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29.06.2003:  ÖM - Straße in Judendorf/Straßengel; 180 km

Gerolsteiner Kapitän Georg Totschnig holt Straßengold!

Ich hatte es mir schon gedacht, dass es heute für mich heißen würde "Rien ne vas plus"- Nichts geht mehr! Vom Zeitfahren noch total übersäuert und ausgelaugt, musste ich, nachdem ich schon in der 1.Runde, am 14 %igen Anstig, den Anschluss ans Hauptfeld verlor, die Segel streichen und das Rennen beenden.
Zu Beginn der 2.Runde konnte sich eine 10 Mann starke Spitzengruppe(mit unter Totschnig, Matzbacher, Kohl, Obwaller ,Pfannberger, Rucker, Jauk, uem.) vom Feld lösen und rasch einen Vorsprung von 2:30min. rausfahren. Bei Halbzeit des Rennens, als sich das Peloton schon in mehreren Gruppen aufgelöst hatte, schaffte R.Haselbacher(Gerolsteiner,GER) gemeinsam mit H.Hempel(Hervis Copyright) den Anschluss an die Ausreißer(Bild rechts: M.Fischerlehner(Elk) hatte kurz vorm Zusammenschluß Defekt). Jedoch konnte Hempel wenig später das hohe Tempo der Spitzenfahrer nicht mehr halten und riss ab.

Runde fürRunde sorgten Totschnig´s und Haselbacher´s Tempoverschärfungen am Anstieg dafür, dass bis zur letzten Runde nur noch Ch.Pfannberger(Volksbank-Ideal), T.Matzbacher(Rapso Knittelfeld) und B.Kohl(Rabobank), mit den beiden Mineralwasserradlern mithalten konnten.

Kurz vor dem allerletzten Anstieg, 18km vor dem Ziel, konnte Haselbacher aus der Spitze ausreißen und einen etwa 200m großen Vorsprung herausfahren. Totschnig vollendete die taktische Meisterleistung der Beiden, indem er sich am Anstieg auch von seinen restlichen Fluchgefährten löste und zu Haselbacher aufschloß. Im Stile eines Paarzeitfahrens fuhren die beiden Topfavoriten dem Ziel unangefochten entgegen, wobei sich am Ende Rene, für das Einsetzen bei den Straßenstaatsmeisterschaften 2002, bei Georg revanchierte, und seinem Kapitän im Zielspurt den Vortritt lies.

"Bergkraxler" T.Matzbacher setzte sich im Spurt gegen Ch.Pfannberger(Volksbank-Ideal) und B.Kohl durch und holte sich somit die Bronzemedaille und den Straßentitel der Kat.U23. Obwaller kam mit 3 Min. Rückstand solo ins Ziel, und P.Luttenberger(CSC Tiscali), der sich in der letzten Runde aus einer Verfolgergruppe hat lösen können, belegte den 7.Rang.
Die weiteren Platzierungen: W.Murer(RC Roanne,FRA), Rucker, Morscher(beide Elk), für mich die gr.Überraschung J.Benetseder(URC Radwelt), uns 12.Pl. G.Trampusch(Gerolsteiner).
W.Riebenbauer(Fakta) und B.Eisel(FdJ) verpassten die Vorstöße und konnten das Rennen nicht beenden.

Den Titel der Damen holte sich B.Schober vor A.Graus(beide A-Wiesbauer) und D.Posch(Pro-V Lady´s Team Tirol). Titelverteidigerin I.Wieser(Charly-Lietz) fuhr auf Rang 4.

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28.06.2003:  ÖM - Einzelzeitfahren in Peggau, 41,3 km

                          Gold für Andy Bradley!

In Abwesenheit des Titelverteidigers Georg Totschnig(Gerolsteiner) und allen nennenswerten Profis, fuhr Andy Bradley(Bosch-Junkers) mit einer Zeit von 52:40,30min. seinem 1.Staatsmeistertitel entgegen. Mit einem Schnitt von 48,99 km/h, siegte der Wiener Zeitsoldat vor Martin Angerer(U-Radteam Tirol) -10sek. und Martin Moser(RC Bikepalst Salzburg) -19sek..

A.Bradley: "Gerechnet habe ich mit einem Platz zwischen 6 und 8. Das ich gewonnen habe ist ein Wahnsinn, ich kann es kaum glauben. Ich habe mir die Strecke genau eingeteilt, das heißt, dass ich nicht gleich im Rückenwind voll weggefahren bin und das Tal mit der Ansteigung hinuter zu, nur rollen habe lassen, um im Gegenwind bis ins Ziel voll Druck geben zu können. Und ich freue mich, dass ich endlich meine Zeitfahrqualitäten zeigen habe dürfen! Schade, dass es nicht mehr Zeitfahren für Elitefahrer gibt."

Der Grund, warum ich beim Zeitfahren an den Start ging, war eigentlich die Tchibocup-Mannschaftswertung. Da unser Team einen dritten Mann benötigte, sagte ich mir OK.. Bin zwar schon 3 Jahre kein Zeitfahren gefahren, aber da ich beim Straßenrennen sowieso kein "Leiberl" haben werde, warum eigentlich nicht?! So richtete ich mir meinen alten "Stiegengeländer" zusammen, und ab gings.

Ich fand recht schnell den Rythmus und es gelang mir auch, die gesamte Strecke mit relativ kleinen Gängen zu fahren. "Weil Kraft hab i eh kane!!!"
Am Ende war ich mit meinem 9.Platz voll zufrieden, aber, dass mein Rückstand auf den Sieger fast 2 Minuten betragen würde, mit dem hatte ich nicht gerechnet! Aber egal, so ist das Leben! Gratulation an die Sieger.

Alte und neue Staatmeisterin im Zeitfahren(28,7 Km) der Damen heißt Doris Posch(Pro-V Lady´s Team Tirol) 40:02min, die Ch.Haas(RC-Elk) -15sek., und B.Schober(A-Wiesbauer) -18sek., auf die Ehrenplätze verwies.

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27.06.2003: Kriterium Wr.Neustadt; 65 km

                      Stocher siegt in Wr.Neustadt

Schonen, schonen und nochmals für die Staatsmeisterschaft schonen! Das dürfte die Devise der meisten Radrennfahrer am heutigen Tag gewesen sein. Gemeint ist aber nicht die Fahrweise der "17"(davon 7 Elk´ler) angetretenen Athleten, sondern der Daheimgebliebenen, die anscheinend auch nicht einmal das Geld nötig haben!

St.Rucker, dessen Sperre mit dem heutigen Tag abgelaufen war und ab jetzt das Elk-Team wieder komplettiert, konnte sich schon vor der 1.Wertung gemeinsam mit seinen beiden Kollegen F.Stocher und M.Fischerlehner aus dem Staub machen und vom Feld absetzen. Keine 5 Runden später schaffte Resch&Frisch-Fahrer P.Pichler, gemeinsam mit mir, den Anschluß zum Führungstrio. Da wir in der Spitzengruppe zahlenmäßig überlegen waren, sorgten natürlich auch wir fürs Tempo.

Pichler nutzte diese Gelegenheit indem er sich rein auf die Wertungsspurts konzentrierte und zwei seiner Konkurrenten(4.Pl. Garber, 5.Pl. Fischerlehner) hinter sich lies. Den Sieg holte sich Vizeweltmeister F.Stocher vor St.Rucker.

genauere Resultate hier:                     mehr Fotos hier:

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18.06.2003:  12. Lauf der Tchibocupserie; Altheim, 100 Km

                   Sprintsieg an Bahnspezialist Garber

Eine Baustelle auf der klassischen High-Speed Strecke zwang den Veranstalter zu einer kleinen Kursänderung und uns den 6maligen Ritt über einen etwa 1 Km langen Anstieg.

Das hohe Grundtempo des Feldes in der Anfangsphase des Rennens sorgte, daß viele Ausreißversuche schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt waren. Am Anstieg in der 2. Runde(Km 25)schaffte es dennoch Tchibocup-Führender Ralph Scherzer sich alleine vom Feld abzusetzen und einen max. Vorsprung von 1:30 Minuten rauszufahren.

