zurück zu den Jahren ....

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16.12.2005: Bahn-Weihnachtspreis
Am letzten Renntag dieser Saison, dem traditionellen Weihnachtspreis, standen für die Elitefahrer, U23 u. Masters ein kurzes Punkterennen(50 Rd.) und ein 60 Rd. langes Madisonrennen, dass mit einem jüngeren Fahrer(aus den Kat. U17 u. Junioren) als Partner, vom Bundestrainer zugeteilt, gefahren wurde, am Programm. Mit dabei, Fahrer aus unseren nord-östlich angrenzenden Nachbarsländern(SLK, CZE, HUN).
Da meine Beine von den vergangenen beiden Tagen nicht mehr die frischesten und auch meine Moral nicht mehr die größte war, fuhr ich das Punkterennen eher "Just for Fun"-mäßig runter. Andreas Graf(Radunion NÖ) konnte bei den vielen Vorstößen eine Plusrunde auf das gesamte Feld rausfahren und somit das Rennen vor mir und Andy Bradley(Junkers Royalbeach) gewinnen.

Beim 60 Rd. langen Madisonrennen, wurde mir der junge talentierte und frisch gebackene U17 Omniummeister L.Gelosky(Union RRT Pielachtal) als Partner zugeteilt. Technisch schon sehr gut, versuchten wir vordere Positionen zu fahren, was aber bei den sehr unterschiedlichen Übersetzungen der Fahrer keine leichte Sache war.
Während sein Bruder P.Gelosky(Benefit), gemeinsam mit seinem Partner G.Lauscha(APO Sport), beide Kat. JUN, alleine das Feld überrundeten(trotz einem Sturz Lauschas), mussten wir mit hart erspurteten Pünktchen und Platz 4 vorlieb nehmen.
Zweitbester Punktesammler war das Paar Tazreiter/Patzl, die das Paar Lexmüller/Singer auf Platz 3 verwies.
                                      genauere Ergebnisse hier:                       (Fotos: Danke an H.Gelosky)

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14. - 15.12.2005: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaft(Omnium)

                 Routinier siegt vor hungrigen Wölfen!

Was eine 20jährige Rennerfahrung ausmacht, sah man am Beispiel dieser Omniummeisterschaft, wo nicht unbedingt die Form od. das Niveau der ausschlaggebende Grund für den Erfolg war!

So spät noch eine Meisterschaft anzusetzen ist natürlich Ansichtssache, hätte aber mit Sicherheit genug Stoff, um über etwaige Folgen, im Bezug auf die Saisonziele/Höhepunkte vieler Fahrer im anstehenden Jahr, zu diskutieren. Viele Athleten können sich bei einer zweimonatigen Meisterschaftspause(auch wenn Sie von TUFO-Cup-Rennen überbrückt wurden) nur sehr schwer entscheiden, ob Sie durchtrainieren und evtl. mit einem nicht ganz erholten Körper ins nächste Jahr starten, od. eine Saisonpause einlegen, dann aber mit einer nur sehr mäßigen Form bei der Omniummeisterschaft antreten!

Ich, für meine Person, entschied mich für einen Mittelweg. Das heißt, dass ich nur eine kurzzeitige Pause(Urlaub, Kur) abhielt, um meine Form nicht ganz so tief abfallen zu lassen. Danach neu wieder für eventuelle Weltcupeinsätze und der Omniummeisterschaft aufbaute und nun abermals eine Pause, bis Ende des Jahres, abhalten werde.

Bei der Omniummeisterschaft wurde der letzte Titel im heurigen Jahr vergeben. Für einige Athleten die letzte Chance, doch noch den Altmeister von seinem Thron zu stoßen. Für mich war es ein reines Prestigeduell! "Alt" gegen jung! 4 vs.1!

Ich gebe ja zu, dass schon gute Ansätze von den Jungs zu sehen waren und es diesmal auch sehr knapp war vom Thron gestoßen zu werden, jedoch die Ausführung(Fahrweise) mancher Fahrer, eine falsch gewählte Taktik im Punkterennen, die Unterschätzung meiner Person vor dem letzten Bewerb(2000m Einzelverfolgung) und der Mangel an Routine, lies das Projekt "Junge Horde gegen "alten" Fuchs " abermals scheitern. Bin mir aber ziemlich sicher, dass es nicht mehr all zu lange dauern wird, bis die Wachablöse vollstreckt wird. Vielleicht schon im nächsten Jahr!?

Als Einzelfahrer hat man es im Radsport immer schwer. Jedoch habe ich, im Gegensatz zu einigen Athleten hier in Österreich, von klein auf das Kämpfen, als auch das Verlieren gelernt, was mit der damaligen Konkurrenz eine Notwendigkeit war, die mich natürlich prägte!

Mit 5 durchgeführten Disziplinen(250m Rundenzeitfahren, Scratchrenn., Ausscheidungsf., Punktef., 2000m Verfolg.) wurde heuer der "Mehrkampf"-Staatsmeister, bzw. der vielfältigste Fahrer Österreichs ermittelt. Für Viele als Topfavorit gehandelt, schätzte ich aber meine Chancen auf eine erneute Titelverteidigung auf 50-50 % ein. Als größten Konkurrenten hatte ich Andreas Graf(Radunion NÖ) auf der Rechnung, der in den letzten Wochen eine sehr bemerkenswerte Form erreichte und Sie mir schon einige Male auch zu spüren gab. Danach rechnete ich A.Bradley(Junkers Royalbeach) und M.Lexmüller(Swiag) die besten Chancen auf den Titel ein.
Diesmal entschied man sich die Meisterschaft ohne ausländischer Beteiligung durchzuführen, was mir ziemlich egal war, denn schließlich hatten Sie mich ohnehin nie bei nationale Meisterschaften interessiert! Schade nur, dass dadurch das Fahrerniveau, als auch der Rennschnitt darunter leiden musste!

Beim Rundenzeitfahren musste ich mich um 4/100stel Sek. dem jungen Georg Tazreiter(Radunion NÖ) geschlagen geben, was natürlich ärgerlich war, da ich die fehlende Zeit evtl. mit einer Scheibenradgarnitur hätte wettmachen können. Als Perfektionist, hätte mir dieser Fehler nicht passieren dürfen, da man ja nie weiß, ob einem die fehlenden Omniumpunkte am Ende nicht doch noch fehlen würden. Da aber ein "wenn" u. "aber" im Sport nichts zählt, verschwendete ich auch keine unnötigen Gedanken u. Zeit mehr darüber, sondern konzentrierte mich schon auf die nächste Disziplin, dem 40 Rd. Scratchrennen.

