Berichte zurück                                                  weiter zum Bericht Okt. - Dez. 2003

27.09.03:
  Cupfinale in Klein Engersdorf, 74 km

                Kerschbaum siegt beim letzten Rennen

Mit traumhaften Wetter verabschiedete sich die heurige Radsaison beim traditionellen Cupfinale, einem Rundstreckenrennen über 74 km, in Klein Engersdorf.

Die erste Hälfte des Rennens war ich damit beschäftigt, meine von gestern sehr angeschlagenen Beinen(Text nächster Bericht), wieder in Schwung zu bekommen. Dabei machten es mir meine Kollegen und zahlreiche Konkurrenten mit ihren Ausreißversuchen, nicht gerade leicht.
W.Riebenbauer(Fakta), ein Siegesanwärter des heutigen Rennens, war ständig bemüht, da die Partien immer ohne ihn gingen, den Anschluß zur Spitze durch mühevolle Führungsarbeit herzustellen, um seine Siegeschancen am Ende des Rennens, auf Grund seiner Sprintqualitäten, bewahren zu können.

Dennoch schafften es 5 Mann vor Halbdistanz des Rennens dem Feld zu enteilen. Mit dabei J.Kugler(Bosch), P.Riedesser, R.Wafler(beide Elk), U.Silar(Merida) und Chr.Kerschbaum(Resch&Frisch).

Da die zahlenmäßige Überlegenheit in der Spitzengruppe aus unserer Sicht nicht schlecht war, übernahmen wir im Feld durch gleichmäßige Tempoarbeit das Zepter und ließen das Loch kontrolliert aufgehen. Trotz schon größeren Vorsprung der Fluchtgruppe, versuchten es dennoch viele einzelne Fahrer an die Spitzengruppe ranzuspringen, obwohl ihr Vorhaben, wegen zu starkem Gegenwind auf der Zielgerade, von vorherein zum Scheitern verurteilt war.
Als das Quintett von niemanden mehr einzuholen war, wurde es schließlich auch im Hauptpulk ruhiger! Erst Cupführender H.Morscher, der bis 3 Runden vor Schluß nicht vom Hinterrad Scherzers wich und bis stato nur sehr passiv fuhr, vermochte mit seiner Bärenstärke dem Feld zu entwischen. Platz 6 für den Vorarlberger! Den Feldspurt gewann P.Herman(Hervis) vor R.Garber(Elk) und R.Lauscha(Hervis).

Den Sprint der Spitzengruppe sicherte sich der Kärntner Ch.Kerschbaum, der R.Wafler, U.Silar, P.Riedesser und J.Kugler, auf die Ehrenplätze verwies.

Der Tchibocup-Endstand heißt somit; Morscher vor Scherzer und Matzbacher.

Die Klubwertung ergeht wie auch im vergangenen Jahr an das Team U-Elk-Haus Schrems.

                     mehr Bilder vom Rennen hier:        genauere Ergebnisse hier:       Tchibocupstand:

Auch heuer wurden 3 Persönlichkeiten mit dem Ehrenpreis "Goldene Banane" ausgezeichnet. Werner Riebenbauer für seinen Gatschhupfer beim Giro, mein Vater u. Erfolgstrainer Walter Garber für sein Lebenswerk, und die Fa. Wiesbauer für 25 Jahre Unterstützung des heimischen Radsports und dem Titelsponsoring der Österreich-Rundfahrt 2003.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

26.09.03:  Mährischer Silberhelm, Brünn; (Punkterenn. über 50 km)  

                      Dummer Fehler entschied um Sieg!

125 Runden, jede fünfte Runde Wertung, bei der 60. Runde und in der letzten Wertung doppelte Punkte, jede Runde 2 und 1 Punkt, und jeder Punkt ist 10 Tschech. Kronen Wert! Das sind im Schnelldurchlauf die Daten des wohl härtesten Punkterennens der Tschech.Rep.

Eigentlich hatte ich zwecks Schonung, für das am nächsten Tag stattfindende Cupfinale in Klein Engersdorf, nicht vor gehabt auf Sieg zu fahren. Aber als ich Anfang des zweiten Drittels in einer Spitzengruppe fuhr und reichlich Punkte sammeln konnte, kam bei mir wieder der Ehrgeiz raus.

Auf Grund meiner Kollegen(Bradley, Stocher, Schöpf, Graf, Selzer), die hervorragend im Feld für mich abstellten, konnte ich rundenlang und das aus taktischen Gründen, gemeinsam mit meinen Fluchtgefährten(Blaha, Kozubek, und noch 2 Tschechen), mit einigem Abstand hinter dem Feld, hinterher fahren und so viele Punkte sammeln, daß ich irgendwann meinen Punkteverlust auf diejenigen Fahrer aufholte, die schon eine Plusrunde schafften und dafür 20 Pkt. auf´s Konto gutgeschrieben bekamen, und die Führung im Rennen übernahm.
Aus taktischen Gründen wollte ich meinen schärfsten Kontrahenten(Blaha) als Vordermann haben. Daher lies ich, nachdem er aus der Führung kam, ein kl. Loch aufgehen, um ihn unmittelbar vor mir wieder einschwenken zu lassen. Doch er tat es nicht!

So lächerlich das auch klingen mag, aber ich konnte diese 3-4 Meter, auf meine Vordermänner, nicht mehr schließen. Selbst mit Hilfe von Blaha, gelang es mir nicht zu meinen Fluchtgefährten wieder aufzuschließen. Nachdem Kozubek schließlich ins Feld reinfuhr und dafür 20 Punkte kassierte und zuvor noch nebenbei 2 und 1 Punkt für jede Zieldurchfahrt bekam, war der Punktevorsprung des Tschechen, 25 Runden vor Schluß, und meine Schwäche schon so groß, daß ich das Ergebnis auf den letzten noch verbleibenden Wertungen, hätte nicht mehr umdrehen können.

Somit beendete ich das 49.7 km/h schnelle Rennen als Dritter hinter Kozubek und Blaha(beide Dukla Prag). Platz 11 ging an A.Bradley(Bosch).

P.Gelosky(U-Cycling Team) gewann sein Rennen in der U17 Kategorie, Karin Ruso(Elk-Sprint) belegte Pl.2 bei den Damen und P.Knezevic wurde 3. in der Juniorenklasse. Herzl. Gratulation!

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

25.09.03: Bahn-Staatsmeisterschaft, Elite 1000m u. Punkterenn. Jun, U17, U15, U13

                                       Garber holt 1000m Titel

Viele Freunde prophezeiten mir die Titelverteidigung. Doch so optimistisch war ich nicht. Ich wußte, daß ich gegenüber meinen Mitstreitern die meiste Erfahrung in dieser Disziplin hatte, doch was ich nicht wußte war, ob 10 Tage Training ausreichen würden, um gegen Fahrer, die noch voll in "Saft" standen und noch keine Saisonpause hatten, um Sie zu schlagen.

Sicherlich kann man sagen, daß ich mit einer Zeit von 1:08,339 min. und mit einem 1,1 sek. Vorsprung auf den zweitplazierten Andy Bradley(Bosch) überlegen gewonnen habe, doch ich mußte von den Zeiten des vergangenen Jahres ausgehen. Und da hätte mich Andy um ein paar Zehntel geschlagen.

Bradley: "Ich ärgere mich so derartig, weil ich so dumm war und mir eine zu kleine Übersetzung(50x15) auflegte. Das war die Chance, denn Garber wird nie wieder so langsam die 1000m fahren wie heute. Mit 51x15 od. 52x15 wäre es sicher spannend geworden od. sogar er zu schlagen gewesen!"

Die größte Überraschung am heutigen Tag lieferte auf jeden Fall der MTB-Fahrer Michael Knopf. Der Merida-Fahrer, der erst 2 Trainingseinheiten auf der Bahn absolvierte, konnte sich mit einer Zeit von 1:09,912 min. die Bronzemedaille vor M.Lexmüller(Bosch) 1:10,071 min. und W.Kotzmann(Schnecke) 1:10,098 min. sichern.

