Bahnradsport   

Auf dieser Seite werden alle Bahndisziplinen erklärt: Angefangen von der Kürzesten bis zur Längsten.

Sprint: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, EM, WC, WM, und olymp. Spielen)

Nachdem sich die besten Fahrer bei einem 200m Zeitfahren mit fliegenden Start qualifiziert hatten, müssen Sie sich in diversen 2er und 3er Läufen in 1/8 Finalen mit ev. Hoffnungsläufen, 1/4 Finalen, 1/2 Finalen weiter bis ins Finale durchkämpfen. Bei Läufen ab dem 5. Platz, können auch mehrere Fahrer in einem Lauf gegeneinander antreten. 

Der Lauf Mann gegen Mann:

Die Distanz eines Laufes richtet sich nach der Rundenlänge der Bahn! Es wird geachtet, dass in etwa 750m bis max. 1 Km gefahren wird(z.B: bei einer 250m Bahn = 3 Runden, 400m Bahn = 2 Runden).

Nachdem ausgelost wurde wer die 1. Runde führen muss, wird auf der Startlinie gestartet. Der ausgeloste Fahrer muss, der andere Fahrer kann, die Führung in der 1. Runde übernehmen, die aber mind. in Schritttempo absolviert werden muss. Je nach Taktik, Bahneigenschaft, Schnelligkeit der einzelnen Fahrer, ist es sehr oft besser aus der 2. od. hinteren Position zu fahren, da man hier den Windschatten des Vordermannes ausnützen könnte.(=Kraftersparnis! Und mit einem Fliegerabstand von etwa 5-6m, kann mann sich in den Windschatten des Vordermannes ansaugen, um mit einem gr. Geschwindigkeitsunterschied vorbei spurten zu können). Daher kann es zu einem Stehversuch beider Fahrer kommen. Dies darf aber erst nach Vollendung der 1. Runde geschehen. Sollte sich nach einer 3minütiger Stehzeit an den Positionen der Fahrer nichts geändert haben, muss der anführende Fahrer seine Führung weiter fortsetzen. Stehversuche können sooft gemacht, wie Sie benötigt werden. Sieger des Rennens ist jener, der als Erster im Ziel ist. Halbfinale und Finale werden auf zwei gewonnene Läufe gefahren.

 

Olymp. Sprint: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, WC, WM, und olymp. Spielen)

Unabhängig von der Bahnlänge, werden 3 Runden gefahren!

3 Fahrer bilden eine Mannschaft, die auf der Verfolgerlinie Startaufstellung nehmen. Beim Startschuss fährt das Trio gemeinsam los, wobei der 1. Fahrer eine Runde nehmen muss, zur Seite schwenkt und von der Bahn geht. Danach übernimmt der Zweite für eine Runde die Führungsarbeit(ohne sich mit seinem Kollegen einmal abwechseln zu dürfen) und schwenkt ebenfalls. Der Dritte im Bunde fährt ebenso eine Runde, bis er das Ziel erreicht hat.

Siegermannschaft ist jene, die die schnellste Zeit erreichte.

 

500m Zeitfahren: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, WC, WM, und olymp. Spielen)

Gestartet wird auf der Verfolgerlinie. Der Startschuß löst die Zeit aus, und der Fahrer versucht so rasch wie möglich 500m zurück zu legen.

 

1 Km Zeitfahren: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, WC, WM, und olymp. Spielen)

Gestartet wird auf der Vervolgerlinie. Der Startschuß löst die Zeit aus, und der Fahrer versucht so rasch wie möglich 1000m zurück zu legen.

 

Keirin: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, WC, WM, und olymp. Spielen) 

Hier handelt es sich um eine Sprinterdisziplin, in einer Länge von etwa 2 Km. Dabei fahren mehrere Fahrer vom Start weg hinter einem Schrittmacher, der den Lauf mit kontinuierlich ansteigender Geschwindigkeit lanciert, bis er schließlich etwa 600-700m vor dem Ziel von der Bahn schwenkt. Bis dahin suchen sich die Fahrer die richtigen Positionen für den Sprint. Erst ab dem wegschwenken des Schrittmachers ist der wahre Sprint eröffnet, da man den Schrittmacher vor dem wegschwenken nicht überholen darf. Sieger ist jener Fahrer, der als Erster das Ziel erreicht.

2000m Einzelverfolgung: (gefahren bei nat. u. int. Rennen von den Nachwuchskategorien)

Gestartet wird auf der Verfolgerlinie. Der Startschuß löst die Zeit aus, und der Fahrer versucht so rasch wie möglich 2000m zurück zu legen.

 

3000m Einzelverfolgung: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, EM, WC, WM, und olymp. Spielen)

Gestartet wird auf der Verfolgerlinie. Der Startschuß löst die Zeit aus, und der Fahrer versucht so rasch wie möglich 3000m zurück zu legen.

 

4000m Einzelverfolgung: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, EM, WC, WM, und olymp. Spielen)

Gestartet wird auf der Verfolgerlinie. Der Startschuß löst die Zeit aus, und der Fahrer versucht so rasch wie möglich 3000m zurück zu legen.

 

4000m Mannschaftsverfolgung: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, WC, WM, und olymp. Spielen)

4 Fahrer bilden eine Mannschaft, die auf der Verfolgerlinie Startaufstellung nehmen. Beim Startschuss(löst auch die Zeit aus!) fährt das Quartett gemeinsam los und versuchen so rasch wie möglich die Distanz zu absolvieren. Dabei können Sie sich belibig oft in der Führungsarbeit ablösen. Es müssen aber mind. 3 Fahrer das Ziel erreichen. Siegermannschaft ist jene, die als schnellste 4000m absolvierte.

 

Ital. od. dänisches Ausscheidungsfahren:(gefahren bei nat. u. int. Rennen)

Dabei handelt es sich um ein Rennen mit Massenstart. Ab einer bestimmten Rundenanzahl(wird vom Veranstalter festgelegt!) scheidet in jeder Runde auf der Start/Ziellinie der 1. Fahrer im Feld aus und ist Sieger. Die übergebliebenen Fahrer spurten weiter, bis in der nächsten Runde wieder der 1. vom Feld ausscheidet und den 2. Rang erzielt. Dies setzt sich solange fort, bis die Anzahl der Ausscheidungsrunden erreicht worden sind, die der Veranstalter vor dem Rennen bekannt gegeben hat. Rundengewinne werden nicht angezählt!

 

Ausscheidungsfahren:(gefahren bei der EM, nat. u. int. Rennen)

Dabei handelt es sich um ein Rennen mit Massenstart. Vor dem Start wird vom Veranstalter bekannt gegeben, nach wievielen Runden jedesmal der letzte Fahrer im Feld ausscheiden muss. Dabei zählt das letzte Ende eines jeden Hinterrades auf der Start/Ziellinie. Wenn nicht anders vom Veranstalter geordert, wird bis zum letzten Fahrer ausgeschieden. Ansonsten fahren die restlichen Akteure am Ende gemeinsam einen Sprint um die Plätze 1 bis ..... . Sieger ist jener, der nie hat ausscheiden müssen. Rundengewinne werden nicht angezählt!

 

Rennen über unbekannte Distanz: (gefahren bei nat. u. int. Rennen)

Dabei handelt es sich um ein Rennen mit Massenstart. Nach beliebiger Zeit gibt der Veranstalter während des Rennens die noch zu fahrenden Runden bekannt. Sieger des Rennens ist jener, der als Erster diese Distanz bewältigt. Rundengewinne werden nicht angezählt!

 

Handycuprennen: (gefahren bei nat. u. int. Rennen)

Hier werden Fahrer nach ihren Leistungen entlang der Bahn zum Start aufgestellt. Die Anzahl des Starterfeldes und die Vorgabe jedes einzelnen Fahrers wird vom Veranstalter festgelegt. Der stärkste Fahrer startet auf der Start/Ziellinie, der Zweitstärkste etwas weiter vorne, der Drittstärkste noch etwas weiter vorne und ..... . Auf Startschuss fahren alle Fahrer gleichzeitig los, und versuchen die vom Veranstalter bekanntgebene Distanz zu bewältigen. Sieger des Rennens ist jener, der als Erster die vorgegebene Distanz bewältigt.

 

Temporennen: (gefahren bei nat. u. int. Rennen)

Dabei handelt es sich um ein Rennen mit Massenstart. Vor dem Start wird vom Veranstalter die Rundenanzahl bekanntgegeben. Danach wird jede Runde um 2 und 1 Punkt gespurtet. Sieger des Rennens ist jener, der am Ende des Rennens die meisten Punkte hat erspurten können.

 

Scratch: (gefahren bei nat.u. int. Rennen, EM, WC, WM)

Dabei handelt es sich um ein Rennen mit Massenstart über 15 Km. Auch Rundengewinne dürfen vollzogen werden. Sieger des Rennens ist jener, der als Erster die gesamte Distanz bewältigt hat. Sollte ein Fahrer alleine das gesamte Feld überrundet haben, so braucht er am Ende mit dem Feld nicht mehr mitzuspurten und ist Sieger. Sollten es 2 od. mehrere Fahrer gelingen das Feld zu überrunden, so spurten Sie am Ende der Distanz gemeinsam mit dem Feld mit, wobei eine Zielfilmkamera die Spitzenfahrer im Peloton ausfiltert und den Sieger bekannt gibt.

 

Dernyrennen: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, EM, und 6-Tagerennen)

Ein motorisierter Schrittmacher und ein Radfahrer bilden ein Team. Der Radfahrer fährt im Windschatten seines Schrittmachers. Aus Sicherheitsgründen gibt der Veranstalter vor dem Rennen die Anzahl der startberächtigten Mannschaften bekannt, da sonst die Gewährleistung der Sicherheit (zu wenig Platz auf der Bahn) nicht mehr gegeben ist. Sieger ist jenes Team, die als Erstes die komplette Distanz bewältigt hat. Die Distanz wir vor dem Rennen vom Veranstalter bekannt gegeben.

Punktefahren: (gefahren bei nat.u. int. Rennen, EM, WC, WM, seit 2012 nicht mehr bei den olymp. Spielen)

Dabei handelt es sich um ein Rennen mit Massenstart über eine Distanz, die der Veranstalter vor dem Rennen kund gibt. In regelmäsigen abständen sind bis zur letzten Runde Wertungsabnahmen eingebaut. Bei diesen Wertungssprints gibt es jeweils für die ersten 4 Fahrer Punkte(5 für den Ersten, 3 für den Zweiten, 2 für den Dritten, und 1 für den Vierten), die auf der Ziellinie abgenommen werden.

Sieger ist jener Fahrer, der die meisten Punkten sammeln konnte. Ausnahme! Wenn 1 od. mehrere Fahrer einen Rundengewinn vollziehen konnte/n. Haben mehrere Fahrer eine Runde vollzogen, entscheiden die gesammelten Punkte über die Platzierungen.

 

Madison: (gefahren bei nat.u. int. Rennen, EM, WC, WM ,aber seit 2012 nicht mehr bei den olymp. Spielen)

2 Fahrer bilden eine Mannschaft. Je nach Bahnlänge wird nur eine bestimmte Anzahl an Mannschaften zugelassen. Die Distanz(z.B bei WC 40 Km, WM u.olymp. Spielen 50 Km) wird vor dem Rennen vom Veranstalter festgelegt und kund getan. Der Eine der beiden Fahrer fährt aktiv im Rennen mit, wobei der Andere sich langsam fahrend auf der obern Bahnhälfte ausruht. Wird der langsamfahrende Fahrer von seinem Partner eingeholt, wird er mittels eines Körperkontaktes(meist ein spezieller Schleudergriff) ins Rennen geschickt. Nun übernimmt der Partner die Rolle des Anderen, wobei gesagt werden muss, dass eine Ablösung bei Einholung des Partners nicht verpflichtend ist(z.B. aus taktischen Gründen).

Unabhängig von der Bahnlänge werden jede 20 Runden Wertungssprints eingeläutet. Babei können die ersten 4 Mannschaften(aber nur für die Fahrer der Mannschaften die sich aktiv im Rennen befinden!) Punkte sammeln. 5 Punkte für den Ersten, 3 Pkt. für den Zweiten, 2 Pkt. für den Dritten, und 1 Pkt. für den Vierten. Siegermannschaft ist jene, die die meisten Punkte hat sammeln können. Ausnahme! Wenn 1 od. mehrere Mannschaft/en einen Rundengewinn vollzieht/vollziehen konnte/n. Haben mehrere Fahrer eine Runde vollzogen, entscheiden die gesammelten Punkte über die Platzierungen.

 

Omnium: (gefahren bei nat.u. int. Rennen, EM u. seit 2012 bei den olymp. Spielen)

Eine Wertung bestehend aus mehreren Bewerben. Dabei sammelt der Fahrer in jeder Disziplin Omniumpunkte, die für die jeweiligen Platzierungen ausgeschrieben wurden. Sieger ist jener Fahrer, der die meisten Punkte sammeln konnte. Bei Punktegleichheit entscheidet die bessere Platzierung in einer der gefahrenen Disziplinen, die der Veranstalter vor dem Rennen festlegt. 

Steherrennen: (gefahren bei nat. u. int. Rennen, 6-Tagerennen u. bei der EM)

Ein motorisierter Schrittmacher und ein Radfahrer bilden ein Team. Der Radfahrer fährt im Windschatten seines Schrittmachers. Aus Sicherheitsgründen gibt der Veranstalter vor dem Rennen die Anzahl der startberächtigten Mannschaften bekannt, da sonst die Gewährleistung der Sicherheit (zu wenig Platz auf der Bahn) nicht mehr gegeben ist. Sieger ist jenes Team, das als Erstes die komplette Distanz bewältigt hat. Die Distanz wir vor dem Rennen vom Veranstalter bekannt gegeben.

 

Stundenweltrekord: (gefahren von Personen, die der Meinung sind einen neuen Weitenrekord zu schaffen)

Hier versucht ein Fahrer in 1 Stunde(mit stehenden Start) mit einem konventionellen Bahnrad eine möglichst gr. Distanz zu bewältigen. Der Weltrekord wird vom Briten Christoph Boardman mit 49,441 km/h gehalten(unten eckiges Bild). Mit einer aerodinamischen Position und einem Zeitfahrrad mit Triathlonaufleger und Scheibenräder fuhr der Selbige einen Schnitt von über 56,375 km/h(unten ausgeschnittenes Bild). 

Der Deutsche Lars Teutenberg fuhr in einem Liegerad(Zigarrenkonstruktion) einen Stundenschnit über 86,4 km/h.   

Bei den Damen steht die Marke bei 45,094 km/h. Der absolute Rekord aber bei 48,159 km/h(mit Zeitfahrrad, Scheibenräder und Lenkeraufleger).
Beide aufgestellt von der Französin Jennie Longo.

Verschiedenste aerodinamische Positionen wurden probiert und gefahren, bis Sie vom Weltdachverband(UCI) verboten wurden. Bild: die Italienerin Antonella Beluti.

 

6-Tagerennen:

Nur für geladene Fahrer, die in 6 Tagen in verschiedensten Bewerben auf Runden- u. Punktegewinne fahren. 2 Fahrer bilden eine Mannschaft. Sieger ist jene Mannschaft, die nach 6 Tagen am wenigsten Runden verloren hat. Bei Mannschaften mit der selben Rundenanzahl entscheiden die erspurteten und gesammelten Punkt.