Rennbericht-Archiv                                                       

26.03.2006: Brno-Bites-Brno, 120km 

Mein Start in die neue Saison viel buchstäblich ins Wasser. Und ins eiskalte noch dazu.
Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich lange darüber nachgedacht hatte, bei Regen und nur +3°C Außentemperatur an den Start zu gehen.
Auch die Verkürzung des Rennens, von 150 auf 120 km, konnte mich in meiner Entscheidung nicht umstimmen. Lieber +45°C, als ein Rennen im Regen bei mind. +10°C fahren!
Superman hat das Kryptonite, ich das nasskalte Wetter!

Am Start waren aber noch 2 andere Sonnenhaus-Fahrer. Wolfgang Wurnitsch und Petr Lechner. Wolfgang bemühte sich so lange wie möglich im 101 großen Hauptfeld zu bleiben, dass aber nach nur wenigen Kilometern, aufgrund zahlreicher Tempoverschärfungen einiger Teams, in 3 Gruppen aufsplitterte. Da Fahrer und Gruppen mit über 10 min. Rückstand aus dem Rennen genommen wurden, (Wolfgang war ebenfalls dabei), fuhr der Student aus eigener Entscheidung und aus Trainingsgründen das Rennen zu Ende.
   Gregor Sammer(RCA Tyrolia)       Wolfgang Tenor(Arbö Denzel)

Einen recht starken Eindruck machte mir mein tschech. Legionär Petr Lechner, der sich im gesamten Rennverlauf immer in den vorderen Feldern aufhalten und im Massenspurt den ausgezeichneten 5. Gesamtplatz erringen konnte(Sieger Vojtech Dlouhy,CZE(PSK Whirlpool) konnte sich bei der 1000m Marke vom Feld absetzen u. solo das Ziel erreichen).
Die Plätze 2, 3, 4 u. 6 gingen an Zdenek Mlynar,CZE(Sparta Praha), Pavel Zitta(PSK Whirlpool), Pavel Linet,CZE(Dukla Liberec) u. Staatsmeister Jan Svorada(Grisoft XCR).
Weitere Platzierungen der Österreicher: 7.Pl. H.Starzengruber(Elk-Haus), 11.Pl. R.Lauscha(Elk), 12.Pl. M.Gaubitzer(Arbö Denzel), 13.Pl. H.Gründlinger, 14.Pl. P.Pichler(beide Elk-Haus).

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22.03.2006:
Mit dem tschech. Eröffnungsrennen u. Frühjahresklassiker Brno-Bites-Brno, am kommenden Sonntag(26.03.), beginnt für das
Sonnenhaus-Eliteteam die heurige Straßensaison. Außer Dominik Piringer, der schon seit mehreren Tagen unter fiebriger Erkrankung leidet und deshalb nicht an den Start gehen kann, sind Petr Lechner, Wolfgang Wurnitsch und ich guter Dinge, für diese Jahreszeit entsprechend, respektable Leistungen zu erbringen.
Mir selbst gelang es schon bei diesem 150 km langen Rennen, in den Jahren 2001 und 2002, jeweils 5. Plätze einzufahren, was natürlich viel Motivation mit sich bringt, abermals eine ähnlich gute Platzierung zu erringen. Ob meine Kraft schon für die doch recht hügelige Strecke reichen wird, werden wir sehen?!
Mit Petr Lechner haben wir aber ein weiteres Ass im Ärmel, dem ich ohne weiters eine Top 10 Platzierung zutraue. Ob wir mit unserem Miniteam von 3 Fahrern auch die richtige Post erwischen, muss allerdings erst mal abgewartet werden!

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26.02 - 12.03: Bahn-Nationalteamtrainingslager Mallorca

Ehrlich gesagt, es hätte keinen besseren Termin für dieses Trainingslager gegeben. Vielleicht aufgrund der noch hier andauernden Schlechtwetterphase etwas zu kurz, aber das konnte man in vornherein ja  nicht wissen.
13 Teamfahrer, darunter 2 Juniorinnen, spulten bei fast perfekten Wetter(im Schnitt 13 - 17°C) ihre wichtigen Straßenkilometer ab.
Untergebracht, wie schon in den vergangenen Jahren auch, waren wir im Hotel Timor, wo auch Mallorca-Radsportferien-Veranstalter, Ex-Radrennfahrer und Masseur,
Gerhard "Flippi" North, sein Headquarter inne hat.

