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30.09.2005: Märischer Silberhelm in Brünn(Punkterenn. über 50 Km)

Viel gibt es zum diesjährigen Klassiker-Bahnrennen nicht zu erzählen. Zu sehr war ich nach meinem letztwöchigen Sieg, hier in Brünn, von der Konkurrenz beschattet worden. Sobald eine Gruppe sich aus dem Staub machen wollte, wartete Alles auf meine Reaktion. So kam es, dass sich nach etwa einem Viertel der Distanz, eine Ausreißergruppe bildete, die einen Rundengewinn schafften. Als Führender zum Zeitpunkt der Attacke, versuchte ich natürlich noch alle Hebeln in Gang zu setzen, um die Ausreißer wieder zu stellen, doch ohne jeglicher Hilfe war da nichts mehr zu machen. Zugegeben, meine Beine waren an diesem Tag auch nicht gerade die Besten!

Im Laufe des Rennens nutzte ich ständig die verschiedensten Gelegenheiten, um mit zahlreichen Attacken Fluchtgruppen zu bilden, um ebenfalls auf Plusrunde zu gehen. Doch das Team Dukla Prag, das aus 12 Fahrern bestand, hatte alles im Griff! Erst als sich die beiden tschech. WM-Repräsentanten, Lazar u. Blaha, gemeinsam mit mir und einigen anderen Fahrern in einer Fluchtgruppe befanden, ging die Partie! Mit dabei auch U23-Fahrer A.Graf, dem es schon zuvor gelungen war, mit der richtigen Post eine Plusrunde zu tätigen.

Da nun 6 Fahrer 2 Plusrunden besaßen, ich aber nur 1, und die Zeit zu kurz war um ev. nochmals auf Rundengewinn zu gehen, beschloss ich gemeinsam mit den übrigen Österreichern(Bradley u. Tazreiter) Graf zu helfen. Wir boten ihm Windschatten, fuhren Löcher zu und führten ihm Wertungen an, sodass Andi im Endklassement auf dem guten 5.Platz aufschien.
Leider kam in der letzten Runde, durch eine Unaufmerksamkeit von Lazar, auch A.Bradley zu Sturz. Dabei konnte man vor den beginnenden Bahn-Staatsmeisterschaften(4.- 6.10  u. 11.- 12.10.) noch von Glück im Unglück reden, denn "außer" einigen Hautabschürfungen, einer kleinen Rippenprellung und einer Verletzung am Finger, war nichts zu beklagen.
Meine und Tazreiters Platzierung waren noch 10 u.16.
Den Sieg holte sich M.Blaha, vor P.Lazar(beide Dukla Prag) und P.Lechner(Elk-Haus).

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20.09.2005:
Bahnrennen in Brünn

Leider war das Bahnrennen nicht ganz so gut besetzt wie ich es mir erhofft hatte. Dabei durfte wahrscheinlich das kalte Wetter(14°C) eine Rolle gespielt haben. 3 - 4 gute Fahrer, der Rest war nur Mittelklasse. Da die einzelnen Omniumbewerbe(Temporenn., ital. Ausscheidungsrenn., dän. Punkterenn.) eher kurz gehalten wurden, waren neben den beiden tschechischen Repräsentanten, P.Lazar u. M.Blaha(beide Dukla Praha), auch die Sprinter meine größten Gegner.

Obwohl meine Beine nicht gerade die Besten waren(lag wahrscheinlich  an den kalten Außentemperaturen und der von mir gewählten hohen Übersetzung), konnte ich mich durch angriffslustige Aktionen und den Plätzen 1, 4 u. wieder 1, den Sieg im Omnium vor Lazar und A.Kankovsky(Dukla Brno) holen.

Im 50 Rd. Punkterennen, wo auch unsere Junioren startberächtigt waren, ging's bei mir ähnlich weiter wie beim Omnium. Angriffslustig, aber diesmal mit relativ guten Beinen! Mit 2 Plusrunden, und einigen Pünktchen Vorsprung auf  L.Kosicka(Junkers Royalbeach) u. P.Lazar, konnte ich mir auch den Sieg im Hauptbewerb holen. Bester Junior wurde F.Kaineder vom Team Burkert Druck Pottendorf, dem es gelungen war, 1x mit der Spitze das Feld zu überrunden.
Erfreulich auch der Sieg von Lukas Gelosky(Bild re., letzte Pos. u. unten) in der Jugendkategorie, der sein Omnium vor 2 Tschechen gewinnen konnte.

Meine Form scheint soweit in Ordnung zu sein. Ob es allerdings für einen abermaligen Sieg beim märischen Silberhelm(30.09.), einem 50 km Punkterennen, od. besser gesagt Temporennen(jede Runde gibt es Punkte!) reichen wird, wird man sehen. Leider steht schon am nächsten Tag das Tchibocupfinale in Kleinengersdorf an(Start Elite 15.30h), wo ich mit Sicherheit mit etwas hölzernen Beinen am Start stehen werde.

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30. - 31.08.2005: Int. Bahn 2-Tagerennen in Prag

Lang, lang ist´s her, als ich hier auf der offenen Prager 333m Betonpiste das letzte Mal meine Runden zog. Genauer gesagt war es 1990, als ich mit Partner Werner Riebenbauer(RCA Tyrolia) das Junioren-6-Tagerennen gewann. Ob ich allerdings an den Leistungen von damals anknüpfen könnte, war mir, aufgrund meiner momentan doch miesen Straßenform, vor dem Start, noch nicht klar. Aber es begann recht vielversprechend!

Mit einem Sieg, gleich im ersten Bewerb, konnten mein Partner Mario Lexmüller und ich schon einen kleinen Grundstein unseres späteren Erfolges legen. Schon oft war in meiner Vergangenheit zu bemerken, dass ich, während es um meine Straßenform nicht so gut bestellt war, dennoch auf der Bahn einen recht guten Druck aufzuweisen hatte.
So auch an diesen beiden Tagen, wo ich durch gute Sprints, einer aktiven Fahrweise, sowie Durchhaltevermögen, kräftig Moral tanken konnte.

Bis zum Finalbewerb war das Rennen aufgrund der ersten 5 sehr ausgeglichen Paare eine offene und knappe Sache. Mario und ich konnten im abschließenden Bewerb nichts mehr drauflegen, sodass wir das Prager 2-Tagerennen auf den für uns dennoch sehr zufriedenstellenden 3. Gesamtrang, hinter den beiden Hausherren von Dukla Prag und regierenden Madison-Vizeeuropameister Lazar/Blaha und den Italienern Masotti/Ciccone, beendeten.
Andy Bradley, mit Partner Kosicka, beendeten das Rennen auf Rang 8.
Andy Graf u. Georg Tazreiter kamen auf Rang 11.

Erfreulich auch das Abschneiden von Steffen Hoffmann, der im Omniumbewerb der Jugendkategorie den ausgezeichneten 2 Rang belegte. Herzlichste Gratulation!
Bei den Junioren, die ebenfalls ein Omnium bestritten, vermisste ich ein wenig mehr den Einsatz der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Felix Kaineder u. Michael Kocner, hätte ein Patrick Gelosky durchaus auf´s Podest geführt werden können! Gelosky Pl. 6, Kocner Pl. 8 u. Kaineder Pl. 9.

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28.09.2005: Tchibocuprennen in St.Johann

Momentan befinde ich mich in einer Phase, wo mir das Radfahren überhaupt keinen Spaß bereitet!
Eigentlich verständlich, wenn seit mehr als 3 Monaten, trotz konstantem Training, die Form nicht zurück kommen möchte.
In St.Johann, eine eigentlich nicht all zu schwere Strecke, wo ich auch jedes Jahr auf´s Neue wegen meinem Geburtstag motiviert bin, bekam ich den nächsten seelischen Hammer.

8.00 Uhr Start, bin seit Jahren sicher nicht der Einzige der diese Startzeit in Frage stellt, Regen, kühles Wetter und keine all zu gute Form! Was soll da bitteschön Spaß machen?
Am Ende der 2 Runde(von 5), hatte ich einfach keine Motivation mehr um dauerblinselnd durch den Regen zu fahren. Anstatt zum 3. Mal auf die Huber Höhe einzubiegen, bevorzugte ich den direkten Weg in die Dusche. Es lag nicht an meinen Beinen, aber wenn der Kopf nicht mehr mitspielt, dann ...!

In der dritten von fünf Runden, nach rund 80 Kilometern, bildete sich eine vierköpfige Spitzengruppe, mit Stefan Rucker(Elk), René Weissinger(Volksbank Ideal), Josef Benetseder(URC Radwelt) und Chr. Lener(APO Sport). Diese konnten einen max. Vorsprung von über 4:50 Minuten auf das Feld raus fahren. In der letzten Runde, auf der Huber Höhe, konnte Benetseder den Anschluss an seine Fluchtgefährten nicht mehr halten und riss ab.
1.000 Meter vor dem Ziel konnte sich Weissinger von seinen beiden Fluchtgefährten absetzen und mit einem etwa 50m großen Vorsprung, auf Rucker und Lener, die Ziellinie als Erster überqueren.
Den Zielspurt im Feld gewannen Leners Teamkollegen Peter Herman, Werner Riebenbauer und Chr.Pömer, die die Plätze 4, 5 und 6 einnahmen.

Das am Vortag stattgefundene Kriterium im Zentrum St.Johanns, gewann Elk-Fahrer Martin Comploi, punktegleich vor dem Deutschen T.Erler(Burghausen). Rang 3 u. 4 gingen an St.Kink(Burghausen) u. A.Bradley(Junkers Royalbeach).

Nach dem 2-Tages-Bahnrennen in Prag(30. u. 31.08.), wo ich mit Partner Mario Lexmüller an den Start gehen werde, werde ich mir für die nächsten Wochen, bis zum Cupfinale in Kleinengersdorf, eine Straßen-Rennpause genehmigen! Danach geht es gleich weiter bei den österr. Bahnstaatsmeisterschaften(4. - 6.10)!

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20. - 21.08.2005: Krit. in Oberwart u. Burgenlandrundfahrt

Nicht nur die Beine müssen stimmen, sondern auch der Geist! So könnte man den Ausgang des Kriteriums aus meiner Sicht in Kürze zusammenfassen.
Langsam aber sicher spüre ich, dass meine Form, nach meiner kurzen Pause, wiederkehrt! Es wird aber auch noch eine Weile dauern, bis ich halbwegs in Form bin. Und bis dahin, werde ich mich mit kleinen Teilerfolgen zufrieden geben und aufbauen müssen!

Mein Ziel war es, trotz großer Übermacht des Elk-Teams, unter die ersten 10 zu fahren, jedoch machte mir später der einsetzende Regen einen Strich durch die Rechnung.
Am Anfang sah es ganz nach einem 3-4fach Erfolg der Elk´ler aus, so überlegen fuhren Sie in die ersten Wertungen.
Ich versuchte es mit den verschiedensten Methoden an Punkte ran zu kommen. Im Spurt, mit Konterattacken, als auch mit Überraschungsangriffen. Doch alle Bemühungen waren vergebens!
Daher entschloss ich bis zum Ende abzuwarten und einen Generalangriff zu starten, um wenigstens eine handvoll Punkte zu holen.
Doch wie schon oben erwähnt, setzte etwa 16 Runden vor Ende der Regen ein und verwandelte die Kurven in gefährliche Streckenecken. Dabei kamen auch einige Fahrer nicht ungeschoren davon! Einige Stürze waren die Folge!
Ich gebe es offen zu, ich hatte die Hosen gestrichen voll! Daher ließ ich sofort abreißen und fuhr im Trainingstempo das Rennen zu Ende. Ich wollte einfach nicht stürzen. Zu oft musste ich im heurigen Jahr schon Haut lassen und mich mit den lästigen Schürfwunden herumquälen!

An der Spitze des Rennens gab es dann eine große Veränderung. Nachdem bei einem Massensturz gleich mehrere Elk´ler, darunter z.B. Pichler u. Lechner, zu Sturz kamen und Sie mehr als 1 Runde benötigten um bei Start u. Ziel ihr beschädigtes Material zu wechseln und wieder korrekt ins Rennen einzusteigen, bekamen die rotgrünen Herren von der Jury eine Minusrunde auf´s Konto aufgebrummt.
Dadurch war der Weg für die Plätze 2 u. 3 für P.Kasis(Sky Plastic) u. dem Tschechen M.Mourecek(Dukla Praha), die sich in den letzten Runden vom Feld haben lösen können, offen.
Den Sieg holte sich aber trotzdem ein Elk-Fahrer, Kriteriumspezialist Martin Comploi.

21.08.2005: Burgenlandrundfahrt; 150 km

Ich hatte keine guten Beine, zu sehr spürte ich noch das gestrige Kriterium. Mit diesem Schicksal muss man eben leben, wenn die Form noch nicht stimmt.
Mit Einrollen war auch nichts, da es gleich vom Start an weg, mit Höllentempo und unter ständigen auf und ab, zur Sache ging. Als sich schließlich bei Kilometer 40 eine über 14 Mann starke Spitzengruppe bildete, kehrte ein wenig Ruhe in das doch schon dezimierte Peloton. Sicherlich eine willkommene Verschnaufpause, jedoch kühlte ich aufgrund des Regens und der geringen körperlichen Anstrengung zu sehr ab und mir wurde kalt. Um meinen Körper warm zu halten, beschloss ich des Öfteren, speziell bei langsameren Passagen, mich an die Spitze des Feldes zu setzen um Führungsarbeit zu tätigen. Mir war klar, dass ich damit wertvolle Kraft verplempern würde, jedoch mit meinen Beinen rechnete ich ohnehin nicht, mit einer Zielankunft im Feld. Schon gar nicht, wenn sich dazwischen der Geschriebenstein und der Bernsteiner Berg aufrichteten!
Somit war mein Spuk und meine Kraft bei diesem Rennen nach etwa 95 Km zu Ende.

Im Ziel traten schließlich 4 Mann den Sprint an, wobei der Slowene G.Bole(Sava Kranj) die meisten Kraftreserven besaß und J.Kunta,CZE(Dukla Praha), W.Falteiner(Corratec), wie auch Vorjahressieger A.Hansen,AUS(Elk-Haus) auf die Ehrenplätze verwies.
W.Riebenbauer(APOSport) und H.Totschnig(Elk) gewannen den Spurt der Verfolgergruppe und belegten die Plätze 5 u 6.
Im Cup führt weiterhin überlegen St.Rucker(Elk), der heute 39. wurde, vor M.Eibegger(Rapso) und H.Totschnig.

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11.08.2005: Linzer Innenstadtkriterium; 50 km

                                             Ribi zum Zweiten!

Nach seinem Erfolg im Vorjahr, holte sich Werner Riebenbauer(APO Sport Linz), vor heimischen Publikum, mit einem denkbar knappen Einlauf gegen Gerolsteiner Profi Rene Haselbacher, auch heuer wieder den Sieg.
Viele namhafte Fahrer folgten der Einladung von Organisator Hubert Stankovsky. Olympiasieger wie auch einige Weltmeister(Scott Mc.Grory, Marco Villa, Franco Marvulli, ...um nur einige zu nennen) gaben dem Starterfeld eine gewisse Würze und schließlich auch das Publikum an den Streckenrand zum Anschauen lockte.

Das Rennen war von vielen Attacken geprägt, die aber immer wieder vom Team Apo Sport egalisiert wurden. Auf dem engen und mit Kopfsteinpflaster gespickte Kurs, war nicht immer und zu jeder Zeit ein Überholen möglich, sodass ich, trotz meinen guten Beinen, nicht immer in der Lage war, mit Gruppen auszureißen, wo ich dachte, dies sei die Richtige!

So geschah es, dass sich etwa 12 Runden vor Ende des Rennens, 6 Mann haben absetzen können. Ich versuchte noch gemeinsam mit Villa u. Mc.Grory(Pl.7) das Loch zu schließen, aber vergeblich! Platz 8!

Vorne setzte sich W.Riebenbauer vor R.Haselbacher, P.Kasis(Sky Plastic), F.Marvulli, P.Pichler(Elk) u. Ch.Pömer(Apo Sport) durch.

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1. - 4.08.2005: Krit. in Bischofshofen, Saalfelden, Bad Hofgastein, Freilassing, Bad Ischl

                                Elk-Haus Team dominierte!

Gerne folgte ich den Einladungen der Organisatoren P.Stankovic(Bischofshofen), H.Reiter(Saalfelden, Bad Hofgastein, Freilassing) u. V.Zeller(Bad Ischl).
5 nicht ganz leichte, aber sehr schöne Kriterien, die ich trotz meiner besch.... Form nicht aus meinem Rennkalender streichen wollte! Vor allem, wenn auch die Unterkunft stimmte! Daher möchte ich mich bei diesem Wege bei P.Stankovic u. der Fam. Schwarz bedanken, die mir ein Zimmer im Wellness- und Sporthotel Alpina(4****), in St.Johann/Alpendorf, zur Verfügung stellten. Mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Asiatische Bäder, Hot Stone, .... eine echte Erholung für Jeden!

Wie schon oben angedeutet, waren die Kriterien kein Zuckerschlecken. Bei einer starken Konkurrenz, anspruchsvollen Strecken(bergauf- u. ab mit Kopfsteinpflaster) u. meiner besch.... Form, war es für mich Solist sehr schwer ganz vorne zu landen. Zwar oft knapp daran Punkte zu holen, aber um das "Euzerl" eben zu schwach. Meist blieben mir nur die Tagesplazierungen zw. 11 u. 18.!

Beneidenswert aber die Plazierungen des Elk-Teams. Es war, wie in den letzten Jahren auch, ein Zweikampf zwischen den Elk´lern und den Kriteriumspezialisten aus Deutschland(Erler, Kink u. Schmidt aus Burghausen).
Alle 5 Rennen wurden von den Elchen gewonnen(manchmal auch noch Pl. 2 od./und 3 dazu), wobei Dominator P.Pichler alleine schon 4 Siege(außer Saalfelden: Sieger M.Comploi) einheimste!

