zurück
weiter
zu Juli
- Sept
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
27.06.2004: ÖM-Straße
in Großraming, 190km
Morscher neuer Straßen-Staatsmeister!
Bis auf Gerrit Glomser(Saeco), der wegen einer Muskelentzündung im Hinblick auf die Tour de France kein Risiko eingehen wollte, waren alle heimischen Spitzenfahrer am Start. Favorisiert wurden die 3 Musketiere des Gerolsteiner Teams(Haselbacher, Wrolich, Totschnig), die schon in den beiden vergangenen Jahren jeweils den Staatsmeister stellen konnten.
Schon auf den
ersten Kilometern gelang es einigen Fahrern(z.B. Haselbacher, Bradley, Wafler,
Berein, Fischerlehner, Pömer, ..uem.) dem Feld zu enteilen und einen
Vorsprung von über zweieinhalb Minuten heraus zu fahren. Da das Volksbank-Team
in der Spitzengruppe mit keinen einzigen Fahrer vertreten war, organisierte es
die Aufholjagd und fuhr das Loch bis zur Halbzeit des Rennens wieder zu.
Die
entscheidende Post ging nur wenige Kilometer später, als in der Abfahrt der
Kreuzgruber Höhe,
dem
Scharfrichter dieser Runde, 7 Mann vom Feld haben entspringen können. Mit
dabei G.Totschnig, H.Morscher, Chr.Pfannberger, W.Riebenbauer,
St.Rucker, M.Moser und für viele der Überraschungsmann des Tages
Michael Pichler(Resch&Frisch).
Titelverteidiger Totschnig
versuchte immer wieder durch hohes Tempo an den Anstiegen seine Gegner zu zermürben,
was ihm in der 5. und letzten Runde auch gelang. Bis auf 3 Mann löste sich
die Spitzengruppe vollkommen auf. Nur Pfannberger(ZVVZ Ed´Systems)
und Morscher(Volksbank) vermochten das Tempo des Tirolers mitzugehen. Am
1km langen Zielanstieg aber, reichten die Kräfte des Viertplazierten der
Tour de Swiss nicht mehr aus, um gegen Pfannberger und Morscher
bestehen zu können.
Der
Zielsprint war dann klare Sache für Morscher gewesen, der mit einem
trockenen Antritt, bei der 150m Marke, bei Pfannberger vorbei fuhr und
sich über seinen 1. Elite Straßen-Einzeltitel freuen durfte.
Die
weiteren Plazierungen: 4. Stefan Rucker (ELK-Haus)
1:45
5.
Werner Riebenbauer (Hervis) 2:06
6.
Martin Moser (Bikepalast) 2:06
7.
Harald Starzengruber (Trevigiani) 4:13
8.
Michael Pichler (Resch&Frisch) 5:39 1. U-23
9.
Bernhard Eisel (fdjeux) 6:58
10.
Hans-Peter Obwaller (Volksbank) 12:25
Nach meiner einwöchigen Pause durfte ich mit meiner Leistung mehr als zufrieden sein. Von mir vorraus prognostiziert mit 1 Runde, schaffte ich dennoch 3. Ein guter Trainingstag! Die nächsten Wochen stehen voll im Zeichen Olympias, wo gezielt in Richtung Kraft und Ausdauer trainiert wird.
Bei
den Damen holte sich wie schon beim Zeitfahren Christiane Soeder(Wiesbauer)
den Titel. Sie verwies Ex-Staatsmeisterin von 2002 Isabella Wieser
(Union
Lietzsport) 1:18 und Andrea Graus(ELK-Haus Tirol) 1:49 auf die Ehrenplätze.
mehr
Bilder vom Eliterennen hier: genauere
Ergebnisse hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
20.06.2004: Straßencuprennen in Grafenbach, ~110 Km
Team Hervis-APO Sport triumphierte!
Was war heute los mit dem Elk-Team? Das wird sich sicher jeder fragen, der beim heutigen Rennen dabei war oder meine Berichte von den vergangenen 4 Tage las. Meine Vermutung ist jene, dass wir Elk´ler zwar von Woche zu Woche immer stärker werden(na Zeit wird´s!), die Form aber dennoch zu gering ist, ein solch schweres Rennen, nach einer 4tägigen Rennbelastung, ohne Probleme zu bestehen! Mich eingeschlossen! Selbst für Elk-Fahrer, die von unserem sportl. Leiter Josef Herbert den Tag zuvor freigestellt wurden und beim heutigen Rennen nicht die erwünschten Leistungen erbrachten, waren womöglich noch/schon die Belastungen der vorhergehenden 3 Tage zu viel!
Gegenüber der Konkurrenz
gibt es aber keine Entschuldigung. Da müssen wir mit großen Bedauern
zugeben, wieder eine herbe Niederlage erlitten zu haben.
Ich denke jedem,
vor allem mir war klar, dass ich auf diesem selektiven Kurs, bedingt auch durch
meine
heurige spezielle Vorbereitung auf der Bahn und der Belastungen der letzten 2
Wochen(mit viel Ausdauer u. Krafttraining), nur wenig Chancen hatte vorne reinzufahren.
Dennoch beschloss ich mich trotz Freistellung meines sportl. Leiters und dem kühlnassen
Wetter an den Start zu gehen, um ev. meinen Kollegen, zu mind. in der Anfangsphase
des Rennens, unterstützen zu können. Aber keine Chance! Meine Beine
waren von den letzten Wochen schon zu ausgelaugt. Am langen Anstieg, nach etwa
25km, verlor ich den Anschluss zum Feld und beschloss das Rennen wegen Verkühlungsgefahr
vorzeitig zu beenden.
2
Spitzenfahrer diktierten ab der 2. Runde(von 3) das auf rund 110 Km verkürzte
Straßencuprennen. Hervis-Legionär A.Homolka(CZE) und der Slowake
O.Slobodnik(Podbrezava) bauten im Laufe des Rennens ihren Vorsprung gegenüber
dem Feld immer mehr aus und fuhren ihre unangefochtenen
Podestplätze entgegen. Im Zielspurt konnte sich dann der sympathische Tscheche
gegen seinen Fluchtgefährten erfolgreich durchsetzen und über einen
grandiosen Sieg freuen.
W.Riebenbauer(Hervis),
der den Spurt des Feldes gewinnen konnte und somit Dritter wurde, löste A.Hansen(Corratec)
in der Cupführung ab. Die Plätze 4, 5 u.6 gingen an P.Pichler(Resch&Frisch),
P.Herman(Hervis) und A.Kaspret(Rapso).
Außer St.Rucker(10.)
und M.Höller(Feld) stiegen alle Elk-Fahrer vorzeitig vom Rad! ![]()
genauere Ergebnisse hier: Tchibocupstand:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
19.06.2004: Kriterium in Grafenbach, 42 Km
Nach
meiner gestrigen sehr bescheidenen Vorstellung, wollte ich heute wieder ganz vorne
mitmischen. Bei noch trockenem Wetter ging es gleich von Beginn an mit Attacken
los, die diesmal ausnahmsweise nicht immer von uns Elk´lern
lanciert wurden. Dabei bemerkte ich, dass meine Beine zwar einen starken Zug fahren
könnten, aber nicht spritzig genug für Wertungen waren. Ich hatte einfach
große Mühe Akzente zu setzen.
Daher kam mir die Fluchtgruppe, die
sich schon nach der ersten Wertung bildete, nicht ungelegen. Somit kontrollierte
ich gemeinsam mit meinem Kollegen J.Summer das übergebliebene Feld
und diktierte rundenlang das Tempo.
Mario Lexmüller(Elk) gelang
es nach einer gescheiterten Attacke R.Waflers(Elk), kurz vor der Hälfte
des Rennens, sich gemeinsam mit J.Reindl(BikePalast) von der Spitzengruppe
abzusetzen und somit den Grundstein seines heutigen Erfolges zu legen. Mit den
letzten 4 gewonnenen Wertungen durfte sich der Niederösterreicher(25 Pkt.)
über seinen ersten Sieg im heurigen Jahr freuen.
Die weiteren Ränge:
2.Pl. J.Reindl 14 Pkt., H.Schröttner (12), St.Rucker, R.Wafler(beide
5). .....8.-10.Pl. Summer, Murer(beide 3), Kaspret(1).