In der 1 Trainingswoche musste ich mich aufgrund einer starken Verkühlung, die ich mir 1 Woche vor Trainingslagerbeginn eingefangen hatte, von den intensiven Belastungen noch etwas zurück halten. Nachdem ich mich recht gut einrollen konnte, steigerte ich schließlich in der 2. Woche kontinuierlich die Intensität.

Mit rund 1.700 abgespulten Kilometern, gelang es mir eine recht solide Form für die Frühjahresrennen auf zu bauen. Für Podestplätze vielleicht noch etwas zu dünn, aber wer weiß?

Gratulation an Andrew Bradley, der während des Trainingslagers an 2 Straßenrennen(jeweils selbe Strecke) rund um Paguera teilnahm und Sie auch jeweils als Solist gewann. Die recht kupierte 27 km lange Strecke(3 Runden) war für den mehrfachen Bahn-Vizestaatsmeister das optimale Terrain, um seine schon ausgezeichnete Form, die er sich kurz zuvor auf Gran Canaria holte, ausspielen zu können.

Am 2. Rennen nahmen auch andere Österreicher teil. A.Graf(Radunion NÖ) belegte dabei den ausgezeichneten 5. Platz. Ich kam auf Rang 7 und F.Berein(Radunion NÖ) beendete ohne Sprintambitionen das Rennen im Hauptfeld. Swiag-Fahrer M.Lexmüller wurde nach einem 1minutigen Rückstand auf das Hauptfeld von der Rennleitung aus dem Rennen genommen.

Nun gilt es in dieser Woche etwas zu relaxen. Diese vermehrte Freizeit werde ich nützen, um alle Erledigungen, seitens meines Vereines, noch vor dem Saisoneröffnungsrennen in Brünn(CZE), am 26.03., erledigen zu können.

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17.02.2006: Bahn-Trainingsrennen

                                   Doppelsieg für RC Sonnenhaus

Seit meiner Rückkehr aus dem Trainingslager in Istrien, erwartete ich schon sehnsüchtig diesen Renntag. Da ich sehr überzeugt von meiner Form und auch enorm motiviert war, gab es für mich, beim letzten Renntag dieser Frühjahres-Bahn-Trainingsrennserie, nur ein Ziel, den Sieg!

Viele Fahrer aus dem In- und Ausland(CZE, SLK, HUN) waren an diesem Abend wieder erschienen
Einerseits freute ich mich über die große Konkurrenz, andererseits waren es aber wieder zu Viele, um sich mit Allen gleichzeitig in 3 Bewerben messen zu dürfen. Um die Sicherheit der Fahrer auf der Piste zu gewährleisten, war die Rennleitung gezwungen das Fahrerfeld in geraden und ungeraden Nummern zu teilen. Jeder dieser Felder absolvierte zunächst ein 20 Rd. langes Temporennen und anschließend ein Rennen über eine unbekannte Distanz. Und nur die besten 12 Fahrer jedes Feldes in der Omnim-Zwischenwertung, durften auch den letzten Bewerb, ein dänisches Punkterennen, wo man ebenfalls Omniumpunkte für die Tagesendplatzierung sammeln konnte, in Angriff nehmen.

Als mein härtester indirekter Konkurrent entpuppte sich Mario Lexmüller(Swiag), der, genau so wie ich, seine ersten beiden Bewerbe für sich entscheiden konnte.

Neben meiner Person, konnten sich auch meine beiden Vereinskollegen Patrick Gelosky(Kat.JUN) und Petr Lechner(Elite U23) für das dän. Punkterennen qualifizieren. Lediglich Michael Lammer (Kat.JUN) hatte noch nicht den richtigen Bahntritt gefunden, der als 22. keine Berechtigung für ein Weiterkommen hatte.
Patrick
, dem sichtlich auch das Trainingslager in Pula gut tat, wurde im Finale von mir als Unterstützer u. Helfer eingesetzt, sodass er selbst auf ein möglich gutes Endresultat verzichten musste.

Dafür war er aber maßgeblich am Sonnenhaus-Doppelerfolg von Lechner und mir beteiligt. Vor dem letzten Rennen sah es bestenfalls "nur" nach Platz 1 u. 3 für unser Team aus, aber taktische Züge, wie auch schon die sehr gute Zusammenarbeit aller drei Sonnenhausfahrer, besiegelten das erfreuliche Endergebnis. Dass ich, wie schon vor 2 Wochen auch, durch das Reglement, bei Punktegleichheit zählt die bessere Platzierung im letzten Rennen, wieder punktegleich mit dem Sieger nur 2. wurde, ist natürlich ärgerlich(geplant war es nicht), aber nicht ausschlaggebend für die Werbung meines Vereines!
Die Ränge 3, 4 u. 5 gingen an M.Lexmüller, A.Bradley(APO Sport) und D.Grebeci,SLK(Podbrezova).

