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1.- 20.12.2003: Trainingslager Südafrika + Bahn 4-Tagerennen

Schon zum 2. Mal ging es heuer für mich nach Südafrika. Diesmal nicht, wie zuletzt in April, zu einem Bahnweltcuprennen, sondern zum Straßentrainingslager der Bahnfahrer. Neben F.Stocher und mir, kamen auch unsere beiden Jungs A.Bradley und M.Lexmüller in den Genuß, bei sommerlichen Temperaturen zu trainieren. Dieses fast dreiwöchige Unterfangen, wurde nur durch eine 4tägige Bahnveranstaltung, wo wir selbstverständlich mitmachten, unterbrochen. Dadurch ergab sich eine sehr kostengünstige Aufteilung der Spesen. Flugtickets +1 Woche Unterkunft zahlte der Veranstalter und für die restlichen 11 Tage(Unterkunft und Verpflegung) kam der ÖRV auf!

Beim Bahn- 4-Tagerennen bildeten wir(Stocher/Garber und Bradley/Lexmüller) das Team AUSTRIA, das gegen starke 6-Day-Fahrer, wie etwa Stam/Slippens(HOL), Risi/Marvulli(CH), Villa(ITA)/Van Zyl(RSA), Gilmore/De Neef(BEL) Aeschbach(CH)/Siedler(GER)..., an den Start ging.
Trotz guter Plazierungen beider Paare, gelang es uns nicht, die schon seit dem 1.Tag knapp vor uns liegenden Belgier, vom Stockerl zu stoßen. Platz 4 im Endklassement. Sieger wurde das Mixteam Slippens/Stam, Villa/Van Zyl.

Die 3.Woche wurde wieder ganz dem Straßentraining gewidmet, wobei wir des öfteren Trainingsgemeinschaften mit den Schweizern, den Deutschen, wie auch mit den Belgiern bildeten.

Ein großes Dankeschön gilt unseren Freund und Masseur "Flippi" North, der sich zur selben Zeit in Kapstadt aufhielt und uns massierte.

                              hier noch mehr Eindrücke dieser 3 Wochen:

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26.11.2003: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaften, 4000m EV u. Punkterenn;

                             Titeln für Garber und Stocher

Der 1. Tag der zweitägigen Bahnmeisterschaften hatte einige sensationelle Zahlen zu bieten. Dabei rede ich aber nicht von den gefahrenen 4000m Zeiten, sondern z.B. von einigen prominenten "Bahn-Heimkehrern"(Riebenbauer, Kohl, Scherzer, Berein, Wafler), die es nach längerer Bahnabstinenz wieder ins Wiener Holzoval verschlagen hatte. Auch die Tribünen waren rekordmäßig gefüllt. Gezählte 105 Zuseher waren gekommen, um das heutige Spektakel mitanzusehen. Das ist seit langem bei österr. Bahn-Staatsmeisterschaften ein Rekord und ein Plus von über 22% gegenüber dem Vorjahr! Und diese konnten sich wahrlich nicht über mangelnde "Action" beklagen. Denn Rekord-Massensturzorgien bei den Nachwuchskategorien standen an der Tagesordnung.

In der 4000m Einzelverf. wurde ich als klarer Favorit gehandelt. Da ich aber meinen mom. Zustand zu gut kannte, war ich im Vorfeld mit meinen Aussagen etwas vorsichtig. Zwei 6-Days, ein 1wöchiger Kuraufenthalt, sowie ein Ergo-Belastungstest am Vortag, waren sicherlich nicht die besten Vorraussetzungen für eine Meisterschaft. Mir fehlte förmlich die Kraft!

Trotzdem entschloß ich mich, gegenüber jeder Logik, mit meiner mäßigen Form und für diese Jahreszeit, für eine große Übersetzung(53x15). Ich versuchte mein eigenes Rennen zu fahren und mich nicht von Bradley´s schnellen Start beeinflussen zu lassen. Und meine jahrelangen Erfahrungen gaben mir recht! Ab der 4. Runde büßte Bradley kontinuierlich seinen Vorsprung ein, bis ich schließlich, etwa bei Halbzeit der Distanz, die Führung an mich reißen konnte und Sie nicht mehr hergab.
Bescheidene 4:48,46 min. reichten, um meinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Bradley(Bosch) holte mit 4:53,06 min. Silber vor MTBer M.Knopf(Gitti´s 2 rad shop Mattersburg) 5:00,89 min..
Mit weiteren Wahnsinnszahlen(52x12) sorgte MasterfahrerII K.Schöpf(Cycle Circle-benefit), der mit jener unglaublichen Übersetzung und einer Zeit von 5:08,70 min., den 8. Platz belegte.
Das OPEN ausgeschriebene Verfolgungsrennen gewann allerdings der Tscheche R.Ondryas(4:41,93 min)