Für eine bessere Haftung der Reifen bei nasser Fahrbahn, schmierte das Elk-Team Zitrone auf ihre Reifen!

In Bad Ischl hatte ich etwas mehr Glück. 25 Runden vor Schluss teilte sich das Feld und ich befand mich in einer 10 Mann starken Spitzengruppe. Leider war es mir zum Schluss, aufgrund meiner schon sehr angeschlagenen Beinen, nicht mehr möglich mit den Besten mitzufahren, sodass ich mit dem siebenten Platz vorlieb nehmen musste.
Sieger wurde P.Pichler, vor B.Eisel(FdJ), R.Wafler(Swiag), R.Scherzer(Radwelt), Ch.Pömer(ApoSport) u. M.Moser(BikePalast). 

Auch sehr bedanken möchte ich mich für die nette Gastfreundschaft bei der Fam. Schindlmaisser, die mit ihrer "Villa Inge", optimale und günstige Übernächtigungsmöglichkeiten(und das nicht nur für Sportbegeisterte) bieten.

Um meine Form halbwegs wieder hinzubekommen, werde ich die Rennen in den nächsten Wochen auslassen um ordentlich Grundlagenausdauerkilometer trainieren zu können. Ob´s hilft, werden wir sehen.

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30.07.2005: Kriterium in Gmünd, 50 km

Sehr ähnlich mit dem gestrigen Wr. Rathausrennen, verlief für mich das Kriterium hier in Gmünd. Viele Attacken einiger Fahrer wurden von den Profis egalisiert. Der doch sehr rund zu fahrende Kurs, ließ durch die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit, mit dem sich das Hauptfeld bewegte, keine längeren Ausreißergruppen gewähren.
Trotz meiner nicht all zu guten Form, fühlten sich meine Beine nicht schlecht an. Ich riskierte mit dem 3fachen Bahnweltmeister F.Marvulli(CH) einen Ausriss, der anfangs auch sehr vielversprechend aussah. Doch etwa 10 Fluchtrunden später hatte auch uns die hungrige Meute wieder eingefangen.

Nur wenige Runden danach, ich hatte mich gerade etwas zurück fallen lassen um mich im Feld zu erholen, viel die Vorentscheidung im Rennen. 7 Mann konnten sich erfolgreich vom Hauptfeld absetzen, und dem großen Finale entgegenfahren. Ich versuchte noch den Anschluß herzustellen, jedoch vergeblich. Mit dem Gewinn des Feldspurtes, belegte ich somit den 8. Rang.

Den Sieg holte sich TdF-Etappensieger G.Totschnig(Gerolsteiner), der sich 4 Runden vor dem Ziel von seinen Fluchtgefährten hat lösen können.
Die Plätze 2 u. 3 gingen an F.Marvulli und B.Kohl(T-Mobil).

Beeindruckend die Stimmung auf den letzten Runden. Spalierstehend gingen tausende Schaulustige entlang der Strecke mit Laolawellen mit uns mit und peitschten so die Fahrer ins Ziel.
Ein Gefühl, auf das sich sicher jeder Fahrer im nächsten Jahr wieder freut!

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29.07.2005: Wr.Rathauskriterium; 65 km

Zu Beginn möchte ich mich bei allen meinen Freunden und Fans bedanken, die mich während des Rennens lautstark angefeuert haben. Es war echt ein tolles Gefühl, auf jedem Teilstück des Wiener Highspeedkurses meinen Namen heraushören zu können.

Anders als in den vergangenen Jahren, wählte ich heuer eine andere Taktik. Ich versuchte es mit einer frühen Attacke!
Mit von der Partie waren P.Lechner(Elk) und M.Höller(Arbö). Als gut harmonisierendes Trio konnten wir uns eine Zeit lang an der Spitze halten, bis schließlich Staatsmeister G.Glomser(Lampre) und F.Berein(APO Sport) zu uns aufschlossen. Ich war nicht ganz unfroh darüber, da auf der gegenüberliegenden Seite des Wr.Wahrzeichens eine starke Brise wehte, und mir von Runde zu Runde schon meine besch...eidene Form spüren ließ.

Doch 5 Mann waren den Superstars hinten im Feld doch etwas zu viel. Nach 20 Runden Flucht, holte uns das Feld, angeführt von den Gerolsteiner Profis, Haselbacher, Totschnig u.Wrolich, wieder zurück.
Ab diesem Zeitpunkt hieß es für mich, trotz weiteren Attacken an der Spitze, erstmal verschnaufen.
Als ich halbwegs wieder fit war und mich nach vorne handelte, war die entscheidende Attacke bereits getätigt. Ich versuchte noch mit 1-2 Leidensgenossen den Anschluss wieder herzustellen, jedoch vergeblich. Zu groß war schon der Abstand zur hochkarätigen Ausreißergruppe.

Haselbacher, Wrolich, Totschnig(Gerolsteiner), Eisel(FdJ), Vinokourov(T-Mobil), Summer(Elk), Riebenbauer(APO Sport) u. Wafler(Swiag), lieferten sich noch auf den letzten Runden einen offenen Schlagabtausch, den am Ende der Kärntner Peter Wrolich, knapp vor dem kasachischen Meister AlexandreVinokourov entschied.
Die Plätze 3, 4, 5, 6, 7 u. 8 gingen an B.Eisel, J.Summer, R.Haselbacher, W.Riebenbauer, R.Wafler, G.Totschnig.
Als Dritter vom Feld, konnte ich hinter P.Lechner(Elk) u. A.Bradley(Arbö) den 11.Rang belegen.    Prost, Mahlzeit!

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27.07.2005: Kriterium in Wels; 65 km

Es ist wirklich schön die Entwicklung des Welser Kriteriums mit anzusehen. Jedes Jahr größer, aufwendiger und mehr Leute, sodass es mir jedes Jahr Spaß macht hier an den Start zu gehen.
Aufgrund meiner nicht besonders guten Form, viele Grundlagenausdauerkilometer stehen nun bei mir an der Tagesordnung, beschloss ich, die anstehenden Kriterien aus dem Training heraus zu absolvieren. Das mag vielleicht nicht die optimale Vorbereitung für Kriterien sein, aber bei meiner mom. Formsituation eine absolute Notwendigkeit!

Auf Anfrage des Veranstalters, kurvte ich die 65 Km in einem neuen Dress herum. Nämlich dem des Kornspitzteams. Dies hatte jenen Vorteil, dass ich mich unbemerkt in der Menge der Pedalritter habe bewegen können. Das ging sogar soweit, dass mich nicht einmal der Veranstaltungssprecher od. Fahrerkollegen erkannten!!! Egal, Hauptsache es hat Spaß gemacht.

Wie immer bei Rennen mit Schlusswertung, gibt es bis kurz vor Ende jede Menge Attacken und Ausreißversuche. Da hier auf einem flachen und schnellen Kurs gefahren wird, ist es für die Top-Teams und Fahrer sehr leicht die Ausreißer zu kontrollieren und wieder heran zu fahren.

Außer 1 Aktion, wo ich mit 7 Mann eine Flucht wagte, verhielt ich mich an diesem Abend eher ruhig. Naja, vielleicht war da noch ein Prämiensprint und der Zielsprint(Ges. Pl. 7), aber sonst wirklich unauffällig!
6 Mann konnten sich schließlich, wenige Runden vor Schluss, aus dem Staub machen. Mit dabei, Lokalmatador M."Fisch"Fischerlehner(Resch&Frisch), Giro-Sieger P.Savoldelli(Discovery Channel), TdF-Etappensieger G.Totschnig(Gerolsteiner), Sprinterass B.Eisel(FdJ), P.Pichler(Elk) wie auch Ch.Pömer(APO Sport).

"Fisch", wie er im Radsportzirkus genannt wird, griff 4 Runden vor dem Ziel aus der Spitzengruppe an und ließ seinen Verfolgern bis zum Zielstrich keine Chance. Eisel holte Platz 2, vor Savoldelli, Totschnig, Pichler und Pömer.

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20. - 24.07.2005: EM-Omnium in Fiorenzola; ITA 

Seit meinem Sturz bei der 4-Bahnentournee, renne ich meiner Form hinterher. Auch trotz konsequentem Krafttraining kamen meine Beine nicht auf Touren. So konnte ich bei der Omnium-EM, wo auf einer offenen 400m Betonbahn gefahren wurde, nur noch auf ein Wunder hoffen.
Doch wie jeder weiß, Wunder gibt es im Radsport keine!

In der ersten Disziplin(von 4), dem Scratchrennen, hatte ich in aussichtsreicher Position, durch wilde Schwenkerein in der allerletzten Kurve, mit Müh und Not, noch einen Sturz vermeiden können. Ich war erstmal echt froh heil aus dieser Sache rausgekommen zu sein, jedoch verlor ich in der Gesamtwertung wertvolle Omniumpunkte. Ab diesem Moment war mir auch klar, dass eine Medaille zu 99 % nicht mehr möglich war. Warum? Weil ich schon beim 3. Bewerb, der 3000m Einzelverfolgung, mit keinen Omniumpunkten rechnen musste. Denn die Einzelverfolgung war eigentlich als mein Streichresultat gedacht.
Natürlich gab ich nicht auf, aber meine Moral war am Boden.
Um einiger Maßen Schadensbegrenzung zu tätigen und einen Platz unter den ersten 10 zu erringen, mussten die beiden anderen Bewerbe(Ausscheidungs- u. Punktefahren) klappen!

Die Voraussetzung dafür war mit einem 3. Platz beim Ausscheidungsfahren, was eines der wildest gefahrensten in meiner Laufbahn war, auch gegeben. Doch beim abschließenden Punkterennen wieder die Ernüchterung. Ich hatte keine Kraft mehr! Ich konnte zwar hin und da einige Punkte erspurten, aber nicht mit der entscheidenden Attacke mitgehen!
Dies konnte aber Andy Bradley, der 2. Österreicher im Peloton. Wie aufgezogen fuhr der Zeitfahrstaatsmeister von 2003 mit fast allen Partien mit(zu mind. mit den Wichtigsten!), sammelte Punkte und konnte sogar nach einem Rundengewinn, mit Meschenmoser(GER) u. Rybin(UKR), den Sieg heimfahren.
Mit diesem Sieg landete Bradley in der Gesamtwertung, punktegleich, 1 Platz vor mir, auf Rang 10.

 

Hier noch die Resultate der übrigen Österreicher:

JUNIOREN:
4000m Mannschaftsverfolgung:  Gelosky, Singer, Lauscha, Kocner -  4:42,790min.  Pl. 11
          3000m Einzelverfolgung:                                             Singer -  3:46,294min.  Pl. 30
                   1000m Zeitfahren:                                             Singer -  1:11,099min.  Pl. 18
                                   Scratch:  Patzl(Pl. 21), Kocner(nicht qualif.)
                           Punktefahren:  Kocner(Pl.16),  Lauscha(Pl.19)

JUNIORINNEN:
         2000m Einzelverfolgung:                                                 Fink -  2:45,923min. Pl. 23
                                                                                           Langer -  2:52,765min. Pl. 25
                          Punktefahren:   Fink(Pl.14), Langer(Pl.16)
                                  Scratch:   Fink(Pl.26), Langer(Pl.21)  

                  U23:
                         Punktefahren:   Graf(Pl.13), Tazreiter(Pl.19)
                                 Scratch:   Graf(Pl.25), Tazreiter(Pl.11)
                                       

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13. -18.07.2005: 6-Day Turin; ITA

Eigentlich war ja Mario Lexmüller als mein Partner vorgesehen, jedoch aufgrund der Absage von Ivan Quaranta, gab es bei einigen Paaren einige Verschiebungen. Somit wurde mir vom Veranstalter der ital. Amateur-Straßenmeister von 2004, Giairo Ermeti, zugeteilt.

Die anfangs üblichen Abstimmungsschwierigkeiten mit den Ablösungen waren schnell behoben, und so fanden wir mit unseren herausgefahrenen Resultaten schnell einen Platz im Mittelfeld. Da auf der 400m Bahn Rundengewinne nur sehr selten zu Entscheidungen führten, wurde das Endklassement stets eine knappe Angelegenheit von Punkten. Mit einem Sieg in der Jagd(4. Nacht) und einem im Punkterennen(am Finaltag), beendeten wir dieses 6-Tagerennen auf dem 6. Rang.
Größer als der Kampf um die Runden war aber meiner gegen die Gelsen. In voller Montur, mit Feuer, Anti-Gelsen-Duftkerzen, Spray und mit Handtuch bewaffnet, kämpfte ich bei 30°C Hitze gegen die Stechbiester.

M.Lexmüller hatte einen eher schwächeren Partner zugeteilt bekommen, mit dem er, trotz seiner bestechenden Form und einem Sieg im Handycaprennen, nicht über den 12. Gesamtrang hinaus kam.

Sieger wurde das Paar Villa(ITA)/Donadio(ARG), vor den beiden argentinischen Madison-Exweltmeistern Curuchet/Perez und Liska/Zabka(beide SLK).

Unser erstjähriger Elitefahrer, P.Knezevic, war Österreichs Vertreter bei den Sprintern. Zu groß war aber der Niveauunterschied zwischen unserem Sprinterrookie und den erfahrenen "Hasen", als dass er hätte vorne mitmischen können. Viel mehr, so denke ich, zählt aber die Erfahrung, die er mit seinem jungen Alter von Turin mit nach Hause nehmen konnte.

 

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4.07.2005: Bahn-EM(Madison) in Dalmine; ITA

Viele die mich kennen wissen, dass ich mir im Laufe meiner sportl. Laufbahn ein hohes Fachwissen habe aneignen können. Diese Erfahrungen erlauben es mir, im Gegensatz zu "Radsportrookies", Tatsachen und Situationen im Radsport, nüchtern und als Realist, einzuschätzen und zu beurteilen. Daher möchte ich in diesem Bericht, ohne dass sich jetzt jemand an den Schlips getreten fühlt, meine Meinungen, ohne wenn und aber, erläutern.

Kann man bei einem schlechten Abschneiden enttäuscht sein, wenn man das Ergebnis schon Tage od. Wochen zuvor vorhergesehen hat? Ich weiß es nicht!
Tatsache ist, dass mein Partner Clemens Selzer und ich den 17. und letzten Platz belegten.

Das Rennen war sehr hektisch, schnell und im Vorfeld der Elitekategorie durch zahlreiche Stürze geprägt. Mag sein, dass sich dadurch Clemens etwas einschüchtern und nervös machen lies(was ich bei einem jungen Fahrer auch verstehen kann), doch das eigentliche Problem war seine Form, od. besser gesagt seine Nichtform. Es fehlte ihm hauptsächlich an Kraft! Hat man Sie nicht, so kann man sich nicht lange vorne im Feld behaupten und man fällt gnadenlos zurück, wo früher od. später auch ein Rundenverlust hingenommen werden muss. Bis 25 Rd. vor Schluss, wo das Eliterennen wegen einsetzenden Regen hat abgeschossen werden müssen, kassierten wir insgesamt deren 3!

Besser erging es da unserem zweiten österr. Paar, Bradley/Lexmüller. Sie konnten zwar am Ende auch keine Punkte am Konto vorweisen, hatten aber allerdings keine Mühe im Feld zu bleiben. Leider wurde eine taffe Aktion der Beiden(fuhren kurz vor einer Wertung solo eine Attacke) nicht belohnt. Erst auf der langen Zielgerade, wenige Meter vor der Linie, wurden Sie vom heranspurtenden Feld geschluckt und gingen an Punkten leer aus! Platz 11! Trotzdem Gratulation für diese Aktion und den Mut!
Platz 1 holten sich die Belgier Gilmore/Keisse(21 Pkt.) vor den Tschechen Blaha/Lazar(11 Pkt.) und den Russen Ponomarev/Schmidt(11 Pkt.).

Bei unserem Juniorenpaar, Gelosky/Patzl, hätte man vielleicht mit einer kl. Überraschung rechnen können, jedoch konnte man hier genau mitansehen, wie eng der Grad zwischen Erfolg und Niederlage war.
Sie fuhren wirklich gute Positionen, das ganze Rennen über.
Sie versteckten sich nicht! - Versuchten ihre Gegner sogar 2x vor den Wertungen mit einer Attacke zu überraschen.... ...sehr brav Jungs, genau so gehört es, auch wenn man schlussendlich dafür die Rechnung präsentiert bekommt!
Von der letzten Attacke unserer Jungs machte das Feld eine Konterattacke, wo Sie sich nicht mehr einhacken konnten und eine Minusrunde kassierten. Dabei viel mir auf, dass wie bei Clemens auch, bei Stefan Patzl ein Defizit an Straßenkilometern herrscht! ;-) Rang 16 von 16 Paaren. Trotzdem Kopf hoch Jungs, kein Grund den Kopf hängen zu lassen!
Sieger wurden die Russen Kliver/Gushchin.

Am besten schlugen sich unsere U23 Fahrer Graf/Tazreiter.  Bei Graf sah man von Beginn an deutlich die Angst, was sich auch prompt in seiner Fahrweise wiederspiegelte! 2 Drittel lang fuhren die Österreicher auf den letzten 3 Positionen, wo Sie ständig mit Tempowechsel und Schwenker konfrontiert wurden. Erst Anfang des letzten Drittels, schafften die Beiden nach vor zu kommen und auch unter den ersten Positionen zu bleiben. Mit 3 erspurteten Punkten, aus 2 Wertungen, klassierten sich Graf/Tazreiter auf den guten 8 Platz. Sieger wurde das dänische Paar Rassmussen/Morkov.

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