Wie schon im Herbst bei der Punktemeisterschaft, attackierten mich die jungen "Verbündeten"(Mario Lexmüller, A.Bradley, G.Tazreiter, A.Graf) abwechselnd ab, um eine Vorentscheidung, ohne meiner Person, frühzeitig herbei zu führen. Bei einer Renndistanz von 40 Runden aber, war ich mir ziemlich sicher, dass ich diese Flut an Attacken überstehen und das Rennen gewinnen würde. Doch Lexmüllers unkonventionelle(abdrängen,...), od. besser gesagt, unsportliche Fahrweise, dass sich schon von Beginn des Rennens an bemerkbar machte, machte mir in der Spurtrunde einen Strich durch die Rechnung. In jenem Moment, als der Swiagfahrer Tazreiter den Zielspurt anfuhr, von ihm bei der 200m Marke überholt wurde, ich mit einem optimalen 2m Fliegerabstand hinterher fuhr und auf Höhe Lexmüllers kam, fuhr der noch weltklasseunreife Fahrer mit mir in der Kurve hoch und drängte mich vom Windschatten meines Vordermannes nicht ungefährlich ab und verlängerte mir somit den Spurt um einige rennentscheidende Meter! Aus den 2 Metern wurden etwa 10! Es gelang mir zwar wieder auf den verbleibenden Metern bis ins Ziel Tazreiters Hinterrad zu erwischen, jedoch nicht mehr um bei ihm vorbei zu fahren.

Wieder hatte ich um 3 Omniumpunkte weniger auf mein Konto erhalten, mit denen ich fix gerechnet hatte. Noch dazu, gelang es dem gleichen Fahrer zum 2. Mal einen Sieg einzufahren, was mir
1.) nicht den erwarteten Ausgleich brachte, sondern einen unangenehmen, aber bei weitem noch nicht unaufholbaren 6-Punkterückstand bescherte und
2.) bei einem Mannschaftssport, als auch bei einem Mehrkampf, die erfolgsversprechendste und zielführendste Methode auf einen Gesamtsieg ist!

Dafür hatte ich nach dem Scratchrennen, im Kampf um den Titel, nun um 1 Gegner weniger! Die Jury setzte völlig zurecht Lexmüller wegen seiner ungestümen Fahrweise auf den letzten Platz des Feldes zurück, womit er keine Omniumpunkte bekam und sich selbst, völlig unnötig, aus dem Titelkampf eliminiert hatte.

Mit einem Sieg im Ausscheidungsrennen hatte ich voll gerechnet. Zu positiv war in den vergangenen eineinhalb Jahren meine Erfolgsbilanz in dieser Disziplin gewesen, um etwaige Zweifel bei mir aufkommen zu lassen. Bei diesem Rennen konnte ich mich erwartungsgemäß gegen alle Teilnehmer durchsetzen und meinen Rückstand auf Tazreiter, der Zweiter wurde, um 3 Punkte reduzieren.

Etwas enttäuscht war ich bis stato von Andreas Grafs Leistungen und seiner, meiner Meinung nach, etwas zu frühen Aufopferung für seinen Kollegen Tazreiter und der dadurch verbundenen Aufgabe auf den Kampf um den Titel! Mit mehr als 29 Punkten Rückstand auf mich, war vor den letzten beiden Bewerben, nun auch Er keine Gefahr mehr gewesen.
Überraschend gut fuhren unsere beiden Masterfahrer und Amateure, T.Wittner(2RadChaoten) und M.Alfon(La Vitesse), die mit ihren dritten und vierten Plätze einige Nichtberufstätige hinter sich lassen konnten und kräftig Punkte sammelten. Gratulation dafür! Aber auch so mancher Junior, wie etwa G.Lauscha(APO Sport), M.Singer(Burkert Druck), St.Patzl(RLM) od. P.Gelosky(Benefit), die in dieser Reihenfolge auch die Junioren-Omniummeisterschaft beendeten, gaben mit ihren Leistungen eine wahre Talentprobe ab.

Die wirklich entscheidende Disziplin im Titelkampf war aber das Punkterennen. Ich rechnete mit einem Platz zw. 3 u. 5, was mir vor dem letzten Omniumbewerb einen beruhigenden und abgesicherten Vorsprung gegenüber Bradley bieten sollte. Bradley hatte zwar über 17 Punkte Rückstand, konnte mir aber noch mit einem Sieg sehr gefährlich werden, da er ein genau so guter Verfolger war wie ich und mir mit einem erneuten Sieg im 2000m Bewerb, noch den Titel vor der Nase wegschnappen!

Mir war klar, sollte Bradley das Punkterennen wirklich gewinnen und ich nur wenig bis gar keine Omniumpunkte erwischen, dann mussten bei den 2000m unsere Kraftreserven entscheiden.
Er od. ich!
Doch welcher professionell eingestellter Fahrer wollte sich schon auf solch unnötigen Spielchen einlassen? Besser ist es natürlich schon im Vorfeld eine Vorentscheidung zu erzwingen!
Über Tazreiter stand ein großes Fragezeichen. Ich wusste nicht, wie weit Ihm die Führung moralisch beflügeln würde od. sogar vielleicht belastete. Was ich wusste war, dass ich ihn in der Verfolgung schlagen würde, jedoch nicht um wie viele Plätze! Daher durfte er mir im Punktebewerb nicht zu viele Ränge abnehmen! Solange er aber das ganze Rennen über als mein Schatten herum fuhr und nicht versuchte mich los zu werden, konnte mir nichts passieren. Das, so meiner Meinung nach, war der taktisch größte Fehler der 4 "Verschworenen". Hier hatten Sie den Titel aus der Hand gegeben!