Diesen 1 bis 1:30min. Vorsprung hielt der Elk-Fahrer bis zur vorletzten Runde, bis sich schließlich die beiden oberösterr. Vereine Bosch-Junkers, um Kapitän A.Bradley, und das Welser Team Resch&Frisch, mit Sprinter P.Pichler, für die Aufholjagd vereinigten und für´s Tempo sorgten.

Nachdem Scherzer kurz nach der letzten Zieldurchfahrt eingeholt wurde, kontrollierte das Elk-Team weiterhin das Rennen und sorgte, daß bis zur Zielankunft das gesamte Feld geschlossen blieb. Denn mit den beiden Sprintern R.Garber und M.Fischerlehner hatte die Elk-Mannschaft noch zwei Trümpfe im Ärmel!

Hervorragend von meinem Team lanciert, fuhren wir zu Viert in die Einlaufkurve, wo ich mich später knapp vor M.Comploi(Burghausen,GER) und M.Fischerlehnen habe durchsetzen können.
4. wurde R.Scherzer vor P.Pichler und Ch.Kerschbaum.

"Insgeheim habe ich schon mit einem Sieg gerechnet, da mir dieses Rennen von der Streckenführung und vom Tempo sehr entgegen kommt. Da wir aber eine Mannschaft sind die frühzeitig Vorentscheidungen suchen, kann es schon passieren, daß am Ende statt mir ein Kollege ganz oben am Stockerl steht. Der Zielspurt war so knapp, daß Fischerlehner, der um nichts schwächer war als ich und das Rennen auch gewinnen hätte können. Und es ist wirklich egal, welcher Elk´ler am obersten Treppchen steht! Das es dennoch für mich reichte freut mich ganz besonders, habe ich dadurch endlich mein 1. Cuprennen gewinnen können. Und dafür möchte ich mich recht herzl. bei meiner Mannschaft bedanken."

genauere Resultate hier:

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19.06.2003:  Rundsreckenrennen in Ried, 72Km

        Lexmüller verhindert Elk-Doppelsieg in Ried

Gleich von Beginn an versuchte das Elk-Haus Teamdas Rennen mit ständigen Attacken in die Hand zu nehmen, um eine frühzeitige Vorentscheidung herbei zu führen. In der 7. Runden von 40, konnte ich mich gemeinsam mit Mario Lexmüller(Bosch-Junkers) und Vereinskollegen Mario Höller erfolgreich vom Feld absetzen und einen max. Vorsprung von 1:50 Min. rausfahren.

Während meine Kollegen im Feld die Konkurrenz in Schach hielten, unter anderem auch das Iranische Straßennationalteam, zogen wir einsam aber einig, an der Spitze unsere Runden. Heute sollte Höller das Rennen für sich entscheiden. Daher übernahm ich zum Ende hin, um ihn etwas zu entlasten, den größeren Part der Führungsarbeit.
Eine Runde vor Schluß attackierte Höller und konnte sich noch mit gut drei Radlängen vor M.Lexmüller ins Ziel retten und durfte sich somit über seinen 1. Elitesieg freuen. Gratulation!
Ich wiederum fuhr etwas zu ungestüm in die Zieleinlaufkurve, versteuerte mich dabei, und konnte Lexmüller, der natürlich die Situation sofort ausnützte und antrat, bis ins Ziel nicht mehr einholen.

Adam Homolka(Hervis Copyright), der sich gemeinsam mit H.Morscher(Elk), zwei Runden vor Schluß, noch aus einer Verfolgergruppe hat lösen können, belegte Platz 4. Sechster wurde R.Scherzer(Elk).

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20.06.2003:  Kriterium Telfs,  48Km

                              Scherzer knapp vor Pichler

Zu schwer waren die Anstrengungen der letzten beiden Wettkampfstage, als dass ich am heutigen selektiven 1,2 Km Kurs hätte ins Geschehen eingreifen können. Nach 15 qualvollen Runden war der Ofen aus und das Rennen für mich beendet.

Anders hingegen meine Kollegen. R.Scherzer, M.Fischerlehner und H.Morscher konnten sich nach der 1.Wertung, gemeinsam mit dem Resch&Frisch-Fahrer P.Pichler und einigen Ausländern aus Belgien, Italien, vom Feld absetzen und sich langzeitig vorne behaupten. Scherzer wurde in der Leadergruppe wie auch in den Wertungsrunden optimal von seinen beiden Kollegen unterstützt, wodurch er sich am Ende, knapp mit nur 1 Punkt Vorsprung auf Pichler, verdient über seinen Sieg freuen durfte.
Roland "Jim" Wafler(Elk-Haus), der sich noch die letzte Wertung sicherte, belegte Rang 4, hinter dem drittbesten Punktesammler in diesem Rennen, H.Morscher(Elk-Haus).       mehr Fotos hier:

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21.06.2003:  Kriterium Grafenbach, 56Km

           Slowake Martin Riska war nicht zu schlagen!

Am heutigen Tag teilten wir unser Team. Scherzer, Fischerlehner, Morscher(Rang 2) und Riedesser fuhren in Tirol das Hungerburgrennen, und Stocher, Berein, Wafler, Höller, traten gemeinsam mit mir beim Kriterium in Grafenbach an.
Schon vor dem Start, als wir den vollbesetzten slowakischen Vereinsbus(8 Fahrer) des Teams Podbrezova GSIII(Slowakeis bestes Team)sahen, wurde uns klar, dass heute ein hartes Stück Arbeit auf uns warten würde.

Vom Start an weg, bis zur 1.Wertung, war es ein offener Schlagabtausch zwischen den Slowaken und uns. Nach der Wertungsabnahme, die R.Husar(SLK) vor J.Summer(Volksbank-Ideal) und mir entschied, konnte sich eine 4 Mann starke Fluchtgruppe entscheidend vom Feld absetzen. Mit von der Partie zwei Elche(Stocher und Wafler), sowie die beiden Slowaken R.Bronis und M.Riska. In Anbetracht der zahlenmäßigen Überlegenheit unserer östl. Nachbarn, waren wir mit der Fahreraufteilung(2 gegen 2) in der Leadergruppe mehr als zufrieden, sodass wir im Feld erstmal abstellten.

Doch zu stark war Riskas Form(40 Pkt.) an diesem Tag. Während die restlichen Elk-Fahrer nun im Hauptfeld das Tempo gleichmäßig hoch hielten, konnten Wafler(23) und Stocher(17) in der Spitzengruppe die Endränge 2 und 3 fixieren.
Bronis(7) belegte Platz 4 vor Husar(5), Summer(3) und Garber(2).  mehr Fotos hier:

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21.06.2003:  13.Lauf im Tchibocup, Grafenbach, 156Km, 6 Runden(NÖ-Landesmeisterschaft)

5.Renntag in dieser Woche! Für mich so zu sagen eine Rundfahrt. Meine Beine waren von den Strapazen der letzten Tage der Art übersäuert, dass Sie mit einer 3 Tage, am Fensterbrett, stehengelassenen Vollmilch zu vergleichen waren!

Einzige Hoffnung gab mir die neue Streckenführung. Es hieße, der Anstieg sei nun nicht mehr so steil. OK, dafür aber 10km lang ;-(
Ich versuchte es trotzdem. Doch schon nach wenigen bergauf gefahrenen Metern konnte ich das Tempo des Feldes nicht mehr halten und riss gnadenlos ab. Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch in Spaziertempo weiter- nämlich direkt in die Dusche! Dass die Strecke um nichts leichter war als die vom vergangenen Jahr, sah man insofern, dass die Fahrer schon bei der 2.Zieldurchfahrt in mehreren Gruppen und in Minutenabständen aufgesplittert vorbeigerollt kamen.

Während viele Athleten hinten ums Abreißen kämpften und mit dem Gedanken der Resignation spielten, konnten sich 7 Mann erfolgreich vorne weg absetzen und ihren Vorsprung Runde für Runde ausbauen. Mit dabei A.Kittinger(A-Neunkirchen), T.Rohregger(Hervis), meine Elk-Kollegen M.Fischerlehner und H.Morscher, sowie 3 Fahrer aus der slowak.Republik(Team Podbrezova GSIII).

Fischerlehner, der sich immer in der technisch anspruchsvollen Abfahrt, kurz vor dem Ziel, hat von seinen Kontrahenten lösen können und als Erster bei Start und Ziel vorbei gerauscht kam, holte sich überlegen die Wertung des besten Sprinters. Bester Kletterer wurde R.Husar(SLK).

Auch in der letzten Runde vermochte keiner der Spitzenfahrer die Kamikazeabfahrt M.Fischerlehners mitzugehen. Mit einem 50sekündigen Vorsprung holte sich der Freistädter die 4.Auflage von Grafenbach vorseinem Elk-Kollegen H.Morscher, der sich im Sprint gegen T.Rohregger erfolgreich durchsetzte. Ausgezeichneter Vierter wurde A.Kittinger, der heuer erst eine Handvoll Elite-Straßenrennen bestritt und jetzt als MTB gilt. Fünfter und bester Slowake wurde R.Husar.

NÖ-Landesmeister wurden M.Fischerlehner vor H.Morscher und A.Kittinger.

genauere Resultate hier:              Cupstand hier               mehr Fotos hier:

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15.06.2003:  Kriterium Schattendorf,  50Km

Wie jeder weiß, ist jedes Rennen, mag es noch so klein oder schwach besetzt sein, besser als jedes Training! Daher beschloß ich, gemeinsam mit meinem Teamkollegen Roland Wafler beim Kriterium in Schattendorf an den Start zu gehen.

Als größten Konkurrenten waren die beiden Bosch-Junkers-Fahrer Mario Lexmüller und Florian Posch zu sehen. Es waren aber auch Fahrer dabei, wie z.B. Thomas Maier(Resch&Frisch), Michi Knopf(Team Merida), und die ganze Juvina-Denzel-Gruppe, die einen das Leben schwer machen konnten.

Sehr überrascht war ich vom Anfangstempo des Feldes. Die Domestiken der zuvor genannten Vereine, sorgten für einen hohen Schnitt bis zur ersten Wertung. Den besten Domestiken hatte allerdings ich!   Kollege"Jim" Wafler führte mich ideal in die Zielgerade, sodaß ich keine große Arbeit mehr hatte, die Punkteabnahme zu gewinnen. Lexmüller nutzte die Gunst der Stunde, verlängerte mit einer enormen Attacke, und setzte sich mit Thomas Maier und mir am Hinterrad, erfolgreich vom Feld ab.

Auf Grund der sofortigen Einigkeit in der Führungsarbeit, konnten wir unseren Vorsprung sehr rasch und konsequent gegenüber dem Peloton ausbauen. Da ich bei den Wertungssprints am öftesten mein Vorderrad als Erster über die Linie habe schieben können, durfte ich mich auch am Ende über einen erneuten Sieg freuen. Zweiter wurde M.Lexmüller vor T.Maier.

Im Hauptfeld gab es jeweils noch 1 Punkt zu vergeben. Dabei konnte R.Wafler die Meisten sammeln und auf den 4.Platz fahren. 6ter wurde der MTBer M.Knopf vor F.Posch.

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6.- 9.06.2003:  Ungarn GP; Etappenrennen

             Kleine Rundfahrten heben die Moral!

Da wieder einmal in Österreich ein rennfreies Wochenende bevorstand und ich bei der Wiesbauer-Tour nichts verloren habe, nahm ich, gemeinsam mit 4 jungen Fahrern(J.Vollmann, A.Malik, M.Gruze, F.Neumüller) des Teams Rapso Knittelfeld die Gelegenheit wahr, mit meinem Vater Walter Garber zu einer kleinen Einladungsrundfahrt nach Ungarn zu fahren. Hierbei möchte ich mich gleich bei meinem Daddy fürs mitnehmen bedanken. Waren seine TYROLIA-Einladungen schon des öfteren eine willkommene Alternative!

Nachdem ich mir beim Prolog, einem 2,5 Km langen Bergzeitfahren, nicht all zu viel Chancen auf eine vordere Plazierung ausrechnete, absolvierte ich das Teilstück nur mit mittlerer Drehzahl(Platz 23). Anders hingegen Joachim Vollmann. Motiviert und stark fahrend, konnte sich der Burgenländer mit nur 4 sek. Rückstand auf den Sieger M.Jurco(SLK, Denardi), zeitgleich mit dem Dritten(A.Arvai,HUN), auf Rang 4 plazieren.

Bei der 1. Etappe, ein 60 Km langes Rundstreckenrennen, sah für mich die Sache schon ganz anders aus. Ich fühlte mich stark und das Terrain lag mir. Schon nach wenigen Metern prophezeite ich meinen Kollegen, wenn Sie mir das Feld zusammen hielten, einen Sieg. Gemacht, getan! Im Massenspurt konnte ich mich gegen R.Nagy(SLK), A.Arvai(HUN) und dem SlowenenIgor Kranjec(Team Kamen)durchsetzten und Sie auf die Plätze verweisen. (Garber Gesamt 10.)

In der 2. Etappe(125km) hatten wir dann weniger Grund zur Freude. Obwohl sich die Etappe aus unserer Sicht nicht schlecht entwickelte(Neumüller fuhr seit der Anfangsphase in einer 3 Mann Spitzengruppe mit über 2min Vorsprung und Malik in einer 3 Mann Verfolgergruppe), sah am Ende nur ein 8 Rang(Garber) raus(Neumüller wurde noch 120m vor dem Ziel alleinfahrend vom Feld eingeholt. Malik schon vorher).
Und J.Vollmann mußte sich von seinem 4.Gesamtzwischenrang verabschieden, als er bei Halbzeit der Distanz eine Feldtrennung verabsäumte und nicht mit fuhr. Ein schwacher Trost, dass ich mich nun auf den 8.Gesamtrang nach vor verbessern konnte!

Von der 3. und letzten Etappe(140km) gibt es nicht viel zu erzählen. Das slowak. Nationalteam schloß sich mit dem Denarditeam zusammen, sorgten von Beginn an für hohes Tempo und fuhren den Gesamtsieg ihres Kollegen heim. 2.Pl. Igor Kranjec(SLO) vor Robert Nagy(SLK).
Ein unerwarteter und vor allem ein nicht eingeplanter 1,2 Km Anstieg rund 3 Km vor dem Ziel, verhinderte eine weitere gute PlazierungVollmanns und mir. In der Gesamtwertung konnte ich die Rundfahrt auf Rang 7 beenden.

Und auch wenn für viele die Rundfahrten in Ungarn od. der Slowakei nicht viel zählen, sind Sie zum lernen und vor allem für meine Moral unbezahlbar!!!

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29.05 - 1.06.2003:  Select-Steiermark-Rundfahrt

                  Hans Peter Obwaller gewinnt Select-Tour

Für mich galt diese Veranstaltung ja sowieso nur als reine Vorbereitungs- und Aufbaurundfahrt. Und auch wenn ich mit nur zwei ausgefahrenen Etappen mein Ziel, die Rundfahrt ausfahren, stark verfehlt hatte, war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.

In diesen beiden Tagen konnte ich wertvolle Dienste für meine Kollegen verrichten, und gleichzeitig ein rennfreies Wochenende überbrücken, was hinsichtlich der Bahn-WM in Stuttgart(30.07.- 3.08.) sehr wichtig war. Dass es bei mir ab dem 3.Tag nicht mehr lief, würde ich auf die Tatsache zurückführen, dass ich eben ein Eintagsfahrer bin und kein Rundfahrtfahrer!!! Denn ein Abreißen nach nur 5 Km(auf der 3.Etappe), hat eher etwas mit Veranlagung zu tun, als mit einer Formkrise! Das beweisen auch meine jahrelangen Rennaufzeichnungen.

Die Rundfahrt selber hatte, ausgenommen von anfänglichen Pannen, einiges zu bieten. So konnte z.B. jeden Tag ein anderer Fahrer das gelbe Select-Führungstrikot erobern, was die Spannung auf den Gesamtsieg bis zuletzt aufrecht erhielt und natürlich auch im Sinne der Veranstaltung lag.

Anders beim Sprintwertungs-Gesamtsieger M.Fischerlehner. Der Elk-Haus-Fahrer(Sieger der 3.Etappe vor U.Silar(Merida)), der die Sprints von seinen Mannschaftskollegen bilderbuchmäßig angefahren bekam, machte gleich von Beginn an klar, wer die schnellsten Beine im Feld hatte. Der 2.Platz erging an J.Summer(Volksbank-Ideal) vor H.Morscher(Elk).

Erfreulich auch die Leistungen unserer jungen Fahrer. Aufgefallen ist mir unter anderem die Bosch-Junkers Truppe, die mit A.Bradley, M.Lexmüller & Co. achtvolle Plätze rausfahren konnten. Nicht vergessen darf man aber auf Andreas Matzbacher(Rapso Knittelfeld). Der Senkrechtstarter in diesem Jahr konnte sogar die 4. und letzte Etappe gewinnen und die Rundfahrt auf dem 2.Gesamtplatz beenden.

Das Punkte-, Berg-, sowie das Gesamtklassement holte sich Bergstaatsmeister H.P.Obwaller(Merida Graz), der M.Vandelli(Resch&Frisch Wels), auf der letzten Etappe, auf Rang 3 verwies.

Ein besonderes Lob möchte ich der Exekutive und allen Vorrausfahrzeugen aussprechen, die auf der ganzen Strecke hervorragend abgesichert haben und somit uns Fahrern ein sicheres Gefühl vermitteln konnten.

genauere Resultate hier:              Fotos: 1.Etappe:    2.Etappe    3.Etappe     4.Etappe

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25.05.2003:  9.Lauf im Tchibocup; Wien- Lassnitzhöhe, 178 Km

                       Scherzer gewinnt Hitzeschlachtrennen

Bei diesem Klassiker fiel schon des öfteren die Vorentscheidung unmittelbar nach dem Start! So auch in diesem Jahr. Nur war es nicht die Hitze die den Rennern in der Anfangsphase Schwierigkeiten bereitete, sondern ein entschlossenes Hervis CopyRight Team, um Kapitän H.Hempel und A.Homolka.

Gleich nach dem Start eröffnete die kompl. oberösterr. Truppe das Rennen mit einer Doppelkannte. Es dauerte nicht lange, etwa bei Km 15, und eine 9 Mann starke Ausreißergruppe verabschiedete sich vom Feld. Erstaunt war ich als ich merkte, dass in der Spitze nicht die Hervis-Fahrer in Überzahl waren, sondern die Elche mit fünf Mann(Berein, Riedesser, Scherzer, Fischerlehner und Höller). Noch mit dabei Homolka, Hempel und Faltheiner, Gratzer(beide Volksbank-Ideal)

Binnen weniger Kilometer vergrößerte sich der Vorsprung der Ausreißer auf 2 Minuten. Nur die Verfolgung des Merida Graz Teams im Feld, bewahrten den Kapitän der Mannschaft, H.P.Obwaller, alle Chancen, den Anschluß an die Fluchtgruppe wieder zu erringen! Und es gelang. Während Berein und Fischerlehner das Tempo der Spitze am Wechsel nicht mehr halten konnten und zurückfielen, konnte Obwaller mit einer kl. Gruppe die restlichen 1:30 Min. wettmachen und aufschließen.

Auf den Runden von Lassnitzhöhe sorgten abwechselnde Attacken von Hempel und Obwaller für eine endgültige Selektionierung. Gemeinsam mit R.Scherzer fuhr das Duo in die letzte Runde. Dabei verschärfte der Meridafahrer derart das Tempo, dass H.Hempel den Anschluß verlor und Dritter wurde. Mit einem Sprintsieg gegen H.P.Obwaller konnte der 25jährige Wiener wieder die Tchibocupführung an sich reißen.

Wie erwartet hatte ich heute schwere Beine. Daher stieg ich bei Km 135, im Feld fahrend, vorzeitig vom Rad, um schon einige Körner für die bevorstehende Steiermarkrundfahrt(29.05.- 1.06.) zu sammeln.

    genauere Resultate hier:           Fotos hier:

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24.05.2003:  Kriterium in Hard, 100 Runden = 80 Km;

                              Platz 1 und 2 für ELK-Haus

Jetzt ist sie da! Seit rund 2 Wochen geht es mit meiner Formkurve steil bergauf, was mich einerseits sehr freut, andererseits, im Bezug auf die WM(erst in 2 Monaten!), etwas Kopfzerbrechen bereitet. Da ich mir beim Cuprennen Wien-Lassnitzhöhe wenig Chancen auf einen vorderen Platz ausrechnete, versuchte ich meine noch recht kurze Erfolgsliste beim heutigen Kriterium aufzupäppeln.

Erst 2 bis 3 Runden nach dem Startschuß merkte ich, wie beweglich ich wirklich war. Ich fühlte mich stark und hatte spritzige Beine. Daher nahmen meine Kollegen(Berein, Stocher, Wafler, Riedesser, Morscher) von Beginn an das Zepter in die Hand und sorgten für Tempo. Obendrein bekam ich die Wertungsabnahmen optimal angeführt, was mir schon nach der 6.Wertung von 10, mit 27 Pkt., einen unaufholbaren Vorsprung gegenüber meiner Konkurrenz(Fahrer aus GER, CZE, CH, NZL, BEL) einbrachte.

Verfeinert wurde das Endklassement durch den Vorstoß von H.Morscher gemeinsam mit F.Mc.Master(Volksbank-Ideal) 40 Runden vor Schluß. Mit 2 gewonnenen Wertungen und zwei 2. Plätzen, konnte sich der Elk´ler mit 21 Zählern noch auf den 2. Endrang setzen. Dritter wurde Mc.Master(19 Pkt.). Stocher 8.Pl., Riedesser 11.Pl.

Ich freue mich riesig über diesen Sieg, da es mir gelungen ist, die am Morgen angekündigte Ansage, auf Sieg zu fahren, zu bestätigen. Und mit so einer tollen Mannschaft als Feedback, da hat ja fast nichts mehr schief gehen können!

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16.-18.05:  Bahnweltcup in Sydney,AUS

               Garber holt Scratch-Weltcupgesamtsieg!

Seit dem letzten Weltcuprennen in Kapstadt, wo ich Fünfter wurde, musste ich mir die Scratch-Gesamtweltcupführung mit R.Slippens(NED), M.Alzamora(SPA) und A.Aeschbach(CH) teilen. Doch hier wollte ich mit einer guten Plazierung den Sack endgültig zumachen!

Gut, zugegeben, es waren nicht alle Top-Fahrer am Start, aber man konnte nicht von vornherein behaupten, dass ich mir die kleine "Kristallkugel" nur abholen bräuchte. Immerhin scharten 7 Fahrer in den Startlöcher, die mir den Gesamtsieg noch streitig machen wollten und konnten! Und wie jeder weiß, hat Fortuna in dieser Disziplin ein wesentliches Wörtchen mitzureden!

Im Rennen konzentrierte ich mich auf meine drei größten Konkurrenten im Gesamtweltcup. Van Zyl(RSA) 2 Pkt. Rückstand, Iljima(JAP) 5 Pkt., und auf den Griechen Anatopoulos mit 6 Pkt. Rückstand. Da in der Anfangsphase immer wieder zu mind. einer von Ihnen in Fluchtgruppen vertreten war, ließen Sie mir nicht gerade viel Zeit zum einrollen. Als ich aber mit letzten Einsatz, etwa bei der Hälfte der Distanz, zu einer Ausreißergruppe ran spurten konnte und das Feld nicht reagierte wusste ich, dass dies die entscheidende Post sei.

Da Van Zyl in der 9 Mann starken Spitzengruppe nicht vertreten war, und ich jetzt mit einem Sieg des sprintstarken Japaners rechnete, musste ich um den Gesamtweltcup zu gewinnen, unbedingt auf Rang 3 fahren. Nachdem wir das Feld überrundeten, lies ich natürlich N.Iljima nicht mehr aus den Augen.
Als es in den letzten 4 Runden so richtig schnell wurde, hatte ich das Glück das Hinterrad eines Tschechischen Sprinters zu erwischen, der mir sozusagen den Spurt optimal anfuhr. Doch Eingangs der Zielgeraden, als ich den Tschechen I.Vrba mit Vollspeed überholen konnte und ich mich schon als sicherer Sieger sah, schoß mit einer derartigen Geschwindigkeit G.Henderson(NZL) bei mir vorbei, dass er mir das Gefühl vermittelte, ich sei zu Fuß unterwegs.    Rennschnitt:  49.9 km/h

Fotofinish um Platz 2 und 3 auf Zielfilm: 

"Das Rennen war schwer, da ich Van Zyl unbedingt abhängen musste, dabei aber selber in Gefahr lief, eine Konterattacke des Südafrikaners einkassieren zu müssen."

1.Platz G.Henderson(NZL), 2.Pl. R.Garber(AUT), 3.Pl. A.Müller(GER),....5.Pl. N.Iljima(JAP),....10.Pl. V.Anastopoulos(GRE), ....24.Pl. Van Zyl(RSA).

Scratch-Gesamtweltcup Endstand: 1.Pl. Garber 22 Pkt., 2.Pl. Iljima 13 Pkt., 3.Pl. Henderson, Slippens, Alzamora, Aeschbach und Müller(je 12 Pkt.)

Punkterennen:
Als Siebenter in seinem Vorlauf konnte sich Franz für das noch am selben Abend angesetzte 30km lange Punktefinale qualifizieren. Jedoch gestand der Doppelvizeweltmeister, dass keine Reserven mehr vorhanden gewesen wären, und er sich dadurch wenig Chancen ausrechnete, im Finale unter den besten 10 zu fahren! (ersten 10 Fahrer bekommen Weltcuppunkte!)

Leider wurde seine Prophezeiung Wirklichkeit. Trotz seiner kämpferischen Fahrweise, speziell in der Endphase des Rennens, sah nicht mehr als ein 15.Platz raus.
Sieger wurde der regierende Juniorenweltmeister M.Ignatiev,RUS vor V.Rybin,UKR und G.Henderson,NZL.

"Keiner kennt meine Beine besser als ich! Nach meiner Vorstellung im Vorlauf, kokettierte ich sogar das Finale nicht zu starten, um nicht unnötig Pulver für das morgige Madisonrennen zu verschießen. Schließlich gibt es da auch einen Vorlauf der an meinen Kräften zerrt. Und da kann es sehr leicht passieren, dass ich mich auch in meiner 2.Disziplin nicht für die WM qualifiziere".

Mehr und genaueres hier:

Madison:
Ich möchte nicht sagen, dass ich nervös war. Aber zum 1. mal verspürte ich bei einem Großereignis einen gewissen Druck, der auf mir lastete! Aber die Anspannung war auch verständlich, da dies für uns die allerletzte Chance war sich für die WM zu qualifizieren! Und selbst wenn wir nicht ganz vorne mitfahren werden können, kann es bei der WM in zwei Monaten schon ganz anders aussehen!
Uns würde schon ein 7.Platz reichen.

Auf jeden Fall kann ich eines sagen! Den guten 2.Rang im Vorlauf und den ausgezeichneten 4.Platz im Finale, hatten wir unserer Technik und Routine zu verdanken! Außer bei einer klitzekleinen Ausnahme, lief unser doch schon so oft bewehrtes Programm, wie am Schnürchen runter. Wir gewannen Wertungen, übernahmen die Führung im Punkteklassement, und verteidigten Es bis zu jenem Zeitpunkt, wo uns leider die Deutschen, die Holländer und Australier entwischten und uns eine Runde anhängten. Ab diesem Moment hieß es den 4. Rang zu verteidigen, was wir auch, trotz einer kl.Schrecksekunde, erfolgreich schafften.

Dabei übersah ein unachtsamer Belgier unsere Ablöse und donnerte, gerade als ich nach der Hand meines Partners greifen wollte, mit hoher Geschwindigkeit in Franzis rechte Wade, dessen Auswirkung ein deutlicher Reifenabdruck war und uns eine Campagnolo Hinterradscheibe kostete. Aber auch hier kam die Routine des Vizeweltmeisters zu trage, indem er nicht zu Sturz kam und den Aufprall souverän aussteuerte.
In diesem Moment war ich sehr froh, dass wir auch diesmal unsere Reserveräder mit dabei hatten(auch wenn wir Sie in den letzten Jahren noch nie benötigt hatten und dem Verband, durch Flugtransporte, sehr viel Geld kosteten). Denn in dieser Phase des Rennens, wo ein Hinterradaustausch zu lange gedauert hätte, hätte ich mich keine Runde länger im Feld mehr halten können. Der Teufel schläft nicht!!!

Sieger wurde das Paar G.Fulst/ A.Müller(GER) 13 Pkt., vor McGee/ D.Young(AUS) 10 Pkt. und DeJong/ G.Jonkman(NED) 2 Pkt.(alle +1 Runde).        Rennschnitt 52,96 km/h

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6.- 8.05.03:  int. Bahnmeeting 500+1Rd. in Brünn

               Top Leistungen unserer jungen Fahrer!

Gesamtsiege in den Jahren 1994, 98, 99, 00, 01 und 02 !!! Da diese Erfolge auch auf Grund der mannschaftlichen Arbeit zurückzuführen war, war es heuer an der Zeit, mich mal beim Team zu revanchieren.
Punkte-Vizestaatsmeister A.Bradley konnte(wegen Erkrankung) heuer, genauso wie G.Schrittwieser(Verletzung), nicht an diesem Rennen teilnehmen. Mit dabei aber Doppel-Vizeweltmeister Franz Stocher, Mario Lexmüller, Daniel Hufnagel, und zur weiteren Unterstützung der Elitetruppe, der stärkste Junior Andreas Graf.

Größter Konkurrent in diesem Bewerb war das tschech. GSIII Team Dukla Prag, die gleich mit 12 Mann an den Start gingen und mich in den ersten Etappen besser bewacht hatten, als die Wachorgane des Goldressorts in Fort Knox!!! Motiviert von den Leistungen der vergangenen Woche(Bahnmeeting in Büttgen, nachzulesen auf www.bosch-cycling.at), konnte M.Lexmüller mit einem Sieg auf der 1. von fünf Etappen ins gelbe Führungstrikot schlüpfen. Hervorragender Sechster wurde A.Graf. Gratulation!

Da wir aus taktischen Gründen für die Gesamtwertung nun auf zwei Mann fuhren, Stocher sich erst einrollen wollte und Hufnagel mit sich selbst zu kämpfen hatte, blieb zum Großteils die Arbeit als Helfer an mir über!

A.Graf konnte auf der 2. und 3. Etappe die Bewachung der Prager Truppe auf den Gelben für sich nutzen und ließ gleich mit zwei Siegen aufhorchen! Gratulation! Die Etappen 4 und 5 gingen dafür total in die Hose, wobei meiner Meinung nach, eine taktisch falsche Rennentscheidung des Bundestrainers mit Schuld an der "Misere" trug. Auf der letzten Etappe waren wir nicht einmal in der Lage, selbst als auch Franz, Daniel und Andreas tatkräftig zur Unterstützung eilten, den 2. Gesamtrang von M.Lexmüller zu verteidigen!

Gesamtstand: 1.Pl. M.Blaha(CZE,Dukla Prag), 2.Pl. P.Lazar(CZE,Dukla Prag), 3.Pl. A.Arvai(HUN), 4.Pl. M.Lexmüller(AUT), 5.Pl. A.Graf(AUT).

Trotzdem würde ich sagen, dass die Ergebnisse aus österr. Sicht eine posetive Bilanz zeigen. Gaben doch zwei junge Fahrer ein kräftiges Lebenszeichen im int. Radsport! Nochmals Gratulation an Beide!

In den Nachwuchskategorien konnten auch tolle Erfolge erzielt werden. Stefan Patzl(Burkert Druck Pottendorf) siegte in der Kat. U17, und Clemens Selzer(Festina) errang in der Kat. Junioren den 3.Gesamtrang. Auch hier herzlichste Gratulation.       mehr Fotos hier:

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4.05.03:  Tchibocup Straßenrennen in Wolfsberg, 155 Km

             Scherzer holt sich Führungstrikot zurück!

Eigentlich bin ich ein Typ, der am 2.Wettkampftag besser fährt als am Ersten. Und sollten keine zwei Rennen hintereinander stattfinden, so belaste ich meine Beine am Tag zuvor beim trainieren etwas an. Doch an diesem Wochenende(ich fuhr nur das Straßenrennen und ließ das Bergrennen am Samstag aus) versuchte ich es einmal ganz anders. Nämlich mit einem Ruhetag! Und siehe da, es ging so gut wie heuer noch nie!

In Abwesenheit der kompl. Volksbank-Ideal Mannschaft, gingen heute bei optimalem Radwetter über 90 Fahrer an den Start. Von Beginn an wurde kräftig auf die Tube gedrückt, was zur Folge hatte, dass sich keine Ausreißergruppe hat lange draußen halten können. In diesen beiden Runden wusste ich nicht, was mir mehr Kopfzerbrechen machte, meine Beinschmerzen oder das Frühstück, dass mir noch bis zum Halse steckte!

Erst in der 4letzten Runde von 9, gelang es dem gestrigen Sieger des Koralpen Bergrennens A.Matzbacher(Rapso), H.P.Obwaller(Merida) sowie R.Scherzer(Elk), am steilen 2. Anstieg des Kurses, sich entscheidend vom Feld abzusetzen.
Eine Runde später ging die nächste Post mit 7 Fahrern. Riedesser, Morscher, Höller(alle Elk-Haus), Homolka(Hervis), U.Silar(Merida), P.Pichler(Trodat Resch&Frisch), sowie J.Pauritsch(Radland Kärnten) setzten sich vom immer kleiner werdenden Peloton ab und machten sich auf die Verfolgung der Spitzengruppe. Dabei kamen Sie am kurzen steilen Anstieg dem Trio so nahe, dass es nur P.Riedesser mit einem Gewaltantritt vergönnt war, zur Spitze aufzuschließen.

Mein Zustand besserte sich von Runde zu Runde! Doch als die 2. Partie ging, musste ich einsehen, dass meine Form dennoch nicht reichte, um an der Gruppe dranzubleiben. Als ich aber sah, dass das Feld nur noch auf 22 Fahrer geschrumpft war, konnte ich mir schon ausrechnen, dass ich heute Cuppunkte od. sogar einen Preis machen würde. Und so war es auch . Als 4. im Feldspurt konnte ich mich auf Rang 14 plazieren, was heuer, nach dem Ansfeldenrennen, mein zweitbestes Resultat bedeutete. Hoffe, dass der heutige Renntag der Anfang meines langersehnten Formanstieges ist!

Als sich das Spitzenquartett dem Ziel näherte, zog es R.Scherzer mit einem trockenen Antritt vor, solo ins Ziel zu kommen, um einer ev. Sprintniederlage, gegen den zur Zeit stark in Form fahrenden U23 Fahrer A.Matzbacher, zu entgehen.

Beim Kampf um die Plätze setzte sich Elk-Kollege P.Riedesser erfolgreich durch, der Matzbacher und Obwaller auf die Ränge 3 und 4 verweisen konnte. 5.Pl. Morscher, 6.Pl. Silar, 7.Pl. Höller, 8.Pl. Homolka, 9.Pl. Pichler, 10.Pl. Pauritsch.   Rennschnitt: 42,18 Km/h

Resultate und Cupstände hier:

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27.04.03:  Kirschblütenrennen,Wels; 4.Tchibocuprennen 185 Km

                    Summer gewinnt Kirschblütenrennen

Nachdem ich die ganze Woche beim Trainieren mit guten Beinen unterwegs war, ging ich doch recht optimistisch ins Rennen(ausfahren und event.Cuppunkte machen). Ich strotzte sogar dermaßen vor Optimismus, dass selbst das von mir so gehaßte naßkühle Wetter heute mir nichts anhaben konnte.

Das verhaltene Wegfahren des Pelotons verriet mir, dass viele Athleten mit einem gewissen Respekt vor der Distanz ins Rennen gingen. Nachdem ich allerdings das erste Mal zur Scharten, weit über den Lenker gebeugt, raufwakelte und ums Abreißen kämpfte, war ich mir meiner Sache, Cuppunkte zu machen, nicht mehr so sicher. Nach vereinzelten Ausreißversuchen in den ersten beiden Runden, konnte sich erst nach der 2. Zieldurchfahrt, am Buffethügel, eine 12 Mann starke Fluchtgruppe entscheidend vom Feld absetzen.

Da sich in diesem hochkarätigen Dutzend, mit Scherzer, Fischerlehner, Morscher(alle Elk-Haus), Mc.Master, Summer, Golcar(alle Volksbank-Ideal), Homolka, Rohregger(beide Hervis-Copyright), Bradley(Bosch), Faltheiner(Merida Graz), Eibegger(Rapso Knittelfeld) und Kerschbaum(Resch&Frisch), sehr viele Fahrer befanden die das Rennen gewinnen konnten, wurde von den jeweiligen Vereinskollegen im Hauptfeld das Tempo rausgenommen und abgestellt. Ich muß sagen, mir kam es nicht ungelegen, da ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt froh war, das Feld halten zu können. Doch das Tempo sackte so dermaßen ab, dass das Feld in der letzten Runde(20 Km vor dem Ziel), mit über 12min Rückstand auf die Spitze, laut Reglement, aus dem Rennen genommen werden musste.

In der Leadergruppe sorgten die beiden Elk´ler Scherzer und Morscher, durch zahlreiche Attacken, für eine abermalige Gruppenteilung in der letzten Runde. 8 Mann traten nach fast 5 Std. Fahrzeit zum Zielspurt an, wobei sich J.Summer mit einer guten Radlänge vor H.Morscher(der weiter seine Führung im Tchibocup ausbaute) und R.Scherzer durchsetzten konnte. 4.Pl. ging an Ch.Kerschbaum, 5.Pl. A.Homolka, 6.Pl. W.Faltheiner,7.Pl. Mc.Master, 8.Pl. J.Golcar, 9.Pl. M.Fischerlehner, 10.Pl. und damit bester U23-Fahrer A.Bradley.

Josef Lontscharitsch(Hervis-Copyright), der heute sein Comeback gab, kam über die erste Runde nicht hinaus und gab das Rennen frühzeitig auf!

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19. -20.04.03: Flachgauer RST; Neumarkt, Kriterium, 60 Km

                   Anastopoulos war nicht zu schlagen!

Offensichtlich auf Grund der zahlreich abgegebenen Nennungen und aus Sicherheit für die Kampfrichter, ein undurchschaubares Rennen zu bekommen, lies der Veranstalter für die Kat. U-23 ein eigenes Rennen durchführen. Doch wie bei der Kat. Elite auch, sorgte der selektive 1,4 Km Kurs, der einen etwa 500m langen Zielanstieg vorwies und zum Großteil dem Wind ausgesetzt war, schon nach wenigen Runden für eine natürliche Auslese der Fahrer.

Dabei errang, als einziger Österreicher in der Spitzengruppe fahrend, Andy Bradley(Bosch Junkers) mit 12 Pkt. den 3.Platz. Sieger wurde F.Rabon(CZE) 29 Pkt. vor M.Schmid(GER) 18 Pkt.

In der Elitekategorie verlief es nicht viel anders. Beim heurigen 1. Aufeinandertreffen der beiden Österr. stärksten GSIII-Vereine(Volksbank Ideal und Elk-Haus), bildete sich nach zahlreichen Startattacken der Elchen schon nach der 2.Wertung, eine 5 Mann starke Fluchtgruppe(F.Mc.Master, V.Anastopoulos(beide Volksbank Ideal), Mc.Cauley(Team Belgien), Buchazek(Joko CZE) und Teamkollege R.Scherzer). Mir gelang es zwar einige Runden später zur Ausreißergruppe heranzuspringen, konnte aber die Gruppe wegen Tempoarbeit für Ralf, 5 Runden später nicht mehr halten, und musste mich danach notgedrungener Weise wieder vom Feld einholen lassen.

In der Spitzengruppe wurde der Taktstock von den beiden Volksbank´der geschwungen. Fast jede Wertungsabnahme ging an V.Anastopoulos 29 Pkt., der damit souverän das Rennen vor Scherzer 18 Pkt., und Mc.Cauley 15 Pkt. gewann.  4.Pl. ging an Mc.Master 10 Pkt., 5.Pl. P.Schnyder(ebenfalls Volksbank Ideal)
171 Fahrer gestartet, 140 ausgeschieden!    die ganzen Resultate hier:

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20.04.03: Flachgauer RST; Neumarkt, Straßencuprennen 165 Km

      Morscher flink wie der (Oster-)Hase

Das erste Wort möchte ich, bevor ich meinen Bericht beginne, an den Organisator des Rennens richten. Es kann beim 1. mal passieren. Sollte aber nicht! Im 2. Jahr änderte sich nicht viel! Und heuer war es um keinen Tick besser! Ich rede von der Streckenabsicherung des entgegenkommenden Verkehrs. Muß wirklich wieder erst einmal etwas passieren, bevor man reagiert?

Bei idealem Wettkampfwetter(sonnig bei 21°C und wolkenlosem Himmel) machten sich heute Mittag rund 250 Starter, am Staatsmeisterschaftskurs von 1999, auf dem Weg. Sehr viele Schwenker, Stürze und Attacken standen an der Tagesordnung.

In den ersten 4 von 6 Runden konnte man einen offenen Attackenschlagabtausch der beiden GSIII Sportgruppenteams Volksbank Ideal und U-Elk-Haus miterleben. Jedoch fand am Ende keine Ausreißergruppe ihr Heil in der Flucht!

H.Morscher, unser Kapitän an diesem Tag, wurde vom ganzen Elk-Team optimal unterstützt, sodaß er bis ins Ziel keine unnötige Arbeit verrichten musste.

In der vorletzten Schleife fuhr man etwas verhaltener. Die Attacken wurden weniger und das Tempo(wegen der steifen Brise) langsamer. In der Finalrunde nahm das Vorarlbergische GSIII Team das Zepter in die Hand. 7-8 Mann der Orangenen formierten sich an der Spitze und diktierten mit einem unangenehmen Zug das Tempo des Feldes bis knapp vor dem Ziel. Dabei war es in der letzten Drittelrunde um mich geschehen. Kraftlos musste ich das Peloton ziehen lassen und fuhr anschließend mit gemächlichem Tempo Heim.

Bei der 1000m Marke war es mit dem Anführen des Volksbank-Ideal-Teams aber vorbei. Das Feld überrollte förmlich die Truppe, wobei mein Teamkollege P.Riedesser es schaffte als Erster in die Einlaufkurve einzubiegen, und H.Morscher, der sich am Hinterrad befand, den Spurt optimal anzuführen.

Sieger H.Morscher(der damit die Cupführung übernahm) vor T.Höss(GER) und V.Muchka(CZE). 4.Pl. ging an P.Herman(BikeDrive), 5.Pl. R.Scherzer, und 7. Pl. P.Riedesser(beide Elk-Haus). Bester Volksbank`ler wurde P.Schnyder auf Rang 9.

die ganzen Resultate hier:

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21.04.03: Mondsee Classic Schwanenstadt; Straßenrennen 156 Km

        Prompt kam an Elk die Retourkutsche!

Gestern war für das Vorarlbergische GSIII-Team ein schwarzer Tag. Nach kompakter Mannschaftsarbeit belegte der Beste von Ihnen nur Rang 9. Heute war es umgekehrt.

3. Renntag des Osterwochenendes. Obwohl die meisten Fahrer über gr. Beinschmerzen klagten, fanden sich auch heute wieder mehr als 200 Athleten aus dem In- und Ausland an der Startlinie ein.

Meine Beine fühlten sich, nachdem ich gestern etwas über mein Limit gefahren war, besonders hölzern an. Da ich am heutigen Tag nicht mit einer Zielankunft rechnete, war mir klar, dass ich in den ersten Runden, mit meinen noch verbleibenden Kräften, die Gegner mit zahlreichen Attacken beschäftigen musste.

In der 3. von 6 Runden, konnten sich 9 Mann entscheidend vom Feld lösen. Mit dabei 2 Elk-Fahrer(Höller u. Fischerlehner), A.Homolka(BikeDrive), H.Totschnig(Scott Lattella), Anastopoulos, sowie einige Ausländer. Als die Fluchtgruppe schon einen Vorsprung von über 2 min. aufwies, kam zu unseren Leidwesen, M.Fischerlehner aus der Spitze zurückmarschiert.

Nun brennte in meiner Mannschaft der Hut. Da Höller als einziger Elch in der Leadergruppe vertreten war, konnte man nicht mehr mit Sicherheit mit einem Podestplatz rechnen. Unsere Elk-Asse Scherzer u. Morscher, versuchten sich mit Fluchtversuchen aus dem Feld zu lösen, um ev. den Anschluß zur Ausreißergruppe zu schaffen. Scherzer gelang es zwar in der letzten Runde sich vom Feld abzusetzen, hatte aber am Ende mehr als 3 Minuten Rückstand auf den Sieger Anastopoulos, der den Sprint aus einer 5 Mann starken Gruppe gewinnen konnte.

2.Pl. wurde Mc.Cauley(Team Belgien), 3.Pl. T.Buchacek(Joko Velamos-CZE), 4.Pl. A.Homolka, 5.Pl. P.Martinek(CK Brno), 6.Pl. und bester Österreicher H.Totschnig, ....8.Pl. und bester Elk-Fahrer M.Höller,...12.Pl. R.Scherzer.

Mit einem 30.Rang konnte H.Morscher seine Cupführung, punktgleich mit A.Homolka, verteidigen.

Erfreulich mitanzusehen bei Doppelvizeweltmeister F.Stocher, dessen Form von Woche zu Woche immer besser wird! Weiterhin viel Glück!         die ganzen Resultate hier:

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11. -13.04.03: Bahn-Weltcuprennen in Kapstadt

Alleine der Anblick auf den Tafelberg ist schon eine Reise wert! Imposant ragt der "Felsen" 1087m als Wahrzeichen von Kapstadt empor. Doch bevor wir auf Sightseeing-Tour gehen konnten, mussten wir zuerst unsere "Arbeit", für die wir eigentlich angereist waren, erledigen.                    

Wegen der hohen Teilnehmeranzahl mussten in jedem Bewerb(Scratch, Punktefahren, Madison) seit langen wieder Vorläufe gefahren werden. Nicht gerade ein Vorteil, wenn die Bahn aus Beton und die Straßenform noch fehlte!

Scratch:
Die Qualifikationen für das noch am selben Abend stattfindende Finale, wurden in 2 Läufen zu je 14 Fahrer und 7,5 Km gefahren. Die jeweils besten 10 Athleten stiegen auf. Da schon 3 Fahrer in meinem Lauf eine Plusrunde schafften, wurde bei der Zielankunft um
die verbliebenen 7 Plätze auf Biegen und brechen gespurtet. Und diese 7 waren bei mir auch nötig. Um´s A....lecken gerade noch, gelang es mir als 7. vom Feldspurt mich ins Finale zu fahren.

Dort setzte ich mit relativ guten Beinen mein Pokerface auf und hoffte auf einen Feldendspurt. Dabei kam ich aber 2-3 mal in solch miesen Positionen, dass ich auch eben so oft, als Abgerissener dem Feld hinterherfahren musste. Nachdem der Attackenhagel nachließ und das Feld kurz Tempo rausnahm, gelang es zur gleichen Zeit dem Schweizer Vizeeuropameister A.Aeschbach, als Solist, eine Plusrunde. Als sich kurz vor Ende des Rennens abzeichnete, dass das gesamte Felde geschlossen zum Spurt antreten würde, positionierte ich mich in eine günstige Lage, wo ich mich, nach keirinartigen(und das ist wirklich noch milde ausgedrückt!) letzten 1 1/2 Runden, auf den 5. Gesamtplatz durchsetzen habe können. Hinter Aeschbach wurde der Südafrikaner Van Zyl 2. und der Holländer Straathof 3.

Punktefahren:
Auch dem 2. Österreicher Andy Bradley blieb beim Punkterennen ein Qualifikationslauf(15 Km) nicht erspart. Auch hier waren es pro Lauf 14 Fahrer, wo sich jeweils die besten 10 fürs Finale qualifizierten. Mit sehr viel Geduld und Nervenstärke konnte er seine Konkurrenten, zur vorletzten Wertung hin, mit einem trockenen Antritt überraschen und mit den 5 gewonnenen Punkten sicher fürs Finale qualifizieren.

Keine 6 Std. später hieß es dann "Masken runter" und zeigen was jeder drauf hatte! Andy hielt sich zu Beginn des Rennens aus den Anfangsgeplenkeln raus, um einige Körner für später aufzusparen. Auch wenn er die entscheidende Post bei Halbzeit des Rennens nicht erwischte, konnte er kurz vor Zusammenschluß mit einer kleinen Verfolgergruppe flüchten und 2 Pkt. erspurten.
Wer nun glaubt, dass Andy sich bis ins Ziel nicht mehr bewegen würde können, hatte sich in Ihm getäuscht! Noch einige Male versuchte er dem Feld zu enteilen, um seinen mom. Rang zu verbessern. Aber leider vergebens! Selbst wenn ein Platz, knapp unter den Top Ten, nicht erreicht wurde, durfte man sehr über Andy`s Fahrt/Leistung zufrieden sein. Er beendete das Rennen auf Rang 12. Sieger wurde M.Renshaw(AUS) 63 Pkt. vor A.Müller(GER) 37 Pkt. und F.Perque(FRA) 37 Pkt. Damit bleibt F.Stocher nichts anderes über, als das Ganze beim allerletzten Weltcuprennen in Sydney selber in die Hand zu nehmen und sich ein WM-Ticket zu lösen.

Madison:
Also viel Regeneration hatte Andy nicht. Denn schon um 10 Uhr vormittags standen die Qualifikationsläufe(je über 80 Runden)für den Madisonbewerb an. Dabei galt es(von jeweils 12 Teams) unter den besten 8 zu kommen. Das schafften wir auch, indem wir anfangs punkteten und mit Hilfe einer 4 Mann starken Ausreißergruppe das Feld zu Ihnen nur auf Distanz halten mussten. Hört sich leichter an als es eigentlich war!

Um sich sicher für die Bahn-WM im Madison zu qualifizieren, benötigten wir noch 1-3 Weltcuppunkte. Das heißt ein Platz zw. 8 und 10. Für Andy war das Americanefinale das 4. Rennen innerhalb 24 Std. Um so mehr bewunderte ich seine gute Leistung. Denn außer winzig kleine Fehlern, die aber sicher nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun hatten, fuhr er fehlerfrei!

Wir versuchten, wie schon im Vorlauf auch, in den ersten Wertungen an Punkte zu kommen. Das gelang uns, aber mehr als 2 Zähler waren in den beiden Wertungen einfach nicht drin. In weiterer Folge, als die ersten ernstzunehmenden Attacken der starken Teams anfingen, hatten wir einiges zu tun, um nicht den Anschluß an das Feld zu verlieren. Während dieser "Fetzerei" gelang es 4 Teams(ARG, SUI, ESP, UKR) das gesamte Peloton zu umrunden, was anschließend für einige Sekunden Ruhe ins Feld brachte und uns Zeit gab, unsere Position zu verbessern.

Und prompt gelang es uns in der vorletzten Punkteabnahme wieder 1 Zähler zu holen. Vor der letzten Wertung rangierten wir auf Platz 10. Da wir Gefahr liefen mit der letzten Wertung ev. aus den Top Ten zu fliegen, riskierte mein Partner(völlig richtig in dieser Situation) einen Ausreißversuch. Da 2 Teams Spitze im Rennen waren, fuhren wir also noch um die 2 verbleibenden Punkte. Leider reichte unsere Kraft nicht mehr aus und wir wurden eine Viertelrunde vor Schluß vom heranspurtenden Feld gestellt. Somit wurden wir in der Endabwertung, punktegleich mit den 10.(Zabka/Liska,SVK), als 12. gereiht. Sieger wurde das Team Perez/Curuchet(ARG) 12 Pkt. vor Marvulli/Aeschbach(SUI) 9 Pkt. und den Spaniern Galvez Lopez/Llaneras 8 Pkt.   mehr Ergebnisse:

Gratulation an Andy´s Leistung, Mut und Kampfgeist. Hat er seit Moskau einiges an Erfahrung dazulernen können und einen riesen Schritt in Sache Bahnweltcup machen können.

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6.04.03: Auftaktrennen in Ansfelden, 96 km

                                    Slowaken und Tschechen voran!

Mit einem großen Starterfeld von etwa 150 Fahrern, wurde heute die österr. Straßensaison bei eisigem Wind und nur +2 Grad Außentemperatur eröffnet.

Schon nach Ende des 1. Drittels gelang es mir gemeinsam mit weiteren 18 Athleten dem Feld zu enteilen. Mit dabei namhafte Fahrer wie etwa A.Homolka(BikeDrive), Ch.Pfannberger(Volksbank-Ideal), Ch.Kerschbaum(Resch&Frisch), A.Bradley(Bosch-Junkers), R.Scherzer, H.Morscher, P.Riedesser(alle Elk-Haus) und einigen starken Radlern aus der slowak. und tschech. Republik.

Auf Grund der sofortigen Einigkeit in der Spitzengruppe und der hervorragenden Arbeit meiner Mannschaftskollegen(Höller, Wafler, Stocher, Fischerlehner) im Feld, konnten wir binnen weniger Runden einen beruhigenden Vorsprung von über 2 Minuten herausfahren. Aktivster Elkfahrer in der Leadergruppe in Sache Attacken war R.Scherzer, dessen zahlreiche Ausreißversuche aber leider immer wieder von unseren ausländischen Gästen neutralisiert wurden.

Wegen einsetzendem Schneetreiben entschloß sich der Veranstalter das Rennen um 5 Runden zu verkürzen. Da zu diesem Zeitpunkt keine rennentscheidende Situation im Gange war und auch auf die Gesundheit der Fahrer bedacht wurde, fand ich diese Entscheidung für richtig. Als es dann zum Zielspurt kam stellte sich die Frage, ob ich Harry oder Harry mir den Spurt anführte. Da wir aber Beide schon sehr mit unseren Kräften zu kämpfen hatten, waren wir nicht einmal in der Lage Ralf, der uns noch am stärksten, von uns vier Elk´ler, erschien, den Spurt anzuführen.

Den Zielspurt von seinem Kollegen 1a angeführt bekam R.Husar(ZP Podbrezova,SLK), der die beiden Tschechen P.Martinek(CK Brünn) und Österreichlegionär A.Homolka auf die Plätze verweisen konnte. Bester Elkfahrer wurde R.Scherzer, der hinter Ch.Pfannberger den 6. Platz erreichte. 7.Pl. Ch.Kerschbaum, 9.Pl. R.Garber, 11.Pl. A.Bradley, 12.Pl. P.Riedesser und 14.Pl. H.Morscher.    
   mehr Ergebnisse hier:

Auch wenn mir noch sehr viel Kraft fehlt, bin ich für mein nächstes Vorhaben, dem Bahn-Weltcuprennen in Kapstadt, sehr zuversichtlich, gemeinsam mit A.Bradley im Madisonbewerb, entgültig das WM-Ticket lösen zu können. Dabei müssten wir einen Platz unter den besten Neun erreichen.

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4.04.03: Bahnrennen

Nach dem ich diese Woche Trainingsumfänge von nur 30- 90 Km. in sehr ruhiger Form tätigte, dürften sich meine Beine seit letzten Sonntag sehr gut regeneriert haben. Denn beim Bahntrainingsrennen, das sehr stark mit Fahrern aus Ungarn, der tschech. und slowak. Republik besetzt war, fuhr ich schon wieder annähernd so gut wie in alten Zeiten.

Mit einem Sieg im Scratchbewerb und einem 6. Platz im Ausscheidungsrennen, belegte ich erstmal hinter dem Ungarn A.Arvai und dem Tschechen M.Blaha im Omnium Gesamtklassement den 3. Platz.

Im Punkterennen allerdings, das über 120 Runden ging, konnte ich nach 2 erfolgreichen Überrundungen und mehreren gewonnenen Wertungen, recht ungefährdet den Sieg vor M.Blaha und A.Vig(HUN) heimfahren. Bester Junior wurde A.Graf(Burkert Druck Raika Ebreichsdorf) mit Rang 7.

Für mich "Pechvogel des Tages" war, speziell beim Punkterennen, U23 Fahrer A.Bradley(Bosch Junkers), dem bei einem Solo-Rundengewinnversuch rundenlang nur 20 Meter auf das Feld fehlten, und dessen weitere aussichtsreichen Vorstöße unbelohnt blieben.

Mit einem gestärkten Selbstvertrauen und einer halbwegs guten Straßenform, werde ich am Sonntag beim österr. Saisonauftaktrennen in Ansfelden an den Start gehen und versuchen gemeinsam mit meiner Elk-Haus Mannschaft einen Sieg zu erringen.          mehr Ergebnisse hier: