doch leider hatten wir Pech! In der vorletzten Runde(von 7), riss im Anstieg zum Philippsberg, einem kurzen aber giftigen Anstieg anfangs der Runde, Lechners Kette, sodass alle Siegeschancen somit vertan waren.
Im Sprint dieser Spitzengruppe(2 Fahrer wurden eingeholt) setzte sich der Deutsche Stephan Lägeler(Team Ista) vor Elk-Profi Harald Starzengruber und Werner Riebenbauer(Volksbank) durch. Die übrige IVP-Mannschaft verzichtete auf einen Sprint um den 26. Platz!
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19.05.2007: Leider hat´s mich erwischt!
Seit letzten Mittwoch kämpfe ich gegen eine hartnäckige Verkühlung an, die bis zum heutigen Tag andauert. Angefangen hat es mit starken Halskratzen, wobei ich mir dabei noch keine großen Gedanken über mein Training machte. Als ich aber am nächsten Tag fast ohne Stimme aufwachte und einen sehr verschleimten Hals hatte, verordnete ich mir zur Sicherheit einen trainingsfreien Tag.
Doch leider verschlimmte sich die ganze Sache, sodass sich jetzt auch noch eine
Verkühlung dazu gesellte.
Aufgrund dieser Tatsache und um meinem internationalen Wettkampfeinsatz bei der 3-Bahnentournee(8. - 10.06.) nicht zu gefährden, beschloss ich meinen bevorstehenden Nationalteameinsatz, so leid es mir auch tut, für die beiden Bahnrennen in Italien, Fiorenzuola d´Arda(22.05.), sowie "Giro de la Pista" in Bassano del Grappa(23.05.), abzusagen und in Wien zu bleiben.
Da meine Form ohnehin in letzter Zeit nicht überragend war und jetzt mit Sicherheit noch viel mehr in Leidenschaft gezogen wird, werde ich für das heurige Jahr mit meinem Training von vorne beginnen, neu strukturieren und hoffen, dass ich zu mind. irgend wann mal wieder schnell unterwegs sein werde!
Bis dahin heisst es aber wieder viele Grundlagenausdauerkilometer fressen!
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12.05.2007: Kriterium in Köflach, 63 km
Bei der 2. Auflage des Köflacher Kriteriums, gab es zum vergangenen Jahr zwei wesentliche Änderungen.
1.) Die Strecke verlief heuer aus Sicherheitsgründen in die entgegengesetzte Richtung, um den spektakulären Zieleinlauf von 2006 etwas zu entschärfen. Eine richtige Entscheidung, da sich eine leicht abschüssige katzenkopfsteingepflasterte S-Kombination als Zieleinlauf nicht sehr eignet!
Und 2.) ....diesmal wurden keine Wertungssprints gefahren, sondern nur noch eine Endwertung, gespickt mit 8 Prämiensprints!
Mit Nagy, Barta, Garber u. dem Vorjahressieger Petr Lechner, konnte der Union RC IVP auch heuer wieder ein recht starkes Team an den Start stellen, dass selbstverständlich auch gute Chancen auf eine vordere Platzierung hatte.
Ständige Ausreißversuche prägten den gesamten Rennverlauf, wobei wir auch fast immer einen Fahrer aus unseren Reihen mit dabei hatten. Wenn nicht, fuhren wir geschlossen das Loch wieder zu, um unsere Chancen zu wahren!
Alles lief wie geschmiert, bis uns kurz nach Halbzeit der Distanz etwas das Pech verfolgte.
Zunächst bekam Jan Barta Defekt, den er aus Mangel an einem Betreuer, nicht beheben konnte. Wenige Runden später kam P.Lechner zu Sturz, wobei sich seine Schaltung dermaßen verbog, dass ein Weiterfahren nicht mehr möglich war.
Bei mir war es ein schleichender Prozess, der rund 17 Runden(von 45) vor Schluss einsetzte. Aber nicht wie sich nun Jeder denkt, ein klassischer Reifenschaden, nein, die Lenkerschrauben am Vorbau wurden immer lockerer, sodass ich schon recht bald den Lenker lose und voll beweglich in meinen Händen hielt. Damit war das Anbremsen, das Einlenken in, sowie das Antreten aus der Kurve nur noch mit größtem Geschick möglich. Um die Schrauben nicht zu verlieren, drehte ich soweit es ging, jede Runde die Schrauben mit den Fingern wieder zu.