Aber noch ein Sonnenhausfahrer feierte an diesem Abend einen Sieg.  U17-Fahrer Lukas Gelosky dominierte in seiner Kategorie nach belieben. Auch er war im Trainingslager Pula mit dabei! Nach 3 gewonnenen Bewerben, verwies das junge Talent Jaroslav Sebanek(CZE) und Patrick Zlomek(RRT Pielachtal) auf die Ehrenplätze.
Herzlichste Gratulation an alle meine Teamkollegen, auf die ich schon jetzt u. ohne Ausnahme, zu Recht Stolz bin!!!

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3. - 11.02: Kälteflucht - Trainingslager Pula(KRO)

Gleich zu Beginn ein großes Dankeschön an Ilija Knezevic u. Renato, die Patrick Knesevic(Team RLM-Wien), meinen beiden Sonnenhaus-Kollegen Patrick u. Lukas Gelosky und mir, ein hervorragendes Trainingslager ermöglichten.
Renato, ein sehr guter Freund der Fam. Knezevic, stellte uns eines seiner 5 noch nicht ganz fertig gestellten Appartement-Wohnungen zur Verfügung, indem wir äußerst günstig residieren durften.

Geplant war dieses Trainingslager eigentlich nicht von mir, jedoch eine Notwendigkeit, wenn man gezielt Form aufbauen möchte und das nasskalte Wetter um Raum Wien in betracht zog!

Am Programm, wie konnte es anders sein, stand wieder einmal primär die Ausdauer.
Losgefahren sind wir meistens gemeinsam als Gruppe, da sich aufgrund der verschiedenen Alters- u. Niveauklassen(U17, JUN, U23, Elite) untereinander, ohnehin irgendwann ein Alleine fahren nicht vermeiden lies.

Zu Beginn der Woche hatten wir 2 Tage lang mit stark einsetzenden kalten Bora-Wind zu kämpfen, der die Tagestemperaturen empfindlich kalt, nur bis auf  2 - 3 Grad über dem Gefrierpunkt drückte. Da die Straßen aber trocken waren u. wir über die schmudligen Wetterbedingungen zu Hause bescheid wussten, konnte auch so ein "Lüftchen" unser Trainingseifer nicht schmälern.
Nach Trainieren, Duschen und Essen, war eine 1 bis 1,5 stündige Bettruhe angesagt, um der Regeneration einen optimaleren Effekt zu geben!

Kaiserwetter aber an den restlichen Tagen! Scheint die Sonne u. wird es warm, blühe ich förmlich auf und merke, wie sich mein Körper mit Energie auftankt! Bei wolkenlosen Himmel u. Temperaturen bis zu +10°C(+17°C in der Sonne), spulte ich somit gerne, auch wenn´s schon etwas zäh her ging, noch einige zusätzliche Extrakilometer runter.

Die hügelige Landschaft von Istrien zählt wahrlich nicht zu meinem Lieblingsterrain, war aber zugegebener Maßen eine perfekte Steigerung zu Marokko, in Sache Kraft!

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2.02.2006: Bahn-Trainingsrennen

Schon wesentlich lockerer waren meine Beine beim heutigen Rennen gewesen, als noch vor einer Woche. Zwar noch mit einem großen Kraftdefizit, aber aufgrund der äußerlichen Bedingungen und der Tatsache, dass ich erst seit 4 Wochen wieder am Rad sitze, auch kein Wunder.

Auch heute stand wieder ein Omniumbewerb(Scratch, Punktef. u. Ausscheidungsf.) am Programm. Das erste Rennen(Scratch) ging aus meiner Sicht etwas daneben, versuchte ich doch mit vielen Attacken u. mit Brachialgewalt die Form meiner Gegner zu testen. Nur Rang 6!