Die ebenfalls OPEN ausgeschriebene Punkte-Staatsmeisterschaft, bekam auf Grund der ausländischen Gäste(Slowakei, Tschechien und Ungarn) und der schon oben erwähnten "Heimkehrer", seit langem wieder eine gewisse Würze. Hierbei möchte ich gleich ein gr. Lob an unsere Straßenfahrer machen, die sich nicht zu schade waren, bei Bahn-STMS an den Start zu gehen.

Mit schweren Beinen aus der Verfolgung und einer zu kleinen ausgewählten Rennübersetzung, versuchte ich so gut es ging, an den Fersen unseres Weltmeisters und meines Ex-Elk-Kollegen F.Stocher(URC NÖ Vers. Pressb.) zu bleiben. War er doch das heißeste Eisen für den Sieg.
Aber auch ihm merkte man seine 6-Day-Einsätzen an, die ihm erhebliche Probleme bereiteten, eine für Ihn normale Übersetzung zu treten. Trotzdem konnte er sich gegenüber allen Österreicher erfolgreich durchsetzten(Pl. 3 im OPEN-Rennen) und sich somit zum x-ten Mal in Folge mit dem Punktetitel krönen. Silber ging an mich.
Fakta-Profi W.Riebenbauer, der seit den Olymp.Spielen in Sydney 2000 wieder das erste Bahnrennen fuhr, schlug sich bravourös und holte mit der letzten Wertung Bronze. Das OPEN-Rennen gewann allerdings der Ungar Aurel Vig.

Bei den Damen war M.Brunngraber die herausragende Fahrerin der STMS. Sie holte alle Titeln ihrer Kategorie.

27.11.2003: Österr. Bahn-Staatsmeisterschaften; Scratch u. Madison

Schon beim Aufwärmen merkte ich, dass meine Beine fiter waren als noch am Tag zuvor. Ich wusste, dass der Sieg nur durch meine Person gehen konnte. Da aber Scratch ein Jolly Joker-Rennen ist, war Selbstüberschätzung fehl am Platz.

Bei der Hälfte der Distanz(7,5 km) konnte ich mich mit 7 Fluchtgefährten vom Feld absetzen und somit einige Gegner zur kraftraubenden Aufholjagd zwingen. Als uns das Feld etwa 20 Rd. vor Schluß, durch die enorme Führungsarbeiten der Tschechen wieder einholten, nahm sich Bradley ein Herz und attackierte abermals. Ich reagierte sofort und fuhr gemeinsam mit A.Arvai(HUN) und M.Blaha(CZE) auf Bradley´s Hinterrad, wo wir sich endgültig von unseren österr.Gegnern absetzen konnten und dem Ziel entgegenfuhren. Riebenbauer versuchte noch zu uns heranzuspurten, musste aber einsehen, dass die Post schon für ihn abgefahren war(Platz 4).
Im Zielspurt konnte ich die meisten Kraftreserven mobilisieren und verwies Arvai, Blaha und Bradley auf die Plätze. Bronzemedaillengewinner wurde F.Stocher.

 

17 Paare nahmen das 160 Rd. lange OPEN ausgetragene Madisonrennen in Angriff. Leider fanden sich nur 7 rein österr. Teams am Start ein, die um das begehrte Staatsmeistertrikot kämpften.
Bis zur Hälfte der Distanz entwickelte sich ein Dreikampf zwischen den Slowaken(Zabka/Liska), den Tschechen(Blaha/Subrt) und uns(Stocher/Garber), wobei Blaha/Subrt mit fortdauernder Distanz nicht mehr mithalten konnten.
Unter ständiger Kontrolle des gesamten Feldes, konnten Franz und ich, durch regelmäßiges Punkten, jeweils immer einen etwa 8-Punkte großen Vorsprung auf die Konkurrenz halten. Zabka/Liska kämpften sich zwar noch an 4 Pkt. heran, hatten aber schließlich im Finish, gegenüber uns, das nachsehen.
Bradley/Lexmüller(6.im Rennen) holten sich die Silbermedaille vor Scherzer/Selzer(12.Pl.)
Rennschnitt: 50,99 km/h.