Die Punktemeisterschaft der Junioren verlief äußerst spannend. Nachdem C.Selzer(Myke Duck) und A.Graf(Burkert-Druck) das ganze Rennen fast punktgleich den Meistertitel entgegenfuhren und Graf es trotz größter Bemühungen nicht schaffte den sprintschnelleren Myke Duck-Fahrer abzuhängen, konnte Clemens, der vor der letzten Wertung knapp vor Andi lag, mit einer taktischen Meisterleistung den Sack zumachen und sich den Titel holen. Bronze holte sich G.Tazreiter(Scott Lattella). Sieger des offen ausgetragenen Rennen wurde der Ungar P.Barkoczi.

Bei den U17-Fahrer war es eine klare Angelegenheit für M.Kocner(U-Cycling Team). Nachdem es ihm gemeinsam mit L.Manak(CZE) und K.Sammer(RC-Tyrolia) gelang eine Plusrunde zu fahren, war die Sache gegessen.Sammer, der für mich die 2. Überraschung des Abends war, begnügte sich mit der Silbermedaille. Bester Punktesammler im Hauptfeld und damit Bronzemedaillengewinner wurde M.Singer(Burkert-Druck). Manak belegte Platz 2 im offen ausgetragenen Rennen.

D.Erber(A-Purgstall) war der Dominator in der U15/U13 Kategorie. Der Purgstaller kreiste als einziger all seine Konkurrenten ein und sicherte sich somit den Meistertitel im Punktefahren. St.Hoffman(U-Cycling Team) und O.Stmad(Burkert-Druck) belegen die Plätze 2 und 3.

Ein tolles Rennen gab es zum Abschluß des Tages. Wie schon des öfteren heuer, gab es ein Generationsmadison über 80 Runden. Dabei wurden die Fahrer, so gut es ging, nach ihren Stärken zugewiesen, um das Stärkeverhältnis auszugleichen und das Rennen spannender zu machen.
Mit großem Erfolg, wie ich meine!
Lange Zeit blieb das Feld, trotz hohem Anfangstempo, beisammen. Nur kurzzeitig konnten sich 5 Paare vom Feld lösen und wichtige Punkte erspurten. Dabei setzte sich das routinierte Paar P.Gelosky/Stocher am besten in Szene und gewannen das Rennen vor den Paaren Tazreiter/Kusztor(HUN), Patzl/Kronfuß, Singer/Garber und Lexmüller/Alfon.

Die Starteranzahl(11 Paare), sowie die Tatsache, daß es keine Stürze gab bewies, daß wir mit unseren Madisontraining(1-2 mal wöchentl.), mit unseren Jungs, auf dem richtigen Weg sind, ihnen diese Disziplin schmackhaft- und eventuell in einigen Jahren, eine Madisonmacht aus ihnen zu machen.

Gemütlich wurde es anschließend im Schweizerhaus. Beim gemütlichen Beisammensitzen mit einigen Radsportfreunden, wurde feuchtfrölich abgefeiert.

   hier einige Fotos vom Madison und der Feier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

21.09.03:  Wiener Ringstraßenrace; 5,5 km;   und Tchibocuprenn. in Vorarlberg, 156 km

            Stocher schneller am Ring als mit Auto erlaubt!

Im Zuge des autofreien Tages wurde, wie schon auch im vergangenen Jahr, auf der Wr.Ringstraße ein Radrennen für Kinder, Jedermann, Masters und Elitefahrer durchgeführt. Auf Grund des schönen Wetters waren tausende von Zuschauer zum Wr.Rathausplatz gekommen(wo sich Start und Ziel befand), um auch neben den einzelnen anderen Festattraktionen, das Radrennen der Elitekategorie anzusehen.

Obwohl heute in Vorarlberg der vorletzte Lauf des Tchibocups anstand, waren viele starke und namhafte Fahrer nach Wien gekommen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Selbst Athleten aus dem Ausland, wie Ex-Junioren-Qerfeldeinweltmeister Z.Mlynar(CZE) und der Sieger des letzten Tchibocuprennens, Tschechienlegionär P.Herman, scheuten nicht den weiten Weg, um in der Bundeshauptstadt an den Start zu gehen....- Bahnweltmeister F.Stocher(Elk), Vorjahresdritter Chr.Kerschbaum(Trodat), M.Willinger(Vöst-Linz), um hier noch einige zu nennen!

Die kurze Distanz und die Startattacke von T.Pumer(Denzel) sorgte von Beginn an gleich für hohes Tempo. Während immer wieder die Außenseiter vergebens versuchten dem Feld zu enteilen, ließen sich die Favoriten nicht aus den Augen und bewahrten die Ruhe.
Im Zielspurt war es dann Stocher, der nach einem langen selbstlancierten Endspurt und einem Siegerschnitt von fast 55 km/h, als Erster die Ziellinie überquerte. Überraschend stark fuhr der erstjährige Junior G.Tazreiter(Recheis-Lattella), dem es mit einem Tigersprung auf der Linie gelang, Bahn- und Sprintspezialist R.Garber(Elk) auf Platz 3 zu versetzen. Platz 4 ging an P.Herman(Hervis).

Kat.U23-Sieger wurde Florian Posch(Bosch-Junkers)

und in der Kat.Masters gewann Jens Rosenhäger(La Vitesse)

Beim Tchibocuprennen in Vorarlberg über 156 km, konnte sich, nach einem Massensprint und Zielfotoentscheid, der Volksbank Ideal-Fahrer Jochen Summer knapp gegen den Tchibocupführenden H.Morscher(Elk) durchsetzen. Platz 3 und 4 gingen an R.Weissinger(Vermarc GSIII) und R.Scherzer(Elk).

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

20.09.03:  Rundstreckenrennen in Mühlebach; 70 km

       Deutscher Bergmeister gewinnt Rundstreckenrennen!

Der Deutsche Rene Weissinger(Vermarc GSIII) gewann das 70 km lange selektive Rundstreckenrennen in Mühlebach, im Sprint vor F.Mc.Master(Volksbank-Ideal) und dem Deutschen Kriteriumspezialisten M.Schmidt(RSV Bruckmühl).
Das Elk-Team mußte sich diesmal nur mit einem 5. Platz von P.Riedesser und einem 9.Platz von R.Wafler zu Frieden geben.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

18.09.2003:  Stundenrekordfahren auf der Bahn

                                     Wetten dass...?

Mit diesen Worten wurde vor einigen Wochen eine Wette zwischen Oliver Nussbaumer(RSC Klausen-Leopoldsdorf) und Christian Langhammer(Bahnkoordinator) ins Leben gerufen.

Ausgangspunkt waren eigentlich 44 km/h Schnitt, die der Master I-Fahrer auf der Wr.Radrennbahn 1 Stunde lang fahren sollte. Doch Langhammer traute dem Burgenländer keine 40 km/h zu. Somit lag für Beide genug Stoff in der Luft, um eine 1.000.- Eurowette abzuschließen.

Noch kurz vor dem Start entschloß sich Nussbaumer, auf Rat von Karl Schöpf(Master-Bahn-Bronzemedaillengewinner 2003), die Übersetzung von 50:15 auf 48:14 zu wechseln. Sehr überzeugt von sich Selbst die Distanz zu schaffen, stellte sich Nussbaumer ohne sich aufzuwärmen, mit einem vom ARBÖ geliehenen und mit einem Scheibenhinterrad, 3-Spoke-Carbonvorderrad und Triathlon-Lenkeraufsatz bestückten Punkterad, an den Start.

Punkt 15.00 Uhr fiel der Startschuß.

Was mich an Oliver sehr verwunderte war, dass er, der als absoluter Rookie auf der Bahn gilt, sehr routiniert wegfuhr und schnell seinen Rhythmus fand. Mit konstanten Rundenzeiten drehte Nussbaumer, mit einem Schnitt von etwas mehr als 44 km/h, wie ein Schweizer Uhrwerk und angefeuert von einer Handvoll Fans, alleine seine Runden im Holzoval.
Und obwohl seine Sattelstütze, ab Km 20, langsam immer mehr reinrutschte und sein Sattel sich nach vor neigte, ließ der 31jährige nie Zweifel über ein Scheitern des Vorhabens aufkommen.
Mit ziemlich genau 44 km/h Schnitt(genauere Berechnungen sind noch im Gange) beendete Oliver Nussbaumer seine qualvolle Stunde und darf sich jetzt über 1.000.- zurecht verdiente Euros freuen.

Herzlichste Gratulation. 

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

14.09.2003:  Ende der Saisonpause!

Mein Körper wollte einfach nicht mehr! Obwohl ich nach der Bahn-WM konsequent weiter trainierte, wurden meine Leistungen von Woche zu Woche immer schlechter. Glücklicher Weise war ohnehin vom Nationalteam aus, vom 1.Sept. meine zweiwöchige Saisonpause geplant.

Dabei stellte ich mein Rad für 14 Tage in die Ecke und lies meinen Geist und Körper freie Hand. Bei diesem Unterfangen unterstützte mich in der 2.Woche das Steigenberger AVANCE Hotel im Thermenland Bad Tatzmannsdorf, die mir im Zusammenarbeit mit der Sporthilfe, trotz schlechtem Wetter, optimale Erholung mit diversen Behandlungsangeboten und kulinarischen Verführungen, boten. Dafür recht herzlichen DANK!

Nun heißt es Grundlagen-Ausdauerkilometer sammeln und einen gezielten Aufbau, für mein wohl wichtigstes Jahr in meiner Karriere, zu tätigen, wo die Bahn-WM(Juni) und die Olymp.Spiele in Athen(August) als gr. Ziel anstehen.

Die nächsten Renneinsätze:   21.09. Ringstraßenrennen
                                           25.09. Österr. Bahnstaatsmeisterschaft in 1000m Zeitfahren
                                           27.09. Tchibocupfinale in Kleinengersdorf  (Rundstreckenrenn)
                                           Nov.  diverse 6-Tagerennen   (z.Z. fix München vom 6.-11.Nov.)

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

30.08.2003:  Kriterium in St.Johann/T.; 54 Km

                         Regenspezialist setzte sich durch!

OK., über das heurige Wetter darf man sich eh nicht beschweren. Aber musste ausgerechnet an meinem letzten Rennwochenende(vor meiner Saisonpause) der Herbst, mit Kälte und Regen, Einzug nehmen?

Auch wenn dies nicht gerade meine Lieblings-Naturelemente sind, ging ich recht motiviert ins Rennen. Zu mindest was die Unterstützung im Rennen für meine Klubkollegen betraf.
Leider musste ich am Start aus den hinteren Reihen starten, da ich die Startaufstellung einwenig verschlafen hatte. Somit war ich in den ersten Runden, anstatt meinen Kollegen zu unterstützen, mit Löcher stopfen beschäftigt. Da meine Form auch nicht mehr die Beste ist, konnte ich logischer Weise nach einiger Zeit auch nicht mehr das Feld halten und riss ab. Als mich die Spitze kurz vor der Hälfte der Distanz überrundete, war für mich das Rennen gelaufen. Ich stieg ab!

Um so bemerkenswerter fand ich die Leistung von M.Fischerlehner(Elk), der trotz einer Schnittwunde an der linken Innenhandfläche das Kriterium für sich hat entscheiden können und die beiden Kriteriumspezialisten P.Pichler(Resch&Frisch) und M.Comploi(Burghausen) auf die Plätze 2 und 3 verwies.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

31.08.2003:  Straßenrennen in St.Johann/T.; 154 Km, Tchibocup

                          Scherzer wie im Vorjahr siegreich!

Als Erstes möchte ich an den Veranstalter Hrn.Baumann appellieren, die Startzeit(8.00 Uhr) etwas nach hinten zu verlegen. Einerseits weil es nicht notwendig ist in der Kälte zu starten und andererseits es sehr schwer ist, zwischen 5.00 und 6.00 Uhr Morgens, Frühstück zu bekommen! Und das ist nicht nur meine, sondern auch die Meinung Vieler im Starterfeld.

Bei strömenden Regen und Kälte(+12°C) fiel um Punkt 8.00 Uhr der Startschuß zum drittletzten Tchibocuprennen des heurigen Jahres. Das Grundtempo auf dem Hochgeschwindigkeitskurs wie immer recht hoch, sodaß sich bis zur Hälfte des Rennens, trotz vieler Ausreißversuche, keine Fluchtgruppe hat entscheidend absetzen können.
Erst in der 2. Hälfte war ein Quintett, bestehend aus dem Deutschen U.Müller(RC Dresden), R.Probst(Bike Pallast) und den 3 Elk´lern Riedesser, Wafler und Scherzer, erfolgreich, die ursprünglich aus 2 Ausreißerguppen bestanden und sich dann zusammen formierten. Während das Feld, kurz vor Ende des Rennens, mit etwa 3 Minuten Rückstand hinter der Spitze hinterher fuhr, gab es vorne einen wahren Schlagabtausch zwischen dem stark fahrenden Müller und den Elchen.
Immer wieder holte der Deutsche den zuletzt attackierenden Elk-Fahrer zurück und hielt das Rennen bis zum Schluß offen. Als er auch noch den Zielspurt eröffnete, schien es bis kurz vor der Ziel, als ob er sogar das Rennen für sich entscheiden könnte. Doch R.Scherzer, der als einziger der Spitzenfahrer den Antritt Müllers mitzugehen vermochte, erwischte Ihn knapp vor der Linie und durfte sich über seinen 8. Saisonsieg freuen.
Platz 3, 4 und 5 ging an R.Wafler, R.Probst und P.Riedesser, der noch kurz vor dem Ziel den Anschluß seiner Fluchtgefährten verlor.
Den Feldspurt gewann R.Lauscha(Hervis) vor dem Deutschen M.Herder. Tchibocupführender H.Morscher belegte Rang 8, der jetzt nur noch mit 1 Cuppunkt vor seinem größten Rivalen R.Scherzer liegt.

 genauere Ergebnisse hier:       Tchibocupstand: 

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

24.08.2003:  43.Burgenlandrundfahrt, Tchibocup -165 km

                   Sieg an Hervis-Legionär Peter Herman

Mein Kommentar zum heutigen Rennen an meine Person lautet:  Tilt! Game over- No Bonus!

Zu hoch waren die Strapazen der letzten 48 Std. gewesen. Zwei intensive Kriterien gefahren, viele Stunden im Auto verbracht, und wenig Schlaf(Regeneration)! Aber nicht nur ich hatte mit diesen Problemen zu kämpfen, sondern auch der Großteil meiner Mannschaft.

Bei brütender Hitze und einem Streckenprofil der einer Achterbahn glich, wurde die 43.Auflage der Burgenlandrundfahrt regelrecht zum Ausscheidungsrennen. Von 95 gestarteten Athleten, sahen nur 35 das Ziel!

Schon nach 17 km, beim 1. Scharfrichter des heutigen Tages, forderte der Bernsteiner Berg seine ersten Opfer. Der steile Anstieg zerriß das Feld in mehrere Gruppen, wobei sich auch kurzzeitig eine 5 Mann Spitzengruppe bilden konnte. Selbst der Geschriebensteiner Berg führte zu keiner endgültigen Entscheidung.
Erst bei Km 103, als viele Ausreißer, die ihr Heil in der Flucht suchten, immer wieder vom Feld zurückgeholt wurden, konnten sich 5 Fahrer(Obwaller, Rucker, Matzbacher, Herman und der überraschend stark fahrende Leopold) entscheidend vom Feld absetzen. Als das Quintett zum Zielspurt antrat, hatte Hervis-Pilot P.Herman noch die meisten Kraftreserven und verwies A.Matzbacher(Rapso) und Elk-Fahrer St.Rucker, der noch 2 Attacken kurz vor dem Ziel fuhr, auf die Ehrenplätze.

Die nächsten Ränge gingen an H.P.Obwaller(Merida), H.J.Leopold(Velox Opel Eitweg), M.Vandelli(Resch&Frisch), U.Silar(Merida), A.Knapp(Resch&Frisch), F.Stocher(Elk), Ch.Pömer(Hervis) und dem 10. J.Summer(Volksbank-Ideal).

Die Mannschaftswertung ging an das Team Elk-Haus, vor Resch&Frisch und Merida Graz. Dadurch ist den Elchen die Cup-Gesamtmannschaftswertung auch nicht mehr zu nehmen. Anders aber noch in der Einzelwertung! Gesamt-Zweitplazierter R.Scherzer hat zwar immer noch theoretische Chancen auf den Gesamtsieg, hat aber auf Grund seiner heutigen Aufgabe, H.Morschers Chancen erhöht.

Auch mein Freund und Marokko-Sparringpartner Hubert "Ironator" Hammerl war am Start, um wichtige Rennkilometer zu trainieren.

 genauere Ergebnisse hier:       Tchibocupstand:           mehr Fotos vom Rennen hier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

23.08.2003: Kriterium in Oberwart; 46 km

                                   3fach Triumph der Elk´ler!

Am Abend noch in Tirol und am nächsten Tag in Burgenland! Trotz schwerer Beine vom gestrigen Rennen und vom vielen Autofahren, war das heutige Rennen ein totaler Erfolg unserer Mannschaft! Gleich 7 Elk´ler, von neun gestarteten, plazierten sich unter den ersten 10.

Mit einer Startattacke eröffnete J.Summer(Volksbank-Ideal) das Rennen, wobei er mit dieser Aktion den Rennschnitt, der auch bis zum Schluß anhielt, sofort auf 46 km/h trieb. Nachdem wir Summer 2 Runden später wieder einfingen, bliesen wir zum Marsch.
Wir attackierten so lange das Feld an, bis sich schließlich aus unserer Sicht die richtigen Fahrer in einer Spitzengruppe wiederfanden. 3 Elk-Fahrer(Riedesser, Morscher, Rucker) konnten sich nach harter Arbeit, gemeinsam mit dem Deutschen J.Pocha(Hofbräu Stuttgart) und P.Kasis(Hervis), erfolgreich vom Feld absetzten. Als Pocha die anschließende Wertung gewann, wussten meine Leute, dass mit ihm nicht zu Spaßen war. Also attackierten Sie den Deutschen so lange an, bis er schließlich kapitulieren musste, abriss, und vom Feld eingeholt wurde, und im Endklassement auf Rang 6 fuhr.

Da Kasis anscheinend keine Konkurrenz war, fuhren meine Kollegen mit ihm recht harmonisch, mit einem etwa 20- 25 Sek. Vorsprung, bis ins Ziel, wobei sich H.Morscher den Sieg vor St.Rucker und P.Riedesser holte.
Während meine übrigen Kollegen(angeführt von Bahnweltmeister F.Stocher) das Feld in Schach hielten, versuchte ich auf den letzten 10 Runden, mit einer Gewaltattacke, noch zur Spitze aufzuschließen, um noch ev. meinen 8 Platz verbessern zu können. Jedoch war der Abstand zum Führungsquarttet schon zu groß, sodass ich bis ins Ziel alleine habe fahren müssen. Platz 7!

R.Scherzer(Elk) fuhr auf Rang 5, M.Fischerlehner(Elk) auf Rang 8, Ch.Kerschbaum(Resch&Frisch) auf Rang 9, und F.Stocher(Elk) auf Rang 10.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

22.08.2003:  Kriterium in Hall/Tirol; 45km

                             Doppelsieg für Elk-Team

Obwohl ich mir nach der Kriteriumserie ein rennfreies Wochenende gönnte, hatte ich in den vergangenen Tagen mit großen Motivationsproblemen und Trainingslustlosigkeit zu kämpfen. Warum? Wahrscheinlich weil kein gr. sportliches Ziel mehr vor Augen war und es mir im Training nicht rollte. Hinzu kam, dass schon in 1 Woche meine Saisonpause anstand!

Doch schnelle kleinere Kriterien, auch wenn Sie am ganzen Kurs mit Pflastersteinen belegt und einfach unrund zu fahren waren, waren bei mir noch immer drin. Erstmals in diesem Jahr standen wir komplett zu Zehnt am Start, wo wir auf Mannschaften aus Deutschland(GAT und Burghausen) und Italien(Bata-Bozen) trafen, die gleichzeitig dem Rennen einen internationalen Touch gaben.

Wichtig war bei den engen Gassen der Start! Denn wer sich bei der Startaufstellung hinten aufstellte, hatte kaum Chancen die entscheidende Attacke von 4 Fahrern(einem Italiener, P.Pichler, R.Scherzer und M.Fischerlehner), nach der 1.Wertung, mitzufahren. Während sich die Burschen vorne mit einem Zeitvorsprung von etwa 20-25 Sekunden die Wertungssprints untereinander ausmachten, kontrollierte ich mit meinem Team das Hauptfeld, wo immer wieder einzelne Fahrer versuchten auszureißen, um ev. zum Führungsquarttet aufschließen zu können.

Auf den letzten Runden schafften esdennoch einige Fahrer einzeln zur Spitze aufzuschließen, konnten aber am Endklassement der Ersten nichts mehr ausrichten. Ich konnte trotz meinem gewonnen Feldspurt nur noch auf Rang 11 spurten.
Sieger wurde M.Fischerlehner vor R.Scherzer und P.Pichler(Resch&Frisch).

PS: Nach dem Rennen, direkt am Kurs, lud mich eine Familie Garber(Namensvetter) auf ein Getränk ein. Witziger Weise hieß der Corner vor Hrn.Garbers Lebensmittelgeschäft auch noch Garbereck! Danke nochmals an die Familie für die nette Einladung!

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

11.08.2003:  Bahnmeeting in Oberhausen

Über solch eine Bahnveranstaltung kann Österreich nur träumen. Etwa 4000 sportbegeisterte Zuseher waren zum Traditionsrennen nach Oberhausen gekommen, um bei Oktoberfeststimmung ihre Stars hautnah zu erleben. Nicht weniger als 4 frischgebackene Weltmeister konnten neben den bekanntesten und weltbesten 6-Day-Fahrer für diesen Abend verpflichtet werden. Neben Marvulli(Scratch, Madison), Roberts(4000m Mannschaftsverfolgung) und Risi(Madison), durfte auch F.Stocher hier sein Regenbogentrikot präsentieren.

Beim Omniumbewerb, das aus einem Punkterennen, Ausscheidungsfahren. und einem Dernyrenn. bestand, konnten wir den ausgezeichneten 2 Rang erkämpfen. Geschlagen wurden wir nur von 2 bekannten Italiener, M.Villa mit Partner I.Quaranta(beide Saeco).

Beim Hauptbewerb, einem 50km langen Madisonbewerb, mussten wir 5 Paare den Vortritt lassen. Aber auf Grund der Umstände, dass dies seit der WM mein 9.Renntag war, war ich mit dem 6.Pl. vollkommen zufrieden.

Sieger der "Stundenjagd" wurde das Paar McGrory(AUS)/Weispfennig(GER) vor Risi/Betschart(beide CH), Liska/Zabka(SLK) und Kappes/Beikirch(GER).

        mehr Bilder vom Rennen hier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

10.08.2003: Tchibocuprennen in Gleisdorf; 149 km

                    Team Volksbank spielte erste Geige!

Gestern konnten wir mit 5 Mann(der Rest fuhr 2 Renn. in Deutschland) das Feld noch so einigermaßen kontrollieren, aber beim heutigen Cuprennen war die zahlenmäßige Überlegenheit der anderen Teams einfach zu hoch.

Gleich als der Rennleiter den offiziellen Start außerhalb von Gleisdorf freigab, war es das Team Volksbank-Ideal, die das Rennen sofort mit zahlreichen Attacken eröffneten. Dabei konnten sich gleich 4 der Orangenen erfolgreich in einer 14 Mann Spitzengruppe vom Feld absetzen. Aus unserer Reihe war es nur R.Scherzer, der die richtige Post erwischte.
Trotz intensiver und kilometerlangen Bemühungen des Teams Resch&Frisch(um Kapitän P.Pichler) das Loch wieder zu schließen, bauten die Ausreißer ihr Vorsprung immer weiter aus. Starke Leistung der beiden jungen Boschfahrer A.Bradley und F.Posch, die, bis zu ihrer Einholung kurz vor Ende des Rennens, lange gemeinsam zwischen Spitze und Feld fuhren.