Das Punkterennen wurde genau so gefahren wie das Scratchrennen. Von Beginn an Attacken über Attacken! Ich fuhr zunächst alle Vorstöße mit, was aber nicht notwendig war, da ich ja nicht unbedingt diesen Bewerb gewinnen musste. Um auch meine Kräfte für die Verfolgung ein wenig zu schonen, lies ich einige Fahrer ihre Vorstöße gewähren um wieder etwas Ruhe ins Feld zurück zu bringen. Doch es dauerte nicht lange, da fingen die Junioren zu attackieren an, um ebenfalls auf Rundengewinn zu gehen. Dies war mir natürlich in jenem Moment nicht so Recht, da Sie mir meinen 3. bis 5. Rang gefährdeten, bzw. meine notwendigen Omniumpunkte wegschnappten!
In dieser Phase des Rennens musste ich wahrlich Nerven bewahren und meine ganze Routine einsetzen. Während mich Tazreiter fast bei jeder Wertung vom Hinterrad abspurtete(was natürlich für die Moral nicht gerade fördernd war), musste ich genau überlegen, wem und vor allem wie viele Fahrer ich ziehen lassen durfte? Jeder Omniumpunkt(hatte ja schon 3 wegen Lexmüller im Scratchrennen verloren!) konnte am Ende entscheidend sein! Vor allem als ich sah, dass Bradley das Punkterennen gewinnen würde(vor Lexmüller und den Junioren P.Gelosky, G.Lauscha u. St.Patzl!!!)!
Ich wusste, dass mir Tazreiter, aufgrund seiner Fahrweise, max. nur 1 Omniumpunkt abnehmen konnte. Daher stellte er für mich, aufgrund meiner stärkeren Zeitfahrerqualitäten, in der Gesamtwertung keine all zu große Gefahr mehr dar. Es war aber amüsant mit anzusehen, wie die übrigen Jungs, unnötigerweise auf mehrere Rundengewinne fuhren und ihre Kräfte verschleuderten!
Dass ich nur 12. im Punkterennen wurde und nur 1 Omniumzähler holen konnte, damit hatte ich nicht gerechnet, aber wenn´s nicht anders geht, dann bleibt einem nur der erbitterte Kampf bis zur letzten Disziplin, was mit Sicherheit die Spannung um den Titel aufrecht erhielt und den Zusehern gefiel!

Zwischen dem Punkterennen und dem abschließenden 2000m, erlebte ich eine Hochschaubahn der Gefühle. Zunächst war ich wegen der vergebenen Chance einer vorzeitigen Titelentscheidung etwas niedergeschlagen gewesen und wurde auch gleichzeitig etwas nervös, da Bradley nun auf 3 Omniumpunkte in der Gesamt-Zwischenwertung an mich heran gefahren war und aufgrund seiner ebenso guten Verfolgerqualitäten, mit einem erneuten Sieg, den Titel holen konnte. Es reichte nicht nur Zweiter zu werden! Wenn ich den Titel holen wollte, blieb mir nichts anderes über, als Bradley zu schlagen!

Je mehr ich aber darüber nachdachte, desto mehr verlor ich das Vertrauen zu mir selbst! Immer tiefer sank mein Selbstvertrauen Bradley im Kampf gegen die Uhr besiegen zu können.
In diesem Moment, als mein Vater, Trainer und Mentor, Walter Garber, den ich nach wie vor als den besten Trainer Österreichs sehe, mich niedergedrückt herumsitzen sah, redete er so lange auf mich ein und baute mich mit handfesten Argumenten moralisch wieder auf, bis ich selbst wieder zu 100% von meinem Sieg überzeugt war!
Ich schmiss mich auf die Aufwärmwalze, brachte meinen Körper zum schwitzen und wärmte meine Beinmuskulatur derart intensiv auf, bis Sie förmlich kochten! Als ich meine Gegner während dieser Prozedur beobachtete und sah wie Sie schon mit breiten Grinsen von meiner Niederlage überzeugt waren und nur noch sporadisch ihre Walzen bewegten, wusste ich, dass ich diesen Kampf, gegen Sie, gewonnen hatte!

Was ich außerdem vielen Fahrern noch voraus habe und mir bei der letzten Disziplin sehr zu Gute kam ist jene Sache, dass mich mein Vater im Laufe meiner Karriere, die ganze ``Maschinerie`` Körper, dessen Signale zu erkennen und auch richtig zu deuten, verstehen gelehrt hat und ich mit dem heutigen Tag meinen Körper so gut kenne, dass ich genau weiß, wie ich welche Distanz, wie schnell, mit welchem Gang anfahren muss, um nicht, durch Selbstüberschätzung, am Ende einzugehen. Mit einfachen Worten gesagt, die eigenen körperlichen Erfahrungen sammeln!
Was ich damit meine ist, dass ein Fahrer, der stets nach einem Trainingsplan fährt und nie nach eigenem körperl. Empfinden trainiert und nie, bis fast gar nicht, od. nur sehr wenig mit seinem Trainer nach Trainingseinheiten über seinen körperl. Zustand redet, der wird nie, bis nur sehr langsam, diese wichtigen Erfahrungen für sich sammeln können.

Der 2000m-Bewerb(Punktefahrrad ohne Aufleger) ist normalerweise eine Distanz, die es Einem nicht erlauben, sich seine Kräfte all zu lange einzuteilen! Trotzdem verspürte ich meine einzigste Chance Bradley zu schlagen darin, dass ich extrem langsam wegfahren musste, um hinten heraus nicht einzugehen und noch genügend Kraft besaß, auch noch meinem schärfsten Gegner Zeit abzunehmen.
Dies gelang mir bilderbuchartig! Mit über 2,2 Sek. Vorsprung gewann ich das Zeitfahren vor A.Bradley(2:25,85 min.) und dem Verfolgungsstaatsmeister M.Lexmüller(2:29,05 min.).
Tazreiter, der in meinem Lauf von mir eingeholt wurde und mit einer Zeit von 2:32,98 min. auf den 8 Rang fuhr, wurde von Bradley in der Gesamtwertung ebenfalls noch abgefangen und viel auf Rang 3 ab.
                                         genauere und mehr Ergebnisse hier:           (Fotos: Danke an N.Wittner)

Ich möchte mir auf diesen Titel nicht viel einbilden, jedoch ein wenig stolz machte es mich, aufgrund des gewonnenen Kampfes, 4 vs.1, schon! Der Hass, die Emotionen, die Spannung um den Ausgang des Rennens, der Leistungsdruck aller Fahrer,...uvm., machten mir diesen, von allen meinen 28 Titel, zu meinem Wertvollsten und Schönsten! Diesen Titel habe ich ganz meinem Vater zu verdanken, dem ich mit Freude diesen Titel widmen möchte!

