Berichte
zurück
weiter
zum Bericht Juli
- Sept.2003
29.06.2003: ÖM
- Straße in Judendorf/Straßengel; 180 km
Gerolsteiner Kapitän Georg Totschnig holt Straßengold!
Ich
hatte es mir schon gedacht, dass es heute für mich heißen würde
"Rien ne vas plus"- Nichts geht mehr! Vom Zeitfahren noch total übersäuert
und ausgelaugt, musste ich, nachdem ich schon in der 1.Runde, am 14 %igen Anstig,
den Anschluss ans Hauptfeld verlor, die Segel streichen und das Rennen beenden.
Zu
Beginn der 2.Runde konnte sich eine 10 Mann starke Spitzengruppe(mit unter Totschnig,
Matzbacher, Kohl, Obwaller ,Pfannberger, Rucker, Jauk, uem.) vom Feld lösen
und rasch einen Vorsprung von 2:30min. rausfahren. Bei Halbzeit des Rennens, als
sich das Peloton schon in mehreren Gruppen aufgelöst hatte, schaffte R.Haselbacher(Gerolsteiner,GER)
gemeinsam mit
H.Hempel(Hervis
Copyright) den Anschluss an die Ausreißer(Bild rechts: M.Fischerlehner(Elk)
hatte kurz vorm Zusammenschluß Defekt). Jedoch konnte Hempel wenig
später das hohe Tempo der Spitzenfahrer nicht mehr halten und riss ab.
Runde fürRunde sorgten Totschnig´s und Haselbacher´s Tempoverschärfungen am Anstieg dafür, dass bis zur letzten Runde nur noch Ch.Pfannberger(Volksbank-Ideal), T.Matzbacher(Rapso Knittelfeld) und B.Kohl(Rabobank), mit den beiden Mineralwasserradlern mithalten konnten.
Kurz vor dem allerletzten Anstieg, 18km vor dem Ziel, konnte Haselbacher aus der Spitze ausreißen und einen etwa 200m großen Vorsprung herausfahren. Totschnig vollendete die taktische Meisterleistung der Beiden, indem er sich am Anstieg auch von seinen restlichen Fluchgefährten löste und zu Haselbacher aufschloß. Im Stile eines Paarzeitfahrens fuhren die beiden Topfavoriten dem Ziel unangefochten entgegen, wobei sich am Ende Rene, für das Einsetzen bei den Straßenstaatsmeisterschaften 2002, bei Georg revanchierte, und seinem Kapitän im Zielspurt den Vortritt lies.
"Bergkraxler"
T.Matzbacher setzte sich im Spurt gegen Ch.Pfannberger(Volksbank-Ideal)
und B.Kohl durch und holte sich somit die Bronzemedaille und den Straßentitel
der Kat.U23. Obwaller kam mit 3 Min. Rückstand solo ins Ziel, und
P.Luttenberger(CSC
Tiscali), der sich in der letzten Runde aus einer Verfolgergruppe hat lösen
können, belegte den 7.Rang.
Die weiteren Platzierungen: W.Murer(RC
Roanne,FRA), Rucker, Morscher(beide Elk),
für mich die gr.Überraschung J.Benetseder(URC Radwelt), uns 12.Pl.
G.Trampusch(Gerolsteiner).
W.Riebenbauer(Fakta)
und B.Eisel(FdJ)
verpassten die Vorstöße und konnten das Rennen nicht beenden.
Den Titel der Damen holte sich B.Schober vor A.Graus(beide A-Wiesbauer) und D.Posch(Pro-V Lady´s Team Tirol). Titelverteidigerin I.Wieser(Charly-Lietz) fuhr auf Rang 4.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
28.06.2003: ÖM
- Einzelzeitfahren in Peggau, 41,3 km
Gold für Andy Bradley!
In Abwesenheit
des Titelverteidigers Georg Totschnig(Gerolsteiner) und allen nennenswerten
Profis, fuhr Andy Bradley(Bosch-Junkers)
mit einer Zeit von 52:40,30min. seinem 1.Staatsmeistertitel entgegen. Mit einem
Schnitt von 48,99 km/h, siegte der Wiener Zeitsoldat vor Martin Angerer(U-Radteam
Tirol) -10sek. und Martin Moser(RC
Bikepalst Salzburg) -19sek..
A.Bradley: "Gerechnet
habe ich mit einem Platz zwischen 6 und 8. Das ich gewonnen habe ist ein Wahnsinn,
ich kann es kaum glauben. Ich habe mir die Strecke genau eingeteilt, das heißt,
dass ich nicht gleich im Rückenwind voll weggefahren bin und das Tal mit
der Ansteigung hinuter zu, nur rollen habe lassen, um im Gegenwind bis ins Ziel
voll Druck geben zu können. Und ich freue mich, dass ich endlich meine Zeitfahrqualitäten
zeigen habe dürfen! Schade, dass es nicht mehr Zeitfahren für Elitefahrer
gibt."
Der Grund, warum ich beim Zeitfahren an den Start ging, war eigentlich die Tchibocup-Mannschaftswertung. Da unser Team einen dritten Mann benötigte, sagte ich mir OK.. Bin zwar schon 3 Jahre kein Zeitfahren gefahren, aber da ich beim Straßenrennen sowieso kein "Leiberl" haben werde, warum eigentlich nicht?! So richtete ich mir meinen alten "Stiegengeländer" zusammen, und ab gings.
Ich fand recht
schnell den Rythmus und es gelang mir auch, die gesamte Strecke mit relativ kleinen
Gängen zu fahren. "Weil Kraft hab i eh kane!!!"
Am Ende
war ich mit meinem 9.Platz voll zufrieden, aber, dass mein Rückstand auf
den Sieger fast 2 Minuten betragen würde, mit dem hatte ich nicht gerechnet!
Aber egal, so ist das Leben! Gratulation an die Sieger.
Alte und neue Staatmeisterin im Zeitfahren(28,7 Km) der Damen heißt Doris Posch(Pro-V Lady´s Team Tirol) 40:02min, die Ch.Haas(RC-Elk) -15sek., und B.Schober(A-Wiesbauer) -18sek., auf die Ehrenplätze verwies.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
27.06.2003: Kriterium Wr.Neustadt; 65 km
Stocher siegt in Wr.Neustadt
Schonen, schonen und nochmals für die Staatsmeisterschaft schonen! Das dürfte die Devise der meisten Radrennfahrer am heutigen Tag gewesen sein. Gemeint ist aber nicht die Fahrweise der "17"(davon 7 Elk´ler) angetretenen Athleten, sondern der Daheimgebliebenen, die anscheinend auch nicht einmal das Geld nötig haben!
St.Rucker, dessen
Sperre mit dem heutigen
Tag abgelaufen war und ab jetzt das Elk-Team
wieder komplettiert, konnte sich schon vor der 1.Wertung gemeinsam mit seinen
beiden Kollegen F.Stocher und
M.Fischerlehner
aus dem Staub machen und vom Feld absetzen. Keine 5 Runden später schaffte
Resch&Frisch-Fahrer P.Pichler, gemeinsam mit mir, den Anschluß
zum Führungstrio. Da wir in der Spitzengruppe zahlenmäßig überlegen
waren, sorgten natürlich auch wir fürs Tempo.
Pichler
nutzte diese Gelegenheit indem er sich rein auf die
Wertungsspurts konzentrierte und zwei seiner Konkurrenten(4.Pl. Garber,
5.Pl. Fischerlehner) hinter sich lies. Den Sieg holte sich Vizeweltmeister
F.Stocher
vor St.Rucker.
genauere Resultate hier: mehr Fotos hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
18.06.2003: 12. Lauf der Tchibocupserie; Altheim, 100 Km
Sprintsieg an Bahnspezialist Garber
Eine Baustelle auf der klassischen High-Speed Strecke zwang den Veranstalter zu einer kleinen Kursänderung und uns den 6maligen Ritt über einen etwa 1 Km langen Anstieg.
Das
hohe Grundtempo des Feldes in der Anfangsphase des Rennens sorgte, daß viele
Ausreißversuche schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt waren. Am Anstieg
in der 2. Runde(Km 25)schaffte es dennoch Tchibocup-Führender Ralph Scherzer
sich alleine vom Feld abzusetzen und einen max. Vorsprung von 1:30 Minuten rauszufahren.
Diesen 1 bis 1:30min. Vorsprung hielt der Elk-Fahrer bis zur vorletzten Runde, bis sich schließlich die beiden oberösterr. Vereine Bosch-Junkers, um Kapitän A.Bradley, und das Welser Team Resch&Frisch, mit Sprinter P.Pichler, für die Aufholjagd vereinigten und für´s Tempo sorgten.
Nachdem
Scherzer kurz nach der letzten Zieldurchfahrt eingeholt wurde, kontrollierte
das Elk-Team
weiterhin das Rennen und sorgte, daß bis zur Zielankunft das gesamte Feld
geschlossen blieb. Denn mit den beiden Sprintern R.Garber und M.Fischerlehner
hatte die Elk-Mannschaft noch zwei Trümpfe im Ärmel!
Hervorragend
von meinem Team lanciert, fuhren wir zu Viert in die Einlaufkurve,
wo ich mich später knapp vor M.Comploi(Burghausen,GER) und M.Fischerlehnen
habe durchsetzen können.
4. wurde R.Scherzer vor P.Pichler
und Ch.Kerschbaum.
"Insgeheim habe ich schon mit einem Sieg gerechnet, da mir dieses Rennen von der Streckenführung und vom Tempo sehr entgegen kommt. Da wir aber eine Mannschaft sind die frühzeitig Vorentscheidungen suchen, kann es schon passieren, daß am Ende statt mir ein Kollege ganz oben am Stockerl steht. Der Zielspurt war so knapp, daß Fischerlehner, der um nichts schwächer war als ich und das Rennen auch gewinnen hätte können. Und es ist wirklich egal, welcher Elk´ler am obersten Treppchen steht! Das es dennoch für mich reichte freut mich ganz besonders, habe ich dadurch endlich mein 1. Cuprennen gewinnen können. Und dafür möchte ich mich recht herzl. bei meiner Mannschaft bedanken."
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
19.06.2003: Rundsreckenrennen in Ried, 72Km
Lexmüller verhindert Elk-Doppelsieg in Ried
Gleich
von Beginn an versuchte das Elk-Haus Teamdas Rennen mit ständigen Attacken
in die Hand zu nehmen, um eine frühzeitige Vorentscheidung herbei zu führen.
In der 7. Runden von 40, konnte ich mich gemeinsam mit Mario Lexmüller(Bosch-Junkers)
und Vereinskollegen Mario Höller erfolgreich vom Feld absetzen und
einen max. Vorsprung von 1:50 Min. rausfahren.
Während
meine Kollegen
im Feld die Konkurrenz in Schach hielten, unter anderem auch das Iranische Straßennationalteam,
zogen wir einsam aber einig, an der Spitze unsere Runden. Heute sollte Höller
das Rennen für sich entscheiden. Daher übernahm ich zum Ende hin, um
ihn etwas zu entlasten, den größeren Part der Führungsarbeit.
Eine
Runde vor Schluß attackierte Höller und konnte sich noch mit
gut drei Radlängen vor M.Lexmüller ins Ziel retten und durfte
sich somit
über
seinen 1. Elitesieg freuen. Gratulation!
Ich wiederum fuhr etwas zu ungestüm
in die Zieleinlaufkurve, versteuerte mich dabei, und konnte Lexmüller,
der natürlich die Situation sofort ausnützte und antrat, bis ins Ziel
nicht mehr einholen.
Adam Homolka(Hervis
Copyright), der sich gemeinsam mit
H.Morscher(Elk),
zwei Runden vor Schluß, noch aus einer Verfolgergruppe hat lösen können,
belegte Platz 4. Sechster wurde R.Scherzer(Elk).
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
20.06.2003: Kriterium Telfs, 48Km
Scherzer knapp vor Pichler
Zu schwer waren
die Anstrengungen der letzten beiden Wettkampfstage, als dass ich am heutigen
selektiven 1,2 Km Kurs hätte ins Geschehen eingreifen können. Nach 15
qualvollen Runden war der Ofen aus und das Rennen für mich beendet.
Anders
hingegen meine Kollegen. R.Scherzer, M.Fischerlehner
und
H.Morscher konnten sich nach der 1.Wertung, gemeinsam mit dem Resch&Frisch-Fahrer
P.Pichler und einigen Ausländern aus Belgien, Italien, vom Feld absetzen
und sich langzeitig vorne behaupten. Scherzer wurde in der Leadergruppe
wie auch in den Wertungsrunden optimal von seinen beiden Kollegen unterstützt,
wodurch er sich am Ende, knapp mit nur 1 Punkt Vorsprung auf Pichler, verdient
über seinen Sieg freuen durfte.
Roland
"Jim" Wafler(Elk-Haus), der sich noch die letzte Wertung
sicherte, belegte Rang 4, hinter dem drittbesten Punktesammler in diesem Rennen,
H.Morscher(Elk-Haus). mehr
Fotos hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
21.06.2003: Kriterium Grafenbach, 56Km
Slowake Martin Riska war nicht zu schlagen!
Am
heutigen Tag teilten wir unser Team. Scherzer, Fischerlehner, Morscher(Rang
2) und Riedesser fuhren in Tirol das Hungerburgrennen, und Stocher,
Berein, Wafler, Höller, traten gemeinsam mit mir beim Kriterium in Grafenbach
an.
Schon vor dem Start, als wir den vollbesetzten slowakischen Vereinsbus(8
Fahrer) des Teams Podbrezova GSIII(Slowakeis bestes Team)sahen, wurde uns klar,
dass heute ein hartes Stück Arbeit auf uns warten würde.
Vom
Start an weg, bis zur 1.Wertung, war es ein offener Schlagabtausch zwischen den
Slowaken und uns. Nach der
Wertungsabnahme,
die R.Husar(SLK) vor J.Summer(Volksbank-Ideal)
und mir entschied, konnte sich eine 4 Mann starke Fluchtgruppe entscheidend vom
Feld absetzen. Mit von der Partie zwei Elche(Stocher
und Wafler), sowie die beiden Slowaken R.Bronis und M.Riska.
In Anbetracht der zahlenmäßigen Überlegenheit unserer östl.
Nachbarn, waren wir mit der Fahreraufteilung(2 gegen 2) in der Leadergruppe mehr
als zufrieden, sodass wir im Feld erstmal abstellten.
Doch
zu stark war Riskas Form(40 Pkt.) an diesem Tag.
Während
die restlichen Elk-Fahrer
nun im Hauptfeld das Tempo gleichmäßig hoch hielten, konnten Wafler(23)
und Stocher(17) in der Spitzengruppe die Endränge 2 und 3 fixieren.
Bronis(7)
belegte Platz 4 vor Husar(5), Summer(3) und Garber(2). mehr
Fotos hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
21.06.2003: 13.Lauf im Tchibocup, Grafenbach, 156Km, 6 Runden(NÖ-Landesmeisterschaft)
5.Renntag in dieser Woche! Für mich so zu sagen eine Rundfahrt. Meine Beine waren von den Strapazen der letzten Tage der Art übersäuert, dass Sie mit einer 3 Tage, am Fensterbrett, stehengelassenen Vollmilch zu vergleichen waren!
Einzige
Hoffnung gab mir die neue Streckenführung. Es hieße, der Anstieg sei
nun nicht mehr so steil. OK, dafür aber 10km lang ;-(
Ich versuchte es
trotzdem. Doch schon nach wenigen bergauf gefahrenen Metern konnte ich das Tempo
des Feldes nicht mehr halten und riss gnadenlos ab. Ab diesem Zeitpunkt ging es
nur noch in Spaziertempo weiter- nämlich direkt in die Dusche! Dass die Strecke
um nichts leichter war als die vom vergangenen Jahr, sah man insofern, dass die
Fahrer schon bei der 2.Zieldurchfahrt in mehreren Gruppen und in Minutenabständen
aufgesplittert vorbeigerollt kamen.
Während
viele Athleten hinten ums Abreißen kämpften und mit dem Gedanken der
Resignation spielten, konnten sich 7 Mann erfolgreich vorne weg absetzen und ihren
Vorsprung Runde für Runde ausbauen. Mit dabei A.Kittinger(A-Neunkirchen),
T.Rohregger(Hervis), meine Elk-Kollegen M.Fischerlehner und H.Morscher,
sowie 3 Fahrer aus der slowak.Republik(Team Podbrezova GSIII).