Nachdem ich nun ungefähr wusste wie es um die Konkurrenz bestellt war, konnte ich in gewohnter Manier, mit Übersicht, Ruhe u. Plusrunden, das Punkterennen für mich entscheiden. Besonders gefreut hat mich dabei die Tatsache, dass Vereinskollege u. noch Junior Patrick Gelosky, ebenfalls 2x, genau so wie ich, bei Rundengewinne dabei war und den 3. Rang einfuhr. Herzl. Gratulation dafür!
Unser zweiter Sonnenhaus-Fahrer u. ebenfalls noch Junior im Feld, Michael Lammer, versuchte uns dabei, so weit es ihm aufgrund einer etwas zu klein gewählten Übersetzung auch möglich war, seine Teamdienste anzubieten.

Um Patrick in der Gesamtwertung noch weiter nach vorne zu bringen, versuchte ich ihn beim Ausscheidungsrennen durch taktische Anweisungen so lange im Rennen zu führen, bis es schließlich Einen von uns erwischen sollte.
Als wir nur noch mit Georg Tazreiter(Radunion NÖ) im Rennen waren und wir noch nicht einmal die vorletzte Ausscheidungsrunde beendet hatten, wurde Patrick vom Renngericht schon aus dem Rennen gepickt. Grund: Innen durchfahren!
Meiner Meinung nach und deren anwesenden Radsportexperten in der Halle ebenso, ein einwandfreies Manöver beider Sonnenhausfahrer rund 240 m vor der Linie!
Klar, dass es bei diesem Entscheid Patrick und mir etwas sauer aufstieß(bei Patrick wesentlich mehr als bei mir!), jedoch war es für mich als Obmann ein noch zu nichtiger Grund, sich wegen einem kleinen Trainingsrennen gegen den od. die Rennentscheidenden zu stellen. Auch, wenn es am Ende meinen Gesamtsieg kostete! Dass aber Tazreiter in der Schlussrunde, Mann gegen Mann, mich im Spurt hat besiegen können, ist eine ganz andere Geschichte, wofür ich ihn auch gratulieren möchte!

Schlussendlich gewann Georg das Omnium punktegleich vor mir und Mario Lexmüller(Team Swiag).

Wichtiger als meine Endplatzierung am heutigen Tag, war mir aber die Zusammenarbeit mit meinen Jungs, die im Laufe dieser Saison noch Vieles für ihre Zukunft von mir lernen sollen!

Einen weiteren Grund zur Freude und stolz auf meine Sonnenhaus-Neuzugänge(werden demnächst offiziell vorgestellt) zu sein, gab mir Lukas Gelosky in der U17 Kategorie. Mit einer doch schon recht überzeugenden Form, vor allem aber auch mit sehr viel Ubersicht, konnte der 15jährige seine schärfsten Konkurrenten, P.Zlomek(RRT Pielachtal) u. T. Azaltovic(SLK) auf die Ehrenplätze verweisen. Auch hier herzl. Gratulation!

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                                            Kälteflucht!

Lieber 3 Minuten nackt bei -110°C in der Kältekammer, als 3 Minuten nackt draußen bei -1°C.
Der Grund liegt in der Luftfeuchtigkeit. Während in der
Kältekammer eine recht trockene Kälte herrscht, ist die Luft draußen auf den Straßen sehr feucht.
Dies erschwert natürlich das Trainieren außerhalb von geschützten Wänden, zumal auch noch der kalte Wind einem das Gefühl gibt, draußen noch kälter zu sein.
1,5 - 2 Std. ist bei mir fast schon das Maximum, ohne Erfrierungen an Fingern od. Zähen Heim zu kommen.

Da aber eine Basis an Grundlagenausdauerkilometer das um und auf für eine beständige Form im Sommer ist u. meine Form auch nicht gerade die Beste ist, werde ich am kommenden Freitag(3.02.), gemeinsam mit Patrick Knezevic u. meinen beiden Vereinskollegen Patrick u. Lukas Gelosky, ein kleines Stückchen in den Süden fahren(Pula/KRO), um bei Plusgraden die notwendigen Straßenkilometer trainieren zu können. Wie lange wir unten bleiben werden steht noch nicht fest. Diese Entscheidung werden wir ganz alleine dem Wetter überlassen.

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26.01.2006: Bahnrennen in Wien/Dusika Stadion

Mit extrem schweren Beinen nahm ich Donnerstagabend das Omniumrennen(mit intern. Beteiligung + Kat. Junioren) in Angriff. Sehr unbeweglich und hölzern(wie Pinoccios Beine) fuhr ich während meiner 3 Bewerbe(80 Rd. Punktef., 50 Rd. Dan. Punktef., Ausscheidungsrenn.) herum. Um extreme Antritte zu vermeiden, die mir am meisten Schmerzen bereiteten, versuchte ich das Feld, durch gleichmäßiges weiterfahren nach Wertungseinläufen, immer in Schwung zu halten. Dies klappte auch ganz gut.