Mir gelang es zwar noch 8 Runden vor Schluss mit einer 7 Mann starken Ausreißergruppe mit zu attackieren und dem Feld zu enteilen, jedoch nicht mehr die entscheidende Attacke 3 Runden später.
Dabei konnten sich der
Gerolstein-Profi, Peter Wrolich, Harald Morscher(Volksbank), sowie Jochen Summer, vom Team Elk-Haus Simplon, erfolgreich absetzen und den Sieg untereinander ausmachen. Morscher entpuppte sich dabei als der Endschnellste, der dabei Wrolich und Summer auf die Plätze 2 u.3 verwies.
Ich konnte nur noch sitzend antreten und einen immer schneller werdenden Sprint fahren, was mir auch ganz gut gelang. Nur Andreas Kappes,GER(Team Exist Spiuk Elite) schaffte es noch bis ins Ziel bei mir vorbei zu kommen um sich den 4. Rang zu sichern. Die Plätze 6, 7 u. 8 gingen an M.Knopf(Swiag), M.Höller(Resch&Frisch) und M.Eibegger(Elk).
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13.05.2007: Carinthian Open/ Grafenstein, 164 km
#3
Sehr stressig verlief die Startvorbereitung unseres Teams.
1 Stunde vor dem Start war Petr Lechner, der sich beim gestrigen Sturz in Köflach seine Schaltung ruinierte, beschäftigt die neue Schaltung zu montieren, wobei auch die Kette ausgewechselt werden musste. Da aber nicht sofort eine neue Kette aufgetrieben werden konnte und wir auch keinen Betreuer od. Mechaniker mit dabei hatten, lief uns bis zur Unterschriftsleistung, 15 Min. vor dem Start, etwas die Zeit davon. Irgendwie hatten wir es aber dann doch geschafft rechtzeitig an der Startlinie Aufstellung zu nehmen.
Keine 3 bis 4 Kilometer nach dem Start ein Vorstoß von Georg Tazreiter - Am Hinterrad folgend, Petr Lechner und Stefan Probst(KTM-Junkers Braunau).
Als bekannter Nicht-Bergfahrer musste Georg, hinauf zum 1. Anstieg, schon bald seine Fluchtgefährten ziehen lassen, bis er wieder, wenige Kilometer später, vom Feld eingeholt wurde.
Es freute mich sehr vom Zielsprecher bei der 1. Zieldurchfahrt zu hören, dass die beiden Ausreißer schon über 2 Min. Vorsprung auf uns aufwiesen. Erstaunt war ich aber über die Tatsache, dass Lechner in der 2. Runde, aufgrund eines Kettenrisses(Grund war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt), nun 1 Minute hinter Probst lag, was ich mir aufgrund seiner Stärke nicht erklären konnte. Da Petr, auf Hinsicht auf die Tchibocup-Mannschaftswertung eher das Rennen ausfahren konnte als ich und somit der 3. Mann wäre, sah ich mich fortlaufend um, ob ich ihn irgendwo winkend am Straßenrand stehen sah, um ihm gegebenfalls mein Rad zur Verfügung stellen zu können.
Doch ich sah ihn nirgends!
Freunde im Feld, die mit Funk ausgestattet waren, gaben mir bekannt, dass Lechner nun mit einem vom offiziellen Mechaniker ausgeliehenen Rad unterwegs sei.
Doch passte ihm das Rad, oder nicht? Kann er damit bis ins Ziel fahren, oder nicht?
Da ich an diesem Tag ohnehin mit schweren Beinen zu kämpfen hatte und somit mir ein Beenden des Rennens nicht vorstellen konnte, stieg ich in der 3. Runde vom Rad, um in der Buffetzone Lechners Rennmaschine wieder her zu richten und gleichzeitig meine Jungs mit Trinkflaschen zu betreuen.
Ich nahm also die Kette von meinem Rad runter und montierte Sie auf das Rad meines tschech. Teamkollegen. Petr war darüber so erstaunt, als ich ihm sein wieder seine konkurrenzfähige Rennmaschine entgegenhielt, dass sich erst ein Radwechsel in der vorletzten Runde ausging.
Zum Erstaunen meiner sah ich, als ich das offizielle Rad ins Auto einpackte wollte, dass Lechner über 6 Runden lang, trotz Time-Pedalsystem/Schuhplatten, mit einem Rad unterwegs war, dass mit Clipshaken und Lederriemen ausgestattet war! Dass er dabei keine optimale Position einnehmen konnte und ohne dies am Rist auch Schmerzen aushalten musste, war mir klar!
Um so mehr freute es mich am Ende, dass Petr trotz diesem Handicaps, im Rennen Platz 9 erreichte.
Als 27. spurtete IVP-Fahrer Jan Barta ins Ziel, der nun in der Tchibo-Gesamtwertung Rang 8 einnimmt.
Elk-Profi Markus Eibegger sicherte sich wieder einmal mit
einer Attacke am Berg, in der letzten Runde, als Solist den Sieg und baut damit seine Führung in der Top.Rad.Liga weiter aus.
Den Sprint des Hauptfeldes gewann Petr Herman(Swiag), vor Peter Pichler(Elk) und dem Slowenen Vid Ogris(Sava - Radenska Powerbar).
Mit dem 59. Platz von Robert Nagy, der immer besser in Schwung kommt, belegten wir am heutigen Tag Rang 5 in der Teamwertung, was uns nun auf den 6. Gesamtrang hievte.
Ergebnisliste:
-Zwischenwertung:
Bedanken möchte ich mich noch bei Mutter Schabauer, die das ganze Rennen über uns in der Buffetzone betreute und uns die Trinkflaschen reichte. Sohn Alfred hatte leider in der 1. Runde Defekt und musste das Rennen vorzeitig beenden.
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6.05.2007: Wien-Laßnitzhöhe, 189 km
#2
Auf Anraten meines Vaters und Trainer, Walter Garber, hielt ich aufgrund körperlicher Ermüdung eine komplette trainingsfreie Woche ab. Kein Spazierenfahren, kein Rollen, Nichts! Und, dass dies bei mir nicht nur ein körperl. Problem sondern auch Kopfsache war, bestätigte mir die Tatsache, dass mir das Radfahren in dieser Woche auch nicht abging!!!
Den 2. Lauf der Tchibo Top.Rad.Liga, Wien-Laßnitzhöhe, wollte ich mir aber dennoch nicht entgehen lassen. Aber nicht als Fahrer(habe ja noch immer Trainingpause!), nein, sondern als Betreuer meiner Jungs, wo neben Patrick Gelosky, Markus Willinger und Tyrolia-Fahrer Gregor Sammer, mit Jan Barta(Zweiter in der Tchibo-Cup-Zwischenwertung), Petr Lechner, und Neuzugang Robert Nagy, wieder mit einer vorderen Platzierung zu rechnen war.
Die Temperatur am Start(es hörte kurz zuvor zum regnen auf) um 11 Uhr, vor dem Bundesleistungszentrum Südstadt, war zwar nicht kalt, jedoch gerade einladend war die Witterung auch nicht!
Bei nasser Fahrbahn setzte sich das Feld, mehr od. weniger, hektisch auf der 17er Bundesstraße in Richtung Süden in Bewegung.
Auf den ersten 72 flachen Kilometer, bis zum Anstieg Wechsel, blieb das Feld geschlossen. Erst die Tempoverschärfung des Elk-Teams hinauf zur Bergwertung, teilte das rund 120 Mann große Peloton in 3 unterschiedlich große Gruppen, wobei es der Verfolgergruppe bis ins Ziel nicht mehr gelang, den Anschluss zur Spitze wieder herzustellen.
In der rund 30 Mann starken Spitzengruppe befanden sich erfreulicher
Weise 3 meiner Fahrer(Lechner, Barta, Nagy), bis schließlich bei KM 130 meinem Neueinsteiger, Robert Nagy, die Kräfte verließen und er sich in die 2. Gruppe zurückfallen lassen musste, wo sich auch U23-Fahrer Patrick Gelosky befand.
Rund 35 km vor dem Ziel die entscheidende Attacke von Elk-Profi Markus Eibegger, der seinen Vorsprung bis zum Ende immer mehr ausbauen konnte und schließlich als Solist, mit über 2:44 Min. Vorsprung, vor seinem Teamkollegen Peter Pichler und Petr Herman(Swiag-Teka), die den Spurt der 1. großen
Gruppe für sich entschieden, gewann.
Wieder und wie schon so oft in diesem Jahr, ein
IVP-Fahrer(Petr Lechner) auf dem sehr guten 4. Platz. Es scheint, als ob unser Team heuer die 4. Ränge gebucht hätte! Aber ich bin mir sicher, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis nach dem Saisonauftakt von Leonding, wieder ein IVP-Fahrer am Treppchen stehen wird!
Sehr zufrieden bin ich mit der Leistung von Patrick Gelosky, der das Rennen in der 2. Gruppe beenden konnte und als 3. IVP-Fahrer Rang 56 belegte. Robert Nagy überquerte als 69. die Ziellinie!
In der Tchibo Top.Rad.Liga-Zwischenwertung übernahm nun Markus Eibegger mit 341 Punkte vor Peter Pichler, 303 Pkt., Adam Homolka(Swiag Teka) 303 Pkt. und den beiden IVP-Fahrer Jan Barta, 252 Pkt. und Petr Lechner, 244 Pkt., die Führung.
Ergebnisliste:
-Zwischenwertung:
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29.04.2007: Thermenland GP in Bad Waltersdorf, 160 km
Keiner kannte den neuen Kurs genau und laut Höhenmeterbeschreibung in der Ausschreibung, sah die große 75 km lange Schleife auch nicht sehr selektiv aus! Doch der
windanfällige Kurs, das hohe Tempo des Feldes und das ständige auf und ab der Thermenland-Hügeln, veranlasste dennoch vor den 7 kleinen selektiven Finalrunden eine Teilung des Hauptfeldes, indem sich fast alle Favoriten für den heutigen Tagessieg befanden, wie auch meine beiden Teamkollegen Jan Barta und Petr Lechner.
Auf den Finalrunden, wo ständig ein giftiger Anstieg zu bewältigen war,
fand regelrecht ein Ausscheidungsfahren statt! Von Runde zu Runde konnten immer weniger Athleten die Antritte des Elk-Haus Profis Markus Eibegger folgen, bis schließlich der Elk´ler in der vorletzten Runde solo seine Runden zog, das Rennen gewann und weitere acht Fahrer die Verfolgergruppe bildeten. Den Sprint dieser Gruppe sicherte sich Peter Pichler(Elk) vor Adam Homolka,CZE(Swiag Teka), der Platz 3 belegte. 
IVP-Fahrer Jan Barta und Petr Lechner kamen auf die ausgezeichneten Plätze 6 und 10. Herzliche Gratulation dafür!
Mir ging es an diesem Tag etwas besser, als noch 1 Tag zuvor in Wolfsberg, sodass ich vorgehabt hatte, das Rennen im Feld auszufahren. Da wir aber keinen Betreuer mit hatten, der Barta und Lechner in der Buffetzone am Berg mit Getränken verpflegte, verzichtete ich auf die restlichen Trainingskilometer und übernahm diese Arbeit! So wird es mit meiner Form natürlich etwas länger dauern, doch momentan haben meine beiden Leistungsträger, Petr und Jan, Vorrang!
Zufrieden bin ich auch mit der Leistung von U23-Fahrer Alfred Schabauer, der heute schon länger mit dem Feld mithalten konnte und somit auch eine kleine Steigerung zum Wolfsberger Straßenrennen zu verzeichnen hatte.
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27. - 28.04.2007: Wolfsberg
Kriterium:
3 IVP-Fahrer(Petr Lechner, Patrick Gelosky, R.Garber)
nahmen Freitagnachmittag das Kriterium in Wolfsberg in Angriff. Neben Kriteriumstaatsmeister Peter Pichler, der mit seinen Elk-Haus-Teamkollegen angereist war, fanden sich auch noch 2 weitere schnelle Top-Profis an der Startlinie ein. Peter Wrolich(Gerolsteiner) und T-Mobil Fahrer Bernhard Eisel! Der winkelige und dadurch technisch anspruchsvolle Kurs lies zwar keinen hohen Rennschnitt zu, war aber aufgrund des ständigen Antreten's nach den engen Kurven und dem mit Katzenkopfstein gepflasterten Zielanstieg schwer genug!
30 Runden, gespickt mit 8 Prämiensprints, mussten von den
Athleten zurückgelegt werden, bis sich schließlich die besten 10 Fahrer mit der Endwertung für das Finale, einem Ausscheidungsrennen, qualifizierten.
Petr Lechner, mit dem ich im Finale fuhr, rutschte leider in der 1. Ausscheidungsrunde am holprigen Zielanstieg aus dem Pedal und schied als Erster aus! - Platz 10.
Ich konnte mich noch einige Runden länger gegen das Ausscheiden wehren, bis ich schließlich 1 Mal im Zielsprint nicht genug aufpasste, von meinen Kontrahenten eingesperrt wurde und als Viertletzter ausschied.
Den Sieg holte sich schlussendlich Peter Wrolich vor Bernhard Eisel und Peter Pichler. Platz 5 ging an Hans-Jörg Leopold(RC Arbö T.Graf St.Andrä).
Ergebnisliste:
Straßenrennen:
Mit etwas schweren Beinen vom Vortag nahm ich mit meinen
IVP-Kollegen den schon traditionellen Kurs in Wolfsberg in Angriff. Das 155 km lange Rennen, mit 2 kleineren Anstiegen, mussten in 9 Runden von den Fahrern bewältigt werden.
Wie immer waren meine Kollegen Jan Barta und Petr Lechner sehr stark und aufmerksam unterwegs, sodass Sie sich, wie schon so oft in der jungen Vergangenheit auch, wieder einmal in einer Spitzengruppe befanden.
Kurz vor Schluss sah es beinahe schon nach einem gelungenen Fluchtversuch eines Trios aus, indem sich Harald Starzengruber(Elk) und Martin Riska(Swiag), gemeinsam mit einem slowenischen Fahrer von Sava Kranj, befanden.
Doch durch die Tempoverschärfung der Resch&Frisch-Mannschaft(um Teamkapitän Mario Höller) in der letzten Runde, wurde der 40 Sek.-Rückstand wieder wettgemacht und die Ausreißer gestellt.
Ab diesem Zeitpunkt übernahm das
Elk-Team bis ins Ziel das Zepter.
Durch hochhalten des Tempos kam es gewollt zum Massensprint, wobei sich am Ende nicht wie gedacht ein Elk´ler durchsetzte, sondern der Tscheche Petr Herman. Den beiden Elk-Sprintern, Martin Comploi und Peter Pichler, gelang es nicht den Swiag-Fahrer noch vor der Linie abzufangen und belegten somit die Plätze 2 und 3.
Sehr erfreulich auf Platz vier, IVP-Fahrer Petr Lechner, der sich gegen Volksbank-Fahrer Werner Riebenbauer(Pl. 5) durchsetzen konnte. Jan Barta, dem Massensprints nicht so liegen, kam auf Platz 22.
Bei mir rennt es momentan noch nicht so gut! Nach 5 Runden konnte ich das Feld nicht mehr halten und stieg vorzeitig vom Rad. Patrick Gelosky kämpfte noch 2 Runden länger bis er schließlich auch vorzeitig die Dusche aufsuchte.
Sehr zufrieden bin konnte ich wieder einmal mit der Leistung meines erstjährigen Juniors Lukas Gelosky sein, der das Rennen in einer 4 Mann starken Spitzengruppe beendete! Er wurde zwar "nur" Vierter, doch die Tatsache, dass er sich überhaupt in der Spitzengruppe befand und auch mit seinen Fluchtgefährten das Ziel erreichte, zeigte mir, dass der Formaufbau bei ihm stimmt und in wenigen Wochen mit einem Sieg zu rechnen ist! Herzliche Gratulation dafür! Seinen Rennbericht findest du hier:
Ergebnisliste:
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22.04.2007: Kirschblütenrennen in Wels, 176 km
Eigentlich habe ich mir meinen Saisonauftakt etwas anders vorgestellt. Im Feld mitfahren, meinen Kollegen im Zielspurt helfen, ja so wäre es schon fein gewesen!