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30.- 4.11.2003:  6-Day Grenoble(FRA)

              ...einrollen für München - Platz 7

Im Gegensatz zu den meisten anderen 6-Day´s, wird in Grenoble mit einem Punkte-Prämiensystem gefahren. Das heißt, man kann sich sein Taschengeld in Form von erspurteten Punkten erheblich aufbessern! Für mich war es die ganze Woche eine Gratwanderung zw. Körner sparen für das Münchner 6-Tagerennen und Geld verdienen !

Grenoble gehört sicherlich zu den angenehmeren 6-Tagerennen im Winterzirkus. Die vielen Showacts gaben den Athleten, zwischen ihren Bewerben, mehr Zeit zur Erholung und gleichzeitig das angenehme Gefühl, nicht unbedingt eine Sportmarionette zu sein!
                                                                        
   
Als Partner wurde mir ein junger franz. Fahrer(Chr.Riblon) zugeteilt, dessen 6-Tage-Erfahrungen noch in den Kinderschuhen lagen! Aber der franz.Vizestaatsmeister in der Mannschaftsverfolgung lernte schnell und so konnten wir im Laufe der Woche sogar einige Achtungserfolge einfahren.

Der einzige Wermutstropfen war lediglich eine kleine Unachtsamkeit meins Partner in der 4.Nacht, der zu langsam zur Ablöse runter kam und uns zu Sturz brachte! Für´s Schlafen und für die Regeneration der nächsten Tage war das sicherlich nicht gerade fördernd, aber in dieser Hinsicht bin ich hart im nehmen! Außer einige Hautabschürfungen und Blessuren trugen wir glücklicher Weise nichts davon.

Bis zum 3. Tag konnte ich behaupten, dass ich auf Sparflamme unterwegs war. Als aber Christoph mit der Gesamtbelastung langsam Probleme bekam, musste ich nun um so härter in die Pedale treten, um unsere Minusrunden noch halbwegs in Grenzen halten zu können! Mit einem 7. Gesamtplatz(besser als noch zu Beginn erwartet!) und leicht angeschlagenen Beinen, ging es dann in der selben Nacht noch nach München, wo ich mich schon seelisch auf die 6-Days-Qualen vorbereiten konnte.

Sieger wurde das Paar Aeschbach/Marvulli(CH) vor Sassone/Van Zyl(FRA/RSA) und den beiden Italienern Quaranta/Villa.

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6.- 11.11.2003:  6-Day München(GER)

                                      ein großes Ziel erreicht!

Gibt es ein schwereres 6-Day als München? Ich denke nicht.
Speziell die ersten beiden Tage waren für mich die Hölle. Da München sozusagen als inoffizielle Weltmeisterschaft der 6-Tagerennen gilt und sich viele deutsche Fahrer im eigenen Land beweisen mußten, wurde, um gleich zu Beginn klare Verhältnisse zu schaffen, dermaßen auf die Tube gedrückt, dass keine Jagd unter 55 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren wurde. Und das mit nur 88 Zoll(52x16)!
Für einen Nichtrundfahrtsfahrer wie mich, war Grenoble und München einer meiner größten Herausforderungen in meiner Karriere!

Nicht nur 1x schossen mir während den Jagden die Gedanken durch den Kopf aufzugeben, München den Rücken zu kehren und sich nie wieder diese Schmerzen anzugehen. Doch so leicht war das mit dem Aufgeben aber nicht! Immerhin waren viele Freunde und österr. Fans angereist(hierbei ein großes DANKESCHÖN), um mich hier, gemeinsam mit Franz, im Kreis fahren zu sehen. Weiters würden sich in Zukunft durch diese Aktion viele Verträge in Luft auflösen!

Das Licht am Ende des Tunnels sah ich nach der 3.Nacht. Auch wenn der Samstag für uns Fahrer verdammt lange war(2 Starts: Nachmittags- u. Abendprogramm) und dadurch die Regenerationsphase immer spärlicher wurde, konnte man bei der Konkurrenz eine spürbare Müdigkeit feststellen. Und das schlug sich auch vehement bei den Jagden nieder. Nur noch 53 km/h Schnitt!:-)) Noch müder wurden Sie in der Rest der Woche allerdings nicht mehr.