Mit 2 Plusrunden und einigen gewonnenen Wertungen, gelang es mir die beiden Punktebewerbe für mich zu entscheiden. Ebenso auch das abschließende Ausscheidungsfahren. Mit einem Highscore von 45 Omniumpunkten, durfte ich mich über meinen 1. Sieg im heurigen Jahr freuen. Platz 2 u. 3 gingen an Felix Kaineder 28 Pkt.(URC NÖ Versicherung) und Krisztian Lovassy 25(HUN).
Neuer Vereinskollege und Madisonstaatsmeister Patrick Gelosky(Kat. Jun), belegte Rang 10.

Auffallend: Aufgrund der schlechten u. extrem kalten Witterung in den vergangenen Wochen, war bei allen Fahrern ein deutliches Formdefizit zu bemerken! Da kann man nur hoffen, dass es bald wieder wärmer wird, brrrr!

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19. - 24.01.2006: 23. Stuttgarter Hofbräu 6-Tagerennen

Stuttgart, das einzigste 6-Tagerennen im Winterzirkus, dass mit Dreierteams bestritten wird. Für Neulinge od. Fahrer mit wenig Trainingskilometer, die wohl angenehmste Möglichkeit in dieses Profigeschäft einzusteigen!

Mit dem Tschechen Stanislav Kozubek(2. der tschech. Straßencupwertung u. Sieger des Tchibocup-Finales in Kleinengersdorf 2005) und dem Schweizer Stehermeister Peter Jörg, bildete ich zwar nicht das stärkste Team, mit Sicherheit aber das Auffälligste! - Nicht gerade leicht, einen 1,98m großen Fahrer(auf einem 64er Rahmen fahrend), mit einer mäßigen Schleudertechnik, abzulösen.
Nach 3 Tagen taten mir die Arme mehr weh als meine Beine, was sich in der 2. Wochenhälfte aber änderte, da seine Ablösungen von Tag zu Tag besser wurden und ein Handicaprennen(Stundenjagd, 2.Pl. ), allen Akteuren, an die Grenze ihrer Leistungen trieb.
Dass wir in Stuttgart mit 3er-Teams nicht gerade langsam unterwegs waren, zeigte die 2. Nacht, wo wir bei der großen Stundenjagd, mit unglaublichen 57,14 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs waren. OK, nicht gerade wir(fuhren um 3 Runden weniger!), sondern die Superstars im 6-Tagezirkus, wie etwa Marvulli, Betschart, Bartko, Fulst, Aeschbach, Villa, Stam, Slippens, Kappes, Dörich, Beikirch, ....uvm.. Dies bedeutete Weltrekord für 3er-Teams bei 6-Tagerennen!

Unser Ziel bestand darin, auf keinen Fall Letzter zu werden. Kampfgeist, wie auch unser Durchhaltevermögen, brachten uns schlussendlich auf den 9. Gesamtrang. Mehr war nicht drin!

Sehr gut kam im Mozartjahr auch mein verteilen und verschießen vieler Mozartkugeln ins Puplikum an. Werbung total(Presse) für die leckeren Kalorienbomben, für unseren genialen Musikers, für unser Land generell und auch für die bevorstehende Straßen-Rad-WM in Salzburg, in September!
                                           (hier beim WM-Stand Salzburg)! 

Sehr geehrt fühlte ich mich aber, als ich, anstatt von Routinier und Kapellmeister Gerd Dörich, beim Balustradensprint selbst einmal das ganze Fahrerfeld anführen und das Publikum mit Späßchen, Perücke u. La-Ola-Wellen in Stimmung bringen durfte, und anschließend viel Lob von etlichen Fahrern, Betreuern, Veranstaltungsbossen, wie auch vom Publikum erhielt(siehe Gästebucheinträge!).
Ich sag's ja immer: " So ein 6-Tagerennen ist ja super, aber das Radfahren dazwischen.... ;-))"

 

Angenehm überrascht war ich von meiner Leistung. Mit meiner zweiwöchigen Vorbereitung, bis auf 1-2 Ausnahmen, nie am Limit fahrend, durchgehalten zu haben. Ob in den letzten 3 Wochen des Winter-6-Day-Zirkus sich abermals eine Startgelegenheit bieten wird, hängt leider ganz alleine vom klingeln meines Telefons ab!