Es ist nur schade, dass der Neid im österr. Radsport so groß ist, dass dadurch mancher noch unreifer Fahrer sich nicht anders zu helfen weiß, als mit einer unsportlichen Fahrweise zu kontern, damit unnötig Spannungen in beiden Parteien aufbaut und somit Freundschaften verloren gehen! Ist das ein österr. Titel wert? Anscheinend ja, denn nicht einmal eine Entschuldigung kam irgendwann aus seinem Munde!

Es mag sein, dass ich mir zum letzten Mal eine Goldene, in den 2 bedeutendsten Bewerben(Punktef. u. Omnium), um den Hals hängen durfte, aber ich werde mich auch nächstes Jahr wieder meinen Konkurrenten  stellen, das Beste geben und mit Sicherheit kein Problem haben, wenn ich fair von Ihnen besiegt werde! Doch bis dahin, ist es noch 1 Jahr!

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7.12.2005. TUFO-Cup Bahnrennen/ Endstand
Auch wenn meine Beine vom Trainingslager noch nicht ganz regeneriert waren, freute ich mich schon sehr auf ein Zusammentreffen und ein Kräftemessen mit den besten Fahrern Österreichs und unseren Nachbarn aus Tschechien, Ungarn u.der Slowakei.
Am 4. und letzten Tag des int. TUFO-Cups, standen für die Elitekategorie zwei Bewerbe am Programm.
Beim Ersten, einem 30 Runden langen Scratchrennen, gelang es 8 Fahrern schon recht zeitig das Feld 1x zu überrunden. Mit dabei alle Asse des TUFO-Cup-Zwischenstandes. Der Zielspurt war schließlich eine Angelegenheit  der Schnellsten. Dabei setzte sich der slowak. Bahnspezialist und Weltcupsieger Josef Zabka knapp vor mir, dem Sieger des 3. TUFO-Cup-Rennens, Andreas Graf(URC NÖ), P.Fabian(SLK), G.Tazreiter(URC NÖ), A.Bradley(Junkers Royalbeach), M.Lexmüller(Swiag) und K.Bucek(CZE) durch.

Mir war klar, dass ich für das Scratchrennen, als auch für das noch bevorstehende 80 Rd. lange Punkterennen eine etwas zu kleine Übersetzung aufgelegt hatte. Da wir aber noch Dezember hatten und ich keinen Anlass sah momentan eine höhere Übersetzung zu fahren und auch das Punkterennen keinen Einfluss mehr auf meinen Gesamtsieg hatte, verzichtete ich auf einen unnötigen Kettenblattwechsel. Trotzdem versuchte ich mein Bestes zu geben!

Das erste Drittel des Punkterennens war von pausenlosen Attacken geprägt, was sich am Ende zwei Fahrer erfolgreich zu nutzen machen konnten. J.Zabka und A.Graf. Ich versuchte noch 2x an die Beiden ran zu springen, jedoch die kleine Übersetzung zwang mich, durch eine zu schnelle Übersäuerung der Beinmuskulatur, zur Aufgabe meines Vorhabens. Zu groß war schon das Loch gewesen, um noch etwas ausrichten zu können. Somit blieb mir nur noch der 3.Rang.
Sieger wurde abermals J.Zabka. Die weiteren Plätze: Lexmüller, Branicky(SLK), Knezevic(dem das Trainingslager offensichtlich sehr gut tat, leider aber einen Rückzieher aus seinem RC Sonnenhaus-Vertrag machte, um weiterhin bei seinem alten Verein RLM zu fahren!) und Bradley.

Die TUFO-Cup-Gesamtwertung ging an Roland Garber(66 Pkt.), vor P.Fabian,SLK(46 Pkt.), K.Bucek,CZE(46 Pkt), A.Graf(45 Pkt.), J.Zabka(38 Pkt.,nicht am Bild!), M.Lexmüller(33 Pkt.), G.Tazreiter(32 Pkt.) u. G.Lengyel,HUN(28 Pkt.).

Nächste Woche findet die Österr. Omnium-Staatsmeisterschaft(14. - 15.12) statt(Beginn jeweils um 18.00h), die meiner Meinung nach, durch die mom. sehr ausgeglichene Form aller Österreicher, sich zu einer sehr spannenden Angelegenheit entwickenl dürfte. Als größten Gegner schätze ich A.Graf ein, danach schon Lexmüller und Bradley. Beiden Letzteren wünsche ich für das bevorstehende Bahn-Weltcuprennen in Manchester(9. - 11.12.) noch alles Gute!

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5.12.2005: Trainingslager Kroatien

Schlechte Wettervorhersagen zwangen meine beiden Trainingspartnern(Patrick Gelosky, Patrick Knezevic) und mich das Trainingslager bei Zadar frühzeitig zu beenden. Geplant waren eigentlich rund 10 Tage, doch gegen Naturgewalten kann man eben nichts ausrichten.

Auch wenn das Wetter in den ersten 5 Tagen nicht ganz so optimal war, konnten wir wichtige Grundlagenausdauerkilometer runter spulen. Sehr angenehm machte es uns dabei das mediterrane Klima, das uns Temperaturen zw. +11°C und +14°C bescherte.

Doch nicht nur Radtraining war bei mir angesagt. Auch die Athletik(Stärkung der Bauch-, Rücken- und Armmuskulatur), die gesunde Ernährung, sowie Gespräche über die professionalität im Radsport, als auch Tips und Tricks und taktische Hinweise, waren fixe Bestandteile unseres Trainingslagers.

Bedanken möchte ich mich bei Vater Knezevic, der uns sein Haus, direkt am Meer, gratis zur Verfügung stellte. DANKE!

Morgen Dienstag(6.12. ab 18.00 h), findet das 4. und letzte TUFO-CUP Bahnrennen statt, wo ich mich schon auf ein gesundes Kräftemessen mit unseren "Besten" freue. Das Letzte, vor der Omnium-Staatsmeisterschaft am 13. u. 14. Dezember.

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27.11.2005:  Was ist los und was wird hier gespielt?