Als Bestplazierter
im Feld, ohne Punkte, belegte ich Rang 11. Bilder
vom Rennen hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
18.06.2004: Kriterium in Hallein; 40min + 1Rd. mit Endwertung
Fischerlehner zum Dritten!
Gewaltig die
Leistungen von Martin Fischerlehner in den vergangenen 3 Tagen. 3 Starts,
3 Siege!
Weniger gewaltig aus meiner Sicht, der hier zu 90% kopfsteingepflasterte
600m Kurs. Paris- Roubaix konnte nicht schlimmer sein.
Schon bei der Rundenbesichtigung
hatte ich jede
Mühe mein Rad unter Kontrolle zu halten, so schlecht, mit großen Abständen
und unregelmäßigen Höhenunterschieden, waren die einzelnen Steinquader
voneinander gelegt. Die regennasse Fahrbahn und die hängenden Kurven erschwerten
das Handling der Rennmaschine noch um ein vielfaches.
Ich fühlte mich
auf dieser Strecke absolut nicht wohl. Nie hatte ich das Gefühl einmal mit
den Gegebenheiten in Einklang zu kommen. Wie ein Anfänger fuhr ich vor lauter
Angst zu Stürzen um den Parkur und schwitzte dabei Blut!
Als sich
schon nach der 1.(!) Runde das Feld komplett aufgelöst hatte und ich dabei
auf die Spitzenreiter schon fast eine halbe(!) Runde Rückstand aufwies, entschloss
ich das Elend zu beenden und stieg vom Rad. Wenn man sich nicht am Limit bewegen
kann, hat man eben keine Chance vorne mitzufahren!
Besser erging es da
meinen Vereinskollegen
M.Fischerlehner und J.Summer, die mit P.Pichler(Resch&Frisch)
von Beginn an und für lange Zeit die Spitzengruppe bildeten und nach nur
wenigen Runden sogar das gesamte Feld überrundeten. Wie auf Schienen schien
das Trio unterwegs zu sein!
Summer, der Anfangs für sehr viel Tempo
sorgte, konnte etwa 10 min. vor dem Ende nicht mehr mit der Spitze mithalten,
riss ab und fuhr trotzdem noch einen ungefährdeten dritten Rang entgegen.
Fischerlehner durfte, gegenüber Pichler, etwas besser mit
den widrigen Bedingungen zurecht gekommen sein, da er auf den letzten 2 Runden
noch Eines draufsetzen konnte, solo das Ziel erreichte und das Trippel perfekt
machte. Die
Plätze 4 und 5 gingen an Fahrer des Teams Dukla Prag. Bravourös schlug
sich der Deutsche 6-Day-Spezialist A.Kappes, der von Minute zu Minute immer
besser in Schwung kam und das Feld von hinten aufrollte. Er beendete das Rennen
auf Rang 8.
mehr
Bilder hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
17.06.2004: Kriterium mit Endwertung in Salzburg
Fischerlehner zum Zweiten!
Nach dem Straßenrennen
in Altheim, kam mir der neue kleine 600m Kurs an der Salzach absolut nicht entgegen.
Zu schwer waren meine Beine noch vom gestrigen "Mannschaftszeitfahren"
gewesen. Erschwert wurde das Rennen zusätzlich noch von technisch anspruchsvollen
engen Kurven und einigen namhaften Fahrern.
Neben
einigen tschechischen Bahnflitzern(Blaha u. Lazar) und deutschen Kriteriumspezialisten
aus dem bekannten Burghausen-Team(Comploi, Kink, Schmidt, Mayer), waren
auch drei der weltbesten 6-Day-Fahrer am Start. Mit dem mehrfachen Sechstagesieger
A.Kappes(GER) und dem regierenden Madison-Olympiasieger S.McGrory(AUS),
bildete Ex-Punkteweltmeister F.Stocher
das Dream Team.
Während
meine Elk-Kollegen gleich von Beginn an versuchten durch Ausreißversuche
Vorentscheidung herbeizuführen und somit auch indirekt für ein hohes
Tempo sorgten, kämpfte ich an der letzten Position ums Überleben und
Abreißen! Erst als der gestrige Sieger M.Fischerlehner nach 25 Minuten
solo eine Überrundung schaffte
und meine Kollegen im Feld etwas das Tempo drosselten, gelang es mir Positionen
gut zu machen. Je weiter ich nach vor kam, desto leichter wurde es für mich,
aufgrund des "Ziehharmonikasystems"(nach dem Antreten aus den Kurven),
die Position zu halten.
Auf
den letzten 10 Min. des einstündigen Rennens, hielten abwechselnd meine Kollegen
noch einmal das Tempo an der Spitze des Feldes hoch, um mir den Zielspurt optimal
vorzubereiten. Leider wurde mir die Zielgerade etwas zulange, sodass es dem Kriteriumspezialisten
P.Pichler(Resch&Frisch) noch gelang, mich auf den letzten Metern abzufangen
und sein Vorderrad vor meines zu schieben.
Die weiteren Plazierten: 4.Pl.
Comploi vor Kink(Burghausen), Kappes(GER), R.Probst(Bike
Palast), Stocher(NÖ-Versich.Corratec), Schmidt u. Pöschl(beide
Burghausen), Moser(Bike Palast) u. Mc.Grory(AUS).
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
16.06.2004: Straßenrennen in Altheim; 110km
Fischerlehner zum Ersten!
Meine Motivation
für dieses Rennen konnte nicht besser sein.
1.) ging in letzter Zeit
meine Formkurve steil nach oben und
2.) handelte es sich hierbei um mein Lieblingsrennen,
dass ich schon 2x gewinnen konnte.
Außer Wafler und H.Totschnig
war die gesamte Elk-Mannschaft
am Start.
Aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit unseres
Teams, wurde das Rennen regelrecht zu einer Ausschlachtung unserer Konkurrenten.
Egal wann und welche Gruppe sich bildete, wir waren immer in der Überzahl.
Als
wir schließlich bei Halbzeit zu Sechst in einer 8 Mann Spitzengruppe vertreten
waren, zeichnete sich schon ein großer Erfolg des Elk-Teams ab. H.Askari,
ein iranischer Straßen-Nationalteamfahrer und der Tscheche A.Homolka(Hervis),
waren die einzigen Renner, die unsere gesamten Attacken mitgehen konnten. Für
die letzte und entscheidende Attacke reichten aber ihre Kräfte nicht mehr
aus.
Während R.Scherzer, M.Höller u. M.Fischerlehner,sich
von uns, eineinhalb Runden vor dem Ziel, entscheidend absetzen konnten und sich
später den Sieg untereinander ausmachten, blieben St.Rucker, J.Summer
und ich bei unseren Begleitern.
Um das Optimum für unsere Mannschaft herauszuholen,
gelang es mir noch kurz nach dem Teufelslappen der Gruppe zu entfliehen und den
4.Platz einzufahren. Als Summer sich im Endspurt auch noch gegen den stark
fahrenden Hervisfahrer und Steiermark-Rdft.-Sieger 2004 A.Homolka durchsetzen
konnte, war das Ergebnis perfekt.
Platz 1-5, 7 u. 9 für
das immer besser in Schwung kommende
Elk-Team.
Sieger wurde Fischerlehner vor Scherzer, Höller, Garber, Summer,
Homolka, Rucker, Askari, Lexmüller u. R.Probst(Bike Palast).
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
10.06.2004: Kriterium in Wörgl; 70 Km
Auge um Auge ... !
Während der Großteil meiner Elk-Kollegen bei der Wiesbauer-Tour unterwegs waren, gingen Lexmüller, Höller und ich, am Feiertag, beim Wörgler Kriterium an den Start.
Am
Vorstart angekommen erwartete uns eine schier übermächtige Konkurrenz.
Neben den 4 Kriteriumspezialisten(Comploi, Schmidt, Kink, Grassmann) aus
dem deutschen Burghausen Team, waren noch 9 italienische Fahrer des Teams SC Bata
Moser Padua am Start.