Doch dies reichte um wieder halbwegs "lockere" Beine zu bekommen. Ich würde sogar sagen, es fing mir sogar an zu rollen. Mit zahlreichen Rundengewinne und Achtungserfolgen(2.Pl. beim Ausscheidungsfahren, Top-Plazierungen unter den ersten 6, sowie Dernysiege durch Franz, ...), konnten wir sich von unseren umliegenden Konkurrenten, langsam aber sicher, absetzen, und sich sogar auf den 11.Gesamtrang verbessern. Die Krönung war allerdings für mich die Jagd in der vorletzten Nacht. Es lief bei uns Beiden dermaßen gut, dass wir mit den fünf stärksten Teams in der Nullrunde lagen. Das brachte uns zwar in der Gesamtwertung nicht weiter nach vorne, aber es gab uns für den Moment viel Motivation und Anerkennung einiger Fahrer!
Die Finalnacht mussten wir allerdings, auf Grund Franzis Halsschmerzen, im Peloton abspulten, wo wir wirklich nur noch das nötigste taten, um dieses 6-Day zu beenden. Mit 26 Minusrunden auf das Schweizer Superduo
Risi/Betschart, beendeten wir dieses Highlight, als erste rein österr. Paarung, auf Rang 10. Gesamtzweite wurden Gilmore/McGrory(BEL/AUS) vor den beiden deutschen Fahrern Kappes/Beikirch.

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3.10.2003:   Österr. Bahn-Sprintstaatsmeisterschaft; + ÖM-Bahn der Nachwuchsklassen

         Garber bleibt schnellster Bahnfahrer Österreichs

Naja, ehrlich gesagt kam ich mir eher wie eine alte Diesellok vor. Meine Beine waren lahm und es fehlte mir enorm an Schnelligkeit!
Wolfgang Kotzmann(RC Schnecke), der schon vergangenes Jahr versucht hatte mir den Sprinttitel streitig zu machen, war auch heuer wieder mein größter Kontrahent in dieser Disziplin. Hatte er sich doch jetzt speziell 1 Jahr für diese Meisterschaft vorbereitet!
Ein 200m Qualifikationslauf (Kotzmann gewann mit 11,6 sek., ich nur 6er mit 12,0sek.) entschied über die sechs schnellsten Athleten, die die Finalläufe in Angriff nehmen durften. Jeder musste 1x gegen Jeden fahren und dabei versuchen seinen Lauf zu gewinnen.
Als ich gleich zu Beginn in der ersten Sprintserie auf Wolfgang traf, kam es zum Showdown.
Jedem von uns war klar, dass derjenige, der diesen Lauf gewinnt, höchstwahrscheinlich auch der neue Sprintstaatsmeister ist. Der gelernte Konditor, der von Ex-Sprintstaatsmeister Ch.Meidlinger hervorragend in Sache Taktik beraten wurde, fuhr mit mir bis etwa 170m vor dem Ziel einen lupenreinen Schlepper. Als er mich schließlich nach meinem entscheidenden Manöver meinerseits, etwas zu forsch abdrängte und vom Kampfgericht auf den 2.Platz zurückversetzt wurde war die Sache gegessen. Meine restlichen Sprints gegen A.Bradley(Bosch), M.Willinger(Vöst), M.Lexmüller(Bosch), der nach einer Muskelzerrung aufgeben musste, und Bahnrookie M.Knopf(Merida), waren dann nur noch Pflichtläufe.

                      

Kotzmann, der zunächst noch alle seine Läufe in Angriff genommen hatte, aber den Weg zur Siegerehrung verweigerte, zeigte sich am Ende der Veranstaltung leider als ein sehr schlechter Verlierer. Platz 3 ging an M.Willinger vor M.Knopf, A.Bradley und M.Lexmüller.
Es ist wirklich schade, aber so wollte ich nicht Staatsmeister werden!
Wolfgang: Entweder du tretest als Protest(???) nicht mehr an den nächsten Sprinterläufen an, oder du akzeptierst die Entscheidung des Kampfgerichts wie ein Mann und tretest als guter Verlierer zur Siegerehrung an! Denk an die heurige Punkte-WM mit J.Llaneras.
Und was bitteschön kann z.B. Willinger dafür? Er hätte sicher auch gerne ein Siegerfoto mit allen 3 Gewinnern.

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