Sieger wurde das Deutsche Trio Bartko/Fulst Lampater vor den Schweizern Marvulli/Betschart/Aeschbach(-1Rd.) und dem Trio Villa/Gilmore/Keisse(-1 Rd.).

 

Aber noch zwei andere Österreicher waren in Stuttgart dabei. Nicht bei den Profis, sondern im UIV-Cup der U23-Fahrer. Georg Tazreiter u. Andreas Graf(beide Team NÖ-Radunion), trafen dabei auf eine recht große int. Konkurrenz, die fast schon einer kleinen Weltmeisterschaft glich.
Sie fuhren oft in guten Positionen, versuchten auch ihre Konkurrenten mit Fluchtversuche zu überraschen, doch zu oft vergaben unsere Nachwuchshoffnungen mit schlecht eingeteilten Ablösungen in den Wertungsrunden ihre Chance auf ganz vordere Tagesplätze! Entweder viel zu früh od. etwas zu spät kam die Ablöse des Partners. Doch auch das, so bin ich mir ganz sicher, werden die Jungs noch lernen(müssen)! Mit einem Platz im Mittelfeld(7. Gesamtrang), verabschiedeten Sie sich vom 3-Tage-Rennen in Stuttgart.

                                                          Alles vom 23. Stuttgarter Hofbräu-6-Day im Detail:

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3. - 17.01.2006: Trainingslager Agadir/Marokko

Noch nie zuvor in meiner Karriere startete ich so spät in die neue Saison wie heuer.

Da ich bis Mitte Dezember keine Benachrichtigung über eine Teilnahme für das Stuttgarter Six-Day (19.-24.01.) erhielt und bis zum Saisonauftakt Anfang April auch keine wichtigen Renneinsätze anstehen, zog ich es ab dem 15. Dezember(ging die ÖM-Bahn-Omnium zu Ende) vor, mein Rad für knapp 3 Wochen in die Ecke zu stellen, um meinen Körper, nach dieser doch sehr langen Saison, abermals noch etwas Ruhe zu gönnen. Welch ein Genuss, mal auch eine Ruhephase über die Weihnachtstage u. Sylvester mit Familie u. Freunde erleben zu dürfen!  

In Marokko war dann aber Schluss mit Faulenzen!

Das marokkanische Wetter zeigte sich bis auf zwei Tage wieder einmal von seiner besten Seite. Bei meist wolkenlosem Himmel und angenehmen Temperaturen um die 25°C, konnten wir herrlich mit kurzer Radbekleidung trainieren, ohne zu Thermojacke, Überschuhen oder ähnlichen Bekleidungsstücken greifen zu müssen.

Neben zahlreiche Marokko-Stammgäste, Freunde, Hobbyfahrer, „Ehemaligen“ , wie auch regierende Staatsmeister, gesellten sich auch heuer wieder meine marokkanischen Trainingskollegen dazu, um mit uns ebenfalls die wichtigen Basis-Ausdauerkilometer für die neue Saison runter zu spulen.

Kontinuierlich steigerten wir in jenen Tagen, meist in 3er-Blöcken, unsere Tagesausfahrten, bis hin zu 170 Km, was, für ein Jänner-Trainingslager, meinen Vereinskollegen(die noch Junioren sind) und mir(zu Beginn), auch vollkommend ausreichend war.
Gefahren wurde meist in der Gruppe, wobei wir ausschließlich nur flaches bis leicht hügeliges Terrain für unsere ersten Kilometer im neuen Jahr wählten.

Nach dem Training trafen wir einander zum Ausruhen geschlossen am Pool, um dort unser verdientes "Schönheitsnickerchen" auf einer der vielen Liegestühlen der Hotelanlage zu tätigen. Ein wahrer Genuss, wenn man von den strengen Temperaturen und dem schlechten Wetter in der Heimat hört!

Highlight der Woche war aber ein Telefonanruf von Vertragsmanager und Six-Day-Kaiser Patrick Sercu, der mir telefonisch, den von mir schon so ersehnten Vertrag für das Stuttgarter Six-Day anbot.
Ob dafür mein zweiwöchiger Formaufbau reichen wird, werden wir sehen.
Auf jeden Fall bin ich Glücklich, nach langer Zeit, wieder Rennluft in einem Feld mit int. Niveau schnuppern zu dürfen.
                                                                           mehr Fotos vom Trainingslager:

 

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