Als Sie nach Startaufruf auch noch die ersten beiden
Startreihen besetzten, war mir klar, dass das Rennen mit einer Startattacke beginnen
würde. Und so war es auch.
Das Tempo im
Feld war so extrem hoch, dass ich keine Möglichkeit sah Positionen gut zumachen.
Erst als sich ein Quartett mit Comploi, Kink(beide Burghausen,GER), Bratkowski(RC
Pfeil Hof,GER) u. Frankhauser(Bata,ITA) absetzen konnte und das Tempo im
Feld nachließ, gelang es mir, langsam aber doch, Positionen gut zu machen.
An
der Spitze des Feldes angekommen, sah ich, dass das Tempo von den Italienern bestimmt
wurde, jedoch war mir nicht klar ob Sie abstellen od. für Tempo sorgten.
Als ich die Führung übernehmen wollte um Tempo zu machen, fuhr einer
der Azuris mit mir, wie in Abduschaparovs besten Zeiten, von links bis ganz auf
die rechte Straßenseite. Für diese Aktion gebührte ihm normalerweise
schon eine Gestreckte. Um keine unangenehme Bekanntschaft mit dem Randstein zu
machen, stützte ich mich mit vollem Gewicht, mit einem Arm, gegen seine Hüfte.
![]()
Als
er mir aber auch noch einen Faustschlag ins Gesicht erteilte, war das Fass bei
mir übergelaufen! Ab diesem Moment war mir das Rennen egal.
Ich bremste
ihn aus, um mit ihm auf gleicher Höhe zu kommen. Ich gebe es zu, ich wollte
mich revanchieren. Als er aber sah, dass ich es Ernst meinte und wir zufällig
bei seinem Vereinsauto vorbeifuhren, bog der Südländer einfach ab und
verschanzte sich darin. Warum allerdings 2 Runden später auch alle seine
Kollegen abstiegen(bis auf Frankhauser in der Spitze), ist mir bis heute
noch ein Rätsel.
Einen Lichtblick doch
noch unter den Top 5 Plazierten zu kommen sah ich,
als
wir 14 Runden vor Schluß, 3 der Spitzenfahrer wieder einfangen konnten.
Während es dem Deutschen St.Kink gelang das Feld solo zu überrunden
und somit auch das Rennen zu gewinnen, konnte ich bei den letzten 3 Wertungssprints
noch wichtige Punkte erspurten. Zu meinem Erstaunen reichten diese zu Platz 4.
![]()
Platz
2 ging an Vorjahressieger M.Comploi, der J.Bratkowski auf Rang 3
verwies. Fünfter wurde C.Frankhauser. Elk-Fahrer M.Höller
und M.Lexmüller beendeten das Rennen auf den Rängen 8 u. 12.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
6.06.2004: Kriterium in Schattendorf
Viele Elitefahrer
verzichteten aufgrund der am nächsten Tag beginnenden Wiesbauer-Tour auf
einen Start in Schattendorf.
Zu
wichtig ist das Ereignis für viele Österreicher, als dass Sie ihre Startmöglichkeit
anhand eines ev. Sturzes auf´s Spiel setzten würden. Wichtig genug
aber für jene, die an diesem Wochenende keine Startberächtigung für
die Ö-Schleife hatten od. keine Alternativrennen fanden.
Für uns
vier GS II-Fahrer(Lexmüller, Höller, Scherzer, Garber)
wurde
das Schattendorfer Kriterium zu einer Pflichtübung. 3 Mann sollten wir von
unserer Vereinsführung aus auf das Podest bringen!
Zugegeben,
eine große Konkurrenz hatten wir nicht. Jedeglich von A.Graf(Team
Bosch) war einwenig Gegenwehr
zu
verspüren. Ab dem Zeitpunkt, als es uns schließlich gelang 3 Elk´ler(Scherzer,
Lexmüller, Höller) als
Spitzentrio
an die vorderste Front zu bringen, war das Rennen für alle gelaufen. Während
sich die Dreien an der Spitze ihre Punkte untereinander aufteilten und den Sieg
ausmachten, setzte ich als Verfolger, gemeinsam mit A.Graf, zu unserem
Erfolgsresultat, noch Einen drauf. Platz 4.
Graf, der bei unserer Flucht
noch 3 Punkte erhaschen konnte, plazierte sich mit seinen Zählern auf Rang
5. Den Sieg holte sich M.Höller vor M.Lexmüller und R.Scherzer.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
5.06.2004: Kriterium
in Prellenkirchen
Rund 30 namhafte Spitzenfahrer
aus dem In- und Ausland, waren Samstag Nachmittag nach
Prellenkirchen(NÖ,
7km von Bad Deutschaltenburg) angereist, um noch kurzerhand Ihrer Form, für
die in 2 Tagen beginnende Wiesbauer-Tour 04, den letzten Schliff zu geben. Mit
dabei Fahrer wie Riebenbauer,
Berein, Herman, Novotny(alle Hervis), Pichler, Ametsreiter(Resch&Frisch),
Zabka, Liska(SLK), Blaha, Lazar(CZE), Knopf,
Graf, Posch(alle Bosch), Mastersweltmeister Kronfuß u. Lechnitz,
....
Das Rennen war von der 1.Wertung an
durch Fluchtgruppen geprägt. Doch aufgrund des hohen Tempos im Feld, konnten
sich jedoch die einzelnen Ausreißer nicht all zulange vorne halten.
Da
ich vormittags schon einen Belastungstest hatte über mir ergehen lassen müssen
und zur Folge noch schwere Beine hatte, benötigte ich in der Anfangsphase
eine gewisse Einrollzeit, um meine Beine wieder in Schuss zu bekommen.
Gerade
als es mir anfing zu rollen, konnte eine Wertung gewinnen und 1x Zweiter werden,
kam 14
Runden
vor Ende des Rennens, die entscheidende Attacke von Ex-Bahnweltmeister F.Stocher.
Da neben T.Mair(Resch&Frisch) und F.Posch(Bosch)
noch 2 meiner Vereinskollegen(Bradley,Lexmüller) mitfuhren, waren
ab diesem Zeitpunkt meine Hände für diversen Aktivitäten gebunden!
Erstaunlicherweise reichten meine 8 Pünktchen, um dennoch am Ende auf´s
Siegertreppchen steigen zu dürfen. Platz 3.
Zeitfahrstaatsmeister
A.Bradley, der am heutigen Tag enorme Sprinterqualitäten an den Tag
legte und in der Spitzengruppe, bis zum Schluss, mit F.Stocher ein hartes
Match lieferte, musste sich nur knapp dem Bahnspezialisten geschlagen geben.
mehr
Bilder vom Rennen hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
![]()
Ich kann mich nicht erinnern, wann jemals
Franz und ich bei einem Weltcuprennen so
schlecht abgeschnitten hatten
wie hier in Sydney. Was los war? Unten mehr:
Eines
ist auf jeden Fall sicher! Am Betreuerstab kann es nicht gelegen haben.
Nationalteamtrainer
J.Miksik, Mechaniker Christian "Langi" Langhammer,
Masseur R.Büscek und Sportwissenschaftler des IMSB-Südstadt Dieter"Vampier"Simon,
der uns jeden Tag ans Ohr ging, um Harnstoff-
und CK-Werte zu messen, boten
während
unserer dreiwöchigen Australienreise
optimale Rahmenbedingungen.
Dass
das Scratchrennen ein Jolly Jocker-Race ist, ist jedem bekannt. Daher kann sich
auch jeder vorstellen, dass in dieser Disziplin auch alles möglich ist. Vom
Sieg, bis zum Einfahren des letzten Platzes. Oder wie es z.B. dem Schweizer Scratchweltmeister
F.Marvulli ergangen ist - er qualifizierte sich nicht einmal für´s
Finale!
Aber auch ich wäre fast nicht ins Finale gekommen. Mit einem sehr
gefährlichen keirinartigen Endspurt, konnte ich gerade noch mit einem 9.Qualiplatz
das letzte Finalticket erhaschen.