Aufgrund des schönen Wetters nach meinem USA-Urlaub, Ende Oktober/Anfang November, fuhr ich mit meinem Rad doch öfters aus, als noch zuvor von mir angestrebt. Zu meiner Bewunderung stellte ich fest, dass sich meine Form, nach der zweiwöchigen Trainingspause, noch immer in einem recht guten Zustand befand. Natürlich fiel es mir um so leichter mich wieder tagtäglich auf´s Rad zu schwingen, um einige Kilometer abzuspulen.
Da ich gerne das Bahn-Weltcuprennen in Manchester(9. - 11.12.) fahren würde(Nominierung stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Frage mich jetzt noch, was es bei meiner Nominierung zu überlegen gab?), blieben mir also 6 1/2 Wochen, um meine Kondition auf Weltcupform zu bringen. Dabei nahm ich auch gerne in Kauf, was ich wirklich nicht gerne tue, dass ich auch während meiner alljährlichen Kur in
Piestany(SLK), trainieren fuhr. Lass mir doch nicht nachsagen, dass ich wegen Piestany keine Form gehabt hätte!!!

Um meine Form auch überprüfen zu können, fuhr ich sogar in diesen beiden Wochen eigens 2x nach Wien, um beim TUFO-Cup Bahnrennen teilzunehmen. Bedauerlicherweise war das Rennen, trotz int. Beteiligung aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn, an diesen Abenden nicht so stark besetzt, sodass ich von keinem Fahrer jemals ernsthaft gefordert wurde. Somit machte ich mir die Rennen selbst einwenig schwerer, indem ich ständig attackierte und auf Plusrunden fuhr.
Mit kurzen Worten; Ich beherrschte die Szene nach Belieben und gewann alle 6 Disziplinen.

Ich traute meinen Ohren nicht, als ich an einem der Renntage unseren Bundestrainer Jiri Miksik über meine WC-Entsendung fragte. Was ich hörte war ein klares NEIN!
Ich konnte es mir nicht vorstellen, warum ich, der im letzten Monat 4 von 6 Staatsmeistertiteln gewann und auch seine Form unter Beweis stellte, nicht nominiert wurde und abermals Bradley/Lexmüller den Vorzug geben musste. Es liegt mir wirklich fern diese beiden Fahrer in irgend einer Form runter zu machen, doch abgesehen von Bradleys akzeptabler 12ten Scratchplatzierung, waren die Resultate beim letzten Weltcupeinsatz in Moskau(4. - 6.11) nicht gerade berauschend!

Nun stelle ich mir die Frage, genau so wie viele erfahrene- und radsportinteressierte Personen auch, warum nicht ein erfahrener Fahrer wie ich, mit einem der Jungs an den Start ginge, um ihm ev. noch etwas zu lernen und auch für den österr. Radsportverband eine bessere Platzierung einzufahren?
Doch diese Antwort kennt nur der Herr Bundestrainer, dem ich, genau so wie dem Herrn Generalsekretär auch, schon vor 1 Jahr erläuterte, dass eine Paarung(Erfahrener + jungen Fahrer) die zielstrebigste für die Zukunft sei.

Da nun aber in dieser Hinsicht für mich dieser Zug schon abgefahren scheint, konzentriere ich mich schon auf mein nächstes Ziel, nämlich auf den Gewinn des Omniumtitels(13. - 14.12. im Ferry Dusika Stadion)!
Dabei werde ich mich, gemeinsam mit meinen beiden zukünftigen Vereinskollegen Patrick Knezevic und Patrick Gelosky, für etwa 10 Tage auf ein Trainingslager nach Kroation begeben, um ordentlich zu trainieren.

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25.10.2005: Zurück vom Urlaub! Wie geht´s weiter?

Gleich am nächsten Morgen, nach der Madisonmeisterschaft, trat ich meinen wohlverdienten Urlaub an. Wohlverdient deshalb, weil es mein erster richtiger Urlaub, seit 20 Jahren, ohne Rad war!
Es ging nach Amerika. Genauer gesagt nach Kalifornien und Nevada, wo ich, gemeinsam in charmanter Begleitung und bewaffnet mit einem Cabrio, die Tour San Francisco - Route 1 - Küstenstraße - Los Angeles und Las Vegas abfuhr.

Es gab viel zu sehen und zu erleben. Wir hatten gutes bis echt tolles Wetter(17 - 29° C) und sehr viel Spaß, sodass ich diesen Urlaub mehr als genießen konnte. Dass ich diesen Urlaub wirklich genoß, zeigte die Tatsache, dass ich an diesen Tagen kein einziges Mal ans Radfahren habe denken müssen! Herrlich!

Vom Radfahrstress geistig erholt zurück gekehrt, werde ich in den nächsten 3 Wochen, je nach Lust und Laune und wie das Wetter bestellt ist, lockere Trainingsausfahrten mit meinem Bike machen.
Auch Piestany(SLK) steht heuer wieder am Programm(6. - 19.11.), wo ich mir und meinem Körper, wie schon in den letzten Jahren auch, ein zweiwöchiges Regenerationstrainingslager gönnen werde.

Zur Zeit stehen noch die letzten Vertragsverhandlungen mit diversen Fahrern für das Jahr 2006 an. Bei den Junioren dürfte soweit alles fix sein. In der Elitekategorie noch nicht! 1 Mann wird noch gesucht, was allerdings vom Ausgang des nächsten Sponsorengespräches nächster Woche abhängen wird!

Mein nächste erklärtes Ziel: Goldmedaille bei den Österr. Bahn-Omniumstaatsmeisterschaften, am 13. u. 14. Dezember im Wr. Ferry Dusika Stadion. Ob die Form dafür schon reicht, werden wir sehen!?

                                                                      hier einige Urlaubsbilder:

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12.10.2005: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaften(Scratch u.Madison)

Am letzten Tag der österr. Bahnstaatsmeisterschaften standen für die Elitefahrer 2 Bewerbe an. Das 15 Km Scratchrennen und das 50 Km lange Madison.
Vom Scratchrennen gibt es nicht viel zu erzählen. Ohne jetzt etwas überheblich zu wirken, aber ich war mir schon vor dem Start recht sicher, dass ich das Scratchrennen, wie auch schon in den vergangenen 3 Jahren, gewinnen würde. Wie beim gestrigen Punkterennen auch, richtete ich mich nicht nach den ausländischen Fahrer, sondern konzentrierte mich voll und ganz auf den Gewinn des Titels.