Dass mir Rennkilometer fehlten war mir klar! Dass ich mich allerdings gegenüber meiner Konkurrenz in so einem großen Formrückstand befand, konnte ich selbst kaum glauben!
Das Rennen war trotz starkem Wind von Anfang an sehr schnell. Ich versuchte stets unter den ersten 20 Positionen zu fahren, um eventuelle Stürze aus dem Weg zu gehen. Fuhr in die Anstiegen wie immer in den vordersten Positionen rein, um genügend Spielraum zum Durchsickern zu haben. Ich war vom hohem Tempo des Feldes zur Scharten hinauf erstaunt, welches mich schon sehr bald an meine Leistungsgrenze brachte. Positionen zu halten viel mir schon sehr schwer.
Am Mistelbacher Berg, wo sich die 1. Bergwertung befand, konnte ich gerade noch als Vorletzter des Feldes über die Kuppe fahren.
Da sich bei diesem Anstieg eine große Spitzengruppe
bildete, wurde es dem Feld sehr schwer gemacht, die Ausreißer wieder zu stellen. Die meiste Zeit fuhren wir hintereinander aufgereiht, wie eine Perlenkette am Straßenrand, in der Hoffnung, dass hinter Einem das Loch aufging und man nun Konkurrenten abgeschüttelt hätte. Mehr als eine 3/4 Runde benötigte ich um von meiner vorletzten Position wieder ganz nach vorne an die Spitze des Feldes zu gelangen. Alles im roten Bereich versteht sich!
Gerade vorne Angelangt, wir befanden uns ca. 1 Km vor der Sprintwertung in Buchkirchen, bot sich die Gelegenheit meinem Teamkollegen, Petr Lechner, den Sprint anzuführen, was mir auch sehr gut gelang. Petr gewann überzeugend!
Doch dies war auch gleichzeitig mein "Tod"! Gleich nach der Sprintwertung stellte sich die Straße für einige hundert Meter auf, wo ich das hohe Tempo des Feldes nicht mehr halten konnte, der Mann mit dem Hammer kam und abriss.
Somit war der Tag für mich gelaufen! So wie es im Moment um meine Form bestellt ist, habe ich noch einen weiten und langen Weg nach vorne!
In sehr guter Form befinden sich momentan meine Teamkollegen Petr Lechner und Jan Barta. Die beiden 24-jährigen, die das ganze Rennen über stets in Fluchtgruppen vertreten waren, konnten sich in der 2. großen Runde(von 4) gemeinsam mit weiteren 15 Fluchtgefährten vom Feld lösen und ihnen bis ins Ziel rund 5 Minuten abnehmen.
In der Spitze mit 4 Mann zahlenmäßig überlegen vertreten waren wieder einmal die Elk´ler, die mit Peter Pichler im Zielspurt auch den Sieger stellten! Davor musste aber das rotgrüne Team einen 40 Sekunden-Vorsprung auf den Deutschen Tobias Erler(Team 3C Gruppe Lamonta) zufahren, der rund 30 km solo an der Spitz fuhr.![]()
Die Plätze 2 - 5 gingen an Mario Höller(Resch&Frisch), Matthias Schröger(NÖ-Rad Union), IVP-Fahrer Petr Lechner und Rupert Probst(Resch&Frisch). Jan Barta, der vor dem Ziel noch seinen Kollegen in die richtige Position brachte, belegte noch Platz 12.
Sehr zufrieden bin ich auch mit der Leistung der Gelosky´s-Brüder, Patrick und Lukas.
Lukas, der sich im 1. Juniorenjahr befindet, kommt immer besser mit den schwereren Gängen zu Recht und belegte einen guten 14. Platz(5 Mann waren weg! - Sieger Brändle Dominik, vom Team Schwalbe Rankweil).
Patrick(Foto li.: etwas gezeichnet im Gesicht), der gemeinsam
mit seinen Teamkollegen Markus Willinger und Patrick Knezevic in der Kat. Elite C/U23 an den Start ging, belegte den sehr guten 6. Platz. Mehr freut mich aber die Tatsache, dass Patrick, trotz starkem Wind, Mut bewies und knappe 2 Runden(von 3) solo an der Spitze fuhr! Schade nur, dass sein Mut zum Risiko nicht mit dem Sieg belohnt wurde.
Ergebnisliste aller Kategorien:
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