Da
sich meine Beine im Finale recht gut anfühlten, wollte ich mich auf keinen
Fall verstecken, sondern ein aktives Rennen fahren. Ich fuhr oft Attacken mit,
im Glauben, dass dies die richtige Post sei. Doch wie schon heuer des öfteren,
erwischte ich wieder nicht die richtige Fluchtgruppe! Nachdem zuerst 3 und später
4 Fahrer eine Überrundung schafften und ich mich auch schon platt gefahren
hatte, war bei mir am Ende nicht mehr als Rang 12 drin!
Den Sieg holte sich
der Holländer R.Slippens vor D.Downing(GBR) und M.Ladagnous(FRA).
Über
das Punkterennen kann ich leider nicht viel erzählen, da ich
zu spät auf der Bahn eintraf und dadurch nur noch die letzten 9 Runden mitbekam.
Von der Körpersprache Stochers würde ich aber sagen, dass es
Ihm im Finale, muskulär gesehen, besser erging, als in seiner Qualifikation.
Sieger wurde C.Pearce(USA)
vor Chr.Newton(GBR) und J.Llaneras(ESP).
Aber liest
genaueres und mehr
hier:
Mit gemischten
Gefühlen startete ich beim Madisonbewerb, da wiederum, wie schon beim letzten
WC-Rennen in Manchester, nicht das Resultat, sondern die Erbringung der vorzeitigen
Olympiaqualifikation an primärer Stelle stand. Hierbei mussten wir wieder
"nur" unsere schärfsten Konkurrenten(UKR, ARG) im Auge behalten,
um einen Rundengewinn ihrerseits zu verhindern. Die Slowaken, Dritte im Bunde
unserer Konkurrenten, unterstützten uns bei unserem Vorhaben insofern, indem
Sie schon an der Qualifikation scheiterten und nicht am Finale teilnahmen.
Bis
zur Hälfte des Rennens ging unser Spiel auch gut! Aber nur bis zu jenem Moment,
als Argentinien und Spanien gemeinsam auf Rundengewinn losfuhren und wir nicht
sofort am Hinterrad hockten um mitzufahren. Wir versuchten Alles um wieder die
Lücke zu schließen, doch vergebens! Zu sehr hatten wir schon in der
1. Hälfte unser Pulver verschossen.
Von Runde zu Runde wurde der Abstand
zu Ihnen immer größer, bis wir schließlich nach einer langen
Verfolgungsjagd entkräftet das Handtuch schmeißen und die Verfolgung
aufgeben mussten.
Nun versuchten wir zu retten was es noch zu retten
gab.
Aber
rien ne vas plus! Nichts geht mehr! Zu sehr spürte Franz noch
das schwere Punkterennen vom Vortag(plus beide Qualifikationsläufe) und ich
die Wertungssprints und die Verfolgungsjagd. Mit unseren beiden Pünktchen
von der 1.Wertung wurden wir schließlich auf Platz 13 gereiht.
Den Sieg
holte sich Argentinien vor Spanien und der Schweiz.
Tja, im Fußball
würde man sagen: "Klassisch in den Konter gelaufen - dadurch hinten
offen gewesen und ein Tor kassiert!" Wer viel riskiert, muss eben auch rechnen
viel zu verlieren!
Bei der WM wird es nur 1 Taktik geben. Vollgas auf eine
Medaille! mehr
Bilder hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Melbourne
Im
Gegensatz zu Sydney bietet Melbourne ausgezeichnete Trainingsstrecken.
Sowie
die Küstenstraße(Bild re.), wie auch der F1 Kurs in der Stadt, eignen
sich hervorragend zum trainieren. Doch so schön auch das Trainieren hier
bei diesem spätherbstlichen Wetter(meist 15-17°C) auch war, nach 1 Woche
schrie mein Körper wieder nach einer Rennbelastung. So beauftragte ich Bundestrainer
J.Miksik mich am Wochenende für ein flaches Straßen- od. Rundstreckenrennen,
mittlerer Länge, anzumelden.
22.05.2004:
Straßenrennen in Little River,AUS; 80km
Mit
meinen beiden slowak. Freunden Zabka u. Liska, Mechaniker Ch.Langhammer
und "Dottore" Dieter Simon, fuhr ich ins 40km entfernte
Little River. Eine Einöde, wo sich eigentlich Fuchs und Hahn gute Nacht sagen.
Eine
gewisse Würze bekam die Veranstaltung, als sich außer uns Europäer,
auch andere WM-Teilnehmer an der Startlinie einfanden. Wie z.B. J.P.Van Zyl(RSA),
der Kanadier M.Gilbert sowie 2 Fahrer aus Hong Kong.
Nach anfänglichen
kleineren Attacken, etwa bei Km 10, lancierte ich meine erste Attacke, die nur
Liska, Van Zyl und Gilbert mitgehen konnten. Obwohl wir sich
sofort einig waren, dauerte es mehr als 30 km, bis wir auf´s Feld einen
halbwegs beruhigenden Vorsprung rausfahren konnten. Die langen Geraden, die hier
entlang der einzelnen Känguruhfarmen führten, machten es uns Ausreißern
nicht gerade leicht, aus dem Blickfeld unserer Verfolger zu kommen.
Da
bei jedem der Spitzenreiter die Rennbelastung im Vordergrund stand, verzichteten
wir auf jegliche taktischen Geplänkel. Ehrensache war auch, dass jeder weiterhin
seinen Teil bis ins Ziel nahm, ohne mit dem Gedanken zu spielen, sich irgendwie
für den Zielsprint schonen zu wollen!
Aus voller Fahrt, etwa bei der
250m Marke, wurde dann auch schließlich der Zielspurt angetreten, den der
Südafrikaner J.P.Van Zyl, vor mir, M.Liska und M.Gilbert
für sich entscheiden konnte.
mehr
Bilder von Melbourne u.dem Rennen hier:
26.-
30.05.2004: Bahn-WM in Melbourne(AUS);![]()
Punkterennen:
Ich
traute meinen Ohren nicht, als mir Franz von den Medienberichten zu Hause erzählte,
wo man über einen enttäuschenden und nur 7.Platz unseres
Ex-Weltmeisters berichtete.
Dieses Punkterennen war eines der Schwersten, die
ich je zu Gesicht bekam. Das Grundtempo, speziell in der 2.Rennhälfte so
hoch, dass zeitweise sogar einige namhafte Fahrer Probleme hatten überhaupt
das Feld zu halten! Während dessen lag aber Franz, nach einem Rundengewinn,
bis über die Halbzeit hinaus, auf Platz 3!
Selbst
als er wenig später von einem Trio eine Runde hinnehmen musste und auf Rang
7 abrutschte, steckte der Pressbaumer nicht auf. Er ging weiterhin Attacken mit,
machte Tempo und versuchte bis zum Schluss noch die beste Plazierung herauszuholen.
Er fuhr wie gewohnt ein echt starkes Rennen!
Und bitte, "Bloshapate"
gibt es schon lange nicht mehr! Schon gar nicht bei einer WM!
Neuer und verdienter
Weltmeister wurde F.Perque(FRA) 35 Pkt., vor M.Wynants(URU) 31 Pkt.
und J.Curuchet(ARG) 28 Pkt.. Mehr und genaueres vom Rennen aber hier:
Scratch:
Ich
hatte es satt, die ewigen Plazierungen zwischen 5 und 12. Zu oft suchte ich in
der Vergangenheit die Vorentscheidung und war dann für den Endspurt platt.
Diesmal
wollte ich es aber mit einer anderen Taktik versuchen. Nur 1x mit einer Fluchtgruppe
mitspringen und bei Mißlinge alles auf den Zielspurt setzen. Hop od. drop!
So meine Devise im WM-Scratchrennen!
Um mehr Chancen im Zielspurt zu haben,
lies ich mir von Mechaniker "Langi", statt meinen gewohnten 52x15
mit großen Reifen, eine für diese Disziplin von mir noch nie zuvor
versuchte Übersetzung(53x15 mit kleinen Reifen) auflegen.
Es war wie
ein Stich ins Herz, als schon nach nur wenigen Runden die ersten 3 Fahrer eine
Plusrunde fuhren. Dennoch lebte meine Hoffnung weiter, mich irgendwann
wieder
mit meiner Attacke in die Medaillenränge zurückrunden zu können.
Als ich mich durch einige Geplänkel beunabsichtigt in einer 4 Mann starken
Spitzengruppe befand, blieb mir nichts anderes über als nun durchzuziehen
und die Runde zu schaffen. Doch auch diesmal blieb mir das Glück verwehrt.
Zum
Schreien war mir, als sich gleich nach unserer Einholung die nächsten 3 Fahrer
auf und davon machten und ebenfalls eine Plusrunde schafften.
Um Platz 7 zu
spurten war dann keine große Freude mehr, dennoch gab ich Alles, um zu mind.
eine WM-Top10-Plazierung zu schaffen. Geworden ist es schließlich ein Neunter!
Den
Sieg holte sich der Neuseeländer Henderson vor Slippens(HOL)
und Perez(ARG).
Die
Ironie der Geschichte war aber, dass ich übersetzungsmäßig um
Nichts härter fuhr, als mit meinen üblichen 52x15!
Madison:
Enormer
Druck lastete in diesem Bewerb auf Franzis und meinen Schultern. Denn sah man
sich unsere letzten Ergebnisse an(2.Pl. in Moskau, 3.Pl. in Mexiko, 7.Pl. in Manchester
und 13.Pl. in Sydney), so durfte/konnte man bei dieser WM unter anderem auch mit
Schlimmen rechnen. Zugegeben, auch ich, der normalerweise immer recht cool bei
solchen Dingen blieb, verspürte einen zarten Druck.
Wir mussten, um
sich für die Olymp. Spiele in Athen zu qualifizieren, unbedingt unter die
Top 10 fahren!
Noch bis vor 2 Jahren konnten Franz und ich, mit ziemlicher
Sicherheit, Stockerlplätze voraussagen. Nun ist die Dichte der Siegesanwärter
so groß geworden, dass jeder, bis auf vielleicht 1, 2 Nationen, das Zeug
zum Siegen hat! .....es gibt keine"Bloshapaten"mehr!
Da
bekanntlich Angriff die beste Verteidigung ist, einigten sich Franz und
ich auf unser seit Jahren eingespieltes System. Er bereitet mir die Wertungen
vor und ich vollende Sie mit meinem Spurts.
Von
Beginn an weg, rangierten wir mit unseren erspurteten Punkten etwa um Rang 6.
Als sich aber etwa bei Halbzeit das Feld in fast 2 gleich große Gruppen
teilte, wir im hinteren Pulk herumkurvten und 8 Teams auf eine Plusrunde fuhren,
drohte aber unser anvisiertes Ziel zu platzen.
Gemeinsam mit Team Spanien(Alzamora/Llaneras),
die sich zu jenem Moment auch im hinteren Teil befanden, konnten wir zum Leaderpulk
aufschließen und wenige Runden später, die für uns so wichtige
Plusrunde einfahren. Mit dieser Aktion wurde unser Olympiaticket zu 99% gelöst.
Das 1% hielt sich aber noch Franz bis ins letzte Viertel des Rennens auf,
wo ihm der Neuseeländer u. Scratchweltmeister Henderson, unbeabsichtigt
durch einen Schwenker zu Sturz gebrachte.
Glücklicherweise erlitt dabei
Stocher nichts schlimmeres außer einige Hautabschürfungen, sodass
er, während ich mit allerletzter Kraft noch den Posten im Feld halten konnte,
wieder rasch ins Renngeschehen einsteigen- und mich ablösen konnte. OK zugegeben,
selbst wenn wir nicht das Rennen hätten beenden können, wäre unser
3. Gesamt-Weltcuprang ausreichend gewesen, um nach Athen zu kommen. Aber es war
schließlich eine WM, die man nicht so ohne weiteres aufgeben konnte! Platz
6! Weltmeister wurden verdient, nachdem Sie kurz vor Schluss die gesamte Konkurrenz
mit einer Runde haben überraschen können, die Argentinier Curuchet/Perez
vor Marvulli/Risi(CH) und Slippens/Stamm(HOL).
mehr
Bilder von der WM hier:
![]()
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
4.- 6.05.2004: Bahnmeeting 500+1Rd. in Brünn, (Punkterennen)
Totaler Erfolg des ÖRV-Teams!
Zugegeben,
top besetzt(HUN, AUT, CZE) war diese Veranstaltung heuer nicht. Doch gerade solche
Rennen können zu den schwersten werden! Und so war es auch!
Topfavoriten
für den Sieg waren aus meiner Sicht die beiden Tschechen und Weltcupgewinner
von Manchester M.Blaha u. P.Lazar(beide Dukla Praha). Da Sie aber
noch sehr müde Beine von der Mallorca- u. Griechenland-Rdft. hatten, mussten
Sie schon sehr bald den Kampf um den Gesamtsieg aufgeben. Dafür machte mir
das ungarische Nationalteam die Hölle heiß!
Nachdem ich die
ersten beiden Teilstücke knapp vor dem Ungar A.Arvai gewinnen konnte
und das
gelbe
Führungstrikot überstreifen durfte, wurde ich zum gejagten Mann. Doch
mit Hilfe meiner Mannschaft(A.Graf, C.Selzer u. J.Lehner), die maßgeblichen
Anteil an der Verteidigung des gelben Trikots hatte(speziell auf der letzten Etappe),
konnte ich bis zum Schluss die gefährlichen Ausreißversuche unserer
südöstlichen Nachbarn neutralisieren und seit 1994, wo ich zum ersten
Mal dieses Meeting gewinnen konnte, zum 7. Mal auf´s oberste Treppchen steigen.
Wie stark die ungarische Equipe schlussendlich war, zeigte das Endresultat. 2.Pl.
A.Arvai, 3.Pl. A.Vig, 4.Pl. L.Kusztor(alle HUN).
Unsere
Junioren(M.Kocner, G.Tazreiter, St.Patzl u. P.Knezevic) schienen
überhaupt keine Konkurrenten zu haben. Oft sah man Sie paarweise od. als
Trio auf Rundengewinn fahren. Jeder dieser Burschen hatte das Zeug zum Siegen.
Um aber keinen Streit in der Mannschaft aufkommen zu lassen, belegten nach klaren
Anweisungen des Bundestrainers die beiden zweitjährigen Junioren G.Tazreiter
und M.Kocner die Plätze 1 und 2, vor den erstjährigen P.Knezevic(3.)
und St.Patzl(4.).
Die beiden U17
Fahrer P.Gelosky und St.Hoffmann, die zusammen mit den Junioren
fuhren aber getrennt gewertet wurden, belegten ebenfalls wie unsere beiden Mädels
D.Fink u. C.Langer in ihrer Kategorie, die Plätze 1 u. 2.
Herzlichste Gratulation von mir an alle Nachwuchsfahrer für ihre hervorragenden
Leistungen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
7.05.2004: Rundstreckenrennen in Knittelfeld; 45 Km
Aufgrund mehrerer Faktoren beschloss ich heute nicht an den Start zu gehen. Zumal wusste ich von den vergangenen Jahren, dass ich nach dem Bahnmeeting 500+1 Rd., wegen schwerer Beine, nicht mehr viel auf der Straße weiterbringen würde. Hinzu kam, dass der Kurs mit 10 Kurven pro Runde, nicht gerade ein Rollerkurs war, wo ich mich ev. hätte einrollen können! Ein Bergaufspurt ins Ziel, sturzgefährdende Kurven, Regen, Kälte(+7°C) und auch gesundheitlich in Richtung der Bahn-WM(Abflug 9.05.2004) denkend, nahmen mir die Entscheidung nicht zu starten endgültig ab.
Da
das Elk-Team
bei der Friedensfernfahrt startet und ich hier den Betreuer spielte, waren es
nur meine beiden Kollegen Wafler und Rucker, die sich dem Rennen
stellten.
Wie schwer der Kurs war, sah man schon nach der 1. Zieldurchfahrt.

Das nur 35 Mann starke Peloton, darunter Gäste aus Belgien, Deutschland und
der tschechischen Rep., war schon in mehreren kl.Gruppen auseinandergerissen worden,
wobei der letzte Fahrer zum Ersten schon einen 25 sek. Rückstand aufwies.
Lange
Zeit konnte sich Resch&Frisch-Fahrer P.Pichler mit einem
Deutschen
und einem Belgier an der Spitze halten, bis schließlich das Trio, durch
die energische Aufholjagd von St.Rucker(Elk) und A.Kaspret(Rapso)
und durch einige Geldprämien im Feld, wieder eingeholt wurde.
Somit
kam das gesamte Feld im Spurt. Dabei konnte sich der Belgier Stevens erfolgreich
vor P.Pichler und St.Rucker durchsetzen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
8.05.2004: Straßencuprennen in Fohnsdorf; 100 Km
So
ein Sch....wetter!
Der Wettergott
meinte es nicht gut mit Fohnsdorf! Wie schon im vergangenen Jahr, regnete es heute
bei leichtem Wind und das bei nur + 4°C. Mein absolutes Traumwetter :-))!Kaum
zu glauben, aber 121 Fahrer waren bei diesem Sch....wetter an den Start gegangen.
Ende der 2. Runde gelang es 4 Fahrern dem Feld zu enteilen. Mit dabei
R.Wafler(Elk),
P.Hungerbühler mit seinem Kollegen R.Weissinger(Volksbank-Ideal)
und der Corratec-Fahrer A.Hansen.
Lange Zeit versuchte das Feld wieder
den Anschluss herzustellen, aber vergebens. Erst als der Zeitabstand schon mehr
als 1 Minute auf das Quartett betrug, machte sich eine leichte Resignation im
Pulk breit. Dabei erreichte die Spitze einen max. Vorsprung von 3:10min..
Rene
Weissinger nutzte kurz vor Ende die zahlenmäßige Überlegenheit
seines Teams aus, indem er sich aus der Spitzengruppe nach vor verabschiedete
und dem Ziel solo entgegenfuhr. Im Spurt um die Plätze konnte sich der Australier
Adam Hansen erfolgreich gegen Pascal Hungerbühler und Roland
Wafler durchsetzten und wie schon so oft den 2 Rang erzielen.
Abgesehen
davon, dass mir das Bahnmeeting immer noch in den Beinen lag, hatte ich das ganze
Rennen mit der Kälte zu kämpfen. Daher bin ich mit meinem 12 Platz(3.vom
Feld) mehr als zu Frieden.
Nun heißt es wieder Koffer packen und
ab nach Australien, wo ich beim letzten Weltcuprennen
in Sydney(14.-16.05)
mit meinem Madisonpartner Franz
Stocher, um die vorzeitige Olympiaqualifikation fahren werde. Anschließend
folgt die Bahn-WM
in Melbourne(26.-30.05)
genauere Ergebnisse Tchibocupstand:
2.05.2004: Straßenrennen in Wolfsberg, 156 Km (8.Tchibocuplauf)
Doppelsieg für Vandelli
Nachdem ich
mir in den letzten Tagen, nach zweieinhalb intensiven Trainingswochen, eine Regenerationswoche
gönnte, wollte ich beim heutigen Cuprennen einwenig meine Form testen. Speziell
in Richtung der Kraft erhoffte ich mir gegenüber den vergangenen Wochen einen
großen Fortschritt!
Schon in der
allerersten Runde(von 9) konnte sich eine 7 Mann starke
Ausreißergruppe
vom Feld lösen und das Rennen über eine lange Zeit bestimmen. Mit dabei
waren z.B. A.Hansen(Corratec), R.Lauscha(Hervis), R.Probst(Bike
Palast), F.Posch(Bosch),
sowie St.Rucker u. W.Murer(Elk-Haus)....
Anfangs
hatte das Feld keine Ambitionen das Loch zur Spitze zu schließen. Erst als
die Fluchtgruppe einen max. Vorsprung von 1:50 min. aufwies, reagierte das Team
Resch&Frisch mit Kapitän M.Vandelli, der übrigens das Bergrennen
am Vortag auf´s Klippitzthörl vor HP Obwaller(Volksbank
Ideal) und H.Totschnig(Elk) gewinnen konnte.
Als der Zeitabstand
nur noch 1:10 min betrug, stellte das Bäcker-Team die Verfolgung plötzlich
ein. Ab diesem Zeitpunkt übernahm dann die Hervis-Mannschaft das Kommando
im Feld, wobei Sie beabsichtigt und kontrolliert immer einen Abstand von etwa
1 Minute auf die Ausreißer hielten.
Wie
erwartet hatte ich am heutigen Tag sehr gute Beine. An den Anstiegen verlor ich
kaum Positionen und konnte das gesamte Rennen über immer in den vordersten
Reihen des Hauptpulks fahren. Daher hieß mein Ziel ein Rennen endlich mal
zu beenden, meine
Mannschaft zu unterstützen und ev. eine Top 15 Plazierung einzufahren.
Als in der vorletzten Runde die Hervistruppe
Ernst machte und zur Spitze aufschloß(genau am Fuße des Anstiegs)
und Riedesser die Konterattacke lancierte, löste sich
abermals eine Gruppe vom Feld, die ich leider ums A....lecken nicht halten konnte.
Riedesser, Homolka, Herman, Totschnig, Bradley, Scherzer, Hansen, Pichler,
Kasis, Vandelli und Kaspret, der nach 2jähriger Pause ein ausgezeichnetes
Comeback lieferte, setzten sich vom Feld ab und ließen dem Peloton keine
Chance mehr wieder aufzuschließen.
Aus dieser Gruppe konnten sich in
der letzten Runde abermals 8 Fahrer absetzen, die sich den Sieg endgültig
unter sich ausmachten. Vandelli, der sich auch in der Spitze befand, überraschte
seine Konkurrenten wenige Kilometer vor dem Ziel mit einer Attacke und fuhr ungefährdet
seinen 2.Sieg an diesem Wochenende entgegen. Der für Corratec fahrende Australier
A.Hansen, wurde wie schon vergangene Woche ausgezeichneter Zweiter. Dritter
wurde Kirschblütensieger P.Kasis, der seine Fluchtgefährten Kaspret(Rapso),
Herman(Hervis), Pichler(Resch&Frisch), Riedesser u. Homolka(beide
Hervis) auf die Plätze verwies. Die Elk´ler: 10.Pl. Summer,
15.Pl. Bradley. Tchibocupführender weiterhin W.Riebenbauer!
Aufgrund
meiner sichtbaren Formsteigerung und einem 16. Endrang, durfte ich mit dem heutigen
Tag sehr zu Frieden sein.
Nun steht mir wieder eine harte Woche bevor. Am
Dienstag starte ich beim 3tägigen tschechischen Traditionsbahnrennen 500+1Rd.,
gefolgt vom Kriterium in Knittelfeld und dem Cuprennen in Fohnsdorf.
genauere
Ergebnisse Tchibocupstand:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
25.04.2004: Kirschblütenrennen-Wels; 167 Km
Sieger Paul Kasis stoppt Siegesserie der Hervisleute!
Die
Quoten wären sicher sehr hoch gewesen, hätte jemand, sogar noch bis
200 m vor dem Ziel, auf Paul Kasis getippt!
76
Elite A u.B Fahrer nahmen Punkt 9 Uhr, bei +7°C und leichtem Regen, die 43.
Auflage des Welser Klassikers(6.Tchibocuplauf) in Angriff.
Gleich in der ersten
Runde schafften etwa 10 Mann(mit Riedesser, Berein, Summer...) die Flucht
nach vor. Da sich aber in dieser Gruppe kein
Fahrer des Heimteams Resch&Frisch befand, befahl Kapitän P.Pichler
seiner Mannschaft das Loch wieder zu schließen. Nachdem die Ausreißer
wieder von Feld gestellt wurden, versuchte abermals Elk-Fahrer J.Summer,
diesmal als Solist, dem Feld zu enteilen. Doch auch er musste sein Vorhaben wenig
später aufgeben.
Die entscheidende Post ging aber dann bei Km 60. Wieder
mit dabei J.Summer, der noch bis zur letzten Runde von seinem Kollegen
H.Totschnig unterstützt wurde. Aber wo zwei Elk´ler sind, sind
zu mind. auch zwei Hervis-Fahrer! Die blauroten Trikots wurde von A.Homolka
und T.Rohregger repräsentiert. Als Einzelkämpfer im Spitzensechstett
waren A.Hanson(Corratec) und P.Kasis(Sky Plastic) unterwegs.
Nachdem
die Leadergruppe einen satten Vorsprung von mehr als 3:40min auf das Feld rausholen
konnte, war jedem klar, dass der Sieger nur noch aus dem Führungsquintett
kommen konnte.
Haushoher Favorit war natürlich J.Summer. Dem sprang
allerdings beim Antreten des Zielspurts, etwa bei der 150m Marke, die Kette vom
großen Blatt. Somit konnte er nur noch als chancenloser Fünfter über
die Linie rollen.
Überraschender
Sieger wurde Paul Kasis, der A.Hanson, A.Homolka, sowie Th.Rohregger
auf die Ehrenplätze verwies.
Den
Spurt des Feldes holte sich Tchibocupführender Werner
Riebenbauer vor seinem Kollegen P.Herman(beide Hervis) und
P.Pichler.
Die
weiteren Plazierungen der Elk-Fahrer:
11.Pl. Murer, 13.Pl.Bradley, 21.Pl. Lexmüller.
Ich
musste das Rennen nach der 2.Runde beenden. Zu sehr lagen mir noch die Strapazen
der letzten beiden Wochen in den Beinen, wo ich schwere und intensive Kilometer
für die Bahn-WM(in 5 Wochen) trainiert hatte.
Großes DANKESCHÖN
an Th.Königshofer, der mir einige seinen geschossenen Fotos zur Verfügung
stellte.
Tchibocupstand:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
17.04.- 18.04.2004: Voitsberger Radsporttage
Siegesserie der Hervisfahrer hält an!
Da
es keine 6 Wochen mehr bis zur Bahn-WM in Melbourne sind und meine Form auch noch
sehr zu wünschen läßt, begann für mich, vor genau 1 Woche,
die letzte Trainingsperiode in Sache Kraftaufbau.
Dementsprechend lachs stellte
ich mich dem Voitsberger Rennwochenende!
Beim
samstägigen Kriterium ging ich nur mit sehr geringen Erwartungen an den Start.
Zu sehr glaubte ich mich in dieser Woche schon verausgabt zu haben. Doch siehe
da, es ging besser als erwartet!
Ich sorgte für Tempo, schloss Löcher
zu Ausreißer und führte
als letzter Anfahrer unseres Teams, meinen Kapitän J.Summer, die Wertungen
an. Sogar Punkte konnte ich erspurten, die mir im Endklassement zu Rang 7 verhalfen.
Das
Rennen wurde eigentlich von 2 Mannschaften bestimmt - Hervis und Elk. Bis auf
nur wenigen Ausnahmen(Team Burghausen mit M.Comploi) gab es das gesamte
Rennen über einen offenen
Schlagabtausch
der beiden Teams, das schlussendlich von den Oberösterreichern gewonnen wurde.
Ob mit oder ohne der Hilfe seiner Mannschaft, gegen Peter Herman(Hervis)
war an jenem Tag kein Kraut gewachsen. Mit Summers 2.Rang konnte das Elk-Team
aber dennoch mehr als zu Frieden sein - gelang es uns endlich, zum ersten Mal
heuer, einen Fahrer auf´s Podest zu bringen! Platz 3 ging an M.Comploi.
Auch
am darauf folgenden Tag, beim 137 Km langen Tchibocup-Straßenrennen(5 Runden),
hatte das Hervis-Team einen Grund zum jubeln. Patrick Riedesser konnte
sich im Spurt einer 5 Mann Spitzengruppe, indem sich auch unter Anderem 3 Slowaken
befanden, erfolgreich durchsetzen.
In den ersten 3 Runden des Rennens
waren es meine Kollegen und ich, die durch ständige Attacken Vorentscheidungen
suchten. Diese wurden aber immer wieder, ob auf kurz oder lang, vom Team Hervis
oder einigen ausländischen Fahrern abgefangen und wieder neutralisiert. Dieses
kräfteaufreibende Unternehmen hatte dann zur Folge, dass wir in der Endphase
des Rennen, als sich in der letzten Runde aus einer 17 Mann starken Spitzengruppe(wo
"nur" Scherzer und Murer vertreten war) 5 Fahrer endgültig
haben absetzen können, keinen mehr hatten, der noch in der Lage war, mit
dem Quintett mit zu fahren. Platz 2 holte sich A.Hansen(Corratec).
Riebenbauer
gewann den Spurt der 5er-Verfolgergruppe, und verteidigte damit seine Cupführung
gegen P.Riedesser erfolgreich. Herzlichste Gratulation an das gesamte Team!
Auch an diesem Tag war ich mit meiner Leistung mehr als zu Frieden. Wie schon gestern auch, konnte ich mich sehr aktiv am Rennen beteiligen und meine Mannschaft unterstützen. Klar fehlt es mir noch anständig an Kraft, jedoch ist ein großer Fortschritt in dieser Richtung erkennbar!
Ergebnis: (
Schnitt: 40,09 km/h): Fotos
vom Straßenrennen:
1. Patrick Riedesser,
Hervis Apo Sport Linz
2. Radovan Husar, Slowakei
3.
Adam Hanson, Corratec Graz
4. Martin Velits, Slowakei
5.
Martin Prazdnovsky Slowakei- plus 5 Sek.
6. Werner Riebenbauer,
Hervis Apo Sport Linz, Plus 40 Sek.
7. Paul Kasis, Völkermarkt
8. Robert Guovaniak, Slowakei
9. Peter
Velits, Slowakei
10. Maurizio Vandelli, Resch und Frisch Tchibocupstand:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
9. - 11.04.2004: Bahn-Weltcuprennen in Manchester
Scratch:
Ich
wusste, dass meine Form, nach meiner Bronchitis vor 2 Wochen, nicht die aller
Beste war. Dass ich aber nicht einmal die Qualifikation für das Scratchfinale
schaffen würde, damit hatte ich bei Gott nicht gerechnet.
14 Fahrer waren
in
meinem
Lauf gestartet und ich konnte nicht einmal unter die besten 10 fahren!
Dabei
sah es zwischenzeitlich nicht einmal so schlecht aus, da ich mich bis 9 Runden
vor Ende des Rennens noch in einer 3 Mann großen Spitzengruppe befand. Diese
"Kraftvergeudung" war aber nicht der Grund, weshalb ich beim abschließenden
Zielspurt nicht mehr konnte.
Die Wahrheit war - ich hatte es diesmal einfach
nicht darauf - mir fehlte die Kraft! Mit Platz 11 durfte ich mir zum ersten Mal
in meiner sportl. Laufbahn das Scratchfinale von der Tribüne aus ansehen.
Sieger
des Finallaufes wurde der Australier M.Renshaw vor F.Perque(FRA)
und R.Hayles(GBR).
Madison:
Schon
im Qualifikationslauf zeichnete sich ab, wie hart das Finale werden könnte.
Bei diesem top besetzten
Weltcuprennen
gab es fast keine Mannschaften mehr, wo wir mit Sicherheit sagen konnten, dass
diese zu schlagen wären. Vor der letzten Wertung sah es sogar so aus, als
ob wir es tatsächlich nicht einmal ins Finale schaffen würden. Mit einer
Plusrunde, 2 Runden vor Ende, war die Sache aber dann doch gegessen.
Knappe
4 Std. später saßen wir abermals auf unseren Rädern. 160 quälende
Runden mit 8 Wertungen standen uns bevor.
Obwohl Franz und ich unser
gewohntes Programm runter
fuhren
und wir dabei nicht viel falsch machten,
kamen wir in der ersten Hälfte des Rennens zu keinem einzigen Punkt. Ein
Desaster zeichnete sich ab. Trainer Jiri Miksik schrie fast jede Rund zu,
dass wir unsere Positionen verbessern sollten. Doch dies war wegen des hohen Tempos
einfach nicht möglich. Rennschnitt; knappe 55 Km/h!
Mit
Weh und Not erspurteten wir in der zweiten Hälfte
noch 7 Punkte, was am Ende Rang 7 bedeutete.
Leider konnten wir unser Ziel(Platz
2 in der Gesamt-Madisonweltcupwertung abzusichern und somit frühzeitig das
Olympiaticket lösen) nicht erreichen, da ausgerechnet unsere schärfsten
Konkurrenten bei diesem Vorhaben, am Podest standen.