Da stets im Feld ein gewisses Grundtempo gefahren wurde, war es für mich sehr einfach meine Kontrahenten zu kontrollieren. Gesprintet wurde aus einer 8 Mann großen Spitzengruppe, die kurz nach der Hälfte des Rennens, sich vom übrig gebliebenen Feld hat lösen können. Dabei konnte ich abermals meinen
Erzrivalen Andrew Bradley(Junkers Royalbeach) auf den 2. Rang verweisen. Bronze holte sich Andi Graf(Radunion NÖ).
Den OPEN-Sieg ging an den Slowaken J.Zabka.

Madison; 50 Km:
Auf dieses Rennen hatte ich mich schon am meisten gefreut. Gemeinsam mit meinem erstjährigen    Junior-Partner, den 17jährigen Patrick Gelosky(Team Benefit), kontrollierten wir von Beginn an unsere engsten österr. Kontrahenten, wie Bradley/Lexmüller od. Graf/Tazreiter.
Da das größe Fragezeichen Patricks Ausdauer war, versuchte ich ihn nicht in unnötigen Geplänkel zu verwickeln. Um ihn auch etwas zu schonen, beschloss ich, dass Patrick mir vor den Wertungsabnahmen die wichtigen Positionen bringen wird und ich schließlich den Spurt vollenden würde! Diese Taktik erwies sich als goldrichtig!
Ich erklärte ihm auch, dass wir sich auch nicht mit den Weltcupsiegern, wie auch mit den Madison-Vizeeuropameister aus der Slowakei und Tschechien Zabka/Liska u. Blaha/lazar herum matchen müssten, sondern sich nur auf den Staatsmeistertitel zu konzentrieren haben.

Es klappte perfekt. Patrick und ich konnten alle Angriffe von Bradley/Lexmüller und Graf/Tazreiter abwehren und nebenbei noch unser Punktekonto ständig erhöhen, sodass wir am Ende das Rennens das begehrte rot-weiß-rote Staatsmeistertrikot haben überstreifen dürfen. Patrick Gelosky dürfte somit, soweit ich mich jetzt nicht täusche, der jüngste österr. Madison-Staatsmeister der Geschichte sein. Herzl. Gratulation!
Silber ging an das Paar Bradley/Lexmüller und Bronze an Graf/Tazreiter.
Den Sieg im OPEN ausgetragene Madison ging an das Paar Zabka/Liska(SLK) vor Blaha/Lazar(CZE).

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings für mich. Als 4-facher Staatsmeister 2005 und als den mom. überragenden Fahrer Österreichs, mit Weltklasseform, gibt es beim anstehenden Bahn-Weltcuprennen, Anfang kommenden Monats in Moskau(4. - 6.11.), keinen Platz für mich! Eine Frage an den ÖRV und an den Bundestrainer - Zählt heut zu Tage keine Leistung und Erfahrung mehr????

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11.10.2005: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaften(Punktefahren; 40 km)

                Kein Weg führete am Altmeister vorbei!

Kaum zu glauben, dass ich noch 1 Tag zuvor die Anstrengungen der vorigen Meisterschaftswoche in den Beinen verspürte und Sie heute wie ausgewechselt schienen! Wesentlichen Anteil am Zustand meiner Beine hatten auf jeden Fall meine beiden Freunde und Masseure Michael und Wolfgang, die mich täglich, bis zum geht nicht mehr, durchgeknetet hatten und meine Beine wieder auf Vordermann brachten! DANKE!

Die 40 km lange und OPEN(SLK,CZE) ausgetragene Punkte-Staatsmeisterschaft, wurde vom Start an, genauer gesagt von der 1. Wertung an, recht flott begonnen, sodass etliche Fahrer entweder schon Probleme hatten, od. wegen eines Rundenverlustes aus dem Rennen genommen werden mussten.

Ich merkte schon beim Aufwärmen, dass sich meine Beine heute sehr gut anfühlten und ich gehörig Druck auf´s Pedal bringen konnte. Kein Vergleich zur vergangenen Woche! Trotzdem entschied ich mit, da ich mit einer enormer Gegenwehr von einigen jungen Österreichern rechnete, für eine relativ kleine Übersetzung(51x15). Dies sollte mir im Rennen ein großes Maß an Beweglichkeit verschaffen. Und so war es auch.

Mit sehr viel Übersicht und ständiger Kontrolle über meine Kontrahenten, benutzte ich zum Großteil die ausländischen Fahrer für meine Vorhaben in Sache Renntaktik. Es war mir klar, dass sich unsere östlichen Nachbarn nicht lange mit Hinterradakrobatik werden zufrieden geben. Ich brauchte daher nicht lange zu warten und schon befand ich mich in einer 6 Mann großen Gruppe, die es schafften im Eilestempo einen Rundengewinn zu vollziehen. Ich zögerte nicht lange und schon war ich auf dem Weg zur nächsten Plusrunde. Da sich aber zu diesem Zeitpunkt noch mehrere Österreicher in der selben Runde wie ich befanden, musste ich noch auf eine Dritte gehen, um alles in der Meisterschaft klar zu machen. Und auch diese gelang mir.

Verfolgungsmeister Mario Lexmüller(Swiag) war schlussendlich der einzigste Österreicher, dem es gelungen war, stets mit mir mitzufahren. Zu befürchten hatte ich allerdings nichts mehr von ihm, da mir ab der Hälfte des Rennens sein Gesichtsausdruck ganz klar verriet, dass er nichts mehr zuzusetzen hatte und er mit der Silbermedaille zufrieden sei!
Ich war lange am überlegen, ob ich nicht auf Gesamtsieg fahren sollte(OPEN). Da aber am nächsten Tag noch 2 Meisterschaftsbewerbe(Scratch, Madison) am Programm waren, zog ich es lieber vor Körner zu sparen und den Meistertitel einfach und sicher heim zu fahren, während sich der Tscheche P.Lazar(Dukla Prag) und der Slowake J.Zabka(Dukla Trencin) um den Rennsieg duellierten.

Trotz einiger Fluchtversuche in der Endphase von A.Graf und G.Tazreiter(beide Team Radunion NÖ), die, wie schon auch viele andere Attacken zuvor sofort von mir egalisiert wurden, tat sich im Ranking um den österr. Staatsmeistertitel nichts mehr.
Mit 98 Pkt. und 3 Plusrunden, konnte ich mir erneut den Punktetitel und die Krone im österr. Bahnradsport holen. Silber und Bronze gingen an M.Lexmüller(Swiag) 72 Pkt. +3 Rd. und A.Bradley(Junkers-Royalbeach) 51 Pkt. +2 Rd..
Die ersten 3 im OPEN-Rennen: P.Lazar vor J.Zabka und R.Garber.

Zum Sieg gratulieren möchte ich dem neuen österr. Meister und meinem morgigen Madisonpartner, Patrick Gelosky(Team Benefit), der ebenfalls mit einer sehr starken Vorstellung, das Punkterennen der Junioren vor St.Patzl(RLM) und R.Lauscha(APO-Sport) gewinnen konnte.
Ebenfalls stark gefahren und hoch anzurechnen war die Fahrweise von unserer Juniorin Catherine Langer(Burkert Druck Pottendorf), die keinen Respekt vor ihren männl. Konkurrenten(U17 Fahrern) hatte, 2 Solovorstöße wagte und am Ende sogar in der richtigen Fluchtgruppe fuhr! Leider wurde Sie mit keinem Punkt im Rennen belohnt. Dennoch Platz 10! Herzl. Gratulation. Hier die Sieger der U17 Kat.: 1. M.Pavlu(Rih Tulln), vor M.Kurtisi(Burkert Druck Pottendorf) und P.Zlomek(RCA Tyrolia).

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6.10.2005: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaften(4000m Einzelverf.)

                             Lexmüller rettete sich zum Titel!

Mit einem äußerst spannenden Finale ging der dritte Meisterschaftstag im Wiener Ferry Dusika Stadion zu Ende. Mario Lexmüller, der sich mit einer relativ überlegenen Qualifikationszeit(4:41,8 min) ins Finale strampelte, kam im Kampf um Gold, gegen Andy Bradley(Royalbeach Junkers), noch gehörig ins schwitzen!
Alles sah nach einem sicheren Sieg des Swiag-Fahrers aus, als nicht 6 Runden vor Ende, der Vizestaatsmeister des vergangenen Jahres, A.Bradley, nochmals eine Rakete zündete.und seinen Rückstand von einer guten Viertelrunde aufholte. Genau 12 Hundertstel konnte M.Lexmüller gegen seinen Freund Bradley ins Ziel retten und sich über seinen ersten Staatsmeistertitel freuen. Herzlichste Gratulation!

Bei mir lief es am heutigen Tag nicht so ganz nach Wunsch. Zu sehr spürte ich noch die gestrigen 1000m in meinen Beinen! Ich war wie Strunz - Wie Flasche leer!
Einfach keine Kraft, um meine aufgelegte 53x15-Übersetzung in Schwung zu halten! In der Qualifikation(4:46 min.) gegen Bradley merkte ich schon, dass ich zwar an ihm dran bleiben konnte, allerdings für den Endspurt keine Reserven mehr über hatte. Ich explodierte förmlich(fuhr auf den letzten 300m voll über´n Hef´n) und büßte in der letzten Runde noch mehr als 2,5 Sekunden ein, was mir den Kampf um Bronze, gegen W.Kotzmann(Ciclopia), bescherte. Da meine Beine in diesem Lauf absolut nicht mehr in der Lage waren jegliche Gegenwehr zu leisten, beschloss ich mich von meinem Gegner schnellstens einholen zu lassen, um mich von meinen Qualen ebenfalls so rasch zu befreien. Platz 4.

Bis zur Punktemeisterschaft am kommenden Dienstag(10.Okt. 18.00h) ist nun lockeres Spazierenfahren angesagt, um mich wieder 100%ig zu erholen!

3000m Verfolgungsmeister der Kat. Junioren wurde Felix Kaineder(Burkert Druck Pottendorf) vor Michael Singer(Burkert Druck Pottendorf) und Michael Kocner(U-Cycling Team).

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5.10.2005: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaften(1000m Zeitf.)

                                Souveräner Sieg für Garber!

Dass ich den 1000m Titel erfolgreich verteidigen würde, war mir schon klar! Allerdings wollte ich es mit einer besseren Zeit schaffen, als die 1:07,80 Min., die ich auf den Kilometer benötigte.

Klar ist das turbulente und hektische Umbauen der Zeitfahrmaschine, bis 10 min vor dem Start, keine ideale Vorbereitung auf den Wettkampf. Wenn sich aber 2 Topathleten die selbe Rennmaschine teilen müssen, Felix Kaineder(Kat. JUN) und ich, dann bleibt eben nichts anderes über als zu improvisieren. An dieser Stelle gleich ein großes Dankeschön an Felix für seine Kooperationsbereitschaft.
Schlussendlich zählt aber was jeder in den Beinen hat!
Meine Beine fühlten sich recht gut an, sodass ich mich für eine neue Variante der 4-Rundenfahrt entschied. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo ich die zweite Runde immer etwas verhaltener herum fuhr, wollte ich diesmal voll durchziehen, um am Ende von meiner raus gefahrenen Zeit zu profitieren/"zu leben". Doch für diese Art 1000m zu fahren, fehlte es mir an genügend Stehvermögen!

Interessant fand ich, dass es keinen Elitefahrer mehr gelungen war, unter der 1:10 min. Schallmauer zu fahren. Im Vorjahr waren es noch so 2-3, die unter 70 Sek. bleiben konnten! Worauf das zurück zu führen ist, weiß ich nicht. Vielleicht gibt uns aber der 3. Meisterschaftstag, wo die 4000m Einzelverfolgung anstehen, mehr Auskunft.

Silber ging an Mario Lexmüller(Swiag) 1:10,07 min , Bronze an Wolfgang Kotzmann(Ciclopia) 1:10,12 Minuten.

Österr. Junioren-Scratchmeister wurde F.Kaineder(Burkert Druck Pottendorf), vor Georg Lauscha(APO Sport) und Stefan Patzl(RLM-Wien).

Den 1000m Titel der Junioren sicherte sich Michael Singer(Burkert Druck Pottendorf) 1:09,21 min., vor F.Kaineder 1:09,65 min., u. G.Lauscha 1:10,77 min..

                                                                                                  mehr Ergebnisse hier:

PS: Mit erstaunen stellte ich allerdings fest, dass, obwohl im ganzen Jahr schon Kat.U13 Rennen veranstaltet wurden, trotz 10 österr. Fahrern am Start, es für Sie keine Meisterschaften gibt! Dies sollte meiner Meinung nach, in Hinsicht auf die Zukunft des österr. Radnachwuchses, für das kommende Jahr noch gründlich überdacht werden! Ist es doch der einzig größte Ansporn für unsere Azubis!!!
Zum Vergleich: Bei der Elitekategorie finden Staatsmeisterschaften schon bei 6 Fahrern statt!


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4.10.2005: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaften(Sprint)

                               Kotzmann holt Sprintgold!

Lange hat´s gedauert, aber nun hat er seinen ersehnten Sprinttitel! Seit über 4 Jahren versuchte Wolfgang Kotzmann(Ciclopia) verbissen diesen Titel zu holen. Und jedes Mal war er auch sehr knapp dran, sodass man mit ihm schon fast Mitleid bekam. Doch seine Verbissenheit war einfach bewundernswert.
Er investierte in Zeit und nicht wenig in Material, um endlich seinen Traum wahr werden zu lassen.

7 Österreicher waren zum Start erschienen. Gerade ausreichend, um das Rennen als Meisterschaft bewerten zu können! Nachdem ich, mit doch noch etwas lahmen Beinen, mit 11,6 Sek., die zweitbeste 200m Qualifikationszeit fuhr, traf ich im Halbfinale auf meinen Freund Markus Willinger(SV Vöst), der sich als 4tbester mit 11,9 Sek. den Einzug um die Medaillenkämpfe sicherte. Es würde jetzt etwas überheblich klingen, wenn ich sagen würde, dass Markus nicht wirklich ein Gegner für mich war, doch so wirklich schwer hatte er es mir auch nicht getan!

Nach 2 gewonnenen Läufen gegen Markus, kam es wie schon in den letzten Jahren auch, zum Kampf W.Kotzmann vs. R.Garber. Auch hier waren 2 Läufe laut Reglement ausgeschrieben! Benötigt haben wir aber 3! Denn nachdem ich den 1. und Wolfgang den 2. Lauf gewann, mussten wir in einen dritten Entscheidungslauf! Dabei konnte sich, trotz meinen von Lauf zu Lauf immer besser werdenden Beinen, der 36jährige Konditormeister W.Kotzmann, hauchdünn mit Fotofinish, gegen mich durchsetzen. Ein Titel, den ich ihm, wegen seinem Amateurstatus(lange Arbeitszeiten!) vom ganzen Herzen gönne! Herzlichste Gratulation!
Bronze holte sich der junge Patrick Knezevic(RLM-Wien), der sich im kleinen Finale erfolgreich gegen Willinger durchsetzte.

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1.10.2005: Heurigen-GP in Klein Engersdorf; 80 km (cup-Finale)

Für mich eines der schönsten Rennen Österreichs!
Meine Form stimmte, der Kurs lag mir und ich wollte einfach zeigen, dass mit mir auf solchen Strecken  noch immer zu rechnen ist. Somit ging ich recht motiviert ins Rennen.

Das 50 Runden lange Rundstreckenrennen begann, erst einmal bei recht kühlen Außentemperaturen und mit einem Blitzstart dreier Elk-Fahrer. Es gibt nichts schlimmeres, als mit unaufgewärmten Muskeln weg zu preschen, ohne davon einen Nutzen gezogen zu haben. Leider war es aber so!
Nachdem uns das Feld nach 2 Vollgasrunden wieder erwischt hatte, ging es gleich mit Attacken weiter. Aufbauend allerdings für mich war, dass sich meine Beine, trotz des gestrigen Bahnrennens in Brünn und dem Kaltstart hier in Klein Engersdorf, sich sehr stark anfühlten, sodass ich fast jede Attacke mitfahren konnte und am Ende auch mit einer guten Platzierung rechnen durfte. Dies spürten aber auch meine Konkurrenten, wie z.B. Fahrer aus meinem Ex-Verein U-Elk-Haus, die mich, trotz Einzelkämpfer, nie aus den Augen ließen und mich beschatteten.
Aber immer wieder konnte das Hauptfeld seine Ausreißer stellen. Mit verantwortlich dafür war auch das tschech. Team Dukla Praha, die samt ihren Stars, wie Stanislav Kozubek(3. der tschech. Straßen-Cupwertung), M.Blaha u. P.Lazar(Vize-Madisoneuropameister u.Sieger u. Zweitplatzierter des gestrigen Märischen Silberhelms in Brünn) dem Rennen kräftig ihren Stempel aufdrückten.
Ich fuhr ständig in den vordersten Reihen, um ja am Ende keine Attacke verpassen zu können. Doch 6 Runden vor Schluss passierte es dennoch. Genau zum Zeitpunkt der entscheidenden Attacke war ich vom Feld eingesperrt. Als ich freie Bahn hatte, versuchte ich noch den Hauptpulk heran zu führen, aber vergebens. Bis auf rund 20 Meter konnte ich das Feld an die Gruppe ran führen, jedoch war keiner mehr zur Stelle, der die restlichen Meter hätte zufahren können/wollen! Somit war auch das Thema um eine vordere Platzierung besprochen. Mit nun etwas angeschlagenen Beinen erreichte ich im Feldspurt  noch den 7. Platz, was im Endergebnis den 11. Rang ausmachte.
An der Spitze konnte sich, zu mind. aus meiner Sicht, erwartungsgemäß der Tscheche St.Kozubek durchsetzen, der Michael Knopf(Sava Kranj) F.Berein(APO Sport) und W.Murer(Elk) auf die Ehrenplätze verwieß.
Sieger im Tchibocup 2005 wurde Elk-Fahrer Stefan Rucker(680 Pkt.), vor Rapso-Fahrer M.Eibegger(563 Pkt.) und H.Totschnig, Elk(484 Pkt.).
Garber Platz 34(83 Pkt.).
Die Mannschaftswertung ging überlegen an des Elk-Team vor APO Sport und Resch&Frisch.

Am kommenden Dienstag(4.10.) beginnen um 17.00h die Österr. Bahnmeisterschaften im Wiener Dusika Stadion.

  4.10. Sprint,
  5.10. 1000m Zeitfahren,          Start 17.00h
  6.10. 4000m Einzelverfolgung, Start 17.00h

11.10. Punkterennen,       Start 18.00h
12.10. Scratch, Madison, Start 18.00h
                                                                                          (Fotos: Markus Populorum)