Scharfrichter für viele Athleten war der etwa 15%ige kurze Anstieg in der Finalrunde, der 4 mal zu bewältigen war. Im Laufe dieser Runden gelang es Scherzer mit seinen Attacken die Spitze zu sprengen, bis schließlich nur noch W.Faltheiner(Merida) und P.Hungerbühler(Volksbank-Ideal) über blieben. Im Zielspurt hatte allerdings Hungerbühler die schnellsten Beine des Trios, wobei er Scherzer und Faltheiner auf die Ehrenplätze 2 und 3 verwies.
Vierter wurde A.Hansen(Merida) vor A.Steurer(Denzel) und McMaster(Volksbank). Tchibocupführender H.Morscher(Elk) musste wegen einer Magenverstimmung das Rennen vorzeitig aufgeben, konnte aber noch seine Führung im Cup, gegenüber Scherzer, mit 11 Pkt. erfolgreich verteidigen. Stocher und ich stiegen auch frühzeitig vom Rad, da wir am nächsten Tag eine WM-Revanche(Bahnmeeting) in Deutschland zu fahren hatten.

             genauere Ergebnisse hier:       Tchibocupstand:    

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

9.08.2003:  Linzer Innenstadtrennen; 54 km

              Haselbacher knapp vor Weltmeister Stocher!

Linzer Innenstadtrennen- Das letzte der 6 aneinander folgenden Kriterien in dieser Woche. Wie schon auch am Vortag, wurde dieses Rennen nur mit einer Schlusswertung ausgetragen. Ein viereckiger Kurs mit relativ breiten Kurven sorgten für wenig Bremsmanöver und somit für ein hohes Grundtempo jenseits der 50 km/h-Marke!

Natürlich wurde diese Marke auch von den vielen Attacken und Ausreißversuchen der verschiedensten Fahrer in die Höhe getrieben. Solovorstöße waren daher von Haus aus zum Scheitern verurteilt. Nur wenige Gruppen schafften es, sich mehr als 5-6 Runden an der Spitze zu halten, bevor Sie immer wieder vom heranrasenden Feld geschluckt wurden.
Doch 8 Fahrern gelang es trotzdem, sich 15 Runden vor Ende des Rennens entscheidend vom Feld abzusetzen. Mit dabei viele Siegesanwärter, wie z.B. Bahnweltmeister und Sieger des gestrigen Rennens in Bad Ischl F.Stocher(Elk), Gerolsteiner Profis R.Haselbacher u. P.Wrolich, B.Eisel(Team-FdJ), Kriteriumspezialist P.Pichler(Resch&Frisch), B.Conte(ITA), sowie die beiden, für den Veranstalterverein Hervis-Copyright fahrenden Athleten, A.Homolka und Ch.Pömer.

Enormen Druck in der Spitze machte R.Haselbacher. Trotz Sturzes, kurz nach der Hälfte des Rennens, schaffte der TdF-Sturzpilot 6 Runden vor Schluss, sich von der einst 7 Mann-Spitze, gemeinsam mit Pömer und Stocher, abermals abzusetzen. Dabei rettete sich das Trio, mit nur wenigen Metern vor den Verfolgern ins Ziel, wo Haselbacher sich knapp vor Stocher und Pömer hat durchsetzen können.
Pichler, Homolka, Conte, Wrolich und Eisel landeten auf die nächsten Plätze.

Die aktive Fahrweise und die erspurteten Prämien meinerseits, geben mir immer mehr Zuversicht in nächster Zeit, an meiner guten Form vor meinem Sturz, wieder Anschluß zu finden. Ich beendete das Rennen ca. als 15.

mehr Fotos vom Rennen hier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

8.08.2003:  Kriterium in Bad Ischl, 56 km

         Erster Sieg im Regenbogentrikot für F.Stocher!

Ein großes Lob an den Veranstalter und den Organisatoren, die mitten im Zentrum von Bad Ischl ein hervorragendes Rennen auf die Beine stellten. Eine Spaghettiparty vor dem Rennen für alle Athleten, Showbühnen mit Live-Act, 2 tolle Sprecher, sowie ein hochkarretiges Fahrerfeld, waren ein Garrant, für das kommen tausender Zuschauer. Anziehungsmagneten waren sicherlich FdJ-Profi B.Eisel, wie natürlich auch die beiden frischgebackenen Bahnweltmeister F.Stocher(Elk) und 6-Day-Spezialist B.Risi(CH), mit Partner K.Petschart(CH).

Langsam aber doch bemerke ich wieder einen Aufwärtsschwung bei meiner Form. Ich konnte mich schon längere Zeit an vorderen Positionen halten und gewann sogar 2 Prämien.
Pausenlose Vorstöße vieler Fahrer, sowie viele eingeläutete Prämien, trieben schon in der Anfangsphase des Rennens den Rennschnitt mächtig in die Höhe. Die richtige "Post" zu erwischen, war natürlich Erfahrungssache! 18 Runden vor Schluss, setzten die Favoriten zur entscheidenden Attacke an und enteilten erfolgreich dem Feld. Mit dabei z.B. die beiden Regenbogentrikots, mit Stocher/Risi, Lokalmatador Valentin Zeller(Bike-Palast), Roland Wafler(Elk), sowie Ex-Ö-Rundfahrtssieger M.Vandelli(Resch&Frisch).
5 Runden vor Ende des Rennens attackierte Wafler aus der Spitzengruppe, wobei Zeller(mit Stocher am Hinterrad) von den restlichen Fahrern am schnellsten reagierte und mit dem Elkfahrer mitfuhr, und sich wiederum von der Meute absetzen konnte. Was nun folgte war klar. Zahlenmäßig überlegen, attackierten die beiden Elche abwechselnd den Lokalmatador an, um eventuell eine Vorentscheidung herbei führen zu können. Wussten Sie ja, dass Zeller(auch als Veranstalter dieses Rennens), auf einen für sich ausgesuchten maßgeschneiderten Kurs, im Sprint schwer zu besiegen wäre!
Vom Siegeswillen getrieben, parierte der Bad Ischler jede Attacke der Rotgrünen, bis er sich schließlich erst im gemeinsamen Zielspurt, nur dem Bahnweltmeister F.Stocher geschlagen geben musste. Den Zielspurt der Verfolger und damit den 4.Platz, holte sich der Schweizer B.Risi. Ich konnte mit einen gewonnenen Feldspurt, vor Zeitfahrstaatsmeister A.Bradley(Bosch), noch den 8.Platz erringen.

Bedauerlicher Weise musste B.Eisel, nach einem Sturz, mit einem unbehebbaren Materialdefekt das Rennen beenden.

mehr Fotos vom Rennen hier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

7.08.2003: Kriterium in Freilassing,GER;

                   Fischerlehner zum 2x in dieser Woche!

Gleich hinter der Mozartstadt links! So könnte man die geographische Lage, das in Deutschland liegende Freilassing, beschreiben.
Auch heute säumten wieder, trotz brutaler Hitze(+35°C), verhältnismäßig viele Zuseher die Strecke, die gleichzeitig auch für tolle Stimmung sorgten.

Langsam aber sicher geht es mit mir wieder bergauf. Mein ausgepowerter Körper scheint sich wieder zu regenerieren. Leider ist aber mein Zustand bei weitem noch nicht so fortgeschritten, dass ich schon Rennen ganz vorne mitentscheiden könnte. Anders aber bei Martin Fischerlehner!
Bis zur Hälfte der Distanz, bevor sich eine 8 Mann starke Spitzengruppe aus dem Staub machen konnte, bekam Martin von uns vollste Unterstützung, die er für dieses Rennen benötigte. Wertungen wurden angeführt, Löcher wurden für ihn geschlossen, und viele Aktionen mehr.

Ab der Hälfte konnte er nur noch auf F.Stochers Hilfe zurück greifen. Gemeinsam in der Spitzengruppe fahrend, schafften sie es dennoch, gegenüber P.Pichler(Resch&Frisch) und den stark fahrenden und motivierten Deutschen Fahrern, sich durchzusetzen.
Mit 5 Pkt. Vorsprung gewann Martin Fischerlehner vor St.Kink(Burghausen,GER) und mit 13 Pkt. vor P.Pichler. Stocher und Garber belegten die Plätze 8 und 9.

In der Pension Stiedelbauerhof in Seeham am Obertrummer See, wo wir hervorragend untergebracht und verköstigt worden waren, durfte ich als Stadtmensch zum ersten Mal eine Kuh melken! Nicht leicht, sag ich nur!        

mehr Fotos vom Rennen hier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

6.08.2003:  Kriterium in Bad Hof Gastein, 45 km

                                 Fotofinish für Scherzer

Obwohl ich gestern nicht an den Start ging und mir 1 Tag Auszeit gönnte, fühlte ich mich um nichts regenerierter! Wenigstens kam mir aber der relativ lange Kurs entgegen. 25 Runden waren zu absolvieren, mit 5 Wertungsabnahmen.

Unser stärkster Mann am heutigen Tag war R.Scherzer, dem wir so gut als möglich unterstützten, da am Ende die Entscheidung mit nur 5 Wertungen sicher sehr knapp ausfallen würde. Und genau so war es auch. Der Österr. Kriteriumspezialist M.Comploi, der für den Deutschen Sportverein Wacker Burghausen fährt, lies Scherzer das ganze Rennen über nicht aus den Augen und lieferte sich mit ihm spannende Sprintduelle.
Erst die allerletzte Wertung entschied gegenüber den Beiden über Sieg oder Niederlage. Dabei konnte sich Scherzer mit Fotofinish hauchdünn gegen Comploi durchsetzen und ihn auf den Ehrenplatz verweisen. 3.Platz ging an den Deutschen T.Heimkreitner(RSV Bruckmühl).

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

5.08.2003:  Kriterium in Saalfelden, 52 km

                  St.Rucker in Saalfelden erfolgreich!

Das gestrige Rennen durfte mir doch mehr gekostet haben als noch vermutet. Bei einer kleinen Trainingsausfahrt am Vormittag mit meinen Kollegen bemerkte ich, dass ich muskulär völlig am Sand war und es richtig wäre, das heutige Rennen auszulassen. Und das tat ich auch.

Bei diesem technisch anspruchsvollen Kurs, mit gepflasterten Teilstücken und engen Bergabpassagen, konnten sich gleich nach einem Sturz, in der allerersten Kurve, 8 Mann erfolgreich vom Feld lösen. Mit dabei z.B. Kriteriumspezialisten aus Deutschland(Comploi, Weissinger), Vize-Bergstaatsmeister M.Moser(Bike-Palast), sowie die beiden Elk-Fahrer M.Fischerlehner und St.Rucker.
Rucker kam mit dem winkeligen Kurs und der brutalen Hitze(+35C) am besten zurecht und konnte M.Comploi(Burghausen) und sowie den gestrigen Dritten R.Weissinger(Vermarc GSIII) auf die Plätze 2 und 3 verweisen. Bahnweltmeister F.Stocher belegte den 11.Rang.

    mehr Fotos vom Rennen hier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

4.08.2003:  Kriterium Salzburg, 65 km

                     Fischerlehner siegt in Salzburg!

Wer dachte, dass ich nach der Bahn-WM Urlaub machen würde, der hatte sich getäuscht! Schon 1 Tag nach meinem Madisonbewerb stand ich mit meiner Mannschaft bei einem Kriterium in Salzburg am Start. Und sieben Renntage sollten noch folgen!!!
100%ig erholt war ich von den gestrigen Strapazen nicht, sodass ich vielleicht auf Sieg fahren konnte, aber gewisse Arbeiten wie etwa Tempo machen oder Sprints anführen, waren schon drin!
Vom Start weg hatte ich erstmal große Mühe überhaupt an die Spitze des Feldes zu kommen. Einerseits wegen meiner schlechten Startposition die ich hatte und der Startattacke eines Deutschen Fahrers, und andererseits wegen dem "Ziehharmonikasystem" beim Antreten aus jeder Kurve.

Schon in den ersten beiden Wertungen erwies sich, dass Martin Fischerlehner die flinkesten Beine von uns Elk´lern hatte. Daher unterstützten wir ihn in jeder Lage so gut es ging. Unsere größten Gegner waren 2 Deutsche Mannschaften aus Burghausen und Kempten, sowie der Österr.Vize-Bergstaatsmeister Martin Moser(Bike-Palast), die uns keine ruhige Minute gönnten und pausenlos attackierten.
Schweineanstrengend waren die beiden langen Ufergeraden entlang der Salzach, wo einige Fahrer, auf Grund des hohen Tempos, einfach nicht mehr mithalten konnten und vom Feld abrissen. Ebenso auch ich! Fischerlehner gewann das Rennen vor den beiden Deutschen R.Weissinger(Vermarc GSIII) und S.Kink(Burghausen).

Schwarzer Tag von Österreichrundfahrtssieger G.Glomser(Saeco). Bei seinem zweiten Sturz in diesem Rennen, erlitt der Salzburger Radprofi schwere Brustbein- und Rippenprellungen. Wir wünschen ihm baldige Genesung.


30.07.- 3.08.2003:  Bahn-WM in Stuttgart

Scratch:
Ich bin keiner der Ausreden erfindet! Fakt ist aber, dass ich an meiner Form, seit meinem Sturz vor 2 Wochen in Prostejov, schwere Einbußen in Richtung Kraft und Ausdauer habe hinnehmen müssen. Daher entschloß ich, auch wenn diese Bahn zu den schnellsten der Welt gehört, meinen obligatorischen Sicherheitsgang(52/15 mit kl. Hinterradreifen) zu fahren.

Aber schon als es das erste Mal richtig zur Sache ging, merkte ich, dass mir der Gang zu klein war. Um den Schaden in Grenzen zu halten, hieß es, so gut es geht zu pokern und nur mit jenen Fahrern mitzufahren, die eine potentielle Gefahr auf eine Plusrunde darstellten. Da aber das Grundtempo des Feldes extrem hoch war, schafften es kaum Ausreißer länger als 3-4 Runden in Front zu bleiben.
6 Runden vor dem Ziel wurde derart gefetzt, dass ich schon vor dem eigentlichen Zielsprint anfing zu übersäuern und keine Chance mehr sah, eine vordere Platzierung einzufahren. Platz 10 im Scratch.
Sieger wurde wie im Vorjahr der Schweizer Franco Marvulli, der R.Sassone(FRA) und J.P.Van Zyl(RSA) auf die Ehrenplätze verwies.

Punkterennen:
Wer hätte sich das gedacht? Mit einer Wildcard zum Weltmeistertitel! Waaaaahnsinn!!!
Franz war schon mehr als überreif für diesen Titel. Mit einer enormen Ruhe und Zurückhaltung in der Anfangsphase und einem fulminanten Mittelteil, konnte Franz auf seinen härtesten Gegner J.Llaneras(ESP), einen 6 Punktevorsprung rausfahren. Dies reichte, auch wenn ihm der Olympiasieger noch 1x 3 Punkte in der Endphase hat abnehmen können, um sich mit einer Manndeckungstaktik auf den letzten Runden, den langersehnten Weltmeistertitel zu holen.
Herzlichste Gratulation!     Mehr und einen genaueren Bericht findet ihr hier:

          

 Foto
links: Das perfekte Paket! Mechaniker Ch.Langhammer, Masseur R.Bücsek, Weltmeister F.Stocher u. Bundestrainer J.Miksik

Madison:
Schon nach 20 Runden(von 180) hieß es bei mir "Rien ne vas plus"- "Nichts geht mehr"! Schuld war nicht der Wahnsinnssprint in der 1.Wertung, wo ich aus der 5.Position die Wertung noch gewinnen konnte und gleich danach die versäumte Ablöse von Franz! Nein, ich hatte an diesen Tag generell schlechte Beine.
Und auch wenn mir Franz bei der Glocke optimale Positionen übergab, fehlte mir einfach die Kraft um,  wie gewohnt die Wertung zu gewinnen. Ständig sammelten wir immer nur 1 Punkt!
Das nächste Problem war meine Ausdauer. Das wirkte sich so aus, dass ich es nicht schaffte, meinen Puls, zwischen den einzelnen Ablösungen runter zu bekommen. Daher war es eine einzige Hinhalterei!

Wir lagen bis zur Hälfte der Distanz auf Rang 3, bis uns schließlich Slippens/Stamm(HOL) und Zabka/Liska(SLK) nach Punkten überholten und ein drittes Paar überrundete.
Weltmeister wurde B.Risi/F.Marvulli(CH) vor Henderson/Roulston(NZL) und J.Curuchet/Perez(ARG).

Bedanken möchte ich mich auf jeden Fall bei unserer mitgereisten Fangruppe, die uns 1.) auffallend und 2.) lautstark zu jeder Zeit unterstützten. DANKE.

                                        sensationelle Madisonfotos hier:


27.07.2003:  Tchibocuprennen in Purgstall, 146 Km

                       Scherzer noch nicht abgeschrieben!

Viele Fahrer hatten sich über die sehr früh angesetzte Startzeit(08.30 Uhr)aufgeregt. Jedoch denke ich, dass im Endeffekt die Athleten, auf Grund der aufkommenden Hitze(+34°C), sehr froh darüber waren.

Schon am ersten Anstieg, bei Km 4, konnten sich 15 Mann vom Feld entscheidend absetzen. Mit dabei 4 Elk-Fahrer(Fischerlehner, Scherzer, Rucker und der Samstägige Tchibocupsieger Riedesser), P.Kasis(Hervis), M.Eibegger, J.Vollmann(beide Rapso), M.Neumann(Scott Latella), sowie einige Gäste aus Deutschland u. Holland.
Da das Feld kaum reagierte, bzw. sich von den restl. Elk´lern haben abstellen lassen, wuchs der Vorsprung der Ausreißer, binnen weniger Kilometer, auf respektablen 4 Minuten.
Ich hatte schon von Beginn an große Schwierigkeiten das Tempo der Hauptgruppe zu halten. Unverständlicher Weise war ich an diesem Tag so etwas von kraftlos, dass ich bis zu meinem Absteigen in Runde 4, fast nur mit dem nachfahren beschäftigt war.

Etwa 40km vor dem Ziel konnten sich aus der Spitzengruppe 4 Mann absetzten. P.Kasis, St.Rucker, R.Scherzer und der überraschend stark fahrende U-23 Fahrer M.Eibegger.
Scherzers
entscheidender Antritt(5 Kilometer vor dem Ziel) zersprengte das Quartett, sodaß jeder als Einzelfahrer ins Ziel taumelte. Der Vorjahres-Tchibocupgesamtsieger gewann solo vor P.Kasis, St.Rucker und M.Eibegger. Tchibocupführender H.Morscher verpasste die entscheidende Post und beendete das Rennen im Hauptfeld.

 genauere Ergebnisse hier:       Tchibocupstand:            Fotos vom Rennen:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

25.07.2003:  Kriterium in Purgstall, 64 km

                                     Stocher in WM-Form!

Wird es gehen oder nicht? Was ist mit meiner Form? Diese Fragen wollte ich mir nicht erst bei der WM beantworten. Da die Schmerzen im Kreuz und in meinem rechten Knie schon halbwegs zu ertragen sind, stellte ich mich einfach an den Start des Kriteriums und lies mich überraschen.

Zu Beginn des Rennens hatte ich große Schwierigkeiten das Tempodiktat meiner Elk-Haus-Kollegen mitzugehen. Während sich kurz nach der 1.Wertung abwechselnd mein Madisonpartner F.Stocher und Vereinskollege M.Fischerlehner aus dem Staub machten, kontrollierte ich gemeinsam mit den restlichen Elk´lern das Hauptfeld.
Es vergingen einige Runden, als ich mich für etwa 15-20 Runden, gemeinsam mit Kollege H.Morscher, in einer 6 Mann großen Verfolgergruppe(mit dabei Pichler, Kasis und zwei Holländer) befand, wo ich fleißig für Tempo sorgte und für den Ex-Rundfahrtsieger die Wertungssprints anführte. Hin und wieder gelang es mir noch zusätzlich einige Prämien und Punkte zu erspurten.

Als uns gegen Ende des Rennens das Feld wieder einholte und ich mich im Pulk nicht mehr halten konnte, musste ich mit trauriger Gewißheit feststellen, dass ich in der letzten Woche sehr viel an Kraft und Ausdauer einbüßen musste. Gut ich hatte viel geleistet am heutigen Tag, dennoch gab mir das für die WM zu denken.

Sieger wurde F.Stocher vor M.Fischerlehner(beide Elk) und P.Pichler(Resch&Frisch). Mit weiteren 5 Elk´lern(Morscher, Rucker, Riedesser, Garber, Berein) unter den Preisträgern, unterstrichen wir unsere starke Mannschaftsleistung.
Das samstagige Tchibocuprennen werde ich aus schonenden Gründen(WM) nicht bestreiten.
Der Bericht vom Sonntags-Tchibocuprennen wird aus techn. Gründen(nicht Online) nach der WM nachgereicht.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

24.07.2003:  Geselligkeit in der Weinerei- Donauinsel Sunken City

Wie schon im vergangenen Jahr machte der Verein La Vitesse(Club zur Förderung der Geselligkeit im Radsport) ihren Namen alle Ehren. Gemeinsam mit den beiden Inhabern des Lokales "Weinerei" Kurt und Richard Schmied, organisierte der Verein eine Charity-Veranstaltung zugunsten des Radsportnachwuchses in Österreich.

Auf einer 100m langen Strecke quer durch das Lokal, konnten sich einige Kinder und Hobbysportler, an einer von mir aufgestellten Zeit, messen.
Die Begeisterung der Athleten und des Publikums waren groß.Für Spannung sorgte dann Speedskating-Downhillweltmeisterin von 2001 Elisabeth Schrenk, die sich bereit erklärte, die selbe Distanz auf ihren Rollen zu absolvieren. Man glaubte es kaum, doch mit fast 1 Sek. Vorsprung auf den besten Radler, gewann die Wienerin das Duell Rollen gegen Rad.

Entertainer, DJ und Ex-Radrennfahrer Harry Blümel, sorgte am ganzen Abend mit "Live"gesungenen, schwungvoll-rockigen Liedern von F.Sinatra, D.Martin und E.Presley, für beste musikalische Unterhaltung. Dabei präsentierte er auch seine neue CD "Radlfoan", wo ein Fünftel des Kaufpreises dem österr. Nachwuchses zu Gute kommt. In diesem Sinne durfte unser "Goldkehlchen" stolz seinen ersten € 300.- Scheck an Generalsekretär des österr.Radsportverbandes Rudolf Massak überreichen.

Bis spät in den Abend erzählte man sich G´schichteln über alte Zeiten und Freunde und verköstigte dabei, bei netten Heurigenklima und Musik, viele G´spritze und hervorragende Weinsorten.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

23.07.2003:  Genesung:  ..... 1 Woche danach

In den letzten beiden Tagen hat sich meine körperl. Verfassung nicht wesentlich verbessert. Dabei dürfte ich, speziell in den letzten beiden Tage, einen großen Fehler getan haben. Mit Fragen von Olympiaarzt Univ.Prof.Dr.Kutschera sind wir draufgekommen, dass das Reindrücken während des Auflegens mit Eiswürfeln auf die Prellstelle meines Knies, nicht fördernd sei! Deshalb hatte ich in den letzten beiden Tagen wieder mehr Schmerzen im Knie verspürt als zuvor.

Mein Asphaltausschlag am Allerwertesten macht mir auch sehr zu schaffen. Nicht genug, dass mir die Hautabschürfung in letzter Zeit den Schlaf raubt und so auch die Regeneration, nein, es zwingt mich sogar eine derart ungewohnte Position am Straßen- und Bahnrad einzunehmen, sodass ich nach kurzer Zeit recht starke Beinschmerzen bekomme und somit nicht die notwendige Leistung erbringen kann.
Hinzu kommt, dass ich mir jeden Morgen, um überhaupt trainieren fahren zu können, Schmerzen zufügen muss, indem ich mir, die in der Nacht wieder zugewachsene Kruste, absichtlich auseinander reiße.

Für die WM in einer Woche bin ich aber recht zuversichtlich, dass ich wieder um eine Medaille mitkämpfen werde.

18.07.2003:  Genesung: 4.Tag

Nach meinem kapitalen Sturz vom vergangenen Mittwoch in Prostejov, war heute der erste Tag, wo ich mich wieder auf mein Rennrad setzen konnte. Nach 3 Tagen regenerativen Liegen im Bett, im ständigen Wechselzyklus zwischen liegen auf der Magnetfeldmatte, das Auflegen von Eisbeuteln am Knie und des Compex-Gerätes(ein elektr. Muskelaufbaugerät) auf den Oberschenkeln, war das lockere Bewegen auf dem Straßenrad eine willkommene Abwechslung.

50 Km war der Ausflug heute lang. Ich muss sagen, dass es nicht einmal so schlecht ging! Ich verspürte weniger Schmerzen auf dem Rad als wenn ich zu Fuß unterwegs wäre. Beim Versuch etwas kräftiger in die Pedale zu treten, reagierte mein Körper mit unangenehme Stiche im Kreuz und leichte Schmerzen im Knie. Daher blieb es von nun ab bis zur Haustüre bei einem Rollertraining.

Gespannt darf man sein, ob das Knie auf Grund der vielleicht etwas zu frühen Belastung morgen eine Reaktion zeigen wird. Wenn nicht, werde ich mein Training am Nachmittag hinter dem Derny etwas forcieren.

17.07.2003:  Genesung: 2.Tag

Ich kann es selber nicht glauben. Gestern noch, konnte ich mich nicht einmal ansatzweise auf mein rechtes Bein stellen und heute mache ich die ersten Schritte! Vom Olympiaarzt Univ. Doz. Dr. Hans-Paus Kutschera habe ich für die nächsten Tage eine gezielte Bewegungsaufbautherapie verschrieben bekommen, die ich genauestens einhalten werde, um so rasch wie möglich wieder auf mein Rad steigen zu können.

"Wenn ich in den kommenden beiden Tagen solche Fortschritte mache wie Gestern auf Heute, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass ich spätestens am Sonntag auf dem Drahtesel sitze."

16.07.2003:  Bahnmeeting in Prostejov, CZE

      Schwerer Sturz von Garber:  WM-Start fraglich!

Es ist witzig zu beobachten. Aber es widerspiegelt sich immer wieder! Nach einer längeren sturzfreien Periode, folgen immer Sturzserien! Betonung auf "Serien". Ich, so glaube ich, befinde mich zur Zeit in so einer. Denn kaum vor 1 Woche war es ein unfreiwilliger Abgang beim 6-Tagerennen in Fiorenzola.

Beim Bahnmeeting im Prostejov, das für mich als letzter WM-Check gelten sollte(mit Laktatmessungen des IMSB), kam ich beim allerletzten Bewerb(Punkterennen) des Omniumrennens, schwer zu Sturz.
Junior u. Österr. Nachwuchshoffnung Clemens Selzer(U-Festina Cycling Team), kam, nachdem er von einem Konkurrenten geschnitten wurde, knapp vor mir zu Sturz, und riss mich in Folge mit. Ich versuchte noch über Ihn drüber zu springen, jedoch erwies sich das auf Grund der starren Übersetzung als äußerst schwierig!

Auf Grund der hohen Geschwindigkeit und dem Luftstand den ich hatte, war eine harte Landung(auf Beton) vorprogrammiert. Dabei dürfte ich die Landung, mit voller Wucht, mit meinem Kreuz und der Wirbelsäule abgefangen, und mit der Arschbacke die Piste etwas sauber gemacht haben.

Da ich nicht aufstehen und nur 1 Schritt machen konnte, wurde ich sofort ins Krankenhaus eingeliefert, wo ich mich röntgen lassen habe.
Befund: kein Knochenbruch, aber schwere Prellungen im Kreuz und am rechten Knie.

Momentan geht es mir den Umständen entsprechend gut, kann aber mein rechtes Bein kaum abwinkeln und überhaupt nicht belasten, und zu Folge keinen einzigen Schritt vor dem Anderen tun. Über die vielen Hautabschürfungen am Körper zu reden wäre vom Schmerzpegel her jetzt lächerlich.

Im Zusammenarbeit mit Olympiaarzt Dr. Kutscher, versuche ich nun so schnell wie möglich zu regenerieren und wieder aufs Rad zu kommen.

Bedanken möchte ich mich bei Hrn.Selzer, der mich von Prostejov heimgefahren hat. Danke.

mehr Bilder vom Rennen:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

2.07.2003:  Rundstreckenrenn. in Piacenza, 40Km

Einen Tag vor Beginn des 6-Tagerennens, fuhren mein Partner Andy Bradley(Bosch-Junkers) und ich ein Abend-Rundstreckenrennen(40 Km) in der Altstadt von Piacenza(rund 25 km von Fiorenzola). Hervorragend vom Veranstalter organisiert, durften wir, während die Nachwuchskategorien ihre Runden zogen, im klimatisierten Luxus VIP-Trucker von DOMINA Vacanza, dem Sponsor des Straßenweltmeisters Mario Cippolini, auf superbequemen Ledergarnituren und bei mehreren Tässchen Kaffee, unser Zeit totschlagen.

Als es dann soweit war, wir aus dem LKW ausstiegen und zur Startaufstellung mussten, bot uns Piacenza eine Zuschauerkulisse, die in etwa mit dem Grazer Altstadt Kriterium vergleichbar war. Super Stimmung und Anfeuerungen der Fans bis zum letzten Fahrer im Rennen, entschädigten die Strapazen auf dem 1,3 Km langen kopfsteingepflasterten Kurs.

Vor allem junge ital. Fahrer waren es, die sich verständlicher Weise bei diesem Publikum in Szene setzen wollten und das Tempo hoch trieben. Nach zahlreichen erfolglosen Vorstößen einiger namhaften Fahrern(M.Gilmore, T.Gibb, M.Alzamora, um nur 3 zu nennen) konnte ich mich gemeinsam mit Scratchweltmeister F.Marvulli(CH), Madison-Olympiasieger von Sydney S.Mc.Grory(AUS), und dem ital. U-23 Europameister im Punktefahren D.Garbelli, 8 Runden vor Schluß erfolgreich vom Feld absetzten und recht schnell einen satten Vorsprung rausfahren.

 

Während Marvulli uns vor der Glocke mit einem trockenen Antritt überraschen konnte und solo dem Ziel entgegen fuhr, versuchte ich mir schon eine gute Ausgangsposition für den Zielspurt zu sichern. Leider rutschte ich beim antreten in der Zielkurve aus dem Pedal und musste mit ansehen, wie meine Fluchtgefährten sich den 2. und 3.Platz einheimsten. Nichts desto Trotz, war ich mit meiner Vorstellung und dem 4.Platz mehr als zufrieden. Andy beendete das Rennen im Hauptfeld.

Fotos hier:

3.- 8.07.2003: 6-Day Fiorenzola

6-Tagerennen bin ich schon viele gefahren, aber ein "Profi-6-Tagerennen" im Sommer, noch nie! Auf dieser sehr langen(394m) und sehr schmal gebauten Bahn, war mir von vornherein klar, dass es ein anderes Fahren sein würde, als im Winter auf kurzen 200m Bahnen. Eigentlich hatte diese Veranstaltung Weltcupstatus, da sich bis auf ein paar Ausnahmen, alle Weltklassebahnfahrer als Nationalteam an den Start stellten. 22 Paare mit Fahrern aus 17 Nationen wollten sozusagen 1 Monat vor Beginn der Bahn-WM ihre Form testen.

Andy hatte zu Beginn große Schwierigkeiten die Positionen zu halten, da, wie er mir noch am 1.Abend gestanden hatte, er vor der schmalen Bahn und dem vielen "Verkehr", die Hose gestrichen voll hatte. Hinzu kamen Motivationsprobleme! War doch nach erreichen seines Saisonzieles(österr. Staatsmeister im Einzelzeitf.) die Luft schon etwas heraußen. Doch nach ein paar aufmunternden Gesprächen mit mir zeigte Andy, dass er Profi genug war um seine Krise in Zaun zu halten.

Gefahren wurden jeden Abend 3 bis 4 Bewerbe, wobei jeweils das 50km Madisonrennen(Stundenjagd) als Hauptbewerb galt. Am 3.Tag war es das 100km Madisonrennen. Neben zwei Top 5 Plazierungen in den kleineren Bewerben, schafften Andy und ich, 2 mal einen 2. Platz bei den wichtigen Stundenjagden, was uns zwischenzeitlich einen hervorragenden 7.Platz einbrachte. Leider verloren wir am letzten Tag noch zwei Plätze(Sturz von mir) und beendeten somit das 6-Tagerennen auf Rang 9. Sieger wurde das Paar G.Lombardi(ITA)/ J.Curuchet(ARG) vor S.McGrory(AUS)/ M.Gilmore(BEL) und M.Villa(ITA)/ D.Garbelli(ITA).

Erfreulich meine immer noch ansteigende Form. Oft sorgte sogar meine Endschnelligkeit bei diversen Wertungssprints für Gesprächstoff bei der Konkurrenz!!!

Fotos hier:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^