Sieger des Rennens wurden
die Tschechen Lazar/Blaha 12 Pkt., vor den Ukrainern Rybin/Jakovlev
11 Pkt. und den Slowaken Zabka/Liska 10 Pkt.
Punkterennen:
Franz konnte sich mit seinem gewonnenen Vorlauf für das Finale
qualifizieren, wo es mit einer Attacke des Japaners Ilgima, nach der ersten
Runde, auch schon ordentlich zur Sache ging.
Das
gesamte Rennen war von pausenlosen Attacken und Ausreißversuchen geprägt.
Jede Partie wurde aber über kurz oder lang wieder vom Feld zurück geholt.
Erst etwa bei der Hälfte des Rennens gelang es einem Quartett die erste Plusrunde
zu fahren. Mit dabei Llaneras(ESP), Pearce(USA), Lazar(UZE)
und unser Weltmeister Franz.
Nur wenige Runden später, zum selben
Moment als mitten im Feld ein Sturz geschah und Franz dadurch stark behindert
wurde(bitte nicht falsch verstehen!), gelang es Llaneras abermals sich
mit einigen Fluchtgefährten vom Feld abzusetzen und eine Plusrunde zu fahren.
Damit war dem bärenstarken Spanier(53 Pkt.) der Sieg nicht mehr streitig
zu machen. Silber ging an Wong(Hong Kong)33 Pkt., vor Pearce,
30 Pkt..
Franz(25 Pkt.), der bis zum bitteren Ende tapfer um jede Plazierung
kämpfte, erreichte Rang 7.
genaueres
hier:
1000m Zeitfahren:
Clemens
Selzer, unser junger Kilometermann, wollte nach seinem nicht gerade berauschenden
Weltcupeinsatz in Moskau(war gleichzeitig auch sein erster Einsatz) beweisen,
dass er zu mehr fähig sei, als nur zu einer 1:08,9 min.!
Diesmal
konnte sich aber Clemens selber vor Dummheit in den Arsch beißen.
Beim Antreten aus der Startmaschine bemerkte unser Jüngling, dass sein linker
Schuh nicht fix mit dem Pedal eingerastet war.
Um kein größeres
Missgeschick aufkommen zu lassen, konnte Clemens nur mit angezogener Handbremse
losfahren, wodurch er schon in der 1.Runde mehr als 4 Sekunden verlor. Mit einer
1:09,28er Zeit belegte unser Teambaby den 21 und vorletzten Platz. Sieger wurde
der Brite C.McLean(GBR) mit 1:01,689 min.
alle
Ergebnisse von Weltcup hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
2.04.2004: Thermen-GP - Bad Blumau, 150km - 2.Tchibocuprennen
Riebenbauer in bestechender Form!
Zunächst
einmal möchte ich den Streckenverantwortlichen mein Kompliment aussprechen.
Eine hervorragend abgesicherte- wunderschöne und für diese Jahreszeit
optimale Strecke, die, wie man sah, ausreichend schwer war, um nicht das gesamte
Feld im Massenspurt ankommen zu lassen!
Dieses Rennen, so meine ich, hat das
Zeug zu einem Frühjahrsklassiker! Schade nur, dass die Duschen nicht in der
Therme war!
Der
Wettergott meinte es gut mit uns. Während es in ganz Österreich regnete,
strahlte im äußersten Süden der Steiermark die Sonne. Und das
bei etwa 20°C!
Viele Attacken prägten die erste Hälfte des
Rennens.
Vorentscheidungen wurden von fast jeder Mannschaft gesucht. Doch aufgrund des
recht flachen, sehr windanfälligen Terrains und dem hohen Tempo des Feldes,
schaffte es keine Ausreißergruppe sich frühzeitig vom Pulk abzusetzen.
Während mir die Bergaufpassagen noch große Schwierigkeiten
bereiteten, konnte ich auf der Ebene schon wertvolle Dienste für meine Teamkollegen
errichten.
Ich sorgte für Tempo, beteiligte mich an diversen Attacken
und holte sogar Ausreißer wieder zurück.
Doch die wichtigste Arbeit
stand mir noch bevor. Kurz nach der Wende, bei etwa Rennkilometer 76, kamen bei
einem Massensturz unsere zwei Kapitäne(Summer und Scherzer)
zu Sturz. Während gleichzeitig vorne attackiert wurde, wartete ich auf Summer(der
erst Rad wechseln musste) und führte ihn, ohne auszuschwenken, bis auf wenige
Meter wieder ans Ende des Feldes heran. Damit war meine Arbeit für den heutigen
Tag getan - Keuch, Ächtz!!!
Von einer
8 Mann starken Spitzengruppe, konnten sich knapp vor Ende des Rennens, am letzten
Anstieg, noch drei Mann absetzten. Mit dabei U.Silar(SLO), F.McMaster(Volksbank)
und W.Riebenbauer(Hervis).
Im
Zielspurt setzte sich Riebenbauer die letzten
1000m an die Spitze und gab sie bis zum Zielstrich nicht mehr her. 2.Pl. ging
an Silar, Dritter wurde McMaster.
Mit 41 Sek. Rückstand
kam eine kleine
Verfolgergruppe
ins Ziel- den Spurt und damit den 4. Platz gewann Lokalmatador und Pechvogel J.Summer
vor P.Pichler(Resch&Frisch Wels).
Den Feldspurt gewann R.Weissinger(Volksbank) vor
P.Herman(Hervis)
Neuer Führender im Tchibocup - Werner Riebenbauer. genauere Ergebnisse Tchibocupstand:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
1.04.2004: Int. Bahnmeeting(Wr.Dusika-Stadion)
Slowaken Liska u. Zabka dominierten!
Viele Freunde rieten mir, auf Grund meiner noch nicht ganz abgeklungenen Bronchitis, auf das Rennen zu verzichten. Da aber das Weltcuprennen in Manchester(9.- 11.04.) schon nächste Woche am Programm steht, musste ich einfach dieses Bahnrennen nutzen, um nach meiner Krankheit halbwegs wieder in Schuss zu kommen!
Wie schon bei den vergangenen Bahnrennen auch, waren wieder einige Fahrer aus Ungarn, der tschech. und slowak. Republik angereist, um sich mit den österr. Elitefahrern zu messen.
Dass ich an jenem Abend gute Beine hatte, hatte ich der Kältekammer zu verdanken. Beim vormittagigen Straßentraining taten mir die Beine noch so derartig weh, dass ich auf ein Renneinsatz nicht einmal denken konnte. Daher startete ich den Versuch und schob 4 Std. vor Beginn des Rennens einen Durchgang bei -110°C ein. Der Versuch glückte! Mit einem 3. und einem 4. Platz konnte ich nicht unzufrieden sein.
Den
Omniumbewerb, dass aus einem Temporennen. u. einem Ausscheidungsrenn. bestand,
absolvierte der slowak. Repräsentant M.Liska am Besten. Für Bahnweltmeister
F.Stocher
und mir blieben nur noch die Ehrenplätze.
Das
30km lange Punkterennen wurde ebenfalls von einem
Slowaken
dominiert. Mit drei gefahrenen Plusrunden, waren dem Slowaken J.Zabka u.
dem Ungar A.Arvai, die beiden obersten Treppchen nicht mehr zu nehmen.
Da Zabka(86 Pkt.) fleißiger Punkte sammelte als Arvai(74 Pkt.),
durfte er am Ende auch ganz nach oben steigen.
Spannender verlief allerdings
das Rennen um den 3.Platz. Der Ungar A.Vig, 67 Pkt.-1Rd.,
der 3 Wertungsabnahmen vor Schluss noch einen 11 Punktevorsprung auf mich aufweisen
konnte, konnte sich gerade noch mit 1 Zähler Vorsprung ins Ziel retten und
den letzten Stockerlplatz für sich sichern.
4.Garber(Elk)
66 Pkt. -1Rd.; 5.Riebenbauer(Hervis)
43 Pkt. -1Rd..
Genauere
Ergebnisse hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
zurück
weiter
zu Juli
- Sept