Fischerlehner, der sich immer in der technisch anspruchsvollen Abfahrt, kurz vor dem Ziel, hat von seinen Kontrahenten lösen können und als Erster bei Start und Ziel vorbei gerauscht kam, holte sich überlegen die Wertung des besten Sprinters. Bester Kletterer wurde R.Husar(SLK).
Auch
in der letzten Runde vermochte keiner der Spitzenfahrer die Kamikazeabfahrt M.Fischerlehners
mitzugehen. Mit einem 50sekündigen Vorsprung holte sich der Freistädter
die 4.Auflage von Grafenbach vorseinem Elk-Kollegen
H.Morscher, der sich im Sprint gegen T.Rohregger erfolgreich durchsetzte.
Ausgezeichneter Vierter wurde A.Kittinger, der heuer erst eine Handvoll
Elite-Straßenrennen bestritt und jetzt als MTB gilt. Fünfter und bester
Slowake wurde R.Husar.
NÖ-Landesmeister wurden M.Fischerlehner vor H.Morscher und A.Kittinger.
genauere Resultate hier: Cupstand hier mehr Fotos hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
15.06.2003: Kriterium Schattendorf, 50Km
Wie jeder weiß, ist jedes Rennen, mag es noch so klein oder schwach besetzt sein, besser als jedes Training! Daher beschloß ich, gemeinsam mit meinem Teamkollegen Roland Wafler beim Kriterium in Schattendorf an den Start zu gehen.
Als größten Konkurrenten waren die beiden Bosch-Junkers-Fahrer Mario Lexmüller und Florian Posch zu sehen. Es waren aber auch Fahrer dabei, wie z.B. Thomas Maier(Resch&Frisch), Michi Knopf(Team Merida), und die ganze Juvina-Denzel-Gruppe, die einen das Leben schwer machen konnten.
Sehr überrascht
war ich vom Anfangstempo des Feldes. Die Domestiken der zuvor genannten
Vereine,
sorgten für einen hohen Schnitt bis
zur ersten Wertung. Den besten Domestiken hatte allerdings ich! Kollege"Jim"
Wafler führte mich ideal in die Zielgerade, sodaß ich keine große
Arbeit mehr hatte, die Punkteabnahme zu gewinnen. Lexmüller nutzte
die Gunst der Stunde, verlängerte mit einer enormen Attacke, und setzte sich
mit Thomas Maier und mir am Hinterrad, erfolgreich vom Feld ab.
Auf
Grund der sofortigen Einigkeit in der Führungsarbeit, konnten wir unseren
Vorsprung sehr rasch und konsequent gegenüber dem Peloton ausbauen.
Da ich bei den Wertungssprints am öftesten mein Vorderrad als Erster über
die Linie habe schieben können, durfte ich mich auch am Ende über einen
erneuten Sieg freuen. Zweiter wurde M.Lexmüller vor T.Maier.
Im Hauptfeld gab es jeweils noch 1 Punkt zu
vergeben. Dabei konnte
R.Wafler
die Meisten sammeln und auf den 4.Platz fahren. 6ter wurde der MTBer M.Knopf
vor F.Posch.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
6.- 9.06.2003: Ungarn GP; Etappenrennen
Kleine Rundfahrten heben die Moral!
Da
wieder einmal in Österreich ein rennfreies Wochenende bevorstand und ich
bei der Wiesbauer-
Tour
nichts verloren habe, nahm ich, gemeinsam mit 4 jungen Fahrern(J.Vollmann,
A.Malik, M.Gruze, F.Neumüller) des Teams
Rapso Knittelfeld die Gelegenheit wahr, mit meinem Vater Walter
Garber zu einer kleinen Einladungsrundfahrt nach Ungarn zu fahren. Hierbei
möchte ich mich gleich bei meinem Daddy fürs mitnehmen bedanken. Waren
seine TYROLIA-Einladungen schon des öfteren eine willkommene Alternative!
Nachdem
ich mir beim Prolog, einem 2,5 Km langen Bergzeitfahren, nicht all zu viel Chancen
auf eine vordere Plazierung ausrechnete, absolvierte ich das
Teilstück
nur mit mittlerer Drehzahl(Platz 23). Anders hingegen Joachim Vollmann.
Motiviert und stark fahrend, konnte sich der Burgenländer mit nur 4 sek.
Rückstand auf den Sieger M.Jurco(SLK, Denardi), zeitgleich mit dem
Dritten(A.Arvai,HUN), auf Rang 4 plazieren.
Bei
der 1. Etappe, ein 60 Km langes Rundstreckenrennen, sah für mich die Sache
schon ganz anders aus. Ich fühlte mich stark und das Terrain lag mir. Schon
nach wenigen Metern prophezeite ich meinen Kollegen, wenn Sie mir das Feld zusammen
hielten, einen Sieg. Gemacht, getan! Im Massenspurt konnte ich mich gegen R.Nagy(SLK),
A.Arvai(HUN)
und dem SlowenenIgor Kranjec(Team Kamen)durchsetzten und Sie auf die Plätze
verweisen. (Garber Gesamt 10.)
In der
2. Etappe(125km) hatten wir dann weniger Grund zur Freude. Obwohl sich die Etappe
aus unserer
Sicht
nicht schlecht entwickelte(Neumüller fuhr seit der Anfangsphase in
einer 3 Mann Spitzengruppe mit über 2min Vorsprung und Malik in einer
3 Mann Verfolgergruppe), sah am Ende nur ein 8 Rang(Garber) raus(Neumüller
wurde noch 120m vor dem Ziel alleinfahrend vom Feld eingeholt. Malik schon
vorher).
Und J.Vollmann mußte sich von seinem 4.Gesamtzwischenrang
verabschieden, als er bei Halbzeit der Distanz eine Feldtrennung verabsäumte
und nicht mit fuhr. Ein schwacher Trost, dass ich mich nun auf den 8.Gesamtrang
nach vor verbessern konnte!
Von der 3. und
letzten Etappe(140km) gibt es nicht viel zu erzählen. Das slowak. Nationalteam
schloß sich mit dem Denarditeam zusammen, sorgten von Beginn an für
hohes Tempo und fuhren den Gesamtsieg ihres Kollegen heim. 2.Pl. Igor Kranjec(SLO)
vor Robert Nagy(SLK).
Ein unerwarteter und vor allem ein nicht eingeplanter
1,2 Km Anstieg rund 3 Km vor dem Ziel, verhinderte eine weitere gute PlazierungVollmanns
und mir. In der Gesamtwertung konnte ich die Rundfahrt auf Rang 7 beenden.
Und auch wenn für viele die Rundfahrten in Ungarn od. der Slowakei nicht viel zählen, sind Sie zum lernen und vor allem für meine Moral unbezahlbar!!!
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
29.05 - 1.06.2003: Select-Steiermark-Rundfahrt
Hans Peter Obwaller gewinnt Select-Tour
Für
mich galt diese Veranstaltung ja sowieso nur als reine Vorbereitungs- und Aufbaurundfahrt.
Und auch wenn ich mit nur zwei ausgefahrenen Etappen mein Ziel, die Rundfahrt
ausfahren, stark verfehlt hatte, war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.
In
diesen beiden Tagen konnte ich wertvolle Dienste für meine Kollegen verrichten,
und gleichzeitig ein rennfreies Wochenende überbrücken, was
hinsichtlich der Bahn-WM
in Stuttgart(30.07.- 3.08.) sehr wichtig war. Dass es bei mir ab dem
3.Tag nicht mehr lief, würde ich auf die Tatsache zurückführen,
dass ich eben ein Eintagsfahrer bin und kein Rundfahrtfahrer!!! Denn ein Abreißen
nach nur 5 Km(auf der 3.Etappe), hat eher etwas mit Veranlagung zu tun, als mit
einer Formkrise! Das beweisen auch meine jahrelangen Rennaufzeichnungen.
Die
Rundfahrt selber hatte, ausgenommen von anfänglichen Pannen,
einiges zu bieten. So konnte z.B. jeden Tag ein anderer Fahrer das gelbe Select-Führungstrikot
erobern, was die Spannung auf den Gesamtsieg bis zuletzt aufrecht erhielt und
natürlich auch im Sinne der Veranstaltung lag.
Anders
beim Sprintwertungs-Gesamtsieger M.Fischerlehner. Der Elk-Haus-Fahrer(Sieger
der 3.Etappe vor U.Silar(Merida)), der die Sprints von seinen Mannschaftskollegen
bilderbuchmäßig angefahren bekam, machte gleich von Beginn an klar,
wer die schnellsten Beine im Feld hatte. Der 2.Platz erging an J.Summer(Volksbank-Ideal)
vor H.Morscher(Elk).
Erfreulich
auch die Leistungen unserer jungen Fahrer. Aufgefallen ist mir unter anderem die
Bosch-Junkers Truppe, die mit A.Bradley, M.Lexmüller
& Co. achtvolle Plätze rausfahren konnten. Nicht vergessen darf man aber
auf Andreas Matzbacher(Rapso
Knittelfeld). Der Senkrechtstarter in diesem Jahr konnte sogar die
4. und letzte Etappe gewinnen und die Rundfahrt auf dem 2.Gesamtplatz beenden.
Das
Punkte-, Berg-, sowie das Gesamtklassement holte sich Bergstaatsmeister H.P.Obwaller(Merida
Graz), der M.Vandelli(Resch&Frisch Wels), auf der letzten Etappe, auf
Rang 3 verwies.
Ein besonderes Lob möchte ich der Exekutive und allen Vorrausfahrzeugen aussprechen, die auf der ganzen Strecke hervorragend abgesichert haben und somit uns Fahrern ein sicheres Gefühl vermitteln konnten.
genauere Resultate hier: Fotos: 1.Etappe: 2.Etappe 3.Etappe 4.Etappe
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
25.05.2003: 9.Lauf im Tchibocup; Wien- Lassnitzhöhe, 178 Km
Scherzer gewinnt Hitzeschlachtrennen
Bei diesem Klassiker fiel schon des öfteren die Vorentscheidung unmittelbar nach dem Start! So auch in diesem Jahr. Nur war es nicht die Hitze die den Rennern in der Anfangsphase Schwierigkeiten bereitete, sondern ein entschlossenes Hervis CopyRight Team, um Kapitän H.Hempel und A.Homolka.
Gleich nach dem Start eröffnete die kompl. oberösterr. Truppe das Rennen mit einer Doppelkannte. Es dauerte nicht lange, etwa bei Km 15, und eine 9 Mann starke Ausreißergruppe verabschiedete sich vom Feld. Erstaunt war ich als ich merkte, dass in der Spitze nicht die Hervis-Fahrer in Überzahl waren, sondern die Elche mit fünf Mann(Berein, Riedesser, Scherzer, Fischerlehner und Höller). Noch mit dabei Homolka, Hempel und Faltheiner, Gratzer(beide Volksbank-Ideal)
Binnen weniger Kilometer vergrößerte sich der Vorsprung der Ausreißer auf 2 Minuten. Nur die Verfolgung des Merida Graz Teams im Feld, bewahrten den Kapitän der Mannschaft, H.P.Obwaller, alle Chancen, den Anschluß an die Fluchtgruppe wieder zu erringen! Und es gelang. Während Berein und Fischerlehner das Tempo der Spitze am Wechsel nicht mehr halten konnten und zurückfielen, konnte Obwaller mit einer kl. Gruppe die restlichen 1:30 Min. wettmachen und aufschließen.
Auf den Runden von Lassnitzhöhe sorgten abwechselnde Attacken von Hempel und Obwaller für eine endgültige Selektionierung. Gemeinsam mit R.Scherzer fuhr das Duo in die letzte Runde. Dabei verschärfte der Meridafahrer derart das Tempo, dass H.Hempel den Anschluß verlor und Dritter wurde. Mit einem Sprintsieg gegen H.P.Obwaller konnte der 25jährige Wiener wieder die Tchibocupführung an sich reißen.
Wie erwartet hatte ich heute schwere Beine. Daher stieg ich bei Km 135, im Feld fahrend, vorzeitig vom Rad, um schon einige Körner für die bevorstehende Steiermarkrundfahrt(29.05.- 1.06.) zu sammeln.
genauere Resultate hier: Fotos hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
24.05.2003: Kriterium in Hard, 100 Runden = 80 Km;
Platz 1 und 2 für ELK-Haus
Jetzt ist sie da! Seit rund 2 Wochen geht es mit meiner Formkurve steil bergauf, was mich einerseits sehr freut, andererseits, im Bezug auf die WM(erst in 2 Monaten!), etwas Kopfzerbrechen bereitet. Da ich mir beim Cuprennen Wien-Lassnitzhöhe wenig Chancen auf einen vorderen Platz ausrechnete, versuchte ich meine noch recht kurze Erfolgsliste beim heutigen Kriterium aufzupäppeln.
Erst
2 bis 3 Runden nach dem Startschuß merkte ich, wie beweglich ich wirklich
war. Ich fühlte mich stark und hatte spritzige Beine. Daher nahmen meine
Kollegen(Berein, Stocher,
Wafler, Riedesser, Morscher) von Beginn an das Zepter
in die Hand und sorgten für Tempo. Obendrein bekam ich die Wertungsabnahmen
optimal angeführt, was mir schon nach der 6.Wertung von 10, mit 27 Pkt.,
einen unaufholbaren Vorsprung gegenüber meiner Konkurrenz(Fahrer aus GER,
CZE, CH, NZL, BEL) einbrachte.
Verfeinert wurde das Endklassement durch den Vorstoß von H.Morscher gemeinsam mit F.Mc.Master(Volksbank-Ideal) 40 Runden vor Schluß. Mit 2 gewonnenen Wertungen und zwei 2. Plätzen, konnte sich der Elk´ler mit 21 Zählern noch auf den 2. Endrang setzen. Dritter wurde Mc.Master(19 Pkt.). Stocher 8.Pl., Riedesser 11.Pl.
Ich
freue mich riesig über diesen Sieg, da es mir gelungen ist, die am Morgen
angekündigte Ansage, auf Sieg zu fahren, zu bestätigen. Und mit so einer
tollen Mannschaft
als Feedback, da hat ja fast nichts mehr schief gehen können!
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
16.-18.05: Bahnweltcup in Sydney,AUS
Garber holt Scratch-Weltcupgesamtsieg!
Seit dem letzten Weltcuprennen in Kapstadt, wo ich Fünfter wurde, musste ich mir die Scratch-Gesamtweltcupführung mit R.Slippens(NED), M.Alzamora(SPA) und A.Aeschbach(CH) teilen. Doch hier wollte ich mit einer guten Plazierung den Sack endgültig zumachen!
Gut, zugegeben, es waren nicht alle Top-Fahrer am Start, aber man konnte nicht von vornherein behaupten, dass ich mir die kleine "Kristallkugel" nur abholen bräuchte. Immerhin scharten 7 Fahrer in den Startlöcher, die mir den Gesamtsieg noch streitig machen wollten und konnten! Und wie jeder weiß, hat Fortuna in dieser Disziplin ein wesentliches Wörtchen mitzureden!
Im
Rennen konzentrierte ich mich auf meine drei größten Konkurrenten im
Gesamtweltcup. Van Zyl(RSA) 2 Pkt. Rückstand, Iljima(JAP) 5
Pkt., und auf den Griechen Anatopoulos mit 6 Pkt.
Rückstand.
Da in der Anfangsphase immer wieder zu mind. einer von Ihnen in Fluchtgruppen
vertreten war, ließen Sie mir nicht gerade viel Zeit zum einrollen. Als
ich aber mit letzten Einsatz, etwa bei der Hälfte der Distanz, zu einer Ausreißergruppe
ran spurten konnte und das Feld nicht reagierte wusste ich, dass dies die entscheidende
Post sei.
Da Van Zyl in der 9 Mann
starken Spitzengruppe nicht vertreten war, und ich jetzt mit einem Sieg des sprintstarken
Japaners rechnete, musste ich um den Gesamtweltcup zu gewinnen, unbedingt auf
Rang 3 fahren. Nachdem wir das Feld überrundeten, lies ich natürlich
N.Iljima nicht mehr aus den Augen.
Als es in den letzten 4 Runden so
richtig schnell wurde, hatte ich das Glück das Hinterrad eines Tschechischen
Sprinters zu erwischen, der mir sozusagen den Spurt optimal anfuhr. Doch Eingangs
der Zielgeraden, als ich den Tschechen I.Vrba mit Vollspeed überholen
konnte und ich mich schon als sicherer Sieger sah, schoß mit einer derartigen
Geschwindigkeit G.Henderson(NZL) bei mir vorbei, dass er mir das Gefühl
vermittelte, ich sei zu Fuß unterwegs. Rennschnitt: 49.9
km/h
Fotofinish um Platz 2 und 3 auf Zielfilm: ![]()
"Das Rennen war schwer, da ich Van Zyl unbedingt abhängen musste, dabei aber selber in Gefahr lief, eine Konterattacke des Südafrikaners einkassieren zu müssen."
1.Platz
G.Henderson(NZL), 2.Pl. R.Garber(AUT), 3.Pl. A.Müller(GER),....5.Pl.
N.Iljima(JAP),....10.Pl. V.Anastopoulos(GRE), ....24.Pl. Van
Zyl(RSA).
Scratch-Gesamtweltcup Endstand: 1.Pl. Garber 22 Pkt., 2.Pl. Iljima 13 Pkt., 3.Pl. Henderson, Slippens, Alzamora, Aeschbach und Müller(je 12 Pkt.)
Punkterennen:
Als
Siebenter in seinem Vorlauf konnte sich Franz für das noch am selben Abend
angesetzte 30km lange Punktefinale qualifizieren. Jedoch gestand der
Doppelvizeweltmeister,
dass keine Reserven mehr vorhanden gewesen wären, und er sich dadurch wenig
Chancen ausrechnete, im Finale unter den besten 10 zu fahren! (ersten 10 Fahrer
bekommen Weltcuppunkte!)
Leider wurde seine
Prophezeiung Wirklichkeit. Trotz seiner kämpferischen Fahrweise, speziell
in der Endphase des Rennens, sah nicht mehr als ein 15.Platz raus.
Sieger wurde
der regierende Juniorenweltmeister M.Ignatiev,RUS vor V.Rybin,UKR
und G.Henderson,NZL.
"Keiner kennt meine Beine besser als ich! Nach meiner Vorstellung im Vorlauf, kokettierte ich sogar das Finale nicht zu starten, um nicht unnötig Pulver für das morgige Madisonrennen zu verschießen. Schließlich gibt es da auch einen Vorlauf der an meinen Kräften zerrt. Und da kann es sehr leicht passieren, dass ich mich auch in meiner 2.Disziplin nicht für die WM qualifiziere".
Madison:
Ich
möchte nicht sagen, dass ich nervös war. Aber zum 1. mal verspürte
ich bei einem Großereignis einen gewissen Druck, der auf mir lastete! Aber
die Anspannung war auch verständlich, da dies für uns die allerletzte
Chance war sich für die WM zu qualifizieren! Und selbst wenn wir nicht ganz
vorne mitfahren werden können, kann es bei der WM in zwei Monaten schon ganz
anders aussehen!
Uns würde schon ein 7.Platz reichen.
Auf
jeden Fall kann ich eines sagen! Den guten 2.Rang im Vorlauf und den ausgezeichneten
4.Platz im Finale, hatten wir unserer Technik und Routine zu verdanken! Außer
bei einer klitzekleinen Ausnahme, lief unser doch schon so oft bewehrtes Programm,
wie am Schnürchen runter. Wir gewannen Wertungen, übernahmen die Führung
im Punkteklassement, und verteidigten Es bis zu jenem Zeitpunkt, wo uns leider
die Deutschen, die Holländer und Australier entwischten und uns eine Runde
anhängten. Ab diesem Moment hieß es den 4. Rang zu verteidigen, was
wir auch, trotz einer kl.Schrecksekunde, erfolgreich schafften.
Dabei
übersah ein unachtsamer Belgier unsere Ablöse und donnerte, gerade als
ich nach der Hand meines Partners greifen wollte, mit hoher Geschwindigkeit in
Franzis rechte Wade, dessen Auswirkung ein deutlicher Reifenabdruck war
und
uns eine Campagnolo Hinterradscheibe kostete. Aber auch hier kam die Routine des
Vizeweltmeisters zu trage, indem er nicht zu Sturz kam und den Aufprall souverän
aussteuerte.
In diesem Moment war ich sehr froh, dass wir auch diesmal unsere
Reserveräder mit dabei hatten(auch wenn wir Sie in den letzten Jahren noch
nie benötigt hatten und dem Verband, durch Flugtransporte, sehr viel Geld
kosteten). Denn in dieser Phase des Rennens, wo ein Hinterradaustausch zu lange
gedauert hätte, hätte ich mich keine Runde länger im Feld mehr
halten können. Der Teufel schläft nicht!!!
Sieger wurde das Paar G.Fulst/ A.Müller(GER) 13 Pkt., vor McGee/ D.Young(AUS) 10 Pkt. und DeJong/ G.Jonkman(NED) 2 Pkt.(alle +1 Runde). Rennschnitt 52,96 km/h
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
6.- 8.05.03: int. Bahnmeeting 500+1Rd. in Brünn
Top Leistungen unserer jungen Fahrer!
Gesamtsiege
in den Jahren 1994, 98, 99, 00, 01 und 02 !!! Da diese Erfolge auch auf Grund
der mannschaftlichen Arbeit zurückzuführen war, war es heuer an der
Zeit, mich mal beim Team zu revanchieren.
Punkte-Vizestaatsmeister A.Bradley
konnte(wegen Erkrankung) heuer, genauso wie G.Schrittwieser(Verletzung),
nicht an diesem Rennen teilnehmen. Mit dabei aber Doppel-Vizeweltmeister Franz
Stocher, Mario Lexmüller, Daniel Hufnagel, und
zur weiteren Unterstützung der Elitetruppe, der stärkste Junior Andreas
Graf.
Größter
Konkurrent in diesem Bewerb war das tschech. GSIII Team Dukla Prag, die gleich
mit 12 Mann an den Start gingen und mich in den ersten Etappen besser bewacht
hatten, als die Wachorgane des Goldressorts in Fort Knox!!! Motiviert von den
Leistungen der vergangenen Woche(Bahnmeeting in Büttgen, nachzulesen auf
www.bosch-cycling.at),
konnte M.Lexmüller
mit einem Sieg auf der 1. von fünf Etappen ins gelbe Führungstrikot
schlüpfen. Hervorragender Sechster wurde A.Graf. Gratulation!
Da
wir aus taktischen Gründen für die Gesamtwertung nun auf zwei Mann fuhren,
Stocher sich erst einrollen wollte und Hufnagel mit sich selbst
zu kämpfen hatte, blieb zum Großteils die Arbeit als Helfer an mir
über!
A.Graf
konnte auf der 2. und 3. Etappe
die Bewachung der Prager Truppe auf den Gelben für sich nutzen und ließ
gleich mit zwei Siegen aufhorchen! Gratulation! Die Etappen 4 und 5 gingen dafür
total in die Hose, wobei meiner Meinung nach, eine taktisch falsche Rennentscheidung
des Bundestrainers mit Schuld an der "Misere" trug. Auf der letzten
Etappe waren wir nicht einmal in der Lage, selbst als auch Franz, Daniel und Andreas
tatkräftig zur Unterstützung eilten, den 2. Gesamtrang von M.Lexmüller
zu verteidigen!
Gesamtstand:
1.Pl. M.Blaha(CZE,Dukla Prag), 2.Pl. P.Lazar(CZE,Dukla Prag), 3.Pl.
A.Arvai(HUN), 4.Pl. M.Lexmüller(AUT), 5.Pl. A.Graf(AUT).
Trotzdem würde ich sagen, dass die Ergebnisse aus österr. Sicht eine posetive Bilanz zeigen. Gaben doch zwei junge Fahrer ein kräftiges Lebenszeichen im int. Radsport! Nochmals Gratulation an Beide!
In
den Nachwuchskategorien konnten auch
tolle Erfolge erzielt werden. Stefan Patzl(Burkert Druck Pottendorf) siegte
in der Kat. U17, und Clemens Selzer(Festina) errang in der Kat. Junioren
den 3.Gesamtrang. Auch hier herzlichste Gratulation. mehr
Fotos hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
4.05.03: Tchibocup Straßenrennen in Wolfsberg, 155 Km
Scherzer holt sich Führungstrikot zurück!
Eigentlich bin ich ein Typ, der am 2.Wettkampftag besser fährt als am Ersten. Und sollten keine zwei Rennen hintereinander stattfinden, so belaste ich meine Beine am Tag zuvor beim trainieren etwas an. Doch an diesem Wochenende(ich fuhr nur das Straßenrennen und ließ das Bergrennen am Samstag aus) versuchte ich es einmal ganz anders. Nämlich mit einem Ruhetag! Und siehe da, es ging so gut wie heuer noch nie!
In Abwesenheit der kompl. Volksbank-Ideal Mannschaft, gingen heute bei optimalem Radwetter über 90 Fahrer an den Start. Von Beginn an wurde kräftig auf die Tube gedrückt, was zur Folge hatte, dass sich keine Ausreißergruppe hat lange draußen halten können. In diesen beiden Runden wusste ich nicht, was mir mehr Kopfzerbrechen machte, meine Beinschmerzen oder das Frühstück, dass mir noch bis zum Halse steckte!
Erst in der 4letzten Runde von 9,
gelang es dem gestrigen Sieger des Koralpen Bergrennens A.Matzbacher(Rapso),
H.P.Obwaller(Merida) sowie R.Scherzer(Elk), am steilen 2. Anstieg
des Kurses, sich entscheidend vom Feld abzusetzen.
Eine Runde später
ging die nächste Post mit 7 Fahrern. Riedesser, Morscher, Höller(alle
Elk-Haus),
Homolka(Hervis), U.Silar(Merida), P.Pichler(Trodat Resch&Frisch),
sowie J.Pauritsch(Radland Kärnten) setzten sich vom immer kleiner
werdenden Peloton ab und machten sich auf die Verfolgung der Spitzengruppe. Dabei
kamen Sie am kurzen steilen Anstieg dem Trio so nahe, dass es nur P.Riedesser
mit einem Gewaltantritt vergönnt war, zur Spitze aufzuschließen.
Mein
Zustand besserte sich von Runde zu Runde! Doch als die 2. Partie ging, musste
ich einsehen, dass meine Form dennoch nicht reichte, um an der Gruppe
dranzubleiben. Als ich aber sah, dass das Feld nur noch auf 22 Fahrer geschrumpft
war, konnte ich mir schon ausrechnen, dass ich heute Cuppunkte od. sogar einen
Preis machen würde. Und so war es auch . Als 4. im Feldspurt konnte ich mich
auf Rang 14 plazieren, was heuer, nach dem Ansfeldenrennen, mein zweitbestes Resultat
bedeutete. Hoffe, dass der heutige Renntag der Anfang meines langersehnten Formanstieges
ist!
Als sich das Spitzenquartett dem Ziel
näherte, zog
es
R.Scherzer mit einem trockenen Antritt vor, solo ins Ziel zu kommen, um
einer ev. Sprintniederlage, gegen den zur Zeit stark in Form fahrenden U23 Fahrer
A.Matzbacher, zu entgehen.
Beim
Kampf um die Plätze setzte sich Elk-Kollege P.Riedesser erfolgreich
durch, der Matzbacher und Obwaller auf die Ränge 3 und 4 verweisen
konnte. 5.Pl. Morscher, 6.Pl. Silar, 7.Pl. Höller, 8.Pl.
Homolka, 9.Pl. Pichler, 10.Pl. Pauritsch. Rennschnitt:
42,18 Km/h
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
27.04.03: Kirschblütenrennen,Wels; 4.Tchibocuprennen 185 Km
Summer gewinnt Kirschblütenrennen
Nachdem ich die ganze Woche beim Trainieren mit guten Beinen unterwegs war, ging ich doch recht optimistisch ins Rennen(ausfahren und event.Cuppunkte machen). Ich strotzte sogar dermaßen vor Optimismus, dass selbst das von mir so gehaßte naßkühle Wetter heute mir nichts anhaben konnte.
Das verhaltene Wegfahren des Pelotons verriet mir, dass viele Athleten mit einem gewissen Respekt vor der Distanz ins Rennen gingen. Nachdem ich allerdings das erste Mal zur Scharten, weit über den Lenker gebeugt, raufwakelte und ums Abreißen kämpfte, war ich mir meiner Sache, Cuppunkte zu machen, nicht mehr so sicher. Nach vereinzelten Ausreißversuchen in den ersten beiden Runden, konnte sich erst nach der 2. Zieldurchfahrt, am Buffethügel, eine 12 Mann starke Fluchtgruppe entscheidend vom Feld absetzen.
Da sich in diesem hochkarätigen Dutzend, mit Scherzer, Fischerlehner, Morscher(alle Elk-Haus), Mc.Master, Summer, Golcar(alle Volksbank-Ideal), Homolka, Rohregger(beide Hervis-Copyright), Bradley(Bosch), Faltheiner(Merida Graz), Eibegger(Rapso Knittelfeld) und Kerschbaum(Resch&Frisch), sehr viele Fahrer befanden die das Rennen gewinnen konnten, wurde von den jeweiligen Vereinskollegen im Hauptfeld das Tempo rausgenommen und abgestellt. Ich muß sagen, mir kam es nicht ungelegen, da ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt froh war, das Feld halten zu können. Doch das Tempo sackte so dermaßen ab, dass das Feld in der letzten Runde(20 Km vor dem Ziel), mit über 12min Rückstand auf die Spitze, laut Reglement, aus dem Rennen genommen werden musste.
In der Leadergruppe
sorgten die beiden Elk´ler
Scherzer und Morscher, durch zahlreiche Attacken, für eine
abermalige
Gruppenteilung in der letzten Runde. 8 Mann traten nach fast 5 Std. Fahrzeit zum
Zielspurt an, wobei sich J.Summer mit einer guten Radlänge vor H.Morscher(der
weiter seine Führung im Tchibocup ausbaute) und R.Scherzer durchsetzten
konnte. 4.Pl. ging an Ch.Kerschbaum,
5.Pl. A.Homolka, 6.Pl. W.Faltheiner,7.Pl. Mc.Master, 8.Pl.
J.Golcar, 9.Pl. M.Fischerlehner, 10.Pl. und damit bester U23-Fahrer
A.Bradley.
Josef Lontscharitsch(Hervis-Copyright), der heute sein Comeback gab, kam über die erste Runde nicht hinaus und gab das Rennen frühzeitig auf!
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
19. -20.04.03: Flachgauer RST; Neumarkt, Kriterium, 60 Km
Anastopoulos
war nicht zu schlagen!
Offensichtlich auf Grund der zahlreich abgegebenen Nennungen und aus Sicherheit für die Kampfrichter, ein undurchschaubares Rennen zu bekommen, lies der Veranstalter für die Kat. U-23 ein eigenes Rennen durchführen. Doch wie bei der Kat. Elite auch, sorgte der selektive 1,4 Km Kurs, der einen etwa 500m langen Zielanstieg vorwies und zum Großteil dem Wind ausgesetzt war, schon nach wenigen Runden für eine natürliche Auslese der Fahrer.
Dabei
errang, als einziger Österreicher in der Spitzengruppe fahrend, Andy Bradley(Bosch
Junkers) mit 12 Pkt. den 3.Platz. Sieger wurde F.Rabon(CZE)
29 Pkt. vor M.Schmid(GER) 18 Pkt.
In
der Elitekategorie
verlief es nicht viel anders. Beim heurigen 1. Aufeinandertreffen der beiden Österr.
stärksten GSIII-Vereine(Volksbank
Ideal und Elk-Haus),
bildete sich nach zahlreichen Startattacken der Elchen schon nach der 2.Wertung,
eine 5 Mann starke Fluchtgruppe(F.Mc.Master, V.Anastopoulos(beide
Volksbank Ideal), Mc.Cauley(Team Belgien), Buchazek(Joko CZE) und
Teamkollege R.Scherzer). Mir gelang es zwar einige Runden später zur
Ausreißergruppe heranzuspringen, konnte aber die Gruppe wegen Tempoarbeit
für Ralf, 5 Runden später nicht mehr halten,
und musste mich danach notgedrungener Weise wieder vom Feld einholen lassen.
In
der
Spitzengruppe wurde der Taktstock von den beiden Volksbank´der geschwungen.
Fast jede Wertungsabnahme ging an V.Anastopoulos 29 Pkt., der damit souverän
das Rennen vor Scherzer 18 Pkt., und Mc.Cauley 15 Pkt. gewann. 4.Pl.
ging an Mc.Master 10 Pkt., 5.Pl. P.Schnyder(ebenfalls Volksbank
Ideal)
171 Fahrer gestartet, 140 ausgeschieden! die
ganzen Resultate hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
20.04.03: Flachgauer RST; Neumarkt, Straßencuprennen 165 Km
Morscher flink wie der (Oster-)Hase
Das erste Wort möchte ich, bevor ich meinen Bericht beginne, an den Organisator des Rennens richten. Es kann beim 1. mal passieren. Sollte aber nicht! Im 2. Jahr änderte sich nicht viel! Und heuer war es um keinen Tick besser! Ich rede von der Streckenabsicherung des entgegenkommenden Verkehrs. Muß wirklich wieder erst einmal etwas passieren, bevor man reagiert?
Bei idealem Wettkampfwetter(sonnig bei 21°C und wolkenlosem Himmel) machten sich heute Mittag rund 250 Starter, am Staatsmeisterschaftskurs von 1999, auf dem Weg. Sehr viele Schwenker, Stürze und Attacken standen an der Tagesordnung.
In
den ersten 4 von 6 Runden konnte man einen
offenen
Attackenschlagabtausch der beiden GSIII Sportgruppenteams Volksbank
Ideal und U-Elk-Haus
miterleben. Jedoch fand am Ende keine Ausreißergruppe ihr Heil in der Flucht!
H.Morscher, unser Kapitän an diesem Tag, wurde vom ganzen Elk-Team optimal unterstützt, sodaß er bis ins Ziel keine unnötige Arbeit verrichten musste.
In der vorletzten Schleife fuhr man etwas verhaltener. Die Attacken wurden weniger und das Tempo(wegen der steifen Brise) langsamer. In der Finalrunde nahm das Vorarlbergische GSIII Team das Zepter in die Hand. 7-8 Mann der Orangenen formierten sich an der Spitze und diktierten mit einem unangenehmen Zug das Tempo des Feldes bis knapp vor dem Ziel. Dabei war es in der letzten Drittelrunde um mich geschehen. Kraftlos musste ich das Peloton ziehen lassen und fuhr anschließend mit gemächlichem Tempo Heim.
Bei der 1000m Marke war es mit dem Anführen des Volksbank-Ideal-Teams aber vorbei. Das Feld überrollte förmlich die Truppe, wobei mein Teamkollege P.Riedesser es schaffte als Erster in die Einlaufkurve einzubiegen, und H.Morscher, der sich am Hinterrad befand, den Spurt optimal anzuführen.
Sieger
H.Morscher(der damit die Cupführung übernahm) vor T.Höss(GER)
und V.Muchka(CZE). 4.Pl. ging an P.Herman(BikeDrive), 5.Pl. R.Scherzer,
und 7. Pl. P.Riedesser(beide Elk-Haus). Bester Volksbank`ler wurde P.Schnyder
auf Rang 9.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
21.04.03: Mondsee Classic Schwanenstadt; Straßenrennen 156 Km
Prompt kam an Elk die Retourkutsche!
Gestern war für das Vorarlbergische GSIII-Team ein schwarzer Tag. Nach kompakter Mannschaftsarbeit belegte der Beste von Ihnen nur Rang 9. Heute war es umgekehrt.
3. Renntag des Osterwochenendes. Obwohl die meisten Fahrer über gr. Beinschmerzen klagten, fanden sich auch heute wieder mehr als 200 Athleten aus dem In- und Ausland an der Startlinie ein.
Meine Beine fühlten sich, nachdem ich gestern etwas über mein Limit gefahren war, besonders hölzern an. Da ich am heutigen Tag nicht mit einer Zielankunft rechnete, war mir klar, dass ich in den ersten Runden, mit meinen noch verbleibenden Kräften, die Gegner mit zahlreichen Attacken beschäftigen musste.
In der 3. von 6 Runden, konnten sich 9 Mann entscheidend vom Feld lösen. Mit dabei 2 Elk-Fahrer(Höller u. Fischerlehner), A.Homolka(BikeDrive), H.Totschnig(Scott Lattella), Anastopoulos, sowie einige Ausländer. Als die Fluchtgruppe schon einen Vorsprung von über 2 min. aufwies, kam zu unseren Leidwesen, M.Fischerlehner aus der Spitze zurückmarschiert.
Nun
brennte in meiner Mannschaft der Hut. Da Höller als einziger Elch
in der Leadergruppe vertreten war, konnte man nicht
mehr mit Sicherheit mit einem Podestplatz rechnen. Unsere Elk-Asse Scherzer
u. Morscher, versuchten sich mit Fluchtversuchen aus dem Feld zu lösen,
um ev. den Anschluß zur Ausreißergruppe zu schaffen. Scherzer
gelang es zwar in der letzten Runde sich vom Feld abzusetzen, hatte aber am Ende
mehr als 3 Minuten Rückstand auf den Sieger Anastopoulos, der den
Sprint aus einer 5 Mann starken Gruppe gewinnen konnte.![]()
2.Pl. wurde Mc.Cauley(Team Belgien), 3.Pl. T.Buchacek(Joko Velamos-CZE), 4.Pl. A.Homolka, 5.Pl. P.Martinek(CK Brno), 6.Pl. und bester Österreicher H.Totschnig, ....8.Pl. und bester Elk-Fahrer M.Höller,...12.Pl. R.Scherzer.
Mit einem 30.Rang konnte
H.Morscher seine Cupführung, punktgleich mit A.Homolka, verteidigen.
Erfreulich mitanzusehen bei Doppelvizeweltmeister F.Stocher,
dessen Form von Woche zu Woche immer besser wird! Weiterhin viel Glück! die
ganzen Resultate hier:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
11. -13.04.03: Bahn-Weltcuprennen in Kapstadt
Alleine
der Anblick
auf
den Tafelberg ist schon eine Reise wert! Imposant ragt der "Felsen"
1087m als Wahrzeichen von Kapstadt empor. Doch bevor wir auf Sightseeing-Tour
gehen konnten, mussten wir zuerst unsere "Arbeit", für die
wir eigentlich angereist waren, erledigen.
![]()
Wegen der hohen Teilnehmeranzahl mussten in jedem Bewerb(Scratch, Punktefahren, Madison) seit langen wieder Vorläufe gefahren werden. Nicht gerade ein Vorteil, wenn die Bahn aus Beton und die Straßenform noch fehlte!
Scratch:
Die Qualifikationen
für
das noch am selben Abend stattfindende Finale, wurden in 2 Läufen zu je 14
Fahrer und 7,5 Km gefahren. Die jeweils besten 10 Athleten stiegen auf. Da schon
3 Fahrer in meinem Lauf eine Plusrunde schafften, wurde bei der Zielankunft um
die verbliebenen 7 Plätze auf Biegen und
brechen gespurtet. Und diese 7 waren bei
mir auch nötig. Um´s A....lecken gerade noch, gelang es mir als 7.
vom Feldspurt mich ins Finale zu fahren.
Dort
setzte ich mit relativ guten Beinen mein Pokerface auf und hoffte auf einen Feldendspurt.
Dabei kam ich aber 2-3 mal in solch miesen Positionen, dass ich auch eben so oft,
als Abgerissener dem Feld
hinterherfahren musste. Nachdem der Attackenhagel nachließ und das Feld
kurz Tempo rausnahm, gelang es zur gleichen Zeit dem Schweizer Vizeeuropameister
A.Aeschbach, als Solist, eine Plusrunde. Als sich kurz vor Ende des Rennens
abzeichnete, dass das gesamte Felde geschlossen zum Spurt antreten würde,
positionierte ich mich in eine günstige Lage, wo ich mich, nach keirinartigen(und
das ist wirklich noch milde ausgedrückt!) letzten 1 1/2 Runden, auf den 5.
Gesamtplatz durchsetzen habe können. Hinter Aeschbach wurde der Südafrikaner
Van Zyl 2. und der Holländer Straathof 3.
Punktefahren:
Auch
dem 2. Österreicher
Andy
Bradley blieb beim Punkterennen ein Qualifikationslauf(15 Km) nicht
erspart. Auch hier waren es pro Lauf 14 Fahrer, wo sich jeweils die besten 10
fürs Finale qualifizierten. Mit sehr viel Geduld und Nervenstärke konnte
er seine Konkurrenten, zur vorletzten Wertung hin, mit einem trockenen Antritt
überraschen und mit den 5 gewonnenen Punkten sicher fürs Finale qualifizieren.
Keine
6 Std. später hieß es dann "Masken runter" und zeigen was
jeder drauf hatte! Andy hielt sich zu Beginn des Rennens aus den Anfangsgeplenkeln
raus, um einige Körner für später aufzusparen.
Auch
wenn er die entscheidende Post bei Halbzeit des Rennens nicht erwischte, konnte
er kurz vor Zusammenschluß mit einer kleinen Verfolgergruppe flüchten
und 2 Pkt. erspurten.
Wer nun glaubt, dass Andy sich bis ins Ziel nicht mehr
bewegen würde können, hatte sich in Ihm getäuscht! Noch einige
Male versuchte er dem Feld zu enteilen, um seinen mom. Rang zu verbessern. Aber
leider vergebens! Selbst wenn ein Platz, knapp unter den Top Ten, nicht erreicht
wurde, durfte man sehr über Andy`s Fahrt/Leistung zufrieden sein. Er beendete
das Rennen auf Rang 12. Sieger wurde M.Renshaw(AUS) 63 Pkt. vor A.Müller(GER)
37 Pkt. und F.Perque(FRA) 37 Pkt. Damit bleibt F.Stocher
nichts anderes über, als das Ganze beim allerletzten Weltcuprennen in Sydney
selber in die Hand zu nehmen und sich ein WM-Ticket zu lösen.
Madison:
Also
viel
Regeneration
hatte Andy nicht. Denn schon um 10 Uhr vormittags standen die Qualifikationsläufe(je
über 80 Runden)für den Madisonbewerb an. Dabei galt es(von jeweils 12
Teams) unter den besten 8 zu kommen. Das schafften wir auch, indem wir anfangs
punkteten und mit Hilfe einer 4 Mann starken Ausreißergruppe das Feld zu
Ihnen nur auf Distanz halten mussten. Hört sich leichter an als es eigentlich
war!
Um sich sicher für die Bahn-WM im
Madison zu qualifizieren, benötigten
wir noch 1-3 Weltcuppunkte. Das heißt ein Platz zw. 8 und 10. Für Andy
war das Americanefinale das 4. Rennen innerhalb 24 Std. Um so mehr bewunderte
ich seine gute Leistung. Denn außer winzig kleine Fehlern, die aber sicher
nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun hatten, fuhr er fehlerfrei!
Wir
versuchten, wie
schon im Vorlauf auch, in den ersten Wertungen an Punkte zu kommen. Das gelang
uns, aber mehr als 2 Zähler waren in den beiden Wertungen einfach nicht drin.
In weiterer Folge, als die ersten ernstzunehmenden Attacken der starken Teams
anfingen, hatten wir einiges zu tun, um nicht den Anschluß an das Feld zu
verlieren. Während dieser "Fetzerei" gelang es 4 Teams(ARG,
SUI, ESP, UKR) das gesamte Peloton zu umrunden, was anschließend für
einige Sekunden Ruhe ins Feld brachte und uns Zeit gab, unsere Position zu verbessern.
Und
prompt gelang es uns in der vorletzten Punkteabnahme wieder 1 Zähler
zu holen. Vor der letzten Wertung rangierten wir auf Platz 10. Da wir Gefahr liefen
mit der letzten Wertung ev. aus den Top Ten zu fliegen, riskierte mein Partner(völlig
richtig in dieser Situation) einen Ausreißversuch. Da 2 Teams Spitze im
Rennen waren, fuhren wir also noch um die 2 verbleibenden Punkte. Leider reichte
unsere Kraft nicht mehr aus und wir wurden eine Viertelrunde vor Schluß
vom heranspurtenden Feld gestellt. Somit wurden wir in der Endabwertung, punktegleich
mit den 10.(Zabka/Liska,SVK), als 12. gereiht. Sieger wurde das Team Perez/Curuchet(ARG)
12 Pkt. vor Marvulli/Aeschbach(SUI)
9 Pkt. und den Spaniern Galvez Lopez/Llaneras 8 Pkt. mehr
Ergebnisse:
Gratulation an Andy´s Leistung, Mut und Kampfgeist. Hat er seit Moskau einiges an Erfahrung dazulernen können und einen riesen Schritt in Sache Bahnweltcup machen können.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
6.04.03: Auftaktrennen in Ansfelden, 96 km
Slowaken und Tschechen voran!
Mit einem großen Starterfeld von etwa 150 Fahrern, wurde heute die österr. Straßensaison bei eisigem Wind und nur +2 Grad Außentemperatur eröffnet.
Schon
nach Ende des 1. Drittels
gelang es mir gemeinsam mit weiteren 18 Athleten dem Feld zu enteilen. Mit dabei
namhafte Fahrer wie etwa A.Homolka(BikeDrive), Ch.Pfannberger(Volksbank-Ideal),
Ch.Kerschbaum(Resch&Frisch), A.Bradley(Bosch-Junkers),
R.Scherzer, H.Morscher, P.Riedesser(alle Elk-Haus) und einigen starken
Radlern aus der slowak. und tschech. Republik.
Auf
Grund der sofortigen
Einigkeit in der Spitzengruppe und der hervorragenden Arbeit meiner Mannschaftskollegen(Höller,
Wafler, Stocher,
Fischerlehner) im Feld, konnten wir binnen weniger Runden einen beruhigenden
Vorsprung von über 2 Minuten herausfahren. Aktivster Elkfahrer in der Leadergruppe
in Sache Attacken war R.Scherzer, dessen zahlreiche Ausreißversuche
aber leider immer wieder von unseren ausländischen Gästen neutralisiert
wurden.
Wegen einsetzendem Schneetreiben entschloß
sich der Veranstalter das Rennen um 5 Runden zu verkürzen. Da zu diesem Zeitpunkt
keine rennentscheidende Situation im Gange war und auch auf die Gesundheit der
Fahrer
bedacht wurde, fand ich diese Entscheidung für richtig. Als es dann zum Zielspurt
kam stellte sich die Frage, ob ich Harry oder Harry mir den Spurt anführte.
Da wir aber Beide schon sehr mit unseren Kräften zu kämpfen hatten,
waren wir nicht einmal in der Lage Ralf, der uns noch am stärksten, von uns
vier Elk´ler, erschien, den Spurt anzuführen.
Den
Zielspurt
von seinem Kollegen 1a angeführt bekam R.Husar(ZP Podbrezova,SLK),
der die beiden Tschechen P.Martinek(CK Brünn) und Österreichlegionär
A.Homolka
auf die Plätze verweisen konnte. Bester Elkfahrer wurde R.Scherzer,
der hinter Ch.Pfannberger den 6. Platz erreichte. 7.Pl. Ch.Kerschbaum,
9.Pl. R.Garber, 11.Pl. A.Bradley, 12.Pl. P.Riedesser und
14.Pl. H.Morscher.
mehr
Ergebnisse hier:
Auch wenn mir noch sehr viel Kraft fehlt, bin ich für mein nächstes Vorhaben, dem Bahn-Weltcuprennen in Kapstadt, sehr zuversichtlich, gemeinsam mit A.Bradley im Madisonbewerb, entgültig das WM-Ticket lösen zu können. Dabei müssten wir einen Platz unter den besten Neun erreichen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
4.04.03: Bahnrennen
Nach dem ich diese Woche Trainingsumfänge von
nur 30- 90 Km. in sehr ruhiger Form tätigte, dürften sich meine Beine
seit letzten
Sonntag
sehr gut regeneriert haben. Denn beim Bahntrainingsrennen, das sehr stark mit
Fahrern aus Ungarn, der tschech. und slowak. Republik besetzt war, fuhr ich schon
wieder annähernd so gut wie in alten Zeiten.
Mit einem Sieg im Scratchbewerb und einem 6. Platz im Ausscheidungsrennen, belegte ich erstmal hinter dem Ungarn A.Arvai und dem Tschechen M.Blaha im Omnium Gesamtklassement den 3. Platz.
Im
Punkterennen allerdings, das über 120 Runden ging, konnte ich nach 2 erfolgreichen
Überrundungen und mehreren gewonnenen Wertungen, recht ungefährdet den
Sieg vor M.Blaha und A.Vig(HUN) heimfahren. Bester Junior wurde
A.Graf(Burkert Druck Raika Ebreichsdorf) mit Rang 7.
Für mich "Pechvogel des Tages" war, speziell beim Punkterennen, U23 Fahrer A.Bradley(Bosch Junkers), dem bei einem Solo-Rundengewinnversuch rundenlang nur 20 Meter auf das Feld fehlten, und dessen weitere aussichtsreichen Vorstöße unbelohnt blieben.
Mit einem gestärkten Selbstvertrauen und einer halbwegs guten Straßenform, werde ich am Sonntag beim österr. Saisonauftaktrennen in Ansfelden an den Start gehen und versuchen gemeinsam mit meiner Elk-Haus Mannschaft einen Sieg zu erringen. mehr Ergebnisse hier: